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Montag, 27. Januar 2014
Heute ist Mozarts Geburtstag....
...und Arte übertrug gestern Nacht passend dazu die Nozze de Figaro-Produktion des Festivals Aix-en-Provence aus dem Sommer 2012. Mit Kyle Ketelsen, Malin Byström, Patricia Petitbon und Kate Lindsay attraktiv besetzt und von Richard Brunel kurzweilig in Szene gesetzt. Jérémie Rhorer dirigiert das Orchester Les Arts Florissants. Noch bis zum kommenden Sonntag ist die komplette Aufführung in der Arte-Mediathek abzurufen!
Samstag, 15. Dezember 2012
Rigoletto-Premiere in München
An der Bayerischen Staatsoper in München startet man mit Verdi ins Verdi-Jahr: Heute abend steht die Rigoletto-Premiere an. Franco Vassallo singt die Titelrolle, Patricia Petitbon die Gilda, Joseph Calleja den Herzog und Marco Armiliato dirigiert - da sollte nichts schief gehen! Die Inszenierung kommt von Arpad Schilling, soll sich aber - wenn man den wie immer gut unterrichteten Kreisen Glauben schenken darf - stark in Richtung "Konzert in Kostüm" bewegen. Was ja in München sehr gut ins aktuelle Repertoire passt und sicher für Erleichterung beim Stammpublikum sorgt, welches sich mit Grausen an die letzte Rigoletto-Produktion erinnert. Die stammte von Doris Dörrie und spielte auf dem Planeten der Affen. Diese Inszenierung dürfte rückblickend einen wesentlichen Beitrag zur Diskreditierung des sog. Regietheaters beim Publikum und in der internationalen Opernöffentlichkeit geleistet haben. Wie bei allen Premieren im Nationaltheater überträgt der Hörfunk live (BRklassik), außerdem gibt es einen Livestream am 30.12.2012.
Weitere Fotos hier...
Montag, 28. Februar 2011
Die beste aller Welten in München

Mit einer gelungenen konzertanten Aufführung von Leonard Bernsteins Candide erfreuten die Münchner Philharmoniker ihr Publikum am Ende des Monats Februar. Das Orchester ist gewiss keine Bigband, muss es auch gar nicht, bei solcher Spielfreude und Virtuosität. Das könnte aber alles gern noch ein bisschen schmutziger klingen. An Kristjan Järvi liegt das nicht, der dirigiert den Bernstein genau mit dem richtigen Maß zwischen Linie und Entfaltung und hält alles hochmusikalisch auf gelungene Weise zusammen. Das ist auch notwendig, denn dramaturgisch ist diese Oper nicht der großer Wurf und bei vielen instrumentalen Passagen fehlt die wirkliche Notwendigkeit, genau wie die musikalische Rafinesse. Eine solche konzertante Aufführung steht und fällt natürlich mit der Besetzung der schwierigen Soloparts und da gibt es nur Gutes zu berichten. Patricia Petitbon macht Glitter and Be Gay zum Bravourstück, was ihr an stimmlicher Durchschlagskraft fehlt kompensiert sie clever mit Präsenz und Prägnanz. Großes Kino! Wunderbar leicht gesungen der Candide von Marco Panuccio, ein Ereignis übergreifender Art die Old Lady, verkörpert von Kim Criswell. Bis in den kleineren Partien eine überraschend ausgewogene und präzise agierende Besetzung - Kompliment! Im Glas von Otto Sander - der die Zwischentexte von Loriot spricht - muss tatsächlich Rotwein gewesen sein, denn im zweiten Teil hat der Schauspieler immer wieder Mühe wirklich am Text zu sein. Aber das tut dem Amüsement der Zuschauer keinen Abbruch, im Gegenteil. Gelobt werden muss auch der Philharmonische Chor, der seine umfangreiche Aufgabe mit Engagement und Klangstärke meistert. Erfreulich grundsätzlich der Einsatz der farbigen Beleuchtung in der Philharmonie, aber hier wurde wohl des Guten zu viel getan, man hätte stattdessen Übertitel zeigen sollen. Aber das war nur der Wermutstropfen in einem ansonsten rundum gelungen Opernkonzert.
Montag, 2. August 2010
Salzburger Männerphantasien

In München musste Pavol Breslik zuletzt zwei Mal für seinen erkrankten Kollegen Rolando Villazon als Nemorino einspringen. Die Anreise dürfte nicht allzuweit gewesen sein, denn er probierte bereits in Salzburg den Maler in Alban Bergs Lulu, wie auf obigem Bild zu sehen ist, geht es dabei wohl ziemlich zur Sache. Unter ihm liegt die französische Starsopranistin Patricia Petibon, natürlich in der Titelrolle. Gestern war Premiere (die ersten Reaktionen fallen eher gemischt aus), heute abend ist eine Aufzeichnung auf ORF 2 zu sehen und am 07. August um 20.15 Uhr auf 3sat. Für den von manchen erhofften Skandal auf Ansage wird es aber wohl nicht gereicht haben. Die Inszenierung stammt von Vera Nemirowa, die zuletzt in Wien für ihren Macbeth großen Protest einstecken musste, die Produktion wurde vorfristig vom Spielplan genommen. Urspünglich wollte Noch-Festspiel-Chef Jürgen Flimm selber inszenieren, Partner am Pult sollte Nicolas Harnancourt sein, dazu kam es leider nicht, wahrscheinlich sind die vielen anderweitigen Verpflichtungen der Herren ein Hindernis gewesen. Marc Albrecht als Dirigent ist allerdings mehr als nur ein Ersatz und auch die weitere Besetzung mit Namen wie Michael Volle, Franz Grundheber und Heinz Zednik bürgt für Qualität. Heute abend heißt es zumindest für alle Fans von Pavol und Patricia: Lulu schauen!
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