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Mittwoch, 18. Februar 2015

Rolando Villazon singt Uraufführung in München















Noch ist das neue Saisonprogramm der Bayerischen Staatsoper nicht veröffentlicht, aber einer der absehbaren Höhepunkte der nächsten Spielzeit wurde bereits jetzt offiziell bekannt gegeben: Kirill Petrenko dirigiert die Uraufführung South Pole des in Prag geborenen Komponisten Miroslav Srnka, das Libretto stammt vom Australier Tom Halloway. Die neue Oper nimmt sich den allseits bekannten Kampf um die Eroberung des Südpols vor. Die beiden historischen Figuren Roald Amundsen und Robert Scott werden von Thomas Hampson und Rolando Villazon gesungen, was dem Projekt Aufmerksamkeit verschaffen dürfte - genauso wie der Name des Regisseurs: Hans Neuenfels. Fast ein Jahr vor dem geplanten Termin der Uraufführung am 31. Januar 2016 hat die Bayerische Staatsoper einen informativen Blog zu dem Projekt lanciert.
 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Rolando Villazón im Wilden Westen

Blick zurück im Zorn?













Weil es so schön war zeigt 3sat am kommenden Samstag noch einmal die Liebestrank-Produktion 2012 aus dem Festspielhaus Baden-Baden an welcher Darling Rolando Villazón als Regisseur und Nemorino mitgewirkt hat. Im Anschluss um 22.35 Uhr läuft auf die Dokumentation "Rolando Villazóns Liebestrank im wilden Westen" über die Probearbeiten.

Samstag, 14. September 2013

La Traviata auf 3sat - Netrebko & Villazon














Heute abend zeigt 3sat eine Verdi-Produktion, die erst acht Jahre alt ist und dennoch aus einer ganz anderen Zeit stammt: La traviata in der Inszenierung von Willy Decker bei den Salzburger Festspielen 2005. Man erinnert sich: Anna Netrebko und Rolando Villazon wurden mit dieser in allen Medien und auf allen Verbreitungswegen gehypten Produktion endgültig zum neuen Traumpaar der Oper. Was draus geworden ist wissen wir heute: Villazon schlägt sich tapfer und verwaltet nach Zwangspausen und Operationen die Reste seiner Stimme. Netrebko war cleverer oder hatte einfach auch nur mehr Glück, unangefochten ist sie bis heute die Königin des Business. Mittlerweile häufigere Absagen, der früher stets sehr zuverlässigen Künstlerin oder auch die immer wieder kolportierte Nähe zum russischen Präsidenten Putin können ihr nichts anhaben. Im Gegenteil, sie singt einfach ein europaweit übertragenes Open-Air auf dem Roten Platz in Moskau und macht sich damit nebenbei auf den Weg, ganz neue Partien zu erobern. Die Elsa mit Christian Thielemann in Dresden ist versprochen. Beim ganz jungen Villazon gab es damals übrigens durchaus Hoffnungen auf einen Lohengrin! Tempi passati...genau wie die superbe Traviata mit Netrebko, Hampson, Villazon...








Mittwoch, 10. April 2013

Villazon musste Konzert abbrechen















Am Montag sollte Rolando Villazon im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt zusammen mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim Mozart und Carter singen. Aber nach Mozart war für den Tenor Schluss, wegen einer Erkältung konnte er nicht mehr weiter singen. Inzwischen ist er aber wieder genesen, am Dienstag sang er das komplette Programm!



