Posts mit dem Label Der Rosenkavalier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Der Rosenkavalier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. Juli 2015

Der Rosenkavalier aus Salzburg auf 3sat















Der Rosenkavalier in der Inszenierung von Harry Kupfer war einer der Höhepunkte der Salzburger Festspiele im vergangenen Jahr. Auch heuer steht die Aufführung wieder auf dem Spielplan, Ende August zum Ende der Festspiele in fast identischer Besetzung. 3sat sendet am Samstag, 25. Juli 2015 um 20.15 Uhr einen Mitschnitt aus dem Sommer 2014: Krassimira Stoyanova gibt die Marschallin, Sophie Koch den Octavian, Günther Groissböck den Ochs und Mojca Erdmann die Sophie. Es dirigeirt Franz Welser-Möst, der ehemalige Musikchef der Wiener Staatsoper.

Donnerstag, 21. August 2014

Heute: Der Rosenkavalier aus Salzburg im BR-TV













Der ORF freute sich über eine sagenhafte halbe Million Zuseher anlässlich der Übertragung des hochgelobten diesjährigen Salzburger Rosenkavaliers an diesem Montag zu später Stunde in seinem zweiten Programm. Der durchschnittliche Marktanteil der Übertragung, die bis 2.00 Uhr lief, lag bei enormen 9 Prozent! Im deutschen Fernsehen hat sich nur das Bayerische Fernsehen bereit gefunden diese Produktion ins Programm aufzunehmen. Heute steht die Übertragung ab 22.45 Uhr auf dem Plan. Ihr Debüt als Marschallin gibt die großartige Krassimira Stoyanova, an ihrer Seite singen Sophie Koch, Mojca Erdmann, Günther Groissböck, Adrian Eröd und viele andere. Dass weder ARD noch ZDF im Jubiläumsjahr von Richard Strauss einen Sendeplatz für eine große Oper des Komponisten einräumen können ist mehr als bedauerlich. Auch 3sat hält sich in diesem Sommer merkbar zurück, nachdem es im Frühjahr einige Opern aus der Konserve zu sehen gab.

Freitag, 1. August 2014

Soprano number one: Krassimira Stoyanova















Wenn sich heute im Großen Festspielhaus in Salzburg der Vorhang zur Premiere von Richard Strauss Der Rosenkavalier hebt, dann dürfte eine Sängerin in Mittelpunkt des Interesses stehen: Krassimira Stoyanova, sie gibt ihr Debüt als Marschallin. Nach dem italienischen und dem französischen erobert die Sopranistin nun auch noch das deutsche Fach. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sie 2017 die Eva in der Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen singen wird. Ihre bislang behutsam und verlässlich vorangetriebene Karriere führt sie nun ganz an die Spitze und das vollkommen zu recht. Keine ihrer aktiven Kolleginnen verfügt über eine solche Bandbreite im Repertoire, kaum eine über eine solche Musikalität, wie die gebürtige Bulgarin, die ihre Laufbahn als Geigerin begonnen hat. Zumeist im italienischen Fach und eher in Wiederaufnahmen, als in Premieren machte sie vor mehr als zehn Jahren an der Wiener Staatsoper auf sich aufmerksam und wurde schnell von anderen großen Häusern eingeladen. Seit Jahren eilt sie nun von Erfolg zu Erfolg und bleibt dennoch nur den Eingeweihten bekannt. Doch das ändert sich gerade. Mit der Anna Bolena vertraute ihr die Wiener Staatsoper im vergangenen Herbst erstmals eine richtige Belcanto-Partie an, die dort vor ihr von nur von Anna Netrebko und Edita Gruberova gesungen wurde. Ziemlich genau zwischen beiden lässt sich auch die Sängerin Krassimira Stoyanova verorten, sie verbindet die sängerische Vehemenz der Netrebko mit dem kompromisslosen Künstlertum der Gruberova. Und zwar auf ziemlich charmante Weise, jenseits aller Manierismen und ganz ohne Starallüren. Eine Diva ist sie trotzdem, sie kennt ihren Status, das soll sie auch. Als Liedsängerin bemüht sie sich um das eher selten gespielte slawische Repertoire, von ihr sind zwei hochinteressante CD-Aufnahmen mit Opernarien erhältlich: I palpiti d'amor und Slavic Opera Arias. Und nun also der nächste Schritt: Die Marschallin in Salzburg! Eine Herausforderung, ohne Zweifel, aber eine die sie meistern wird, wie schon so viele zuvor. Ein herzliches Toi, Toi, Toi!



