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Dienstag, 26. Juli 2016

Hans Neuenfels kritisiert Bayreuth auf ganzer Linie













Im letzten Sommer stand sein Lohengrin zum letzten Mal auf dem Spielplan am Grünen Hügel. Die im Premierenjahr 2010 eher gemischt aufgenommene Produktion wurde dann schnell ein ganz großer Publikumserfolg und ist heute längst Legende. Vielleicht die einzige in der Direktionszeit von Katharina Wagner. Die amtierende Festspielchefin wird vom Altmeister jetzt deutlich und direkt kritisiert. Hans Neuefels sieht die Bayreuther Festspiele vor der Selbstabschaffung, wenn es nicht gelingt, bald merkbar neue Akzente zu setzen. Diese müssen im künstlerischen Bereich liegen. Es sollte wieder über die Aufführungen diskutiert werden und nicht um die großen und kleinen Skandale rings um die Festspiele herum. Insbesondere bedauert Hans Neuenfels auch den Abgang von Andris Nelsons, der in der Endphase aus der diesjährigen Neuproduktion Parsifal ausgestiegen war.  Mit ihm gemeinsam hatter er den Lohengrin zum Erfolg geführt. Das komplette Interview kann bei Deutschlandradio kultur nachgelesen und -gehört werden.

Samstag, 20. Februar 2016

Neuer Geschäftsführer in Bayreuth













Nachfolger des scheidenden Geschäftsführenden Direktors der Bayreuter Festspiele Hans-Dieter Sense wird Holger von Berg, der Wechsel soll im April stattfinden. Holger von Berg ist derzeit noch als Geschäftsführer des Residenztheaters München tätig und wird zukünftig gemeinsam mit Katharina Wagner in einer Doppelspitze arbeiten. Die Herausforderungen auf dem Grünen Hügel sind groß, es gilt die Sanierung des Festspielhauses zu organisieren und die komplizerte Trägerstruktur der Festspiele auszutarieren. Viel Erfolg!

Samstag, 25. Juli 2015

Bayreuth-Auftakt 2015 mit Premiere von Tristan und Isolde













Die diesjährigen Bayeruther Festspiele starten heute mit der langerwarteten Premiere von Tristan und Isolde in der Regie von Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. In den Titelpartieren sind Stephen Gould und Evelyn Herlitzius zu erleben, als König Marke Georg Zeppenfeld, als Brangäne Christa Mayer und als Kurwenal Iain Paterson. Nur wenige Einblick gab es im Vorfeld in die neue Inszenierung, es ist von geometrischen Formen die Rede und dass dem Nichtzusammenkommenkönnen von Tristan und Isolde auch räumlich Ausdruck verschafft wird. Der zweite Akt soll in einem Gefängnis spielen und Tristan im dritten Akt bereits tot. Musikalisch dürfte eine Sternstunde vorherzusagen sein, Christian Thielemann hat den Tristan zwölf Jahre nicht mehr dirigiert - in Bayreuth noch nie - und sich dem Extremwerk nun ganz neu angenähert. Ungewöhnlich aufreibend waren die letzten Wochen auf dem Grünen Hügel sicher auch wegen der zahlreichen kursierenden Gerüchte und Beschuldigungen zu diversen Themen. Da wird mittlerweile jedes Jahr viel Porzellan zerschlagen, was längst Bestandteil des Rituals ist. Man müsste das mal wissenschftlich untersuchen. Erstaunlich offen zeigten sich Katharina Wagner und Christian Thielemann in ungewöhnlich zahlreichen Interviews im Vorfeld der Eröffnung ohne jedoch konkret Stellung zu beziehen. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Ab sofort geht es also um Richard Wagner, endlich! Auch wer nicht im Besitz einer Festspielkarte ist bekommt Gelegenheit sich eine Meinung zu bilden: Der Bayerische Rundfunk überträgt die heutige Premiere ab 16 Uhr komplett live im Radio, in zwei Wochen wird die Aufführung dann im Kino und einen Tag später im Fernsehen übertragen. Und die bundesdeutsche Presse berichtet auch in diesem Jahr ausführlich...

