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Freitag, 12. Juli 2013

Heute Verdi-Tag bei Arte: Rigoletto aus Aix



Beim Opernfestival in Aix-en-Provence hatte vergangene Woche Giuseppe Verdis Rigoletto Premiere. Gianandrea Noseda dirigiert, die Besetzung ist mit Arturo Chacon-Cruz, George Gagnidze und Irina Lungu absolut festspielwürdig. Regisseur Robert Carsen verlegt die Geschichte ins Zirkusmilieu und deutsche, wie französische Kritiker waren sich einig, dass er damit eine der bisher gelungensten und plausibelsten Neuinszenierungen des Verdi-Jahrs vorlegt. Die Aufführung wird heute um 21.30 Uhr auf arte übertragen und ist auf der Plattform arteliveweb noch für drei Monate abzurufen. Bereits ab 20.15 Uhr geht es auf arte um Giuseppe Verdi, zunächst werden Verschwörungen auf der Opernbühne näher beleuchtet und dann gibt es noch ein Best-of-Verdi aus dem Opernhaus La Fenice in Venedig.







Samstag, 15. Dezember 2012

Rigoletto-Premiere in München













An der Bayerischen Staatsoper in München startet man mit Verdi ins Verdi-Jahr: Heute abend steht die Rigoletto-Premiere an. Franco Vassallo singt die Titelrolle, Patricia Petitbon die Gilda, Joseph Calleja den Herzog und Marco Armiliato dirigiert - da sollte nichts schief gehen! Die Inszenierung kommt von Arpad Schilling, soll sich aber - wenn man den wie immer gut unterrichteten Kreisen Glauben schenken darf - stark in Richtung "Konzert in Kostüm" bewegen. Was ja in München sehr gut ins aktuelle Repertoire passt und sicher für Erleichterung beim Stammpublikum sorgt, welches sich mit Grausen an die letzte Rigoletto-Produktion erinnert. Die stammte von Doris Dörrie und spielte auf dem Planeten der Affen. Diese Inszenierung dürfte rückblickend einen wesentlichen Beitrag zur Diskreditierung des sog. Regietheaters beim Publikum und in der internationalen Opernöffentlichkeit geleistet haben. Wie bei allen Premieren im Nationaltheater überträgt der Hörfunk live (BRklassik), außerdem gibt es einen Livestream am 30.12.2012.

Weitere Fotos hier...

Donnerstag, 16. September 2010

Und wieder Rigoletto


Nachdem sich die Wogen über die Rigoletto-Aufführung aus Mantua mit Placido Domingo wieder gelegt haben, kündigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Form von arte die Übertragung einer weiteren Rigoletto-Aufführung an. Wozu Absprachen, wenn es Gebührengelder regent! Am 02.10. um 20.40 Uhr wird das Stück aus dem Teatro La Fenice (unsere Abb.) in Venedig übertragen. Diesmal in einer richtigen Operninszenierung, die von Daniele Abbado stammt, dem Sohn von Claudio Abbado, die musikalische Leitung hat Myung-Whun Chung. Am gleichen Ort wurde der Rigoletto immerhin uraufgeführt - am 11. März 1851. Die Titelrolle singt Roberto Frontali, den Herzog Eric Cutler und die Gilda Désirée Rancatore.

Montag, 6. September 2010

Rigoletto in Mantua - das war es?


Es war kein Experiment, im Gegenteil und trotzdem ist die Sache gründlich schief gegangen. Mag sich eine Tosca für eine solche filmische Liveübertragung eignen, der Rigoletto tut es nicht. Ob diese drei Akte in Mantua oder irgend einer anderen Stadt spielen, es war eigentlich nicht zu erkennen und es spielte auch keine Rolle. All das was diese Ausstattungsorgie präsentieren soll liefert Verdis Musik viel filigraner und plastischer. Und immer wenn die Inszenierung versucht besser zu sein als Verdi verliert sie alles. Bei der Mordszene am Schluss des dritten Aktes werden die Grenzen zur Peinlichkeit dann vollständig überschritten und die Schwächen der Aufführung auf das dann schon Lächerlichste deutlich. Auch filmisch spannungslose Arrangements, die Sänger schauen irgendwohin, auf der Suche nach dem Dirigentenmonitor? Von Personenführung kaum eine Spur, Ruggiero Raimondi ist ein Klischeebösewicht mit bösem Seeräuberblick und stimmlich nurmehr ein Schatten seiner selbst. Als Gilda hat Julia Novikova ein paar schöne Momente, aber zu berühren weiß ihr Gesang und ihr Spiel in keiner Minute. Ebenfalls nicht in Hochform Vittorio Grigolo als Herzog. Er bleibt Stimmträger, wird nicht zur Figur. Zum Star des Abends Placido Domingo muss gesagt werden, dass er sich mit der Übernahme dieser Rolle keinen Gefallen getan hat. Was beim Simon Boccanegra vor einem Jahr gut funktioniert hat, die fehlende baritonale Grundierung der Figur durch Identifikation wett zu machen verliert sich hier im Unverbindlichen. Er ist stimmlich kein Rigoletto und er ist leider auch nicht das Zentrum dieser Inszenierung, so wie er sich unentschlossen durch die Arrangements bewegt. Dabei müsste das doch alles um ihn herum gebaut sein! Man fragt sich als Zuschauer zu mitternächtlicher Stunde was da alles schief gelaufen ist, warum das alles so langweilig sein muss. Mit Oper hat das nicht mehr viel zu tun, soll es ja vielleicht auch gar nicht. Und die Musik? Zubin Metha hat ziemliche Probleme das alles zusammen zu halten. Eigenartige Tempowechsel nehmen der Aufführung viel von ihrer Spannung. Das Ganze ist ein Sieg der Technik über die Kunst der den Weg in eine Sackgasse weist. Den nächsten Rigoletto bitte wieder im Opernhaus!