Mittwoch, 30. Juli 2014

BR-Fernsehen zeigt Rosenkavalier aus Salzburg















Das Bayerische Fernsehen überträgt am 21. August 2014 eine der Hauptproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele. Altmeister Harry Kupfer inszeniert Richard Strauss Der Rosenkavalier in einer Traumbesetzung, Premiere wird am 01. August 2014 sein. Krassimira Stoyanova gibt ihr Debüt als Marschallin und ist damit endgültig in der nach wie vor dicht besetzen ersten Reihe der Sopranistinnen angekommen, ist sie doch seit Jahren eine der zuverlässigsten und wandlungsfähigsten Sängerinnen überhaupt. An ihrer Seite Mojca Erdmann als stimmstarke Sophie und die hochbewährte Sophie Koch als Octavian. Als Ochs debütiert Günther Groissböck, auf Wunsch des Regisseurs eine ungewohnt junge Besetzung, er dürfte - zumal als gebürtiger Österreicher - auf Jahre hinaus konkurrenzlos in der Partie sein. Die restliche Besetzung ist dem Anlass angemessen erlesen: Adrian Eröd als Faninal, Silvana Dussmann als Leitmetzerin, Stefan Pop als Sänger. Franz Welser-Möst hat die musikalische Leitung, ursprünglich vorgesehen war Zubin Metha, der schon vor längerm abgesagt hat.

Zum Vergleich: In der Arte-Mediathek ist immer noch die diesjährige Neuproduktion des Rosenkavalier aus Glyndebourne abrufbar!

Montag, 16. Juni 2014

Anja Harteros - die neue Richard-Strauss-Diva













Wir haben Renée Flemings ernorme Medienpräsenz in diesen Tagen des Richard-Strauss-Jubiläums auf diesem Blog bereits ausführlich gewürdigt, so dass nun Gelegenheit sein soll, zu schauen, wer ihr denn nachfolgen könnte, wenn die Diva früher oder später kürzer treten wird. Ohne Zweifel mit der besten Ausgangsposition in den Startlöchern steht die deutsche Sopranistin Anja Harteros. Sie hat - ähnlich wie Fleming vor Jahren - im italienischen Fach reüssiert und schickt sich jetzt Schritt für Schritt an, die großen Strauss-Partien zu erobern. Die Vier letzten Lieder gehören schon länger zu ihrem Konzertrepertoire, die Bühnenrollen kommen nun eine nach der anderen hinzu. Vor Jahren gab es bereits eine Serie als Feldmarschallin im Rosenkavalier in München; vergangene Woche stand sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Camilla Nylund und Christiane Goerke anlässlich des Jubiläums in einer Richard-Strauss-Gala unter der Leitung von Christian Thielemann auf der Bühne der Dresdner Semperoper (on demand auf Arte Concerts) und brachte eine vollendete Interpretation der großen Arie Meine Elemer aus Arabella zur Aufführung. Und heute abend nun wird sie unter der Leitung von Philippe Jordan den großen Schlussmonolog der Gräfin aus Capriccio in einer konzertanten Version in der Bastille-Oper in Paris interpretieren. Mit dem gleichen Programm gastiert sie am Donnerstag dieser Woche im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Im Herbst steht dann erstmals die Ariadne auf dem Programm, wiederum zunächst nur in einer einzelnen konzertanten Aufführung in der Berliner Philharmonie. Die Feldmarschallin gibt sie im Laufe der nächsten Saison zweimal: Unter der Leitung von Christian Thielemann an der Semperoper in Dresden und in einer Neuproduktion der Osterfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Abschließender Höhepunkt der kommenden Spielzeit dürfte die Neuproduktion der Arabella an der Bayerischen Staatsoper sein. Der erfolgreiche Kinoregisseur Andreas Dresen inszeniert erstmals an diesem Haus und die Produktion steht unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan. Damit schließt sich der Kreis zur heutigen Capriccio-Szene in Paris. Und auch Capriccio-Gräfin wird sie früher oder später szenisch interpretieren. Nicht in Eile, sondern besonnen und überlegt, so wie sie ihre mittlerweile unvergleichliche Karriere bereits seit Jahren vorantreibt.

