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Montag, 15. August 2016

Mariss Jansons dirigiert Opern in Salzburg

















Der weithin geschätzte Maestro Mariss Jansons kann aufgrund seiner umfangreichen Verpflichtungen bei diversen Spitzenorchestern im sinfonischen Bereich viel zu selten für die Übernahme von Operndirigaten gewonnen werden. Der neue Chef der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser hatte offenbar Überzeugungskraft und Glück: Wie bereits durchgesickert ist (die offizielle Verkündung des Programms findet erst im Herbst statt) wird Jansons im kommenden Jahr eine Neuproduktion von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk dirigieren. Eine reizvolle Aufgabe für den akribisch arbeitenden Schostakowitsch-Experten, Regie soll Andreas Kriegenburg führen. Interessante Vergleichsmöglichkeiten ergeben sich für das Publikum, weil die Bayerischen Staatsoper für diesen Herbst eine Neuproduktion eben desselben Stückes ankündigt, mit Kirill Petrenko im Graben und Harry Kupfer am Regiepult. Für den Sommer 2018 kehrt Jansons erneut zu den Salzburger Festspielen zurück, dann steht Tschaikowskis Pique dame auf dem Programm. Die aktuelle Produktion des Stückes aus Amsterdam, ebenfalls mit Mariss Jansons als Dirigenten, kann derzeit auf The Opera Platform abgerufen werden.

Samstag, 9. Mai 2015

Mariss Jansons bleibt bis 2021 in München













Mariss Jansons hat seinen Vertrag als Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bis ins Jahr 2021 verlängert. Das ist ein Statement in doppelter Hinsicht: Einmal sagt er damit den Berliner Philharmonikern ab, die am nächsten Montag ihren neuen Chef wählen. Für diese Position war Jansons einer der aussichtsreichen Kandiaten. Zum anderen ist sein Bleiben in München ein starkes Signal an die Politik in Bayern jetzt mit dem neuen Konzertsaal in München ernst zu machen. In der vergangenen Woche hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bekannt gegeben, dass die zwischenzeitlich anvisierte "Zwillingslösung" für zwei Orchester im Gasteig vom Tisch ist. Der Konzertsaal-Ball liegt nun im Feld des Freistaats Bayern und Ministerpräsident Horst Seehofer muss ein Tor schiessen...

Dienstag, 22. April 2014

Mariss Jansons verlässt Amsterdam













Mariss Jansons läßt sein Engagement als Musikchef des Concertgebouw Orchesters in Amsterdam mit dem Ende der kommenden Saison 2014/15 auslaufen. Er hatte diese Position seit 2004 inne, die Zusammenarbeit war außerordentlich erfolgreich. Jansons verstärkte die Weltgeltung des Orchesters durch seine Arbeit noch. Seinen Vertrag mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat er unlängst bis 2018 verlängert.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Dreimal Verdi-Requiem in Topbesetzung im Netz













Das Requiem von Giuseppe Verdi gehört zu den vom Publikum am meisten geschätzten Werken des Konzertrepertoires. Vielleicht ein bisschen zu unrecht, schaltet der Komponist doch ziemlich direkt in den "Überwältigungsmodus", musikalisch subtilere Annäherungen sind da schwer. Aber es gelingt mitunter, beide Ansprüche in Übereinstimmung zu bringen, wenn man das entsprechende Personal zur Verfügung hat. Gleich drei Gelegenheiten gibt es dieser Tage "Verdis beste Oper" im Internet und im Fernsehen zu erleben. Heute abend gastieren das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Als Solisten wurden Krassimira Stoyanova, Marina Prudenskaja, Saimir Pirgu und Orlin Anastassov verpflichtet. Die Aufführung wird als Video-Livestream heute ab 19.30 Uhr auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks sowie als Aufzeichnung am 01. November 2013 im Bayerischen Fernsehen gesendet. Schon einige Tage gratis online zu erleben ist das Chicago Symphony Orchestra unter seinem Chef Ricardo Muti, das Solistenquartett besteht aus Tatjana Serjan, Daniela Barcellona, Mario Zeffiri und Ildar Abdrazakov. Auf dem Fernsehkanal arte (und auch +7 auf dessen Homepage) ist am 20. Oktober 2012 ab 21.45 Uhr die wohl hochkarätigste Besetzung zu erleben. Die Solisten sind Anja Harteros, Elina Garanca, Jonas Kaufmann und René Pape. Unter der Leitung von Daniel Barenboim wurde die Auffühurung mit dem Orchester und dem Chor der Mailänder Scala bereits im vergangenen Jahr aufgezeichnet. Drei verschiedene Versionen und alle gratis, das ist nicht schlecht. Viel Freude beim Reinschauen und Vergleichen! Offen bleibt nur die Frage, warum ausgerechnet beim Jubiläum des Geburtstags allerorten das Requiem gespielt wird?



