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Sonntag, 12. Juli 2015

Waltraud Meier singt heute ihre letzte Isolde














Heute um 16 Uhr steht im Nationaltheater im Rahmen der Münchner Opernfestspiele Tristan und Isolde auf dem Spielplan - eine besondere Vorstellung, denn Waltraud Meier wird zum letzten Mal als Isolde auf der Bühne stehen. Fast 22 Jahren hat sie die Rolle verkörpert und mit ihrer musikalischen und inhaltlichen Durchdringung der Partie Maßstäbe gesetzt, die noch lange gelten werden. Ihr Debüt gab sie bei den Bayreuther Festspielen in der Neuproduktion 1992 unter der Regie von Heiner Müller, der Tristan an ihrer Seite war Siegfried Jerusalem, es dirigierte Daniel Barenboim. Unvergesslich ist die Mailänder Isolde in der Regie von Patrice Chéreau 2007 - sicher einer der Höhepunkte ihrer Karriere. Auch in der Premiere der immer noch aktuellen Münchner Inszenierung von Peter Konwitschny 1998 stand sie auf der Bühne. Ihren Abschied von der Partie hat Waltraud Meier lange angekündigt, urspünglich sollte die Aufführungsserie an der Staatsoper Berlin im vergangenen Dezember bereits die letzte sein. Nun gab es noch eine kleine Verlängerung und das Münchner Publikum kommt nochmals in den Genuss. Heute wird Robert Dean Smith ihr Tristan sein, Michelle Breedt die Brangäne und René Pape als König Marke. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Philippe Jordan, der musikalische Leiter der Opéra national de Paris.

Donnerstag, 19. März 2015

Jonas Kaufmann singt Siegmund in Baden-Baden














Im Sommer 2016 wird Jonas Kaufmann in zwei konzertanten Aufführungen von Richard Wagners Die Walküre im Festspielhaus Baden-Baden als Siegmund zu hören sein. Die musikalische Leitung der Aufführungen hat Valery Gergiev inne, es spielt das Orchester des Marinskij-Theaters St. Petersburg - man weiß in Baden-Baden schließlich, was man seinem Publikum schuldig ist. Bislang hatte Jonas Kaufmann die Partie nur an der Metropolitan Opera in New York gesungen, er ist derzeit ohne Zweifel eine der wenigen Idealbesetzungen in dieser Rolle. An seiner Seite sind René Pape als Wotan, Eva-Marie Westbroek als Sieglinde und Evelyn Herlitzius als Brünnhilde zu erleben. Der Mitschnitt einer Aufführung in St. Petersburg mit Kaufmann und Pape aus dem Jahr 2012 ist auf CD erschienen.

Dienstag, 11. November 2014

Berliner Gruppenbild mit Kanzlerin






















There is no business like showbusiness: Politik und Musik freundlich vereint - die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Solisten aus Beethvens IX. Sinfonie Klaus Florian Vogt, Elina Garanča, Renée Fleming und René Pape am Rande der Feierlichkeiten zum fünfundzwanzigsten Jubiläums des Mauerfalls am vergangenen Sonntag in Berlin. Renée Fleming war so frei das Bild zu posten, die Fotografin ist Kristin Schuster.

Freitag, 18. April 2014

Dimitri Tcherniakov inszeniert Parsifal















Der russische Regisseur Dimitri Tcherniakov inszeniert Richard Wagner - und zwar Parsifal zu den Osterfesttagen der Berliner Staatsoper 2015 in deren Dauerausweichquartier Schillertheater. Mit René Pape als Gurnemanz und selbstverständlich Daniel Barenboim am Pult. Als Kundry debütiert Anja Kampe. Außerdem wird die diesjährige Produktion des Tannhäuser in der Regie von Sasha Waltz wieder aufgenommen, wiederum mit Peter Seiffert in der Titelrolle. Im sinfonischen Programm ist eine Hommage anlässlich des neunzigsten Geburtstag von Pierre Boulez geplant. Zyklen können bereits jetzt gebucht werden, der Einzelkartenverkauf beginnt am 08. November 2014.

