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Mittwoch, 17. Februar 2016

Ostern 2017 in Baden-Baden: TOSCA














Die Hauptproduktion der Osterfestspiele in Baden-Baden im kommenden Jahr steht fest: Repertoire-Dauerbrenner Tosca. Muss wohl auch mal sein und mindestens einen interessierten Koproduktionspartner hat man sicher auch schon im Boot. Simon Rattle wird wie gewohnt seine Berliner Philharmoniker dirigieren, über die Sängerbesetzungen ist noch nichts bekannt. Interessant dürften die Planungen in den darauf folgenden Jahren werden, wenn Simon Rattle weg, der neue Chef des Orchesters Kirill Petrenko aber noch nicht ganz da ist, weil er mit einem Bein noch an der Bayerischen Staatsoper in München steht - und dort sicher gewichtige Produktionen dirigieren wird. Ob er sich bei dieser Doppelbelastung noch für eine zusätzliche komplette Opernproduktion einbinden lässt? In Baden-Baden wird man die Berliner Philharmoniker auf jeden Fall halten wollen, erst recht mit Petrenko, nicht zuletzt wegen der Konkurrenz in Salzburg, wo Christian Thielemann und die Dresdner Staatskapelle höchst erfolgreich agieren.

Sonntag, 8. September 2013

Rattle geht zurück nach England














Sir Simon Rattle zieht es zurück ins Vereinigte Königreich, er wird Nachfolger des zu den Münchner Philharmonikern wechselnden Valery Gergiev beim renomierten London Symphony Orchestra. Rattles Vertrag bei den Berliner Philharmonikern endet 2018, im Januar diesen Jahres hatte er bekannt gegeben, dass er diesen nicht noch mal verlängern würde. Das Londoner Engagement - auch wenn es im Moment noch von keiner Seite offiziell bestätigt wird - würde sich für den Maestro neben den Berliner Verpflichtungen gerade so ausgehen, gleichwohl sind die Rahmenbedingungen dort ungleich härter als in Berlin. Weniger Subventionen, mehr Konkurrenz - vielleicht gerade eine reizvolle Mischung für Sir Simon. In Berlin thronen die Philharmoniker auf dem Olymp und es gibt nicht den geringsten Anlass zu glabuen, dass sich da irgendwann etwas ändern kann. Außerdem könnte er sich wieder verstärkt dem von ihm so geschätzten britischen Repertoire zuwenden, welches in Berlin immer nur am Rande vorkommt. Es war immer klar, dass es für Rattle eine Karriere nach den Berliner Philharmonikern geben würde, dass es so schnell konkret würde ist überraschend, klingt aber in der Form jetzt auch plausibel. Vollkommen unklar bleibt natürlich, wer auf ihn bei den Berliner Philharmonikern folgt. Auf der Liste stehen die üblichen Verdächtigen: Christian Thieleann, Esa-Pekka Salonen, Kirill Petrenko, Gustavo Dudamel...die Diskussion läuft und läuft und läuft und wird das auch noch eine ganze Weile tun!


Freitag, 29. März 2013

Die Zauberflöte live aus Baden-Baden


Zum ersten Mal sind die Berliner Philharmoniker in diesem Jahr mit ihren Osterfestspielen in Baden-Baden und fühlen sich nach Aussage ihres Chefs Simon Rattle sehr wohl dort. Ein Grund dafür ist, dass sie ihre Opernproduktion nicht nur zwei Mal wie in Salzburg, sondern gleich vier Mal spielen können. Die letzte Aufführung am Ostermontag kann komplett als Livestream im Netz angeschaut werden, 3sat überträgt ebenfalls. Der erste Akt beginnt um 18.15 Uhr, der zweite Akt um 20.15 Uhr. Vorher gibt es um 17.45 Uhr noch eine Dokumentation. Einen ersten optischen Eindruck der Inzenierung gibt es in dieser Bildergalerie. Simone Kermes, die als Königin der Nacht eingeplant war ist aus gesundheitlichen Gründen aus der Produktion augestiegen und wurde durch Ana Durlovski ersetzt. Aber auch die restliche Besetzung ist außerordentlich: Pavol Breslik als Tamino, Kate Royal als Pamina, Michael Nagy als Papageno und die drei Damen werden von Annik Massis, Magdalena Konzená und Nathalie Stutzmann gegeben. Inszeniert hat Edelregisseur Robert Carsen, das Bühnenbild stammt von Michael Levine und die Kostüme von Petra Reinhardt. Es gibt auch einen speziellen Blog zur Neuproduktion der Zauberflöte, die Aufführung geht übrigens in der neuen Saison ins Repertoire der Pariser Bastille-Oper, in fast komplett neuer Besetzung, es dirigiert dann Philippe Jordan.