Dienstag, 10. Januar 2012

Neuer Konzertsaal in München


Das Projekt Neuer Konzertsaal für München nimmt immer mehr Gestalt an. Nachdem sich die fast schon endlos scheinende Standortdiskussion vor einigen Wochen überraschend auf die leerstehende Kongresshalle am Deutschen Museum fokussiert hat und diese Idee allgemeinen Beifall fand hat nun Ministerpräsident Horst Seehofer eine sehr weitgehende Finanzierungszusage gemacht. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet hat der bayerische Ministerpräsident im Rahmen seines Berliner Neujahrsempfangs, bei welchem das BR-Symphonieorchester unter Mariss Jansons auftrat, seine Entschlossenheit bekundet in München einen Weltklasse-Konzersaal bauen zu lassen. Bis zum Sommer soll eine entsprechender Kabinettsbeschluss herbeigeführt werden. Auch der Rest Bayerns soll nicht leer ausgehen, sondern zusätzliche Mittel für die Kultur bekommen. Das dürfte ein wichtiger Schritt zur politischen Durchsetzung des Projekts sein. Der amtierende Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, Herausforderer Seehofers bei der kommenden Landtagswahl, hat zugesagt, das Projekt nicht zu blockieren und will es aus dem beginnenden Wahlkampf raushalten. Die Gesamtkosten werden auf bis zu 150 Millionen Euro geschätzt, ein großer Teil soll von privaten Spendern aufgebracht werden.

Die Debatte über den neuen Konzertsaal in München bei der Süddeutschen Zeitung

Sonntag, 17. April 2011

Mariss Jansons bleibt in München


Der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons hat seinen Vertrag bis 2015 verlängert. In der kommenden Saison will er allerdings kürzer treten und statt zehn nur sechs Wochen in München arbeiten. Auch bei seinem zweiten Orchester dem Concertgebouw in Amsterdam reduziert er seine Präsenz. Dieses sabattical sei das erste in seiner seit 45 Jahren dauernden Tätigkeit als Dirigent. Jansons hatte zuletzt immer wieder mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Montag, 7. März 2011

Thielemann für Totaloperation am Gasteig


Münchens scheidender Orchesterchef Christian Thielemann hat sich kurz vor seinem Weggang nochmals in die Diskusssion über die Konzertsaal-Situation in der Stadt eingeschalten. Er empfielt im Gespräch mit einer Münchner Tageszeitung eine totale Entkernung und einen kompletten Umbau der Philharmonie im Gasteig. Es wäre endlich an der Zeit für einen Befreiungsschlag, München müsse groß denken und Ehrgeiz entwickeln, wie es die Stadt immer wieder getan hätte. Thielemann glaubt auch, dass die gemeinsame Nutzung der Philharmonie durch die Münchner Philharmoniker und das BR-Symphonieorchester möglich ist. Beide Orchester müssten dafür von ihrem hohen Ross herunter. Das auch überregional hoch gehandelte BR-Orchester unter seinem Chef Mariss Jansons sperrt sich gegen eine solche Lösung und hofft nach wie vor auf einen eigenen Konzertsaal in der bayerischen Landeshauptstadt. Der hat allerdings nur Chancen wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und danach sieht es im Moment in München gar nicht aus. Selbst für Insider sind die Grenzlinien der Debatte nur schwer zu beschreiben. Insofern kommt Thielemanns Aufforderung zum Befreiungsschlag zum richtigen Zeitpunkt!

Samstag, 5. März 2011

Diskussion um neuen Konzertsaal in München


Die Diskussion um einen neuen Konzertsaal in der bayerischen Landeshauptstadt gewinnt an Dynamik, nachdem sich OB Christian Ude jetzt sehr deutlich gegen einen solchen ausgesprochen hat. Auf der Seite des Freistaates hat sich unlängst eine Arbeitsgruppe konstituiert, welche die (immer zahlreicher werdenden) Standortvorschläge für einen Neubau untersuchen soll. Wichtigste Aufgabe des neuen Saales wäre es, Stammhaus für das rennomierte BR-Symphonieorchester von Mariss Jansons zu sein, welches bislang im Herkulessaal in der Residenz nur unzureichend untergebracht ist. Eine gemeinsame Nutzung des Gasteigs mit den Münchner Philharmonikern gilt als kompliziert, aber nicht unmöglich. Über die Phase des Ideensammelns ist das Projekt eines Neubaus allerdings noch nicht hinaus gelangt. Eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde will am Montag, 14. März 2011 über die Möglichkeiten für einen Neubau diskutieren. Auf dem Podium werden Maestro Mariss Jansons, Roland Berger, Bariton Christian Gerhaer, Minister Wolfgang Heubisch und Christian Ude sitzen. Da die Veranstaltung längst ausverkauft ist wird der Fernsehsender BRalpha live übertragen!