Samstag, 18. Januar 2014

Elektra-Premiere in Dresden

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs















Die Sächsische Staatsoper läutet das Strauss-Jahr am Sonntag mit einer Elektra-Premiere ein, am Pult steht Christian Thielemann höchstselbst. Musikalisch dürfte bei der Besetzung mit Evelyn Herlitzius, Waltraud Meier, Anne Schwanewilms, René Pape, Frank van Aken und Nadine Secunde (als Aufseherin) nichts schief gehen. Bei der Inszenierung von Schauspielregisseurin Barbara Frey bleibt das abzuwarten. Die letzte Dresdner Elektra-Produktion stammte von Ruth Berghaus und ist mit ihrem Turm auf der Bühne längst Legende. Ebenso schwer dürfte die Deutungstiefe der aktuellen Inszenierung von Patrice Chéreau zu übertreffen sein, die der im Herbst letzten Jahres verstorbene Regisseur 2013 in Aix-en-Provence heraus gebracht hat.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Dreimal Verdi-Requiem in Topbesetzung im Netz













Das Requiem von Giuseppe Verdi gehört zu den vom Publikum am meisten geschätzten Werken des Konzertrepertoires. Vielleicht ein bisschen zu unrecht, schaltet der Komponist doch ziemlich direkt in den "Überwältigungsmodus", musikalisch subtilere Annäherungen sind da schwer. Aber es gelingt mitunter, beide Ansprüche in Übereinstimmung zu bringen, wenn man das entsprechende Personal zur Verfügung hat. Gleich drei Gelegenheiten gibt es dieser Tage "Verdis beste Oper" im Internet und im Fernsehen zu erleben. Heute abend gastieren das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Als Solisten wurden Krassimira Stoyanova, Marina Prudenskaja, Saimir Pirgu und Orlin Anastassov verpflichtet. Die Aufführung wird als Video-Livestream heute ab 19.30 Uhr auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks sowie als Aufzeichnung am 01. November 2013 im Bayerischen Fernsehen gesendet. Schon einige Tage gratis online zu erleben ist das Chicago Symphony Orchestra unter seinem Chef Ricardo Muti, das Solistenquartett besteht aus Tatjana Serjan, Daniela Barcellona, Mario Zeffiri und Ildar Abdrazakov. Auf dem Fernsehkanal arte (und auch +7 auf dessen Homepage) ist am 20. Oktober 2012 ab 21.45 Uhr die wohl hochkarätigste Besetzung zu erleben. Die Solisten sind Anja Harteros, Elina Garanca, Jonas Kaufmann und René Pape. Unter der Leitung von Daniel Barenboim wurde die Auffühurung mit dem Orchester und dem Chor der Mailänder Scala bereits im vergangenen Jahr aufgezeichnet. Drei verschiedene Versionen und alle gratis, das ist nicht schlecht. Viel Freude beim Reinschauen und Vergleichen! Offen bleibt nur die Frage, warum ausgerechnet beim Jubiläum des Geburtstags allerorten das Requiem gespielt wird?