Samstag, 7. Juni 2014

Der Rosenkavalier live aus Glyndebourne














Am Pfingstsonntag (08. Juni 2014) startet das Festival Glyndebourne die diesjährigen Übertragungen per Livestream im Internet. Auf dem Programm steht Der Rosenkavalier von Richard Strauss und Hugo von Hoffmannsthal in einer Inszenierung von Richard Jones. Am Pult steht Robin Ticciati. Die Premiere vor wenigen Wochen wurde überwiegend positiv aufgenommen, in die internationalen Schlagzeilen geriet die Produktion, weil mehrere britische Kritiker die Sängerin der Hosenrolle des Octavian Tara Erraught für zu dick befanden. Das löste einen Sturm der Entrüstung in der einschlägigne Presse und auf vielen Insiderblogs aus. Auch die deutsche Tageszeitung DIE WELT macht die Angelegenheit vor wenigen Tagen nochmals zum Thema. In München ist Tara Erraught seit einigen Jahren geschätztes Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper, Einlassungen zu ihrer Figur sind bisher nicht bekannt. Kate Royal singt die Marschallin, Lars Woldt den Ochs auf Lerchenau und Teodora Gheorghiu die Sophie. Die Aufführung ist  am kommenden Sonntag live ab 15.30 Uhr auf der Homepage des Festivals und auf der Seite des Telegraph zu sehen und steht danach noch bis 15. Juni 2014 als on demand zur Verfügung!

Sonntag, 11. Mai 2014

Rosenkavaljeren live aus Malmö













Malmö und Musik, da denken viele zuallererst an den Eurovision Song Contest im vergangenen Jahr (gestern machte ja in der diesjährigen Ausgabe ganz in der Nähe, nur wenige Kilometer über die Ostsee, verdient Österreich das Rennen!). In der südschwedischen Stadt gibt es aber auch ein renommiertes Opernhaus, welches u.a. Wirkungsstätte von Ingmar Bergman war. Vor wenigen Tagen hatte dort eine Neuproduktion von Der Rosenkavalier Premiere, die am kommenden Freitag (16. Mai 2014) auf der Plattform des Wiener Anbieters sonostream.tv weltweit und gratis in HD-Qualität übertragen wird. Die Inszenierung stammt von dem hierzulande noch kaum bekannten Direkter der Moskauer Helikon-Oper Dimitri Bertman, der für seine ziemlich nah bei Strauss und Hofmannsthal bleibende Interpretation Ansätze aus der commedia del arte verwendet. Die musikalische Leitung hat der finnische Komponist Leif Segerstam übernommen. In den Hauptpartien dominieren skandinavische Sänger. Die Marschallin gibt mit Charlotta Larsson eine  Strauss-erfahrende Sängerin, Sophie wird von der jungen schwedischen Sopranistin Sophie Asplund interpretiert und als Octavian debütiert die aus Ungarn stammende Mezzosopranistin Dorottya Láng. Mit Rúni Brattaberg steht ein erfahrener Ochs auf der Bühne, der ab kommender Saison zum Ensemble der Oper Leipzig gehört. Die Übertragung ist eine schöne Gelegenheit im Jubiläumsjahr von Richard Strauss, dessen Rosenkavalier in einer Neuinterpretation zu erleben, zumal sich die großen Häuser mit Neuproduktionen oder Übertragungen merklich zurück halten.

