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Samstag, 27. August 2016
Günther Groissböck hat große Pläne in Bayreuth
Er gehört zu den interessantesten Sängern seiner Generation: Günther Groissböck - der immer noch junge Bassbarition aus Österreich. Als Ochs im Rosenkavalier ist er derzeit kaum zu übertreffen und auch als verlässlicher und souveräner Wagner-Sänger setzt er schon seit eingen Jahren Maßstäbe an vielen großen Häusern. Seine nächsten Karriereschritte werden eng mit den Bayreuther Festspielen verbunden sein, wie er einem einschlägigen Blog verraten hat. In der Neuproduktion des kommenden Jahres (Die Meistersinger von Nürnberg, inszeniert von Barry Kosky, musikalisch geleitet von Philippe Jordan) wird er als Veit Pogner zu erleben sein, in den beiden darauffolgenden Jahren übernimmt er den Gurnemanz im Parsifal (der diesjährigen Neuproduktion) von Georg Zeppenfeld. Und im Sommer 2020 - in der Premiere der nächsten Ring-Produktion - wird er als Wotan debütieren. Ein beeindruckender Kalender und für Bayreuth auf jeden Fall eine sehr gute Wahl!
Sonntag, 21. Februar 2016
Herheims Meistersinger an der Bastille-Oper in Paris
An der Opera national de Paris wird am 01. März 2016 wieder eine Oper von Richard Wagner zur Premiere kommen. Stefan Herheim studiert seine Inszenierung von Die Meistersinger von Nürnberg neu ein, die bereits im Sommer 2013 bei den Salzburger Festspielen zu sehen war. Die musikalische Leitung hat der - wieder genesene - Pariser Musikchef Philippe Jordan übernommen, der mit diesem Stück im kommenden Jahr auch auf den Grünen Hügel in Bayreuth zurück kehren wird. Die Besetzung ist interessant: Als Hans Sachs tritt Gerald Finley auf, einer der interessantesten Sänger seiner Generation. Günther Groissböck kann alles, was er macht, diesmal ist er Veit Pogner. Eine sichere Bank als Sixtus Beckmesser ist nach wie vor Bo Skovhus. Der Amerikaner Brandon Jovanovich stellt sich als Walther von Stolzing vor, wenn das gut geht, sollte er für einige Zeit auf die Partie abonniert sein. Für Julia Kleiter wird auch die Eva kein Problem sein. Nachdem die Berliner Staatsoper bereits im Herbst vorgelegt hat und die Bayerische Staatsoper zum Ende der Saison ebenfalls neue Meistersinger präsentiert dürfte die Pariser Aufführung die sängerisch spannendste von allen dreien werden. Ob das - traditionell Wagneraffine - Pariser Publikum Herheims turbulenter Biedermeier-Adaption folgen wird bleibt abzuwarten. Bei Günter Krämers Ring vor ein paar Jahren hat man mit dessen deutschem Zugriff spürbar gefremdelt. Für alle sieben im März angesetzten Vorstellungen der Meistersinger sind im Moment noch Karten erhältlich. Sicher eine interessante Möglichkeit die Pariser Bastille-Oper erstmals oder erneut zu besuchen, auch mit weiterer Anreise!
Freitag, 8. Januar 2016
Lahav Shani übernimmt Tournee der Wiener Symphoniker
Der Chefdirigent der Wiener Symphoniker Philippe Jordan muss aus gesundheitlichen Gründen alle seine Dirigate im Januar und Febrauar zurück legen. Für ihn übernimmt Lahav Shani, einer der Nachwuchsdirigenten der Stunde einen Teil der geplanten Europatournee, u.a. die Konzerte in Wien, Paris und München. Weitere Termine gehen an den ebenso jungen Franzosen Adrien Perruchon. Aus den Umbesetzungen ergeben sich Programmänderungen. Wir wünschen dem auch von uns sehr geschätzten Philippe Jordan, der auch Musikchef der Oper Paris ist, viel Ruhe und gute Genesung.
Edit 09.01.2016
Wie gestern bekannt wurde, wird Lahav Shani ab der Saison 2017/18 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Herzlichen Glückwunsch!zur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonizur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonikerzur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonikerzur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphoniker
Sonntag, 12. Juli 2015
Waltraud Meier singt heute ihre letzte Isolde
Heute um 16 Uhr steht im Nationaltheater im Rahmen der Münchner Opernfestspiele Tristan und Isolde auf dem Spielplan - eine besondere Vorstellung, denn Waltraud Meier wird zum letzten Mal als Isolde auf der Bühne stehen. Fast 22 Jahren hat sie die Rolle verkörpert und mit ihrer musikalischen und inhaltlichen Durchdringung der Partie Maßstäbe gesetzt, die noch lange gelten werden. Ihr Debüt gab sie bei den Bayreuther Festspielen in der Neuproduktion 1992 unter der Regie von Heiner Müller, der Tristan an ihrer Seite war Siegfried Jerusalem, es dirigierte Daniel Barenboim. Unvergesslich ist die Mailänder Isolde in der Regie von Patrice Chéreau 2007 - sicher einer der Höhepunkte ihrer Karriere. Auch in der Premiere der immer noch aktuellen Münchner Inszenierung von Peter Konwitschny 1998 stand sie auf der Bühne. Ihren Abschied von der Partie hat Waltraud Meier lange angekündigt, urspünglich sollte die Aufführungsserie an der Staatsoper Berlin im vergangenen Dezember bereits die letzte sein. Nun gab es noch eine kleine Verlängerung und das Münchner Publikum kommt nochmals in den Genuss. Heute wird Robert Dean Smith ihr Tristan sein, Michelle Breedt die Brangäne und René Pape als König Marke. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Philippe Jordan, der musikalische Leiter der Opéra national de Paris.