Dienstag, 5. März 2013

Sasha Waltz inszeniert Tannhäuser















Zuletzt hat sie heftig, aber erfolglos mit dem Berliner Kultursenator um Geld und den Verbleib ihrer Company in Berlin gestritten, jetzt wurde bekannt, dass Choreografin Sasha Waltz im Frühjahr 2014 Richard Wagners Tannhäuser an der Staatsoper im Schillertheater in Berlin inszeniert. Der Zugang zu den hauptstädtischen Subventionstöpfen bleibt also weiterhin gewährleistet, für niemanden Grund zu Sorge! Die Produktion kommt zu den Festtagen heraus und wird natürlich von Daniel Barenboim dirigiert, es singen Peter Seiffert, René Pape, Marina Poplavskaya und Peter Mattei. Außerdem gibt es zu den Festtagen noch eine Wiederaufname von Simon Boccanegra mit dem in dieser Partie inzwischen unvermeidlichen Placido Domingo. Für Gastkonzerte kommen die Wiener Philharmoniker und Martha Argerich spielt zusammen mit Daniel Barenboim Klavier. Unser Bild stammt übrigens aus der Tannhäuser-Aufführung einer anderen Bühnenküstlerin, die hin und wieder polarisiert: Katharina Wagner. Mal schaun, in welche Bildwelten uns Sasha Waltz dann entführt....hoffentlich andere!




Mittwoch, 27. Februar 2013

Semperoper Dresden - Saison 2013/14















Die Sächsische Staatsoper hat als erstes großes deutsches Opernhaus das Programm für die kommende Saison veröffentlicht. Diese ist dem Hauskomponisten Richard Strauss gewidmet, Elektra gibt es als starbesetzte Neuproduktion (Waltraud Meier, Evelyn Herlitzius, Anne Schwanwilms, René Pape) im Januar 2014, Christian Thielemann dirigiert, Barbara Frey inszeniert. Die vom Schauspiel kommende Regisseurin hat in München vor ein paar Jahren eine ziemlich langweilige Jenufa inszeniert, die gerade wieder zu sehen ist (Livstream am 09. März 2013) und ist sonst in der Oper kaum in Erscheinung getreten. In Dresden tritt sie in große Fußstapfen, war doch die Elektra bis vor kurzem über zwei Jahrzehnte in der legendären Inszenierung von Ruth Berghaus zu sehen. Weitere Strauss-Positionen im Spielplan sind die selten bis nie gespielten Frühwerke Guntram (konzertant unter Omer Meir Wellber) und Feuersnot (open-air unter Stefan Klingele) sowie Ariadne auf Naxos und Salome. Thielemann dirigiert eine Reprise vom Rosenkavalier, der in Dresden jetzt wohl immer Chefsache ist (Isokoski, Rose, Sindram, Farcas). Warum nicht? Die zweite Opernpremiere von Christian Thielemann ist endlich mal ein Verdi mit ihm: Simone Boccanegra - inszeniert von Jan Philipp Gloger mit Maria Agresta, Kwangchul Youn, Zeljko Lucic und Ramon Vargas. Weitere Opernpremieren sind mit King Arthur, Carmen und Cosi fan tutte angekündigt, beides Stücke, die bis vor kurzem noch gespielt wurden. Ebenfalls weiter läuft der Wagner-Zyklus: Tristan und Isolde kommt mit dem Rollendebüt von Eva-Maria Westbroek (Frank van Aken als Tristan, Georg Zeppenfeld als Marke, Asher Fish dirigiert) und Der fliegende Holländer als Reprise der ausstehenden Neuproduktion. Tannhäuser wird in einer recht unambitionierten Hausbesetzung unter Constantin Trinks gezeigt, der auch eine Serie der letztjährigen Ausgrabung Schwanda, der Dudelsackpfeifer dirigieren wird. Jürgen Müller ist so etwas wie der neue Haustenor, dagegen fehlen viele angestammte Dresden Sängernamen wie Anja Harteros, Camilla Nylund, Klaus Florian Vogt inzwischen vollständig auf den Besetzungslisten. Ebenfalls verlustig gegangen ist man des vollmundig angepriesenen Hausregisseurs Stefan Herheim, von ihm steht in der neuen Saison keine einzige Produktion auf dem Spielplan, er hat in Dresden auch nie eine wirkliche Premiere herausgebracht, Rusalka und Lulu waren Übernahmen, genau wie nächste Woche die Premiere Manon Lescaut (aus Graz). Der Rest des Repertoires zielt deutlich auf das touristische Publikum, das nach wie vor gut sortierte Ensemble ist im Dauereinsatz. Die Intendanz bleibt weiterhin vakant, es findet sich wohl niemand, der zu Christian Thielemann passen will. Ein bisschen Licht, aber auch viel Schatten an der Elbe!