Freitag, 30. April 2010

Carmen mit Hindernissen in Wien


Es sollte einer der abschließenden Höhepunkte der Abschiedssaison des Wiener Staatsoperndirektors Ioan Hollender werden, die neu einstudierte Serie von Carmen-Vorstellungen Anfang Mai. Zwar gab es keine Neuinszenierung, aber eine Besetzung, die als konkurrenzlos gelten kann. Sämtliche Hauptrollen waren mit Stars besetzt. Doch die prominenten Sänger gingen der Reihe nach von Bord. Als erster legte Rolando Villazon bereits im vergangenen Jahr die Rolle des Don José zurück, die er noch während seiner Zwangspause grundsätzlich aus seinem Repertoire gestrichen hat. Er wurde durch Massimo Giordano ersetzt. Dann musste Dirigent Mariss Jansons seine Mitwirkung aus gesundheitlichen Gründen absagen, für ihn übernahm sein Landsmann Andris Nelsons, der dafür sein Debüt an der Dresdner Semperoper abgesagt hat. Zuletzt musste dann noch Elina Garanca (Foto), ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, die Titelrolle zurück geben. Die Carmen singt jetzt Nadia Krasteva, ein auch in dieser Rolle erfahrenes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Zwischenzeitlich gab es auch Grund um die Mitwirkung von Anna Netrebko zu bangen, weil sie noch im April eine komplette Serie I Puritani in Wien abgesagt hatte, aber sie wird, wenn nichts dazwischen kommt, die Micaela singen. Auch Ildebrando D'Arcangelo steht von Anfang an auf dem Besetzungszettel und wird den Escamillo zu erleben sein. Die kleinere Rolle des Moralès übernimmt Adrian Eröd von Boaz Daniel. Einer gelungenen Wiederaufnahme steht nun eigentlich nichts im Wege, wenn auch der eine oder andere Zuschauer angesichts der sehr hohen Kartenpreise von bis zu 215 Euro (der Vorverkauf fand wegen des großen Andrangs unter Polizeischutz statt) enttäuscht sein wird. Auch so mancher Grau- und Schwarzhändler wird das entgehende Geschäft bedauern. Man muss nämlich gar nicht in das Opernhaus rein, um zu schauen, was draus geworden ist. Das zweite Programm des ORF überträgt die Aufführung am 06. Mai 2010.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Rolando Villazon sagt Wiener CARMEN ab

Der Tenor Rolando Villazon sagt seine Mitwirkung an der für die kommende Saison an der Seite von Anna Netrebko und Elina Garanca geplanten Aufführungsserie von George Bizets Carmen an der Wiener Staatsoper ab. Die Aufführungsserie ist für Mai 2010, also kurz vor dem Ende der Amtszeit von Staatsoperndirektor Ioan Hollender geplant. Damit bestätigt Villazon entsprechende Spekulationen, die schon seit längerem kursierten. Als Grund führt er an, dass er die Partie des Don José nach seiner Stimmbandoperation vorerst aus seinem Repertoire streichen muss. Er hatte im April bereits alle Auftritte für das laufende Jahr abgesagt, darunter auch seinen Auftritt bei den Salzburger Festspielen und einen Teil einer längeren Deutschland-Tournee.

Statement von Rolando Villazon auf seiner Homepage

Die Rolle des Don José wird in Wien Massimo Giordano übernehmen, der die Rolle gerade sehr erfolgreich an der Deutschen Oper Berlin gesungen hat. Es handelt sich im Übrigen nicht um eine Neuinszenierung, wie an vielen Stellen fälschlich gemeldet wurde, sondern um eine Wiederaufnahme der betagten Inszenierung von Franco Zefirelli. Die Aufführungsserie steht allerdings unter der musikalischen Leitung von Mariss Jansons und gilt deshalb als einer der Höhepunkte der kommenden Opernsaison in Wien.

Homepage Massimo Girodano

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