Dienstag, 30. Juni 2015
Bayerische Staatsoper streamt Arabella-Neuproduktion
Programmänderung bei den beliebten Livestreams der Bayerischen Staatsoper: Am 11. Juli 2015 ab 19 Uhr wird die Neuproduktion von Richard Strauss Arabella, welche am kommenden Montag im Rahmen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele Premiere hat, als kostenloser Livestream im Internet gezeigt. Die Inszenierung verantwortet Filmregisseur Andreas Dresen, zum ersten Mal am Haus tätig. Die musikalische Leitung hat der Arabella-erfahrene Musikchef der Pariser Oper Philippe Jordan übernommen. Als Arabella ist mit Anja Harteros eine der führenden Strauss-Interpretinnen unserer Tage im Einsatz und der Rest der Besetzung geht auch in Ordnung. Da sollte also nichts schief gehen. Die ursprünglich für den 4.7. geplante Übertragung der zweiten Festspielproduktion Pelléas et Mélisande aus dem Prinzregententheter wurde dafür leider aus technischen Gründen abgesagt. Interessenten sollten sich um Restkarten für eine der verbleibenden Vorstellungen bemühen. Auch wenn das Publikumsecho zur Premiere angesichts der abstrakt-anspruchsvollen Inszenierung ziemlich gemischt ausfiel: Französische Oper in dieser musikalischen Qualität ist in München nur in absoluten Ausnahmefällen zu erleben.
Montag, 16. Juni 2014
Anja Harteros - die neue Richard-Strauss-Diva
Wir haben Renée Flemings ernorme Medienpräsenz in diesen Tagen des Richard-Strauss-Jubiläums auf diesem Blog bereits ausführlich gewürdigt, so dass nun Gelegenheit sein soll, zu schauen, wer ihr denn nachfolgen könnte, wenn die Diva früher oder später kürzer treten wird. Ohne Zweifel mit der besten Ausgangsposition in den Startlöchern steht die deutsche Sopranistin Anja Harteros. Sie hat - ähnlich wie Fleming vor Jahren - im italienischen Fach reüssiert und schickt sich jetzt Schritt für Schritt an, die großen Strauss-Partien zu erobern. Die Vier letzten Lieder gehören schon länger zu ihrem Konzertrepertoire, die Bühnenrollen kommen nun eine nach der anderen hinzu. Vor Jahren gab es bereits eine Serie als Feldmarschallin im Rosenkavalier in München; vergangene Woche stand sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Camilla Nylund und Christiane Goerke anlässlich des Jubiläums in einer Richard-Strauss-Gala unter der Leitung von Christian Thielemann auf der Bühne der Dresdner Semperoper (on demand auf Arte Concerts) und brachte eine vollendete Interpretation der großen Arie Meine Elemer aus Arabella zur Aufführung. Und heute abend nun wird sie unter der Leitung von Philippe Jordan den großen Schlussmonolog der Gräfin aus Capriccio in einer konzertanten Version in der Bastille-Oper in Paris interpretieren. Mit dem gleichen Programm gastiert sie am Donnerstag dieser Woche im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Im Herbst steht dann erstmals die Ariadne auf dem Programm, wiederum zunächst nur in einer einzelnen konzertanten Aufführung in der Berliner Philharmonie. Die Feldmarschallin gibt sie im Laufe der nächsten Saison zweimal: Unter der Leitung von Christian Thielemann an der Semperoper in Dresden und in einer Neuproduktion der Osterfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Abschließender Höhepunkt der kommenden Spielzeit dürfte die Neuproduktion der Arabella an der Bayerischen Staatsoper sein. Der erfolgreiche Kinoregisseur Andreas Dresen inszeniert erstmals an diesem Haus und die Produktion steht unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan. Damit schließt sich der Kreis zur heutigen Capriccio-Szene in Paris. Und auch Capriccio-Gräfin wird sie früher oder später szenisch interpretieren. Nicht in Eile, sondern besonnen und überlegt, so wie sie ihre mittlerweile unvergleichliche Karriere bereits seit Jahren vorantreibt.
Donnerstag, 21. Februar 2013
Renée Fleming erklärt Arabella
Die Renée-Fleming-Festspiele auf diesem Blog gehen weiter! Im vergangenen Sommer stand die geschätzte Sopranistin in einer Neuproduktion von Richard Strauss' Arabella auf der Bühne der Opéra de Paris. Michael Volle gab den Mandryka, Marco Arturo Marelli hat inszeniert, Philippe Jordan dirigiert. Eine Großtat der Pflege des Strauss-Repertoires, bei dem sich die großen Opernhäuser ansonsten in den letzten Jahren merklich zurückhalten. Hier nun erklärt Fleming das Stück auf launige, wie unterhaltsame Weise und die Ausschnitte machen Lust auf die komplette DVD, die nun hoffentlich bald erscheinen wird!