Montag, 11. März 2013

Anna Netrebko singt Marguerite

















Eine interessante Erweiterung des Repertoires für die nach wie vor am meisten geschätzte Sopranistin unserer Tage: Anna Netrebko singt zu den Pfingstfestspielen 2014 im Festspielhaus Baden-Baden die Marguerite in Gounods Faust. Das ist so gut wie die Titelrolle, denn auf deutsch wird die Oper gern auch als Margarethe bezeichnet, nicht zuletzt um sie von den anderen Vertonungen des Stoffes abzusetzen. Die populäre Juwelenarien (Ah, je ris de me voir si belle) könnte zu einem neuen Paradestück der Diva werden. Es ist nur zu begrüßen, dass sich Frau Netrebko nun wirklich anderen und nun auch zunehmend schwereren Partien zuwendet. Ihre Stimme gibt das schon länger her und ihre Bühnenpräsenz sowieso. In den Donizetti-Opern sollte sie jetzt endlich Platz für andere machen. Es lockt ja die Elsa in ein paar Jahren in Dresden und da sind die Tatjana im Wiener Onegin jetzt im Frühjahr und nun diese Marguerite die richtigen Schritte auf einem langen Weg! Den Mephisto wird Ehemann Erwin Schrott geben und als Faust ist Charles Castronovo eingeplant, es dirigiert Thomas Hengelbrock. Weitere Opernproduktionen in der kommenden Saison 2013/14 in Baden-Baden sind Manon Lescaut mit den Berliner Phiharmonikern unter Simon Rattle und ein Don Carlo unter der Leitung von Valery Gergiew. Außerdem wird der Mozart-Zyklus mit Rolando Villazon fortgesetzt, er singt den Belmonte in Die Entführung aus dem Serail mit Diana Damrau und Anna Prohaska sowie Thomas Quasthoff als Bassa Selim.



Donnerstag, 8. November 2012

Bescherung mit Rolando Villazon

Nein, das ist nicht der mexikanische Weihnachtsmann!

















Zu den Pfingstfestspielen 2012 präsentierte Rolando Villazon Donizettis L'elisir d'amore im Festspielhaus Baden-Baden in einer Wild-West-Version, er sang den Nemorino und zeichnete zugleich für die Regie verantwortlich. Am diesjährigen Heiligen Abend sendet Arte um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung dieser Produktion. Ein nicht ganz üblicher Termin für eine Opernübertragung, ob er glücklich gewählt ist wird sich zeigen. Mit dem selben Stück hat auch die New Yorker MET ihre laufende Saison eröffnet, ein Mitschnitt findet sich nach wie vor bei youtube...

Sonntag, 20. Mai 2012

Rolando legt an...




















...und schießt immer öfter in zwei Richtungen. Neben der Gesangskarriere, die mit reduziertem Repertoire gerade wieder in Gang kommt, inszeniert er jetzt zum zweiten Mal. Nach dem (auch auf diesem Blog) kontrovers besprochenen Werther in Lyon nimmt er sich nun im Festspielhaus Baden-Baden ein Standardwerk der leichten Opernliteratur vor: Donizettis L'elisir d'amore. Mit der Rolle des Nemorino ist er zutiefst vertraut, singt er sie doch bereits seit einem Jahrzehnt landauf, landab - wie kaum eine andere Partie kommt diese seinem ausgeprägten Spieltrieb entgegen und entspricht wohl auch seinen aktuellen stimmlichen Möglichkeiten. Der Regieauftrag dürfte an den Auftritt des Startenors gekoppelt sein. Man wird sehen, ob es dem Regisseur Villazon gelingt, sich vom gleichnamigen Sänger zu emanzipieren. Auf der Homepage des Festspielhauses bemüht man dafür einen großen Vergleich, der Tenor wird mit der großen Kollegin Brigitte Fassbaender verglichen. Bei allem Respekt, das dauert wohl noch etwas! Auch die künstlerische Linie ist bereits klar definiert: Wir im Festspielhaus misstrauen dem aktualisierend-belehrenden Regietheater und folgen der Maxime: Am wichtigsten sind Libretto und Musik. Zumindest bei diesem Donizetti ist das sicher der beste Weg. Am Villazon-Spektakel wirken auch noch ein paar Kollegen mit, die spannende Figurenzeichnungen versprechen, inhaltlich und musikalisch: Ildebrando D'Arcangelo dürfte einen virilen, aber dennoch rollendeckenden Dulcamare geben (und den so dominanten, wie wunderbaren Ambrogio Maestri, welcher derzeit auf die Rolle abonniert ist, etwas entlasten). Interessant auch die Besetzung des Belcore: Der an seinem Berliner Stammhaus in letzter Zeit etwas unterbeschäftigte Roman Trekel greift mit dem Belcore tief ins italienische Fach hinein. Premiere ist Pfingstmontag, es gibt noch Karten!