Montag, 11. März 2013

Anna Netrebko singt Marguerite

















Eine interessante Erweiterung des Repertoires für die nach wie vor am meisten geschätzte Sopranistin unserer Tage: Anna Netrebko singt zu den Pfingstfestspielen 2014 im Festspielhaus Baden-Baden die Marguerite in Gounods Faust. Das ist so gut wie die Titelrolle, denn auf deutsch wird die Oper gern auch als Margarethe bezeichnet, nicht zuletzt um sie von den anderen Vertonungen des Stoffes abzusetzen. Die populäre Juwelenarien (Ah, je ris de me voir si belle) könnte zu einem neuen Paradestück der Diva werden. Es ist nur zu begrüßen, dass sich Frau Netrebko nun wirklich anderen und nun auch zunehmend schwereren Partien zuwendet. Ihre Stimme gibt das schon länger her und ihre Bühnenpräsenz sowieso. In den Donizetti-Opern sollte sie jetzt endlich Platz für andere machen. Es lockt ja die Elsa in ein paar Jahren in Dresden und da sind die Tatjana im Wiener Onegin jetzt im Frühjahr und nun diese Marguerite die richtigen Schritte auf einem langen Weg! Den Mephisto wird Ehemann Erwin Schrott geben und als Faust ist Charles Castronovo eingeplant, es dirigiert Thomas Hengelbrock. Weitere Opernproduktionen in der kommenden Saison 2013/14 in Baden-Baden sind Manon Lescaut mit den Berliner Phiharmonikern unter Simon Rattle und ein Don Carlo unter der Leitung von Valery Gergiew. Außerdem wird der Mozart-Zyklus mit Rolando Villazon fortgesetzt, er singt den Belmonte in Die Entführung aus dem Serail mit Diana Damrau und Anna Prohaska sowie Thomas Quasthoff als Bassa Selim.



Freitag, 11. Januar 2013

Sir Simon Rattle geht...wer kommt?













SSR wird die Berliner Philharmoniker verlassen, zwar erst 2018, aber die Diskussion über die Nachfolge läuft bereits auf Hochtouren, obwohl die Nachricht keine 24 Stunden alt ist. Gustavo Dudamel wäre auch dann noch zu jung meint der eine, Valery Gergiew oder Myung-Whun Chung dann zu alt der andere. Die mittlere Generation fällt weg, Ingo Metzmacher und Franz Welser-Möst wären im richtigen Alter, aber zu wenig profiliert. Bleiben die ganz jungen, aber wer? Eine interessante Alternative könnte sich in der Vakanz für Kirill Petrenko ergeben, der zwar ab kommendem Jahr in München verpflichtet ist, aber wer weiß, wie lange das gut geht...seine Auftritte bei den Berlinern haben zumindest für Eindruck gesorgt. Das öffentliche Nachdenken ist eröffnet....

Freitag, 13. Januar 2012

Die Zauberflöte in Baden-Baden


Zu Ostern 2013 wird Simon Rattle im Festspielhaus Baden-Baden seine erste Zauberflöte dirigieren. Mit einer Neuproduktion in der Regie von Robert Carsen werden die neuen Osterfestspiele eröffnet, es spielen die Berliner Philharmoniker, vier Aufführungen sind geplant. Die Besetzung ist festspielwürdig: Pavol Breslik gibt den Tamino, Kate Royal die Pamina, Michael Nagy den Papageno und Simone Kermes die Königin der Nacht. Das Damen-Trio ist mit Annick Massis, Magdalena Kožená und Natalie Stutzmann so prominent besetzt wie noch nie in der jüngeren Aufführungsgeschichte. Das Gesamtprogramm der Osterfestspiele ist überraschend umfangreich, neben Sinfoniekonzerten mit den Berliner Philharmonikern gibt es eine Kinderversion der Zauberflöte, Kammermusik und ein Stipendiatenprogramm. Die Berliner Philharmoniker hatten jahrzehntelang die Osterfestspiele in Salzburg veranstaltet, in diesem Jahr werden sie das zum letzten Mal tun und von Christian Thielemann und der Staatskapelle Dresden abgelöst.