Montag, 14. Januar 2013
Opéra de Paris mit Rekordjahr 2012
Die Opéra national de Paris hat das vergangene Jahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Die Kasseneinnahmen in beiden Häusern sind um 15 % auf mehr als 65 Millionen Euro gestiegen. Mehr als 850.000 Zuschauer haben 370 Ballett- und Opernaufführungen in der Opéra Bastille und im Palais Garnier gesehen. Die Gesamtauslastung betrug stolze 96 %, eine Steigerung von 2 Punkten gegenüber dem Vorjahr. (Zahlen, die auch für die Berliner Opernstiftung von Interesse sein könnten!) Einige Produktionen waren komplett ausverkauft, darunter nicht nur Dauerbrenner wie Carmen und Rigoletto, sondern auch Richard Strauss Capriccio in einer Reprise der Inszenierung von Robert Carson und die Bob-Wilson-Produktion von Pelleas et Melisande, beide übrigens in der musikalischen Leitung des Pariser Musikchefs Philippe Jordan. Trotz dieser Erfolge wird der Vertrag des Direktors der Opéra de Paris Nicolas Joel nicht über das Jahr 2015 hinaus verlängert. Sein Nachfolger steht bereits fest: Stéphane Lissner, amtierender Chef der Mailänder Scala. Ob sich dann auch Lissner den Vorwurf, ein zu konservatives Programm zu veranstalten, gefallen lassen muss, bleibt abzuwarten. Für alle, die sich einen Eindruck verschaffen wollen, wie in Paris Oper und Ballett veranstaltet werden, nämlich teuer, wirkungsvoll und nur mäßig innovativ, aber dennoch irgendwie gut, hier eine aktuelle Ballettproduktion zum Nachschauen:
Donnerstag, 29. November 2012
Neue Carmen aus Paris im Kino!
Die Opera national de Paris ist mit dieser Saison auch unter die in Kinos übertragenden Opernhäuser gegangen - zwar noch nicht in dem Umfang, wie die New Yorker Met, aber immerhin werden auch acht Abende gezeigt (davon vier mal Ballett und vier Mal Oper). Der nächste Termin ist am 13. Dezember 2012 die erste der wenigen Neuproduktionen der Saison: Carmen aus der Bastille-Oper unter der musikalischen Leitung des Pariser Chefdirigenten Philippe Jordan und in der Inszenierung von Yves Beaunesne. Es singen in den Hauptpartien Anna Caterina Antonacci (Carmen), Nikolai Schukoff (Don José), Ludovic Teziér (Escamillo) und Genia Kühmeier (Micaela). Gemäß der in Paris herrschenden Opernästhetik ist eher gediegene Kost, als streitbares Konzepttheater zu erwarten. Der französische Opernzuschauer weiß das zu schätzen, es gibt für die gesamte Serie im freien Verkauf schon lange so gut wie keine Karten mehr zu erwerben. Interessant dürfte ein Besetzungswechsel ab Mitte Dezember werden, dann übernimmt die Mezzosopranistin Karine Deshayes die Titelpartie - eine so stilsichere, wie wandlungsfähige junge Sängerin. Sie erfreut sich in Paris schon seit einigen Jahren außerordentlicher Beliebtheit und konnte in ganz unterschiedlichen Fachpartien wie Rosina, Dorabella und Angelina in La Cenerentola überzeugen. Das wird mit der Carmen gewiss nicht anders werden. Weitere Übertragungen aus Paris sind geplant mit Falstaff am 12. März 2013, Hänsel und Gretel am 12. April 2013 und La Gioconda am 13. Mai 2013. In Deutschland sind derzeit nur wenige Kinos der Cineplex-Gruppe einbezogen, es werden hoffentlich mehr, denn die Produktionen in Paris sind durchweg gut besetzt und die eher konservativen Inszenierungen für eine Übertragung gut geeignet.
Dienstag, 10. Juli 2012
Herheims Parsifal am 11.08.12 auf arte
Auch in diesem Jahr überträgt arte mit Stefan Herheims Inszenierung des Parsifal wieder eine Produktion von den Bayreuther Festspielen. Leicht zeitversetzt zur Aufführung auf dem Grünen Hügel wird am 11. August 2012 ab 17.15 Uhr ein erster und ab 20.45 Uhr ein zweiter Teil gezeigt. Man verzichtet offenbar auf das ausführliche Pausenprogramm (moderiert von Katharina Wagner) welches die am selben Tag ab 15.45 Uhr stattfindende Kinoübertragung auszeichnen wird. Bei Eintrittspreisen von ca. 30 Euro dürfte der heimische Fernseher eine interessante Alternative sein! Die sehr erfolgreiche und von fast allen Seiten hoch gelobte Inszenierung von Stefan Herheim steht bereits im fünften Jahr auf dem Bayreuther Spielplan, der Regisseur stand einer Aufzeichnung bisher immer kritisch gegenüber, hat sich nun aber wohl umstimmen lassen. Erstmals übernimmt in diesem Jahr Philippe Jordan die musikalische Leitung, nachdem Daniele Gatti in Salzburg unabkömmlich ist. Im vergangenen Sommer gab es mit dem Lohengrin zum ersten Mal eine Liveübertragung von den Bayreuther Festspielen, ebenfalls bei arte. Die Sendung lief nicht ganz ohne Pannen ab.
Noch bis zum kommenden Samstag ist auf Arte live-web der komplette Mitschnitt der Parsifal-Inszenierung von den Bayreuther Festspielen abzurufen!
Freitag, 16. März 2012
Pelléas et Mélisande aus Paris im Web