Sonntag, 26. Januar 2014

103 Jahre Der Rosenkavalier



Am 26. Januar 2011 fand in der Dresdner Semperoper die Uraufführung Der Rosenkavalier von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal statt. Drei Jahre nach der Elektra von den selben Autoren am gleichen Ort. In dieser Reihenfolge wohlgemerkt, was zum Verstehen von so ziemlich allem, was sich in der Oper seitdem getan hat von entscheidender Bedeutung ist! Wir zeigen den Schluss des ersten Akts in einer Aufzeichnung aus dem Jahre 2009 in Baden-Baden unter Christian Thielemann mit Renée Fleming als Marschallin und Sophie Koch als Octavian, beide noch heute das Maß der Dinge in diesen beiden Partien.

Montag, 16. Dezember 2013

Welser-Möst übernimmt Rosenkavalier in Salzburg












Das ging schnell. Vor einem Jahr hatte er mit Aplomb das Dirigat des auf drei Saisonen angelegten Mozartzyklus in Salzburg zurück gelegt, weil ihm die Disposition nicht passte. Christoph Eschenbach sprang ein. Jetzt kehrt Franz Welser-Möst als musikalischer Leiter der zentralen Neuproduktion des kommenden Festspieljahrgangs zurück und übernimmt die musikalische Leitung von Der Rosenkavalier im Großen Festspielhaus. Der eigentlich vorgesehene Zubin Metha muss sich wegen einer geplanten Operation zurück ziehen. Als Regisseur bleibt Harry Kupfer hoffentlich an Bord!

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Wiener Staatsoper Livestream vor Start

















Die Wiener Staatsoper startet jetzt ihr bereits länger angekündigtes Livestreamprogramm im Internet. Am 27. Oktober 2013 wird die Otto-Schenk-Inszenierung von Richard Strauss Der Rosenkavalier mit Renée Fleming, Sophie Koch, Mojca Erdmann und Peter Rose übertragen. Bis zum Jahresende folgen dann noch Die Zauberflöte (27.11.), Tristan und Isolde (13.12.), La cenerentola (27.12.), Der Nußknacker (28.12.), Fidelio (29.12.) und auch die traditionelle Silvestervorstellung der Fledermaus (31.12.) - ebenfalls in der Regie von Otto Schenk. Bis zum Saisonende sollen dann noch zehn weitere Aufführungen gestreamt werden und das Angebot in den folgenden Spielzeiten ausgeweitet werden. Die Übertragungen werden mittels HD-Technik aufgenommen und es werden alternativ eine Bühnentotale und eine geschnittene Version angeboten. Im Gegensatz zu den Livestreams der Bayerischen Staatsoper wird das Wiener Angebot nicht kostenfrei sein, sondern pro Liveaufführung derzeit 14 Euro kosten, der Preis für ein on demand beträgt 5 Euro. Das ganze ist als Portallösung angelegt, die an die digital concert hall der Berliner Philharmoniker erinnert. Vergleichbar dürften auch die Chancen des Projektes sein, die Wiener Staatsoper ist ein weltweit eingeführte Marke, man hat  sich der Mitwirkung potenter Sponsoren und Technikpartner versichert und - was vielleicht noch wichtiger ist - man ist Vorreiter (was man von den Wiener sonst eigentlich nicht erwarten kann). Die mitwirkenden Künstler sollen von Anfang an an den Einnahmen beteiligt werden, auch das zeugt von der avisierten Nachhaltigkeit des Projekts und unterscheidet es von fast allen vergleichbaren Angebote. Die kulturelle Wertschöpfung wandert zu einem zunehmenden Teil ins Internet, das ist eigentlich eine gute Neuigkeit. Und erfreulich ist es auch, dass ein großes Opernhaus so seinen Einfluss auf die Branche verstärkt. Die Zeit der kostenlosen, auf Imagemehrung oder Kulturvermittlung angelegten Streamangebote, wie in München wird wohl bald zu Ende gehen.