Freitag, 6. April 2012

Schätze des Belcanto mit Rolando Villazon















Auch in diesem Jahr machte Rolando Villazon mit seinem aktuellen Tourneeprojekt Station in München. Nach Zwangspausen und durchstandenen Stimmkrisen ist er wieder viel unterwegs, jedes Jahr ein neues Programm, das bietet nicht jeder! Unter dem Titel Schätze des Belcanto hat er ein Programm aus ziemlich unbekannten Arien von Verdi, Donizetti, Bellini und Rossini zusammengestellt, sämtlich neu arrangiert für diesen Zweck. Damit entzieht er sich der direkten Vergleichbarkeit, verhindert aber auch, dass nur eine Melodie wiedererkannnt oder gar im Ohr bleibt. Das zahlreich anwesende Publikum bleibt dann auch ohne Enthusiasmus, beklatscht seine Auftritte kurz und heftig, mehr nicht. Die Fans sind dankbar, dass es ihn noch gibt. Größere Erwartungen hat niemand an einen vierzigjährigen Künstler, der gerade auf Tournee in den größten Konzerthallen des Kontinents ist! Musikalisch bleibt der Abend ohne Belang, mit Belcanto hat weder Villazons trockener und technischer Gesang etwas zu tun, noch das was das Nuevo Mundo Chamber Orchestra unter Guerassim Voronkov als Begleitung und zwischendurch spielt. Immerhin, Villazon klingt nicht mehr so gefährdet wie noch vor kurzem. Sicher hat ihm der recht gelungene Auftritt als Hoffmann in München im vergangenen Jahr neues Selbstbewusstsein gegeben, er ist nach wie vor der beste Präsentator seiner selbst. Es nötigt fast Respekt ab, wie er seine Karriere mit einem Druck und einer Selbstverständlichkeit vorantreibt, als wäre nie etwas gewesen, als wäre er noch der Ausnahmetenor von früher. Die Frage ist, wie lange das noch so gehen wird. Irgendwann müssen die alten Erfolge auch wieder sängerisch beglaubigt werden. Dennoch: In München gestern abend großer Jubel von den teuer bezahlten Plätzen, der am heftigsten wird, als er einen kurzen Slapstik zum Besten gibt. In dieser Disziplin ist er nach wie vor unerreicht!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Hoffmanns Erzählungen heute auf ARTE!


Nicht verpassen: Heute um 21.55 Uhr zeigt ARTE Les Contes d'Hoffmann aus der Bayerischen Staatsoper mit Rolando Villazon und Diana Damrau. Die Übertragung war ursprünglich auf den 21.11.2011 terminiert, wurde dann aber ins Nachweihnachtsprogramm verschoben. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier.

Dienstag, 15. November 2011

Hoffmann-Übertragung verschoben


Nicht am 21.11. sondern erst am 29.12.2011 (um 22.05 Uhr) sendet ARTE eine Aufzeichnung von Les Contes d'Hoffmann aus dem Nationaltheater in München. Offenbar werden mehrere Vorstellungen mit- und dann daraus eine sendefähige Version zusammen geschnitten. Rolando Villazon hatte die Titelrolle in der laufenden Serie noch an einem zusätzlichen Termin übernommen. Am 21.11.2011 bringt ARTE noch einmal die Saisoneröffnung der Mailänder Scala aus dem Jahre 2009: Daniel Barenboim dirigiert Carmen in einer gelungenen Inszenierung von Emma Dante mit Newcomerin Anita Rachvelishvili und Jonas Kaufmann in den Hauptrollen.