Die Opéra national de Paris überträgt heute abend ab 19.30 Uhr Pelléas et Mélisande von Claude Debussy auf der eigenen Homepage und bei medici.tv Es handelt sich um die Inszenierung von Bob Wilson, die vor einigen Jahren bei den Salzburger Festspielen zu sehen war. Die musikalische Leitung der Neueinstudierung hat der Pariser Musikchef Philippe Jordan übernommen, der dieses Werk damit zum ersten Mal dirigiert. Die Besetzung ist mit Stéphane Degout, Anne Sofie von Otter, Franz Josef Selig und Elena Tsallagova sehr erlesen. Der Mitschnitt steht für einige Monate zum Abruf bereit. Die Pariser Oper verzichtet in dieser Saision auf internationale Kinoübertragungen zugunsten von Webstreams, zuletzt war im Dezember vergangenen Jahres die Neuproduktion La force du destin auf diesem Wege gezeigt worden.
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Philippe Jordan wird Chef der Wiener Symphoniker

Nicht ganz überraschend wird jetzt der Schweizer Philippe Jordan zum Chefdirigenten der Wiener Symphoniker berufen. Die Stelle wurde unlängst vakant, weil Inhaber Fabio Luisi nach New York an die Metropolitan Opera entfloh um dort für den erkrankten James Levine einzuspringen. Jordan, seit einigen Jahren Musikchef in Paris, ist in Österreich seit seiner Anfängerzeit in Graz kein Unbekannter. Er hat die Wiener Symphoniker bereits regelmäßig dirigiert.
Donnerstag, 18. August 2011
Philippe Jordan übernimmt Parsifal in Bayreuth
In der kommenden Saison wird Philippe Jordan das Dirigat der Aufführungen des Parsifal bei den Bayreuther Festspielen übernehmen. Jordan ist seit kurzem Musikchef in Paris und gilt bereits als erfahrener Wagnerdirigent. Er löst Danielle Gatti ab, der im nächsten Sommer bei den Salzburger Festspielen für Ariadne auf Naxos verpflichtet ist. Seine Parsifal-Interpretation blieb auch nach mehreren Jahren umstritten, auch das wird neben Terminschwierigkeiten ein Grund für den Wechsel sein. Im vergangenen Sommer hatte er bereits parallel in Bayreuth und Salzburg gearbeitet und neben der Wiederaufnahme des Parsifal eine Neuproduktion von Elektra geleitet. Eine weitere Umbesetzung gibt es bei der Titelrolle: Den Parsifal wird Burkhard Fritz singen, der in diesem Sommer als Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg am Grünen Hügel debütiert hat. Die Meistersinger in der Inszenierung von Katharina Wagner stehen heuer zum letzten Mal auf dem Bayreuther Spielplan.
Montag, 27. Juni 2011
Philippe Jordan übernimmt Wiener Symphoniker