Samstag, 28. September 2013

Kein Rosenkavalier mit Thielemann in Dresden
















Christian Thielemann ist erkrankt und muss das Dirigat der drei geplanten Vorstellungen Der Rosenkavalier Anfang Oktober in der Dresdner Semperoper zurücklegen. Für ihn übernimmt Routinier Peter Schneider, dem Dresdner Haus seit Jahrzehnten verbunden und alles andere als eine Ersatzlösung. Es handelt sich um die einzigen drei Aufführungen des Dresdner Rennomierstückes in der laufenden Saison, Thielemann hatte den Rosenkavalier zur Chefsache erklärt und in der vergangen Saison eine umjubelte Aufführungsserie  dirigiert (welche vom diesjährigen Sommerhochwasser der Elbe in Mitleidenschaft gezogen wurde). Auf dem Besetzungszettel stehen Soile Isokoski, Peter Rose, Daniela Sindram, Valentina Farcas und Adrian Eröd. Gute Besserung Maestro!

Mittwoch, 17. April 2013

Christoph Waltz inszeniert Rosenkavalier














Der zweifach oscarprämierte Schauspieler Christoph Waltz geht unter die Opernregisseure, am 15. Dezember 2013 hat seine Inszenierung von Richard Strauss Der Rosenkavalier Premiere in Antwerpen. Die Besetzung ist mit Christiane Karg, Maria Bengtsson, Stella Doufexis und Albert Pesendorfer absolut hochkarätig, es dirigiert der Antwerpener Generalmusikdirektor Dimitri Jurowski. Im Jahr 2016 wird diese Produktion an das Royal Opera House Covent Garden in London gehen, dann mit Renée Fleming als Marschallin und unter der musikalischen Leitung von Andris Nelsons. Für diese Übernahme sollte die Produktion nicht zu sehr von Waltz aktuellem Stammregisseur Quentin Tarantino inspiriert sein (von dem man auch mal eine Operninszenierung sehen möchte!)






Samstag, 17. November 2012

Christian Thielemann gibt Operneinstand in Dresden






















Bereits seit Beginn der Saison ist Christian Thielemann Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, morgen gibt er mit Der Rosenkavalier seinen Einstand im Orchestergraben. Die Besetzung der Hauptpartien mit Soile Isokoski, Daniela Sindram, Daniela Fally und Wolfgang Bankl ist solide, aber frei von Überraschungen. Die ziemlich angejahrte Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg sollte bald ausgetauscht werden, da fallen einem auf Anhieb mehrere bessere Produktionen ein. Auf der Hompage der Semperoper gibt es einen interessanten Rückblick auf die bisherigen fünf Inszenierungen des Werks in Dresden, welches vor über hundert Jahren an der Semperoper legendär urauffgeführt wurde und dort immer noch aus den Orginalnoten musiziert wird. Weitere Operndirigate Thielemanns in dieser Saison umfassen den Lohengrin im Januar und eine weitere Serie Rosenkavalier im Juni (mit Anne Schwanewilms und Elina Garanca) und eine einzige Neuproduktion Manon Lescaut im März, in der Inszenierung von Stefan Herheim, deren Premiere war bereits in Graz - demnächst bitte die erste Nacht in Dresden! Für die nächsten Spielzeiten sind Neuproduktionen von Parsifal (gemeinsam mit den Osterfestspielen Salzburg) und Elektra angekündigt. Noch keine Entscheidung ist bei der Neubesetzung der Intendantenstelle der Semperoper gefallen. Nachdem sich der kurzzeitig kursierende Name Nike Wagner nur als Gerücht erwies hat Christian Thielemann selbst in einem Interview die Namen von Pamela Rosenberg und Peter Alward genannt, denn er stelle sich eine Person mit internationaler Strahlkraft vor. Die sollte sich doch finden lassen, auch wenn niemand so richtig ins Auge fällt. Immerhin: Man scheint in Dresden keine Eile zu haben und arbeitet statt dessen an einer Dauerlösung. Das ist ebenso erfreulich, wie die Tatsache, dass es jetzt wieder einen wunderbaren Ort gibt, wo Christian Thielemann regelmäßig als Operndirigent zu erleben ist und zwar nicht nur mit Richard Wagner!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Neue Marschallin: Lioba Braun