Sonntag, 19. Juli 2015

Tristan und Isolde aus Bayreuth am 8.8.15 auf 3sat






















Zum ersten Mal geben die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr eine Neuproduktion bereits im ersten Jahr in die mediale Verwertung. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Tristan und Isolde durch die bald alleinige Festspielchefin Katharina Wagner und in der musikalischen Leitung durch den neuberufenen Bayreuther Musikdirektor Christian Thielemann wird nicht nur am 07. August 2015 ab 15.45 Uhr in diversen Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen sein, sondern auch einen Tag später im Fernsehen, im gemeinsamen Kulturkanal der drei Länder. Ab 20.15 Uhr zeigt 3sat am 08. August 2015 den den kompletten Mitschnitt der Tristan-Aufführung vom Vortag ohne Pausen. Die Bayreuther Festspiele beginnen am kommenden Wochenende, in diesem Jahr gab es im Vorfeld außergewöhnlich viel vom üblichen Theaterdonner, ohne den das Musikfestival inzwischen kaum noch denkbar scheint. Dieser reichte von einem angeblichen Hügelverbot für die scheidenden Festspielchefi Eva Wagner-Pasquier über die überraschende Berufung von Christian Thielemann zum Musikdirektor bis hin zur erneuten, nun kurzfristigen Umbestzung der Isolde, die Partie wird jetzt von Evelyn Herlitzius gesungen. Die auch in Bayreuth erfahrene Sängerin zeigte sich bei ihren jüngsten Auftritten in Zürich und München als Elektra in Topform und das soll auch für den Tristan-Sänger Stephen Gould gelten. Beste Voraussetzungen als, damit es nun wieder verstärkt um die Kunst gehen könnte...

Donnerstag, 23. April 2015

Tristan aus Bayreuth am 7.8. im Kino













Auch in diesem Sommer zeigen die Bayreuther Festspiele wieder eine Aufführung aus dem Festspielhaus live im Kino, die Übertragung von Tristan und Isolde ist für den 07. August 2015 geplant. Regie bei dieser mit Spannung erwarteten Neuproduktion führt Festspielleiterin Katharina Wagner, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann. Tickets demnächst im Kino ihres Vertrauens!

Freitag, 20. März 2015

Tristan-Besetzung 2015 in Bayreuth steht fest















Vier Monate vor der Premiere haben die Bayreuther Festspiele jetzt die Besetzung der Neuproduktion Tristan und Isolde bekannt gegeben, eine Überraschung gibt es dabei nicht. Anja Kampe wird die Isolde singen und die ursprünglich eingeplante Eva-Maria Westbroek ersetzen, sie hat die Partie bereits in Glyndebourne bei der Ruhrtriennale 2011 gesungen (siehe Foto, Inszenierung von Willy Decker und unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko). Stephen Gould bleibt als Tristan an Bord. Als König Marke wird Georg Zeppenfeld angekündigt, als Brangäne Christa Mayer - beide schon länger bayreutherfahren. Als Kurwenal gibt Iain Paterson sein Debüt am Grünen Hügel, genauso wie Raimund Nolte als Melot, Kay Stiefermann als Steuermann und Tansel Akzeybek als junger Seemann und Hirt. Mit Tristan und Isolde tritt Festspielleiterin Katharina Wagner nach Die Meistersinger von Nürnberg erstmals wieder als Regisseurin in Bayreuth auf, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann. Über die Besetzungen der weiteren Produktionen des Festspielsommers 2015 schweigt sich die Homepage immer noch aus. Es dürfte inzwischen ein Bayreuther Alleinstellungsmerkmal sein, dass der komplette Vorverkauf abgewickelt wird, ohne dass die Sängerbesetzungen bekannt sind. Noch zählt der Nimbus, aber ewig kauft niemand mehr die Katze im Sack. Die Kollegen in Baden-Baden haben bereits jetzt den Auftritt von Jonas Kaufmann als Siegmund im Juli 2016 bekannt gegeben. Die Namen der Solisten sind - das mag man beklagen oder nicht - mittlerweile eines der Hauptverkaufsargumente im internationalen Festivalzirkus und das gilt nicht nur für die Sängerinnen und Sänger.


Montag, 29. Dezember 2014

Neue Isolde für Bayreuth 2015















Noch sind die Sängerbesetzungen für die Bayreuther Festspiele 2015 nicht veröffenticht. Doch in einer zentralen Partie der mit Spannung erwarteten Neuproduktion von Tristan und Isolde in der Regie von Festspielchefin Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann gibt es eine Änderung. Eva-Maria Westbroek, seit mehreren Jahren für diese Rolle angekündigt, hat die Partie zurück gelegt. An ihrer Stelle soll Anja Kampe die Isolde singen, sie ist derzeit im Bayreuther Ring als Sieglinde im Einsatz, wofür dann auch Ersatz gesucht werden müsste. (Und vielleicht mit dem Bayreuther Eigengewächs Edith Haller gefunden werden könnte!) Anja Kampe hat die Isolde bereits sehr erfolgreich auf den Festivals in Glyndebourne und zur Ruhrtriennale gesungen.