Der immer noch junge Dirigent Philippe Jordan soll die Leitung der Wiener Symphoniker übernehmen und damit Fabio Luisi auf dieser Position nachfolgen. Jordan arbeitet bereits regelmäßig mit dem Orchester, seit zwei Jahren ist er außerdem GMD an der Oper von Paris. Zuvor war er musikalischer Leiter der Oper in Graz und hat sehr erfolgreich an der Berliner Lindenoper gearbeitet. Auch Luisis Weggang von den Wienern ist von Irritationen überschattet, übernimmt er doch derzeit viele Aufgaben für den New Yorker Opernchef James Levine und sagt dafür immer wieder Engagements in Europa ab. Auch die Dirigate der beiden Münchner Festspielaufführungen Fidelio mit Jonas Kaufmann hat Luisi jetzt zurück gelegt, für ihn übernimmt Adam Fisher.
Samstag, 24. Oktober 2009
Dunkel ist die Macht der Liebe

Schon mehr als dreißig Jahre (!) findet sich die Salome in der Inszenierung von Harry Kupfer im Repertoire der Berliner Staatsoper, dass sie sich nach wie vor bewährt spricht für die Aufführung und natürlich auch für das Werk an sich. Kupfers realistische, in dunklen Tönen gehaltene und ganz aus dem obskuren Geist einer Diktatur gespeiste Lesart konzentriert sich (inzwischen?) ganz auf sich selbst und die Hauptfigur. Diese ist mit Evelyn Herlitzius großartig besetzt. Selten hat man eine so packende Salome erlebt, mit wunderbarer geführter Stimme, großen Ausbrüchen und gelingenden Piani, alles mit hervorragender Textverständlichkeit. Die darstellerischen Qualitäten stehen bei Evelyn Herlitzius bekanntermaßen den sängerischen in keiner Weise nach. Einen solchen Grad an Verkörperung der Figur wie hier ganz besonders im Tanz der sieben Schleier findet man wirklich nicht oft auf der Opernbühne. Zum abschließenden Höhepunkt wird der Schlussgesang, eine wirklich grandiose Leistung!

Philippe Jordan gibt der Aufführung mit der Staatskapelle weit mehr als einen Klangteppich. Wie immer sehr sängerfreundlich dirigiert er einen spannungsvollen, kontrastreichen Richard-Strauss-Abend, welcher sowohl im Detail, wie auch im Gesamtbild überzeugt. (Am Rande: Bei der Kombination Jordan-Strauss-Staatskapelle handelt es sich gegenwärtig um eine der wenigen Qualitätskonstanten im Berliner Musikleben!) Mark Doss gab einen kraftvollen, rollendeckenden Jochaanan, Stephan Rügamer routiniert als Narraboth und was Reiner Goldberg mit seinem Herodes anbietet ist schlicht Weltklasse (diesemal leider ohne seine Stammpartnerin Rosemarie Lang, sondern an der Seite der eingesprungenen, aber nur halb so alten Daniela Denschlag). Goldberg gibt der Figur eine wirklich eigene Prägung, spielt einen hochgefährlichen Trottel, der einen regelrecht entsetzt. Gespeist aus Jahrzehnten Bühnen- und Lebenserfahrung entwickelt er eine Charge zum Charakter und wird so auf ganz schlüssige Weise zum Kraftzentrum der Aufführung und eröffnet der Salome einen größtmöglichen spielerischen Freiraum, in doppelten Sinne des Wortes!