Seit vielen Jahren ist sie als Wagner-Mezzo vom Dienst landauf und landab im Einsatz: Lioba Braun. Mit Ihrer Kundry und ihrer Ortrud hat sie schon viele eher glanzlose Repertoireaufführungen veredelt. Gefragt und geschätzt ist sie auch als zuverlässige und vielseitige Konzertsängerin. Nun wird sich Lioba Braun verstärkt dem dramatischen Sopranfach zu wenden, die Isolde ist in Vorbereitung (unter Andris Nelsons im März 2012 in Birmingham). Vor kurzem feierte sie an der Oper Leipzig außerdem ein umjubeltes Rollendebüt als Marschallin in Richard Strauss Der Rosenkavalier. Mit dieser Partie, die ihrer sinnlich-noblen Bühnenerscheinung durchaus entspricht, kommt sie nun auch in der Bundeshauptstadt zu kurzfristigen Einspringerehren. An der Deutschen Oper Berlin übernimmt in sie die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg für zwei Vorstellungen im Oktober, Donald Runnicles dirigiert die bekannte und beliebte Inszenierung von Götz Friedrich. Vielleicht wird sie ja jetzt die neue Marschallin vom Dienst, weil sich die im Moment auf diese Rolle abonnierten Kolleginnen mit Blick auf das Wagner- und Verdi-Jubiläumsjahr anderen Aufgaben zuwenden?

Donnerstag, 30. Juni 2011

Trinks übernimmt Münchner Rosenkavaliere


Die musikalische Leitung der beiden Rosenkavalier-Vorstellungen während der Münchner Opernfestspiele übernimmt der junge Maestro Constantin Trinks. Offenbar zieht das Haus damit die Konsequenzen aus den von vielen Seiten kritisierten Dirigaten der Wiederaufnahmeserie durch den Finnen Leif Segerstam. Trinks zählt zu den vielversprechenden Talenten der Dirigentenszene, gleichwohl ist er an seinem Stammhaus in Darmstadt bereits etabliert und wurde dort für seine jüngsten Ring-Dirigate gefeiert. Ebenfalls neu im Rosenkavalier-Ensemble ist Sophie Koch als Octavian.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Anja allein zu Haus