Montag, 14. Juli 2014

Katharina Wagner bleibt bis 2020 in Bayreuth













Der Vertrag von Katharina Wagner als Leiterin der Bayreuther Festspiele wurde um fünf Jahre bis 2020 verlängert. Bereits länger bekannt war, dass ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier im kommenden Jahr aus der Festspielleitung ausscheidet. Der neue Vertrag von Katharina Wagner sieht nur geringfügige Änderungen zu den bisherigen Aufgaben vor, wie berichtet wird.

Freitag, 19. Oktober 2012

Katharina Wagner wirft hin















Nur einen Tag weilte Katharina Wagner in Buenos Aires, nach einer kurzen Inspektion der Verhältnisse am Teatro Colón, wo sie eigentlich die Proben für eine siebenstündige Kompaktinszenierung des Ringes aufnehmen sollte, flog sie mit der gleiche Maschine wieder nach Hause. Mit diesem Rückzug - ausführlich vermeldet von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung - findet eine Kette von Missverständnissen und Problemen ihren traurigen Abschluss. Die Wagnerwelt horchte auf, als vor einem Jahr bekannt wurde, die Bayreuther Festspielchefin würde in diesem Herbst, quasi als Auftakt zum Wagner-Jubiläum, eine Instantversion der Ring-Tetralogie inszenieren und das ausgerechnet am renommierten Teatro Colón. Die Besetzungsliste enthielt viele bekannte Bayreuther Namen. Indes wurden auch Zweifel laut, ob ein solches Projekt Sinn stiften könnte und ob Katharina Wagner die Richtige wäre, es umzusetzen. Die Eingriffe des Arrangeurs Cord Garben in das Werk sind enorm, das Risiko dass mehr verloren geht, als gewonnen wird, sehr hoch. Die Zweifler bekommen nun Recht. In den letzten Tagen wurde eine Vielzahl von Problemen offenbar. Die Medienmaschinierie nahm dazu Fahrt auf, allerdings zu spät. Zwei der vier geplanten Termine waren bereits abgesagt, es gab einen Dirigentenwechsel, der wieder rückgänig gemacht wurde. Das Bühnenbild bereitete Schwierigkeiten und ein Teil der angekündigten Sänger wurde gar nicht verpflichtet und das Orchester ist nicht zum Sieben-Stunden-Dienst bereit. Südamerika tickt eben anders als das deutsche Stadttheater, das hätte man allerdings vorher wissen können! Das Teatro Colón wird die Premiere nun ohne Katharina Wagner herausbringen. Und auch die hat bereits Ersatz gefunden und wird am 11. November in Ingolstadt einen Jubiläums-Festakt Fünfzig Jahre Kultur bei Audi inszenieren. Ein Schelm, wer sich was dabei denkt....

Edit 20.10.2012
Im Deutschlandfunk hat Katharina Wagner gestern am Abend Stellung genommen und bekannt gegeben, dass sie die Arbeit in Buenos Aires lediglich unterbrochen hat und sobald ausreichende Arbeitsbedingungen vorliegen wieder aufnehmen wird.

Samstag, 13. Oktober 2012

Schwierigkeiten in Buenos Aires

Sorgenvolle Blicke nach Argentinien
Die für Ende November angekündigte Premiere von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen in einer Kompaktversion von sieben Stunden am Teatro Colón in Buenos Aires steht offenbar vor großen Problemen bei der Realisierung. Bereits vor einiger Zeit wurden zwei der vier geplanten Aufführungen gestrichen. Vor einigen Tagen verschwand nun der Name des Dirigenten Julien Salemkour von der Homepage, inzwischen ist er dort wieder zu finden, nachdem an seiner Stelle Roberto Paternostro genannt wurde. Berichtet wird weiterhin von Problemen mit Einfuhr des Bühnenbildes und von generellen Vertragsstreitigkeiten mit den verpflichteten Künstlern. Die Bayreuther Festspielchefin Katharina Wagner will die Probenarbeit kommende Woche beginnen.

Der Colón-Ring bei der Deutschen Welle

Sonntag, 25. März 2012

Aufpasser für die Wagner-Schwestern?