Die Aufführung ist nicht nur konzentriertes Musiktheater und als solches alleine ein Vergnügen, sondern auch ein Lehrbeispiel für die wunderbaren Möglichkeiten des Repertoiretheaters. Erfahrene Sängerpersönlichkeiten beglaubigen ihre Figuren am Abend auch ohne wochenlange probende Vorbereitungen. Es ist schön, dass auf diese Weise immer wieder neue Besetzungen erlebt werden können und es ist bemerkenswert, wie die Ästhetik des Abends nach mehr als drei Jahrzehnten zwar nicht mehr ganz taufrisch wirkt, aber immer eine Wirkung hervorruft, die nicht natürlich auch mit ihrer langen Bestandsdauer zu tun hat. Nicht nur deswegen würde sie auf jeden Fall auch gut ins Schillertheater passen!
Freitag, 9. Oktober 2009
Melancholie, Noblesse und Esprit

Schon seit vielen Jahren behauptet sich die Rosenkavalier-Inszenierung von Nicolas Brieger im Repertoire der Staatsoper Unter den Linden. Mit ihrer melancholisch-ironischen Interpretation nimmt sie das Werk ernst und rückt es trotzdem in eine Traumwelt, in der es erstaunlich plausibel wirkt. Viele kleine Details erfreuen und das Konzept funktioniert auch noch zehn Jahre nach der Premiere. Denn mehr noch als viele andere Inszenierungen wird hier auf die Sänger gebaut und das funktioniert ganz wunderbar. Anne Schwanewilms ist eine berührende, lebendige und auch würdige Marschallin. Sie tunkt ihre großen Auftritte im ersten Akt in so tiefe Traurigkeit, dass es den Rest des Abend braucht, um wieder daraus aufzutauchen. Sie beherrscht wunderbar präzise die Dramaturgie der Blicke, mit welchen sie das Geschehen dirigiert, sobald sie auf der Szene ist. Mit Katharina Kammerloher steht ein als Octavian bewährtes Ensemblemitglied auf der Bühne. Sie findet sich als Frau in der Hosenrolle einer Frau, die vorgibt ein Mann zu sein erstaunlich gut zurecht. Ihr Gegenüber Sophie wird von Sylvia Schwartz (ebenfalls Ensemblemitglied) mit viel sopranem Spitzenklang ausgestattet. Bemerkenswert, wie die drei Frauen sowohl vom Stimmklang, wie auch von der Präsenz aufeinander abgestimmt sind. Das Terzett im dritten Akt wird so zu einer kleinen Sternstunde. Als Ochs bleibt Alfred Muff mitunter etwas an Esprit schuldig, hat aber viel schöne Töne. In den kleineren Rollen hervorzuheben sind noch Irmgard Vilsmaier als Leitmetzerin, Stephan Rügamer als Sänger und Martin Gantner als Farinal. Prachtvoll zusammengehalten wird der ganze Abend durch Philippe Jordan, der sowohl den Orchestergraben, wie auch das Bühnengeschehen ständig im Blick und auch im Griff hat und sicher auch für die hervorragende musikalische Einstudierung verantwortlich ist. Insgesamt eine gelungene, sehenswerte und angenehm unspektakuläre Repertoire-Auffürung, wie man sie sich auch an der Lindenoper öfter wünscht.
Mittwoch, 17. Juni 2009
Vom Meer
Das letzte Abonnementkonzert der Staatskapelle Berlin stand unter dem manches versprechenden Titel "Das Meer" - und es bot ein in jeder Hinsicht überzeugendes Programm.

Musikalisch und dramaturgisch überzeugend, überraschend und berückend - was will man mehr von einem Sinfoniekonzert! Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre "Meeresstille und große Fahrt" gibt es einen stimmungsvollen Auftakt, das Orchester spielte mit Tempo und Liebe zum Detail. Waltraud Meier beweist dann einmal mehr ihre Ausnahmestellung indem sie virtuos mit den außerordentlichen, ihr zu Verfügung stehenden Mitteln umgeht. Ihre Darbietung von Ernest Chaussons "Poème de l‘amour et de la mer op. 19" wird zum Höhepunkt des Konzerts. Wirkungsvoll setzt sie ihre wunderbar dunkel timbrierte Stimme und ihre reiche Bühnenerfahrung ein und zwar als Wagner-Sängerin, wie als Liedinterpretin von Rang. Ihr Gesang verschmilzt in manchen Momenten auf wunderbare Weise mit dem Orchester, schwingt sich dann wieder kraftvoll hinauf um in einer kleinen Bewegung zu verebben. Das berührt und bewegt! Nach der Pause zunächst die Interludes aus Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes" - überzeugend sowohl in ihrer Schroffheit, wie in ihrer epischen Schönheit und dann "La Mer" von Claude Debussy als farbenreiches Gemälde aus Tönen, mit viel Gespür musiziert. Symphatisch und souverän hat der Dirigent Philippe Jordan das Geschehen über die mehr als zwei Stunden im Griff. Offenbar stimmt die Chemie zwischen ihm und der Staatskapelle. Davon konnte man sich zuletzt in Berlin mehrfach überzeugen, nicht nur anlässlich der gelungen Premiere von Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", auch kurz zuvor beim von ihm wunderbar wieder einstudierten "Un ballo in maschera" in der Lindenoper. Auf "ans Meer" also jetzt und im Herbst beginnt die neue Saison...

