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Freitag, 12. August 2016
Die Liebe der Danae aus Salzburg heute in ORF 2
Der nicht mehr ganz unumstrittende Regisseur Alvis Hermannis hat bei den diesjährigen Salzburger Festspielen eine Neuinszenierung von Richard Strauss selten gespieltem Spätwerk Die Liebe der Danae herausgebracht. Das für Ensemble und Orchester gleichermaßen anspruchsvolle Werk sollte bereits bei den Festspielen im Jahre 1944 zur Uraufführung kommen, kam damals aber über eine Generalprobe nicht hinaus, da die Festspiele nach dem Attentat auf Adolf Hitler abgesagt wurden. Nun endlich wagt man eine neuen Versuch in Salzburg, ganz geglückt ist dieser aber nicht, wenn man den zahlreichen bislang veröffentlichten Berichten Glauben schenken darf. Musikalisch ist das Werk in besten Händen: Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker, Krassimira Stoyanova singt die Titelpartie. Die letzten zwei Salzburger Sommer gab sie eine wunderbare Marschallin im Rosenkavalier. Ab 21.20 Uhr gibt es heute abend auf ORF 2 eine zeitversetzte Übertragung.
Dienstag, 21. Juli 2015
Der Rosenkavalier aus Salzburg auf 3sat
Der Rosenkavalier in der Inszenierung von Harry Kupfer war einer der Höhepunkte der Salzburger Festspiele im vergangenen Jahr. Auch heuer steht die Aufführung wieder auf dem Spielplan, Ende August zum Ende der Festspiele in fast identischer Besetzung. 3sat sendet am Samstag, 25. Juli 2015 um 20.15 Uhr einen Mitschnitt aus dem Sommer 2014: Krassimira Stoyanova gibt die Marschallin, Sophie Koch den Octavian, Günther Groissböck den Ochs und Mojca Erdmann die Sophie. Es dirigeirt Franz Welser-Möst, der ehemalige Musikchef der Wiener Staatsoper.
Donnerstag, 21. August 2014
Heute: Der Rosenkavalier aus Salzburg im BR-TV
Der ORF freute sich über eine sagenhafte halbe Million Zuseher anlässlich der Übertragung des hochgelobten diesjährigen Salzburger Rosenkavaliers an diesem Montag zu später Stunde in seinem zweiten Programm. Der durchschnittliche Marktanteil der Übertragung, die bis 2.00 Uhr lief, lag bei enormen 9 Prozent! Im deutschen Fernsehen hat sich nur das Bayerische Fernsehen bereit gefunden diese Produktion ins Programm aufzunehmen. Heute steht die Übertragung ab 22.45 Uhr auf dem Plan. Ihr Debüt als Marschallin gibt die großartige Krassimira Stoyanova, an ihrer Seite singen Sophie Koch, Mojca Erdmann, Günther Groissböck, Adrian Eröd und viele andere. Dass weder ARD noch ZDF im Jubiläumsjahr von Richard Strauss einen Sendeplatz für eine große Oper des Komponisten einräumen können ist mehr als bedauerlich. Auch 3sat hält sich in diesem Sommer merkbar zurück, nachdem es im Frühjahr einige Opern aus der Konserve zu sehen gab.