Die Doppelspitze der Bayreuther Festspiele GmbH bestehend aus Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier wird durch einen kaufmännischen Geschäftsführer ergänzt. Das wurde am Rande der jüngten Verwaltungsratssitzung bekannt gegeben. Der Vorschlag dafür sei von den beiden Geschäftsführerinnen gekommen, die sich auch aktiv an der Auswahl der Person beteiligen wollen. Seit der Amtsübernahme der beiden Schwestern war es immer wieder zu organisatorischen Schwierigkeiten bei den Festspielen gekommen. Jahrzehntelang geübte Praxis kollidierte mit den Erfordernissen einer modernen Finanzverwaltung, die verschiedenen Rechnungshöfe monierten das mit Nachdruck. Den Höhepunkt dieser Entwicklung markierte das mittlerweile eingestellte Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hof wegen der mangelnden Transparenz der Kartenvergabe. Das Verfahren wird inzwischen umgestellt, es gelangt ein viel größerer Anteil der gefragten Tickets in den freien Verkauf. Auch wenn betont wird, dass es sich bei dieser Maßnahme nicht um eine Entmachtung der Wagner-Schwestern handelt ist genau das der Fall. Offenbar trauen die vier Gesellschafter der Festspiel GmbH den beiden Leiterinnen allein die Bearbeitung der vielfältigen Baustellen am Grünen Hügel nicht mehr zu. Bleibt die Hoffnung auf einen positiven Effekt der Maßnahme: Die beiden Damen können sich nun ganz der künstlerischen Profilierung der Festspiele verschreiben, angesichts der dabei zu lösenden Aufgaben vielleicht auch keine schlechte Lösung!

Samstag, 7. Januar 2012

Richard Wagners Ring an einem Abend


Am 27. November 2012 kommt am weltberühmten Teatro Colón in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eine radikal auf einen Abend gekürzte Fassung von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen zur Premiere. Inszeniert wird das Projekt von Katharina Wagner. Der Hamburger Schallplattenproduzent Cord Garben von der Deutschen Grammophon hat aus dem fünfzehnstündigen Mammutwerk eine zweiteilige Version (1. Walküre/2. Siegfrieds Tod) mit einer Aufführungsdauer von sieben Stunden kompiliert. Diese kann nun mit Pausen an einem Tag zwischen Mittag und Mitternacht gespielt werden, für den Gesamtzyklus benötigt man immer noch vier Abende! Die Eingriffe in sind enorm: Das Rheingold bildet nicht mehr den Auftakt, sondern wird in Die Walküre integriert. Die Kürzungen sollen aufgrund Wagners modulartiger Anlage der Komposition bis auf die Götterdämmerung relativ leicht möglich gewesen sein. Die musikalische Linie des Werks bleibe unangetastet - das wird mancher Wagnerianer erst glauben, wenn er es hört! Auf dem Besetzungszettel in Buenos Aires stehen viele Bayreuther Bekannte, aber auch neue Namen: Linda Watson gibt die Brünnhilde, Jukka Rasilainen den Wotan, Andrew Shore den Alberich, Torsten Kerl den Siegmund, Marion Ammann die Sieglinde und Leonid Zakhozhaev den Siegfried. Manche Figuren wie Erda und die Nornen sind offenbar den Strichen zum Opfer gefallen. Die musikalische Leitung übernimmt Julien Salemkour, langjähriger Assistent von Daniel Barenboim an der Berliner Lindenoper, der allerdings bisher noch nicht als Wagnerdirigent in Erscheinung getreten ist. Nach den vier Aufführungen in Buenos Aires sind bereits Gastspiele in Vorbereitung. Für manche Bühne, auch hierzulande, könnte ein so verkürzter Ring ein finanziell und dispositionell interessante Alternative sein. Auch und gerade wegen der vielen Ring-Zyklen, die anlässlich des anstehenden Wagner-Jubiläums in den nächsten Jahren landauf, landab auf die Bühnen gebracht werden. Ob das Ganze inhaltlich und dramaturgsich funktioniert wird sich erweisen, ebenso ob ausgerechnet Katharina Wagner die Richtige ist, es umzusetzen. Ob es aber wünschenswert ist, Oper durch Kürzungen konsumierbarer zu machen und zwar für alle Beteiligten - Ausführende wie Publikum - diese Diskussion ist eröffnet...