Es war ein mit Spannung erwartetes Rollendebüt: Anja Harteros als Marschallin an ihrem Stammhaus der Bayerischen Staatsoper in München. Anstelle der geplanten Neuinszenierung gab es eine Neueinstudierung der jahrzehntealten Produktion von Otto Schenk. Harteros überzeugt als Marschallin, auch wenn sie sich als noch nicht ganz genesen ansagen lassen muss, aber mehr Positives gibt es von dieser Mittwochs-Aufführung nicht zu berichten. Das Staatsorchester stellt unter Beweis, dass es aus sehr guten Musikern besteht, die ihren Strauss kennen und sogar lieben, ganz für sich. Blickkontakte zum Dirigenten konnten nicht beobachtet werden. Was Dirigent Leif Segerstam zusammenfuchtelt, darüber sollte man lieber schweigen. Eigenartige Tempiauffassungen, undiffenzierte Lautstärken, nichts vom Silberklang, von der wunderbar gebrochenen Walzseeligkeit. Vollkommen leer und gedankenlos wirkt dann auch das Bühnengeschehen. Hier wird ein Bewegungskonzept erfüllt und nicht Theater gespielt. Von einer aufpolierenden Neufassung ist musikalisch, wie szenisch nichts zu spüren. Durchschnittlich nur der Octavian von Ruxandra Donose und die Sophie von Lucy Crowe. Auch Peter Rose gelingt es nicht, den Ochs, trotz seiner stimmlichen Mittel zu einer interessanten Figur zu machen. Keinem der Beteiligten steht der Parlando-Ton zur Verfügung, der über die weiten Konversationsstrecken des Stücks so notwendig ist. Auch Harteros (noch) nicht, aber sie wird in der Rolle noch stilistisch reifen und dann zu den großen Interpretinnen der Partie gehören. Kenner und Zeugen der Münchner Aufführungsgeschichte müssen das Haus schwer enttäuscht verlassen haben!

Freitag, 13. Mai 2011

Der Rosenkavalier in München


Der neue ist der alte - in München steht im Nationaltheater ab 02. Juni 2012 wieder Richard Strauss Der Rosenkavalier auf dem Spielplan. Nicht in der schon länger avisierten Neuinszenierung mit Luc Bondy als Regisseur und Phillipe Jordan als Dirigent, sondern die Uralt-Produktion von Otto Schenk und Jürgen Rose aus dem Jahr 1972. Diese stand zwei Jahre nicht auf dem Programm und wird komplett neu angefertigt! Unter der musikalischen Leitung von Leif Segerstam gibt Anja Harteros ihre erste Münchner Marschallin, Kate Aldrich nach ihrer Babypause den Octavian und Lucy Crowe die Sophie. Den Ochs von Lerchenau singt Peter Rose, vielleicht nicht mehr die spektakulärste Besetzung der Partie. Angesichts der Qualität der Neuproduktionen der klassischen Standardwerke in den letzten Jahren muss man über diese Revitalisierung wirklich froh sein. Ob die Rechnung aufgeht wird sich erweisen müssen. Früher waren für diesen Rosenkavalier nie Plätze zu bekommen. Das ist nicht mehr so, für alle sieben Vorstellungen sind im Moment noch Karten erhältlich!

So fanden wir es: Anja allein zu Haus

Mittwoch, 26. Januar 2011

Hundert Jahre Rosenkavalier


Genau heute vor einhundert Jahren fand in der Dresdner Semperoper die Uraufführung von Richard Strauss Der Rosenkavalier statt. Die Premiere war ein so fulminanter Erfolg, dass die Deutsche Reichsbahn schon bald Sonderzüge von Berlin nach Dresden einsetzte, um den zahlreichen Interessenten einen alsbaldigen Besuch der Aufführung zu ermöglichen. Heute würde man sich dafür nicht mehr auf die Deutsche Bahn verlassen und mit solchen Publikumswanderungen ist auch nicht mehr zu rechnen. Die Semperoper hat am vergangenen Wochenende mit der Sonderfahrt einer Straßenbahn auf gelungene Weise an die damaligen Ereignisse erinnert. Auch heute abend steht das Meisterwerk wieder auf dem Spielplan der Semperoper, Peter Schneider dirigiert, in der Titelrolle ist Anke Vondung als Octavian zu erleben, die Marschallin wird einmal mehr von Anne Schwanewilms verkörpert. Unglücklich sind viele Dresdner Opernfreunde schon länger mit der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg, der ihre inzwischen ein Jahrzehnt dauernde Zugehörigkeit zum Repertoire mehr als anzumerken ist. Das Konzept, jeden Akt in einer anderen Zeit spielen zu lassen, wird nur noch müde und lustlos mit Leben erfüllt. Hier besteht Handlungsbedarf! Der Rosenkavalier gehört zum Tafelsilber der Semperoper. Wieso also nicht einfach die hochgelobte Stuttgarter Inszenierung des Dresdner Hausregissurs Stefan Herheim importieren?