Freitag, 1. August 2014
Soprano number one: Krassimira Stoyanova
Wenn sich heute im Großen Festspielhaus in Salzburg der Vorhang zur Premiere von Richard Strauss Der Rosenkavalier hebt, dann dürfte eine Sängerin in Mittelpunkt des Interesses stehen: Krassimira Stoyanova, sie gibt ihr Debüt als Marschallin. Nach dem italienischen und dem französischen erobert die Sopranistin nun auch noch das deutsche Fach. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sie 2017 die Eva in der Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen singen wird. Ihre bislang behutsam und verlässlich vorangetriebene Karriere führt sie nun ganz an die Spitze und das vollkommen zu recht. Keine ihrer aktiven Kolleginnen verfügt über eine solche Bandbreite im Repertoire, kaum eine über eine solche Musikalität, wie die gebürtige Bulgarin, die ihre Laufbahn als Geigerin begonnen hat. Zumeist im italienischen Fach und eher in Wiederaufnahmen, als in Premieren machte sie vor mehr als zehn Jahren an der Wiener Staatsoper auf sich aufmerksam und wurde schnell von anderen großen Häusern eingeladen. Seit Jahren eilt sie nun von Erfolg zu Erfolg und bleibt dennoch nur den Eingeweihten bekannt. Doch das ändert sich gerade. Mit der Anna Bolena vertraute ihr die Wiener Staatsoper im vergangenen Herbst erstmals eine richtige Belcanto-Partie an, die dort vor ihr von nur von Anna Netrebko und Edita Gruberova gesungen wurde. Ziemlich genau zwischen beiden lässt sich auch die Sängerin Krassimira Stoyanova verorten, sie verbindet die sängerische Vehemenz der Netrebko mit dem kompromisslosen Künstlertum der Gruberova. Und zwar auf ziemlich charmante Weise, jenseits aller Manierismen und ganz ohne Starallüren. Eine Diva ist sie trotzdem, sie kennt ihren Status, das soll sie auch. Als Liedsängerin bemüht sie sich um das eher selten gespielte slawische Repertoire, von ihr sind zwei hochinteressante CD-Aufnahmen mit Opernarien erhältlich: I palpiti d'amor
Mittwoch, 30. Juli 2014
BR-Fernsehen zeigt Rosenkavalier aus Salzburg
Das Bayerische Fernsehen überträgt am 21. August 2014 eine der Hauptproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele. Altmeister Harry Kupfer inszeniert Richard Strauss Der Rosenkavalier in einer Traumbesetzung, Premiere wird am 01. August 2014 sein. Krassimira Stoyanova gibt ihr Debüt als Marschallin und ist damit endgültig in der nach wie vor dicht besetzen ersten Reihe der Sopranistinnen angekommen, ist sie doch seit Jahren eine der zuverlässigsten und wandlungsfähigsten Sängerinnen überhaupt. An ihrer Seite Mojca Erdmann als stimmstarke Sophie und die hochbewährte Sophie Koch als Octavian. Als Ochs debütiert Günther Groissböck, auf Wunsch des Regisseurs eine ungewohnt junge Besetzung, er dürfte - zumal als gebürtiger Österreicher - auf Jahre hinaus konkurrenzlos in der Partie sein. Die restliche Besetzung ist dem Anlass angemessen erlesen: Adrian Eröd als Faninal, Silvana Dussmann als Leitmetzerin, Stefan Pop als Sänger. Franz Welser-Möst hat die musikalische Leitung, ursprünglich vorgesehen war Zubin Metha, der schon vor längerm abgesagt hat.
Zum Vergleich: In der Arte-Mediathek ist immer noch die diesjährige Neuproduktion des Rosenkavalier aus Glyndebourne abrufbar!
Samstag, 7. April 2012
Otello in München - alt und gut
Die Bayerische Staatsoper im Repertoireglück, in einer bemerkenswert stimmigen Aufführung steht derzeit eine Serie von Verdis Otello auf dem Spielplan im Nationaltheater. Spektakulär der seltene Ausflug von Heldentenor Peter Seiffert ins italienische Fach. Bei seinem Otello bleiben zwar ein paar kleine Wünsche offen, aber man muss die Partie erst einmal so souverän singen. Kraftvoll und wirkungsvoll serviert er die Spitzentöne und agiert mit Spielfreude und Souveränität. Man hat das schon anders gehört (italienischer!), aber so geht es auf jeden Fall auch! Das tragische Ende zelebriert er mit brüchigem Ernst und rettet damit die Inszenierung, die an diesem Punkt in ihrem blanken Realismus sonst kaum noch zu ertragen wäre. Verdis großartig komponierter Sturm zu Beginn wird durch den unermüdlich umherlaufenden Chor regelrecht nivelliert. Von dieser Unruhe erholt sich der Abend nur kurz im großen Liebesduett von Otello und Desdemona (von beiden ungemein stilvoll präsentiert) und vollständig erst als die immer wieder bemerkenswerte Krassimira Stoyanova als Desdemona am Schluss alles auf sich und das großartig gesungene Lied von der Weide und das Ave Maria konzentriert. Große Oper, ganz ohne Abstriche! Claudio Sgura gehen als Jago die finsteren Seiten seiner Figur noch viel zu sehr ab, das braucht viel mehr dunklen Verdi in der Stimme. Als Cassio mehr als rollendeckend besetzt ist Pavol Breslik, er hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Das Staatsorchester spielt einen zügigen und liebevoll bis in die Details ausmusizierten Verdi, auch ein Verdienst des eingesprungenen Asher Fisch. Eine Repertoireaufführung, so raffiniert musiziert und zum großen Teil auch so gesungen, das gibt es auch in München nicht mehr so oft!