Montag, 18. April 2011

Nächste Ostern: Carmen


Nach der gemischt aufgenommenen Salome in diesem Jahr wird kommende Ostern mit Carmen eine weitere große Frauenoper auf dem Spielplan in Salzburg stehen. Die Titelrolle singt die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kozená, es dürfte ihr Rollendebüt sein. Hoffen wir, dass es besser gelingt, als das aktuelle von Emily Magee als Salome. Den Don José gibt übrigens unser aller Jonas Kaufmann und als Regisseurin und Choreografin ist Aletta Collins angekündigt. Im Orchestergraben wie immer zu dieser Gelegenheit die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chef Sir Simon Rattle. Aufführungstermine sind der 31. März und der 09. April 2012.

Enttäuschende Salome in Salzburg


Mit sehr gemischten Reaktionen ging am Samstag die lang erwartete Salome-Premiere bei den Osterfestspielen in Salzburg über die Bühne. Sowohl für Regisseur Stefan Herheim, wie auch für die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chef Sir Simon Rattle gab es am Ende Buhs und zwar nicht zu unrecht. Was das Orchester da über weite Strecken spielt hat mit Richard Strauss fulminanter und zugleich filigraner Musik nur die Noten gemein. Es gelingt Rattle weder die musikalische Struktur des Ganzen deutlich zu machen, noch den magischen Sog der Partitur spürbar werden zu lassen. Wenn man das nicht kann darf man die Salome eigentlich gar nicht spielen. Ähnliches gilt für die Inszenierung von Stefan Herheim, die gibt vor spektakulär zu sein, verzettelt sich aber zunehmend um dann auf einen erschreckend oberflächlichen Kurs einzuschwenken. Es hat zwar in der Welt alles mit allem zu tun, aber aus dieser Einsicht kann man nicht unentwegt Operninszenierungen stricken! Diktatoren, Kleriker, eine vervielfältigte Salome - Herheim bedient sich aus der Konwitschny-Kiste, das sollte er nicht tun! Zu Emily Magee in der Titelrolle gibt es nur so viel zu sagen, dass sie sicher keine festspielwürdige Besetzung ist. Sie kommt durch, mehr aber nicht. Ihr Gesang ist viel zu glatt. Zum Ende hin bleibt sie sämtliche Farben und Nuancen schuldig. Es fallen einem sofort eine Handvoll Sängerinnen ein, die das viel besser können: Angela Denoke, Camilla Nylund, Manuela Uhl, Evelyn Herlitzius, Adrienne Pieczonka.... Dass Magee nicht in dieser Klasse singt, sollte eigentlich auch dem Salzburger Besetzungsbüro klar sein. Auch die restliche Besetzung lässt bis auf ein paar kleine Lichtblicke viele Wünsche offen. Fazit: Ein teuerer Abend, der seinen Anspruch in keiner Weise einlösen kann. Sehr schade!

Dienstag, 22. Februar 2011

Rattle und Barenboim für die Lindenoper


Im Rahmen eines Benefizkonzertes für den Wiederaufbau der Staatsoper Unter den Linden Berlin treffen Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim am 15. März 2011 in der Berliner Philharmonie aufeinander. Rattle dirigiert die Staatskapelle Berlin, Barenboim ist Solist bei Beethovens drittem Klavierkonzert. Außerdem erklingt der zweite Akt von Richard Wagners Tristan und Isolde mit einem erlesenen Solistenquartett: Violetta Urmana, Lioba Braun, Robert Dean Smith und Franz Josef Selig. Sämtliche Einnahmen des Konzerts sind für die seit letztem Sommer laufende Sanierung des Operngebäudes Unter den Linden gedacht.

Dienstag, 7. September 2010

Digitale Konzerthalle mit neuem Preissystem


Seit mehr als einem Jahr ist die aufwendige digital concert hall der Berliner Philharmoniker online. Man spricht bisher von mehr als 4.000 Abonennten und von 25.000 verkauften Einzeltickets. Bei denen gibt es jetzt eine entscheidende Veränderung, denn sie sind nicht mehr nur für ein einzelnes Konzert, sondern als 24-Stunden-Ticket gültig. Für 9,90 Euro bekommt man nicht nur die Übertragung eines Livekonzertes aus der Berliner Philharmonie zu sehen, sondern auch Zugang zum kompletten online vorhandenen Archiv der Philharmoniker (mit derzeit 65 Konzerten) welches mit jeder Übertragung weiter anwächst. Der Preis für das Monats- und das Jahresabo bleibt mit 29 bzw. 149 Euro wie bisher. Das Eröffnungskonzert der laufenden Saison unter dem Chef Sir Simon Rattle wurde erstmals auch in über dreißig deutsche Kinos übertragen. Wie kein anderes deutsches Orchester versuchen die Berliner Philharmoniker mit neuen Methoden ihr Publikum zu erweitern und zu verjüngen.

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