Musikalisch und dramaturgisch überzeugend, überraschend und berückend - was will man mehr von einem Sinfoniekonzert! Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre "Meeresstille und große Fahrt" gibt es einen stimmungsvollen Auftakt, das Orchester spielte mit Tempo und Liebe zum Detail. Waltraud Meier beweist dann einmal mehr ihre Ausnahmestellung indem sie virtuos mit den außerordentlichen, ihr zu Verfügung stehenden Mitteln umgeht. Ihre Darbietung von Ernest Chaussons "Poème de l‘amour et de la mer op. 19" wird zum Höhepunkt des Konzerts. Wirkungsvoll setzt sie ihre wunderbar dunkel timbrierte Stimme und ihre reiche Bühnenerfahrung ein und zwar als Wagner-Sängerin, wie als Liedinterpretin von Rang. Ihr Gesang verschmilzt in manchen Momenten auf wunderbare Weise mit dem Orchester, schwingt sich dann wieder kraftvoll hinauf um in einer kleinen Bewegung zu verebben. Das berührt und bewegt! Nach der Pause zunächst die Interludes aus Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes" - überzeugend sowohl in ihrer Schroffheit, wie in ihrer epischen Schönheit und dann "La Mer" von Claude Debussy als farbenreiches Gemälde aus Tönen, mit viel Gespür musiziert. Symphatisch und souverän hat der Dirigent Philippe Jordan das Geschehen über die mehr als zwei Stunden im Griff. Offenbar stimmt die Chemie zwischen ihm und der Staatskapelle. Davon konnte man sich zuletzt in Berlin mehrfach überzeugen, nicht nur anlässlich der gelungen Premiere von Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", auch kurz zuvor beim von ihm wunderbar wieder einstudierten "Un ballo in maschera" in der Lindenoper. Auf "ans Meer" also jetzt und im Herbst beginnt die neue Saison...
Montag, 8. Juni 2009
No mattern, no art
Die Herausforderungen, die in einer Inszenierung der Opern von Wolfgang Amadeus Mozart liegen werden oft unterschätzt. Als letzte Premiere der Saison an der Berliner Staatsoper Unter den Linden stand sein beliebtes Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ auf dem Plan – in der Regie des schon seit längerem als Schauspielregisseur hoch gehandelten Michael Thalheimer.

Was mach ich nur? Was mach ich nur?
Um es gleich vorwegzunehmen, durchweg erfreulich ist die musikalische Seite der Aufführung: Unter der umsichtigen und inspirierenden Leitung von Philippe Jordan gelingt der Staatskapelle eine höchst differenzierte Aufführung, welche die Spannung über den zweistündigen pausenlosen Abend hält. Pavol Breslik, früher Ensemblemitglied an der Lindenoper - inzwischen ein auch in München und Wien gefragter Tenor, liefert mit Schmelz, Hingabe und sicherer Stimmführung einen Belmonte aus dem Bilderbuch. Ebenso erfreulich Florian Hoffmann als Pedrillo, immer auf den Punkt und seit langem wieder richtig aus sich heraus gehend. Christine Schäfer beglaubigt ihre Konstanze mit Persönlichkeit und Ausstrahlung, ein paar der hohen Töne sitzen nicht so, wie sie könnten, sie scheint nicht ganz in der üblichen Form zu sein. Als Blonde macht die junge Sängerin Anna Prohaska erneut mit Nachdruck auf sich aufmerksam, sängerisch und darstellerisch. Osmin bleibt eher eine Randfigur, obwohl ihn Maurizio Muraro mit stimmlichem und darstellerischem Furor zeigt.