"Bulgarische Belcanto-Mafia" in München und Wien
Eigentlich sollte das Zusammentreffen der beiden Diven bereits im vergangenen Dezember anlässlich einer konzertanten Maria Stuarda stattfinden, aber Vesselina Kasarova war erkrankt und musste absagen und so brillierte Krassimira Stoyanova in der Titelrolle an der Seite ihrer einspringenden Kollegin Alexandrina Pendatchanska. Nun kommt es aber doch noch zum Gipfeltreffen der beiden aus Bulgarien stammenden Sängerinnen. In Wien (30.04.) und München (02.05.) präsentieren beide ein handverlesenes Programm an Belcantostücken mit großem Orchester. Da dieses unter der Leitung des jungen bulgarischen Dirigenten Rossen Milanov steht war im Vorfeld schon von der bulgarischen Belcanto-Mafia die Rede. Der Begriff Belcanto wird dabei recht weit gefasst und beschreibt nicht nur eine musikalische Epoche sondern eine ganz der musikalischen Aussage folgende Art zu singen. Das Spektrum reicht von Mozart-Klassikern aus Le Nozze di Figaro und Cosi fan tutte, über das große Duett aus Anna Bolena von Donizetti und Stücke von Tschaikowski bis hin zu Guiseppe Verdi. Interessant dabei: Amneris und Aida werden Kasarova und Stoyanova zum ersten Mal überhaupt auf der Bühne präsentieren, eine spannende erste Annäherung an zwei Partien, die erst in der Zukunft zu zentralen Rollen für die beiden Sängerinnen werden. Krassimira Stoyanova hat sich in den letzten Jahren mit großer Verlässlichkeit weltweit in die erste Reihe der Sopranistinnen gesungen und Vesselina Kasarova verlängert ihre mehr als zwanzig Jahre dauernde Ausnahmekarriere gerade noch einmal durch einen behutsamen Wechsel ins schwerere Mezzo-Fach. Die beiden Konzertabende versprechen, nicht zuletzt weil sich die beiden Damen ausnehmend gut verstehen, eine Sternstunde mit Ansage, hingehen!
Tickets im Vorverkauf für Wien 30. April 2012 im Musikverein
Tickets im Vorverkauf für München 02. Mai 2012 in der Philharmonie
Montag, 27. Februar 2012
Anna Netrebko eröffnet kommende MET-Saison

Auch die kommende Saison der New Yorker Metropolitan Opera wird Anna Netrebko eröffnen. In Donizettis L'elisir d'amore singt sie im September an der Seite ihrer großartigen Kollegen Mariusz Kwiecien und Ambrogio Maestri. Die laufende Saison war ebenfalls mit Netrebko als Anna Bolena gestartet. Der Belcantozyklus wird mit Maria Stuarda fortgesetzt, es singen Joyce DiDonato und Elza van den Heever. Karita Matilla kehrt an der Seite von Marcelo Alvarez und Dimitri Hvorostovsky in Un ballo in maschera auf die MET-Bühne zurück. Diana Damrau und Pjotr Beczala singen Rigoletto, aber nicht in der geplanten Produktion von Luc Bondy, diese wird nach der gemischten Aufnahme seiner Tosca gegen eine weniger streitbare Inszenierung ausgetauscht. Danielle Gatti dirigiert einen neuen Parsifal mit Katarina Dalayman, Peter Mattei, Jonas Kaufmann und René Pape. Aus Glyndebourne wird eine Produktion von Händels Giulio Cesare übernommen (mit Natalie Dessay und David Daniels). Robert Lepage inszeniert Thomas Adès The Tempest mit Simon Keenlyside als Prospero. Seine inzwischen komplette Ring-Inszenierung steht im April/Mai 2013 in drei Zyklen auf dem