Montag, 19. Dezember 2011

"Katharina die Grobe"


Nicht mehr eitel Sonnenschein auf Bayreuths Grünem Hügel! Das Onlineportal infranken.de stellt eine wenig schmeichelhafte Bilanz für die amtierende Festspielleitung auf und konzentriert sich dabei auf die den Großteil der öffentlichen Darstellung dominierende Katharina Wagner. Deren Schwester Eva Wagner-Pasquier, ebenfalls Festspielleiterin, tritt bis heute nur sehr selten öffentlich auf. Beklagt wird die kaum noch zu kaschierende Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Aber hinter der glamourösen Fassade tun sich zunehmend Abgründe auf - auf den unterschiedlichsten Ebenen des Grünen Hügels. Katharina Wagner hätte sich mittlerweile eine Image als Absagerin erworben, zuletzt zog sie ihre Moderation des ZDF-Kulturmagazins aspekte zurück. Auch wenn das Engagement von Ring-Regisseur Frank Castorf für das Jubiläumsjahr 2013 inzwischen nach einer langen Hängepartie in trockenen Tüchern ist bleibt die Liste der Bayreuther Baustellen lang: Nach dem Wegfall des Hauptsponsors, steht das public viewing im nächsten Sommer in Frage. Der neugegründete Förderverein taff dümpelt ein Jahr nach der Gründung vor sich hin, der geplante Festspielball musste abgesagt werden. Selbst die anfangs allseits bejubelte Kinderoper sieht sich inzwischen inhaltlicher Kritik ausgesetzt. Bleiben die künstlerischen und programmatischen Entscheidungen, die zum großen Teil noch dem im Vorjahr verstorbenen Wolfgang Wagner zugerechnet werden. Die Bayreuther Festspiele brauchen mehr Profil und mehr Ehrlichkeit. Beides muss neu miteinander austariert werden. Dafür kann ein solcher vorweihnachtlicher Rundumschlag, bei all seinem subjektiven Urteil eine gute Grundlage sein!

Montag, 28. November 2011

Katharina Wagner sagt aspekte ab


Die Bayreuther Co-Festspielchefin Katharina Wagner hat die Moderation der aspekte-Sendung im ZDF am Freitag kommender Woche abgesagt. Das Kulturmagazin wird derzeit von verschiedenen prominenten Gastmoderatoren präsentiert, bevor es im neuen Jahr einem relaunch unterzogen wird. Bisher haben Frank Schätzing, Wladimir Kaminer und Anke Engelke jeweils eine Ausgabe moderiert und dabei auch inhaltliche Akzente gesetzt. Auf diesen Einblick in das Kunstverständins von Katharina Wagner muss die Öffentlichkeit nun leider verzichten.

Freitag, 28. Oktober 2011

Castorf inszeniert Bayreuther Jubiläumsring


Nun also doch: Frank Castorf steigt in den Ring. Er wird im Sommer 2013 den Ring des Nibelungen für die Bayreuther Festspiele inszenieren. Die Personalie wurde schon länger kolportiert, offenbar zogen sich die Vertragsverhandlungen so lange hin. So richtig unterschrieben sind die Verträge wohl bis heute nicht. Festspielleiterin Katharina Wagner räumte aber ein, dass sie von Castorf ausdrücklich ermächtigt sei, sein Engagement zu verkünden!

Mittwoch, 28. September 2011

Katharina Wagner moderiert im ZDF


Das Fernsehen wird immer mehr zum neuen Leitmedium der Bayreuther Festspiele. Nachdem im Sommer mit dem Lohengrin erstmals eine komplette Oper live aus dem Festspielhaus übertragen wurde soll nun am 9. Dezember 2011 (um 23 Uhr) Festspiel-Chefin Katharina Wagner eine Ausgabe des ZDF-Kulturmagazins aspekte moderieren. Wie das ZDF betont, wird sie nicht nur durch das Magazin führen, sondern auch in eigenen Berichten ihre Einblicke in die Kultur dem Zuschauer näher bringen. Neben Katharina Wagner sind in den nächsten Monaten als Gast-Moderatoren noch Anke Engelke, Frank Schätzing und Wladimir Kaminer eingeplant.

Freitag, 6. Mai 2011

Katharina kürzt den Ring


Bayreuths Festspielchefin Katharina Wagner wird am 27. November 2012 am Teatro Colón in Buenos Aires eine auf einen Abend verkürzte Ring-Fassung von Cord Garben herausbringen, die dann 2013 auch in Europa gastieren soll. Das wurde in dieser Woche von einer großen deutschen Tageszeitung gemeldet. Unklar bleibt weiterhin, wer im Sommer 2013 den kompletten Zyklus im Bayreuther Festspielhaus inszenieren soll. Wim Wenders hatte Anfang April abgesagt, die Verpflichtung von Michael Haneke wurde inzwischen auch dementiert. Warum unter diesen Umständen eigentlich nicht die argentinische Kurzversion nach Oberfranken importieren? Die Zahl der Ring-Aufführungen würde sich vervierfachen und dadurch die Kartensituation merklich entspannen...

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