Sonntag, 5. September 2010

Rigoletto in Mantua - Kurzkritik vom ersten Akt

Es funktioniert und es funktioniert auch wieder nicht. Immerhin kommt herüber, dass Rigoletto eine der schönsten und wirkunsvollsten Opern des Repertoires ist. Damit sich das Werk in all seiner Rafinesse und Vehemenz ausbreiten kann braucht es aber einfach ein Opernhaus mit allem drum und dran. Aber darum geht es hier nicht, das ist die Abteilung TV-Event. Die Umsetzung ist stimmungsvoll und kurzweilig, die Bilder sind gediegen, die Kostüme grenzwertig. Musikalisch bleiben einige Wünsche offen, auch das keine Überraschung. Placido Domingo spielt Placido Domingo der jetzt den Rigoletto singt und das macht er erwartetermaßen ganz gut. Er kann sich auf darstellerische Routine eines sehr langen Sängerlebens verlassen. Julia Novikova hat als Gilda einen nicht so guten Tag, sie wirkt untentschlossen und in den Situationen nicht zu Hause. Schade! Vittorio Grigolo ist ein smarter Herzog, die Partie hat man aber schon viel süffiger gehört. Und ging es nur mir so oder hat das Stück selber nicht mehr Spannung und Spektakel als diese Fernseh-Version zeigen will. Erstaunlicherweise ließ auch das Tempo im Laufe der Übertragung immer mehr nach. Das wird hoffentlich beim zweiten und dritten Akt (heute ab 23.50 Uhr im ZDF) nicht so sein!

Sonntag, 29. August 2010

Probenbilder aus Mantua


Am kommenden Wochenende singt Placido Domingo den Rigoletto in einer europaweit direkt übertragenen Inszenierung der Oper von Guiseppe Verdi am Orginalschauplatz in Mantua. Auf der ZDF-Homepage sind erste Probenfotos zu sehen. Der erste Akt wird am Samstag (04.09.) um Mitternacht gezeigt, der zweite und dritte Akt dann am darauf folgenden Sonntag (05.09.) um 23.50 Uhr.

Kurzkritik vom ersten Akt

Montag, 12. Juli 2010

Placido Domingo als Rigoletto


Er tut es wieder! Nachdem er im vergangenen Herbst in Berlin höchst erfolgreich sein Bariton-Debüt als Simon Boccanegra gegeben hat greift Placido Domingo jetzt nach einer weiteren Paraderolle im tieferen Stimmfach. Allerdings nicht auf der Bühne, sondern nur auf dem Bildschirm. Anfang September will er für eine internationale Fernsehproduktion als Rigoletto vor der Kamera stehen. Die Aufführung soll an zwei Abenden (04./05.09.2010) als Live-Opern-Film in der italienischen Stadt Mantua, dem Orginalschauplatz des Librettos, produziert werden. An der Seite von Domingo wird die junge russiche Sopranistin Julia Novikova als Gilda zu erleben sein. Sie hat die Rolle bereits mit sehr großem Erfolg an der Komischen Oper in Berlin gesungen. Den Herzog von Mantua - früher Domingos Partie - übernimmt der italienische Tenor Vittorio Grigolo. Unter der musikalischen Leitung von Zubin Metha, der einschlägige Erfahrung mit solchen Großevents hat, wird das RAI-Sinfonieorchester spielen. Partner auf deutscher Seite ist das Zweite Deutsche Fernsehen. In den vergangenen Jahren gab es vergleichbare Projekte bereits mit Direktübertragungen von Tosca aus Rom und La Traviata aus Paris. Die Ausstattung orientiert sich bei diesen Produktionen sehr stark an der Entstehungszeit der Werke und macht diese deswegen für ein breites Publikum interessant, welches das für eine unabdingbare Voraussetzung für einen gelungenen Opernabend hält. Dennoch dürfte Domingo, gerade aus einer längeren Krankheitspause zurück gekehrt, mit dieser neuen Verdi-Partie seinen Rang als Ausnahmesänger unserer Zeit einmal mehr unter Beweis stellen. Niemand wird ihm das missgönnen!

Aktuelle Ergänzungen:

Sendezeiten im ZDF:
1. Akt: Sonnabend, 03.04., 23.50 Uhr
2./3. Akt: Sonntag, 04.09., 23.50 Uhr

Probenbilder aus Mantua

Kurzkritik vom ersten Akt

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