Plan, alle dirigiert von Fabio Luisi. Eine Rückkehr von James Levine ist in der kommenden Saison nicht geplant. Die Wiederaufnahmen bergen keine großen Überraschungen, Lorin Maazel dirigiert eine Serie Don Carlo, La Traviata kommt in der Willy-Decker-Inszenierung mit Diana Damrau, Saimir Pirgu und Placido Domingo weiter auf Baritonkurs als Germont. Im Spielplan fehlt Richard Strauss völlig. Deswegen tritt Hausdiva Renée Fleming nur als Desdemona auf und teilt sich die Termine soger noch mit Krassimira Stoyanova, die sie in dieser Partie im Moment locker in den Schatten stellt. Umfangreich wie das ganze Repertoire auch die geplanten Kino-Übertragungen im Rahmen der HD-Series, es ist allerdings noch nicht klar, welche davon außerhalb der USA gezeigt werden. Alle Details finden sich in dieser Online-Broschüre!
Samstag, 9. Juli 2011
Hoffmanns Erzählungen auf 3sat

Am Samstag, dem 30. Juli 2011 um 20.15 Uhr überträgt 3sat eine Aufzeichnung von Les Contes d'Hoffmann von Jaques Offenbach in der Produktion der Salzburger Festspiele aus dem Jahre 2003. Als Hoffmann ist noch einmal Neil Shicoff in seiner langjährigen Glanzrolle zu erleben, der Rest der Besetzung ist ebenfalls erlesen: Angelika Kirschschlager als Muse/Niklas, Ruggero Raimondi singt die Bösewichter, die drei Frauen sind L’ubica Vargicová, Krassimira Stoyanova und Waltraud Meier(!). Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kent Nagano, der damals noch vor seinem Münchner Engagement steht. Der Guiletta-Akt wurde in der Produktion erstmals in der aktuell rekonstruierten Kaye-Fassung gezeigt. Regisseur der nur gemischt aufgenommen, aber dennoch sehr sehenswerten Produktion war David McVicar, der im angelsächsichen Raum mit seinen präzisen, handwerklichen und darstellerbezogenen Aufführungen seit langem für Furore sorgt. Nur im deutschsprachigen Raum findet sein Gegenentwurf zum Dogma des hiesigen Regietheaters kaum Resonanz. Dennoch kann man seine Arbeiten derzeit regelmäßig per Bildschirm verfolgen: Sowohl die hochgelobten diesjährigen Meistersinger aus Glyndebourne vor zwei Wochen, wie auch die Adriana Lecouvreur mit Angela Gheorghiu und Jonas Kaufmann im Mai aus London waren Inszenierungen von David McVicar. Ebenfalls ein Tipp: Seine Salome aus London mit Nadja Michael und Philippe Jordan am Pult!
Montag, 30. Mai 2011
Maria Stuarda konzertant in München

Vesselina Kasarova und Krassimira Stoyanova singen im Dezember 2011 zwei konzertante Vorstellungen von Donizettis Belcantoschinken Maria Stuarda. Es dirigiert der junge Maestro Massimiliano Murrali. Die beiden aus Bulgarien stammenden Diven haben bereits öfters zusammen konzertiert und schwenken jetzt wohl gemeinsam richtig ins Belcantofach ein, für Mai 2012 ist eine Gala Viva Belcanto geplant - ebenfalls in der Münchner Philharmonie am Gasteig. Es handelt sich wohl um die Nachfolgeproduktionen der konzertanten Traviatas mit welchen Edita Gruberova im Vorjahr an gleicher Stelle beeindruckte. Die zahlreichen Verehrerinnen und und Verehrer dieser beiden unspektakulär großartigen Sängerinnen wird das neue Projekt freuen!
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