Sonntag, 27. Dezember 2009

Der Rosenkavalier des Jahres


Der Kultursender 3sat verwöhnt das geneigte Publikum zur Zeit mit opulenten Opernübertragungen. Nach dem gestrigen Lohengrin aus München steht heute mit dem Rosenkavalier aus dem Festspielhaus Baden-Baden ein weiterer Höhepunkt aus der vergangenen Opernsaison auf dem Programm. Unter dem musikalischen Leitung von Christian Thielemann sind dabei die amerikanische Sopranistin Renée Fleming in ihrer Glanzrolle als Marschallin, sowie Diana Damrau als Sophie und Sophie Koch als Octavian zu erleben. Besser kann man die drei Rollen zur Zeit wohl kaum besetzen und eine gelungenere Inszenierung steht auch nicht zur Verfügung, als diese von Herbert Wernicke, die bereits mehr als zehn Jahre alt ist und extra für diese Aufführungsserie mit großem Aufwand neu einstudiert wurde. Beginn wieder um 20.15 Uhr, um 19.20 Uhr gibt es eine Einführung!

Freitag, 9. Oktober 2009

Melancholie, Noblesse und Esprit



Schon seit vielen Jahren behauptet sich die Rosenkavalier-Inszenierung von Nicolas Brieger im Repertoire der Staatsoper Unter den Linden. Mit ihrer melancholisch-ironischen Interpretation nimmt sie das Werk ernst und rückt es trotzdem in eine Traumwelt, in der es erstaunlich plausibel wirkt. Viele kleine Details erfreuen und das Konzept funktioniert auch noch zehn Jahre nach der Premiere. Denn mehr noch als viele andere Inszenierungen wird hier auf die Sänger gebaut und das funktioniert ganz wunderbar. Anne Schwanewilms ist eine berührende, lebendige und auch würdige Marschallin. Sie tunkt ihre großen Auftritte im ersten Akt in so tiefe Traurigkeit, dass es den Rest des Abend braucht, um wieder daraus aufzutauchen. Sie beherrscht wunderbar präzise die Dramaturgie der Blicke, mit welchen sie das Geschehen dirigiert, sobald sie auf der Szene ist. Mit Katharina Kammerloher steht ein als Octavian bewährtes Ensemblemitglied auf der Bühne. Sie findet sich als Frau in der Hosenrolle einer Frau, die vorgibt ein Mann zu sein erstaunlich gut zurecht. Ihr Gegenüber Sophie wird von Sylvia Schwartz (ebenfalls Ensemblemitglied) mit viel sopranem Spitzenklang ausgestattet. Bemerkenswert, wie die drei Frauen sowohl vom Stimmklang, wie auch von der Präsenz aufeinander abgestimmt sind. Das Terzett im dritten Akt wird so zu einer kleinen Sternstunde. Als Ochs bleibt Alfred Muff mitunter etwas an Esprit schuldig, hat aber viel schöne Töne. In den kleineren Rollen hervorzuheben sind noch Irmgard Vilsmaier als Leitmetzerin, Stephan Rügamer als Sänger und Martin Gantner als Farinal. Prachtvoll zusammengehalten wird der ganze Abend durch Philippe Jordan, der sowohl den Orchestergraben, wie auch das Bühnengeschehen ständig im Blick und auch im Griff hat und sicher auch für die hervorragende musikalische Einstudierung verantwortlich ist. Insgesamt eine gelungene, sehenswerte und angenehm unspektakuläre Repertoire-Auffürung, wie man sie sich auch an der Lindenoper öfter wünscht.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...