Meldung der Bayerischen Staatsoper

Samstag, 12. November 2011

Hoffmann-Umbsetzung in München


An der Bayerischen Staatsoper in München wird die Titelrolle in Les Contes d'Hoffmann in der Vorstellung am 17.11.2011 umbesetzt. Rolando Villazon sagt aber nicht ab, sondern er übernimmt für den an diesem einen Termin der Serie vorgesehenen Kollegen Arturo Chacón-Cruz. Im Vorfeld hatten ja viele Villazon die Partie nicht zugegtraut und deswegen spekuliert, dass Zweitbesetzung Chacón-Cruz weitere Termin übernehmen könnte. Nun ist es andersherum gekommen. Die beiden Tenöre kennen sich gut: Chacón-Cruz sang die Titelrolle in Villazons Werther-Inszenierung Anfang diesen Jahres in Lyon.

Freitag, 28. Oktober 2011

Erste Bilder vom Münchner Hoffmann


An der Bayerischen Staatsoper steht am Montag die erste Saisonpremiere an: Les Contes d'Hoffmann mit Diana Damrau in allen vier Frauenpartien. (Außerdem mit dabei: Rolando Villazon als Hoffmann!) Erste bewegte Bilder sind dank des Bayerischen Fernsehens verfügbar, die komplette Oper gibt es am 21. November 2011 bei ARTE oder am Premierenabend beim Hörfunk des BR.



Dienstag, 11. Oktober 2011

ARTE überträgt Hoffmanns Erzählungen


Dank des Kultursenders ARTE kommt das geneigte Publikum am 21. November 2011 um 20.40 Uhr in den Genuss einer (zeitversetzten) Liveübertragung von Les Contes d'Hoffmann von Jaques Offenbach aus der Bayerischen Staatsoper in München. Die Neuproduktion ist einer der Höherpunkte der Münchner Opernsaison und zwar nicht nur wegen Rolando Villazon, dessen Interpretaion der der Titelrolle mit großer Spannung erwartet wird, sondern auch wegen Diana Damrau (Foto), die alle drei Frauenpartien Olympia, Giulietta und Antonia singen wird. Das ist auch von Offenbach so vorgesehen, wird aber aufgrund der hohen stimmlichen Anforderungen selten umgesetzt. Meist teilen sich drei Sängerinnen die Partien. Interessant dürfte auch die musikalische Deutung des jungen Dirigenten Constantinos Carydis und die Inszenierung von Richard Jones (seine letzte Münchner Arbeit war Lohengrin) werden.

Hoffmann-Übertragung aus München auf Ende Dezember verschoben

Samstag, 11. Juni 2011

Rolando & Damrau junior


Rolando Villazon als Babysitter - an seiner Seite Diana Damraus Sohn Alexander. Das Bild entstand auf der aktuellen Japan-Tournee der Metropolitan Opera. Damrau und Villazon singen dort Lucia di Lamermoore, Villazon war kurzfristig für Joseph Calleja eingesprungen, der wie verschiedene andere Künstler seine Teilnahme an der Tournee abgesagt hatte. Seit 2009 hatte er nicht mehr an der MET gesungen und konnte jetzt ein unerwartetes, aber gleichwohl erfolgreiches Comeback feiern.

Weitere Bilder vom MET-Gastspiel in Japan

Samstag, 16. April 2011

Villazon inszeniert in Baden-Baden!


Er tut es wieder - nach seinem Regiedebüt mit Massenets Werther in Lyon Anfang diesen Jahres wird Rolando Villazon im Mai 2012 im Festspielhaus Baden-Baden Donizettis Der Liebestrank inszenieren. In den drei geplanten Aufführungen wird er außerdem den Nemorino singen - eine Rolle, die schon länger zu seinem Repertoire gehört und mit der er auch an der Staatsoper in Berlin (Bild) große Erfolge gefeiert hat.

