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Freitag, 12. Februar 2016
Jonas Kaufmann singt endlich Hoffmanns Erzählungen
Jetzt wagt er es und fügt seinem Repertoire - genau zum richtigen Zeitpunkt - eine neue Partie hinzu, in welcher er erneut Maßstäbe setzen wird. Die Opéra national de Paris kündigt für den Herbst 2016 eine Wiederaufnahme von Les contes d'Hoffmann in der Bastille-Oper an und Jonas Kaufmann wird die Titelpartie singen. Die Inszenierung von Robert Carsen gehört zu den Glanzstücken des Pariser Repertoires. Am gleichen Haus feierte er als Werther 2010 an der Seite von Sophie Koch und Ludovic Tézier einen Triumph, der ihn für weitere Partien im französische Repertoire prädistinierte (Abb.). Nur selten sieht man einen Sänger, der die musikalische und die darstellerische Seite einer Figur so stimmig und gelungen ineinander fließen lassen kann. Für den Hoffmann sind das beste, man könnte auch sagen notwendige Voraussetzungen. Wenngleich Kaufmann seine unangefochtene Stellung eher den Rollen im deutschen und im italienischen Fach verdankt, macht er seine Sache gerade in der französischen Oper so gut, wie kaum ein anderer. Vorzügliche Sprachbehandlung und eine beeindruckende interpretatorische Sicherheit machen seine Auftritte, zuletzt als Faust, zu einem wirklichen Genuss. Schön, dass man das an der Pariser Oper jetzt genauso sieht und ihn nunmehr regelmäßig einlädt. Nach dem Hoffmann steht er im Januar 2017 noch einmal auf der Bühne der Bastille-Oper, dann als Lohengrin in einer Neuproduktion. Wenn er singt kommt übrigens eine neue Preiskategorie zur Anwendung und die in den letzten Jahren schon stark gestiegenen Eintrittspreise an beiden Pariser Häusern sind gleich noch ein Stück höher. So läuft es eben, leider.
Freitag, 23. Oktober 2015
Ariadne auf Naxos heute als Livestram aus München
Mit der heutigen Aufführung von Richard Strauss Ariadne auf Naxos beginnt die Bayerische Staatsoper ihre diesjährige Streaming-Saison im Internet. In der beliebten Robert-Carson-Inszenierung treten Brenda Rae als Zerbinetta, Peter Seiffert als Bacchus, die bislang hier selten gehörte Amber Wagner als Primadonna und Alice Coote als Komponist auf. Auch die kleineren und ebenso wichtigen Partien sind in München immer gut bis bestens besetzt. Erstmals hat GMD Kirill Petrenko an seinem Stammhaus das Dirigat von Ariadne auf Naxos übernommen. Die Übertragung beginnt um 20 Uhr und ist wie immer kostenlos auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper abrufbar.
Freitag, 12. Juli 2013
Heute Verdi-Tag bei Arte: Rigoletto aus Aix
Beim Opernfestival in Aix-en-Provence hatte vergangene Woche Giuseppe Verdis Rigoletto Premiere. Gianandrea Noseda dirigiert, die Besetzung ist mit Arturo Chacon-Cruz, George Gagnidze und Irina Lungu absolut festspielwürdig. Regisseur Robert Carsen verlegt die Geschichte ins Zirkusmilieu und deutsche, wie französische Kritiker waren sich einig, dass er damit eine der bisher gelungensten und plausibelsten Neuinszenierungen des Verdi-Jahrs vorlegt. Die Aufführung wird heute um 21.30 Uhr auf arte übertragen und ist auf der Plattform arteliveweb noch für drei Monate abzurufen. Bereits ab 20.15 Uhr geht es auf arte um Giuseppe Verdi, zunächst werden Verschwörungen auf der Opernbühne näher beleuchtet und dann gibt es noch ein Best-of-Verdi aus dem Opernhaus La Fenice in Venedig.
Freitag, 29. März 2013
Die Zauberflöte live aus Baden-Baden
Zum ersten Mal sind die Berliner Philharmoniker in diesem Jahr mit ihren Osterfestspielen in Baden-Baden und fühlen sich nach Aussage ihres Chefs Simon Rattle sehr wohl dort. Ein Grund dafür ist, dass sie ihre Opernproduktion nicht nur zwei Mal wie in Salzburg, sondern gleich vier Mal spielen können. Die letzte Aufführung am Ostermontag kann komplett als Livestream im Netz angeschaut werden, 3sat überträgt ebenfalls. Der erste Akt beginnt um 18.15 Uhr, der zweite Akt um 20.15 Uhr. Vorher gibt es um 17.45 Uhr noch eine Dokumentation. Einen ersten optischen Eindruck der Inzenierung gibt es in dieser Bildergalerie. Simone Kermes, die als Königin der Nacht eingeplant war ist aus gesundheitlichen Gründen aus der Produktion augestiegen und wurde durch Ana Durlovski ersetzt. Aber auch die restliche Besetzung ist außerordentlich: Pavol Breslik als Tamino, Kate Royal als Pamina, Michael Nagy als Papageno und die drei Damen werden von Annik Massis, Magdalena Konzená und Nathalie Stutzmann gegeben. Inszeniert hat Edelregisseur Robert Carsen, das Bühnenbild stammt von Michael Levine und die Kostüme von Petra Reinhardt. Es gibt auch einen speziellen Blog zur Neuproduktion der Zauberflöte, die Aufführung geht übrigens in der neuen Saison ins Repertoire der Pariser Bastille-Oper, in fast komplett neuer Besetzung, es dirigiert dann Philippe Jordan.
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