Es sind die Fragen von Nähe...
Regisseur Michael Thalheimer ist eines wirklich gelungen, die Dialoge fallen an diesem Abend nicht hinter die gesungenen Passagen zurück, darin steckt viel Arbeit, die sich gelohnt hat. So stichhaltig und auf den Punkt wurde auf der Opernbühne selten argumentiert (teilweise auf englisch, was nicht weiter stört, aber auch keine tieferen Einsichten bringt). Die Sänger verkörpern allesamt Figuren und singen nicht nur Rollen. So ergeben sich viele schöne und auch überraschende Details. Leider hält das Konzept der Inszenierung als Ganzes dem nicht stand. Thalheimer verzichtet auf die Geschichte, konzentriert sich vielmehr auf eine Versuchsanordnung von sich irgendwie nicht mehr oder noch nicht (wieder) liebenden Menschen. Es bleibt dann aber alles erstaunlich konventionell. Er findet keine richtig schlüssigen Bilder und so das Bühnengeschehen keinen Rhythmus. Deswegen wirkt auch der Bassa Selim des Schauspielers Sven Lehmann, eigentlich eine dankbare Aufgabe, seltsam konturlos.

...und Distanz, welche in der Inszenierung verhandelt werden.
Dennoch ist es ein erlebenswerter Abend, der gut in den beginnende Sommer passt. Durch die verdeckten Proszeniumslogen ergibt sich eine kammerspielhafte Konkretheit im Vorbühnenbereich und so lange die Sänger um das Orchester herumturnen geht eigentlich nichts richtig schief. Wer das Stück kennt und mag kommt auf seine Kosten. Am Schluss einer durchwachsenen Saison steht eine durchschnittliche, irgendwie großstädtisch geratene Entführung, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Großer Jubel für alle Musiker, Buhs für die Regie – auch das fast wie immer.

Das wars - ein Ende ohne jegliche Illusionen.

Was mach ich nur? Was mach ich nur?
Um es gleich vorwegzunehmen, durchweg erfreulich ist die musikalische Seite der Aufführung: Unter der umsichtigen und inspirierenden Leitung von Philippe Jordan gelingt der Staatskapelle eine höchst differenzierte Aufführung, welche die Spannung über den zweistündigen pausenlosen Abend hält. Pavol Breslik, früher Ensemblemitglied an der Lindenoper - inzwischen ein auch in München und Wien gefragter Tenor, liefert mit Schmelz, Hingabe und sicherer Stimmführung einen Belmonte aus dem Bilderbuch. Ebenso erfreulich Florian Hoffmann als Pedrillo, immer auf den Punkt und seit langem wieder richtig aus sich heraus gehend. Christine Schäfer beglaubigt ihre Konstanze mit Persönlichkeit und Ausstrahlung, ein paar der hohen Töne sitzen nicht so, wie sie könnten, sie scheint nicht ganz in der üblichen Form zu sein. Als Blonde macht die junge Sängerin Anna Prohaska erneut mit Nachdruck auf sich aufmerksam, sängerisch und darstellerisch. Osmin bleibt eher eine Randfigur, obwohl ihn Maurizio Muraro mit stimmlichem und darstellerischem Furor zeigt.

Es sind die Fragen von Nähe...
Regisseur Michael Thalheimer ist eines wirklich gelungen, die Dialoge fallen an diesem Abend nicht hinter die gesungenen Passagen zurück, darin steckt viel Arbeit, die sich gelohnt hat. So stichhaltig und auf den Punkt wurde auf der Opernbühne selten argumentiert (teilweise auf englisch, was nicht weiter stört, aber auch keine tieferen Einsichten bringt). Die Sänger verkörpern allesamt Figuren und singen nicht nur Rollen. So ergeben sich viele schöne und auch überraschende Details. Leider hält das Konzept der Inszenierung als Ganzes dem nicht stand. Thalheimer verzichtet auf die Geschichte, konzentriert sich vielmehr auf eine Versuchsanordnung von sich irgendwie nicht mehr oder noch nicht (wieder) liebenden Menschen. Es bleibt dann aber alles erstaunlich konventionell. Er findet keine richtig schlüssigen Bilder und so das Bühnengeschehen keinen Rhythmus. Deswegen wirkt auch der Bassa Selim des Schauspielers Sven Lehmann, eigentlich eine dankbare Aufgabe, seltsam konturlos.

...und Distanz, welche in der Inszenierung verhandelt werden.
Dennoch ist es ein erlebenswerter Abend, der gut in den beginnende Sommer passt. Durch die verdeckten Proszeniumslogen ergibt sich eine kammerspielhafte Konkretheit im Vorbühnenbereich und so lange die Sänger um das Orchester herumturnen geht eigentlich nichts richtig schief. Wer das Stück kennt und mag kommt auf seine Kosten. Am Schluss einer durchwachsenen Saison steht eine durchschnittliche, irgendwie großstädtisch geratene Entführung, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Großer Jubel für alle Musiker, Buhs für die Regie – auch das fast wie immer.

Das wars - ein Ende ohne jegliche Illusionen.
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