Mittwoch, 13. April 2011

Rolando Villazon will Hoffmann singen


Auch wenn die Bayerische Staatsoper in der Saison 2011/12 ganz im Zeichen der Neuinszenierung des kompletten Wagnerschen Rings steht sind noch zwei andere Premieren geplant: einmal Puccinis Turandot mit dem Rückkehrer Zubin Metha am Pult und die lange nicht gehörten Hoffmanns Erzählungen von Jaques Offenbach. Für die Titelrolle verkündete Intendant Bachler gestern in der Jahrespressekonferenz (die auf gelungene Weise ins Internet übertragen wurde) eine interessante Besetzung: Rolando Villazon. Ob der Tenor das dann wirklich singen wird darf allerdings von heute aus bezweifelt werden. Der Hoffmann lag eigentlich auch zu seinen besten Zeiten eher außerhalb seiner stimmlichen Möglichkeiten. Zuletzt enttäuschte Villazon immer wieder die immer noch hochgesteckten Erwartungen. An seiner Seite wird die großartige Diana Damrau erstmals alle drei Frauenrollen verkörpern. Der Rest der Saison birgt keine großen Überraschungen, eher gediegenes Repertoire - manche Besetzungen sind allerdings wirklich gelungen: Bryn Terfel als Scarpia, Joyce DiDonato als La Cenerentola und Renée Fleming als Marschallin. Und im Januar 2012 gibt es einen Don Carlo mit René Pape, Jonas Kaufmann, Anja Harteros und Marius Kwiecien - sicher einer der Höhepunkte der Saison.

Dienstag, 22. Februar 2011

Happy Birthday Rolando


Heute vor 39 Jahren wurde Rolando Villazón in Mexiko-Stadt geboren. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihm privates und berufliches Wohlergehen!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Noch mal auf 3sat: Rolandos Mexico


Am kommenden Samstag wiederholt 3sat noch einmal das Rolando-Villazón-Special Mein Mexiko. Für alle Fans, die um 22.25 Uhr noch nichts Besseres vorhaben also eine erneute Gelegenheit den nach wie vor sehr beliebten Startenor in heimatlichen Gefilden (musikalisch und geografisch) wandeln zu sehen. Das musikalische Roadmovie entstand im vergangenen Jahr anlässlich des zweihundertsten Jubiläums der Unabhängigkeit Mexikos und lief bereits im deutschen Fernsehen. Trotz noch nicht ausgestandener Stimmkrise ist Villazóns erstaunlich präsent in diesen Tagen. Sein jüngster Auftritt bei der Salzburger Mozartwoche 2011 und auch sein Regiedebüt mit dem Werther in Ende Januar in Lyon hatten auch auf diesem Blog für Diskussionen gesorgt.

Freitag, 21. Januar 2011

Überraschung: Clowns im Werther


Am kommenden Montag hat in Lyon die Werther-Inszenierung von Rolando Villazon ihre von vielen Seiten erwartete Premiere. Im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP erläutert der Regiedebütant, dass sein Blick auf das Werk Massenets ein durchweg moderner ist, er will kein Stück aus dem Museum präsentieren. Um das zu erreichen lässt er die Sänger auch als Clowns auftreten, professionell unterstützt wird er dabei durch die Mimin Nola Rae (die auf der der Besetzung unter Mise en mouvement firmiert). Oper sei die Sprache des Unbewussten, wie Villazon feststellt, im wirklichen Leben singt man nicht, sondern man spricht. Eigentlich eine Binsenweisheit, aber auch daran darf ab und zu erinnert werden! Und es ist nicht die schlechteste Arbeitsthese für einen Neuregisseur, der sich der hohen Erwatungen bewusst sein dürfte. Die Bühne als Spielplatz des Unbewussten - weitere Details zur Inszenierung werden noch nicht verraten. Vielleicht hilft ja der Brechtsche Verfremdungseffekt beim pathosgefährdeten Werther und führt zu einer schlüssigen, neuen Deutung? Die Aufgabe ist nicht ganz einfach, aber lösbar. Villazon hält sich an gewichtige Vorbilder: Bartlett Sher und Willy Decker, Regisseure mit denen er bereits gearbeitet hat und sicher auch an den nicht direkt genannten Achim Freyer, bei dem er in Berlin den Lenski gesungen hat. Für die Zukunft plant Villazon sowohl weitere Regiearbeiten, wie auch weiterhin Auftritte als Tenor, den Werther singt er selber das nächste Mal im Mai in London.


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