Samstag, 8. Dezember 2012

Lohengrin aus der Scala im Web



Wer die gestrige TV-Übertragung versäumt hat kann diese noch eine Woche auf der arte-Homepage als Stream anschauen. Die DVD-Veröffentlichung wird dann sicher auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mehr zum Stück erzählt Jonas Kaufmann hier, smart guy! Viel Freude beim Anschauen!


Freitag, 16. November 2012

Lohengrin live aus der Mailänder Scala

Anja Harteros und Jonas Kaufmann im Münchner Lohengrin















Es ist beinahe schon eine Tradition: arte überträgt die Saisoneröffnung, welche alljährlich genau am 07. Dezember erfolgt, live aus der Mailänder Scala. Dieses Jahr steht eine Neuproduktion von Richard Wagners Lohengrin an, inszeniert von Claus Guth und musikalisch geleitet von Daniel Barenboim. Die Besetzung - schon seit längerem bekannt - hat absolutes Starniveau: Jonas Kaufmann gibt den Lohengrin, Anja Harteros die Elsa, René Pape den Köning Heinrich, Evelyn Herlitzius die Ortrud, Tomas Tomasson den Telramund und Zeljko Lucic den Heerrufer. Vor längerer Zeit hatte Martin Kusej angekündigt, die Regie zu übernehmen, wurde dann aber relativ unbemerkt ausgetauscht. Ob die Produktion auch nach Berlin an die Staatsoper gehen soll ist nicht bekannt. Die Übertragung beginnt um 20.15 Uhr und dauert bis nach Mitternacht.

Donnerstag, 8. März 2012

Absagen beim Berliner Tristan


Seit langem ausverkauft, sollten die drei Tristan-Aufführungen der Berliner Staatsoper im Schillertheater unter der Leitung von Daniel Barenboim einen Höhepunkt der Saison markieren. Jetzt sind sie von Absagen betroffen: Iréne Theorin übernimmt in der Vorstellung am Samstag die Isolde von Waltraud Meier und Martin Gantner den Kurwenal von Roman Trekel. In der Vorstellung am 25. März wird René Pape als Marke durch Kwangchul Youn ersetzt. Alles beste Alternativen, aber beim heiklen Wagner-Publikum werden die Umbesetzungen sicher nicht nur Beifall finden! Insgesamt sind im März drei Aufführungen der Inszenierung von Harry Kupfer aus den neunziger Jahren geplant.

Montag, 27. Februar 2012

Anna Netrebko eröffnet kommende MET-Saison


Auch die kommende Saison der New Yorker Metropolitan Opera wird Anna Netrebko eröffnen. In Donizettis L'elisir d'amore singt sie im September an der Seite ihrer großartigen Kollegen Mariusz Kwiecien und Ambrogio Maestri. Die laufende Saison war ebenfalls mit Netrebko als Anna Bolena gestartet. Der Belcantozyklus wird mit Maria Stuarda fortgesetzt, es singen Joyce DiDonato und Elza van den Heever. Karita Matilla kehrt an der Seite von Marcelo Alvarez und Dimitri Hvorostovsky in Un ballo in maschera auf die MET-Bühne zurück. Diana Damrau und Pjotr Beczala singen Rigoletto, aber nicht in der geplanten Produktion von Luc Bondy, diese wird nach der gemischten Aufnahme seiner Tosca gegen eine weniger streitbare Inszenierung ausgetauscht. Danielle Gatti dirigiert einen neuen Parsifal mit Katarina Dalayman, Peter Mattei, Jonas Kaufmann und René Pape. Aus Glyndebourne wird eine Produktion von Händels Giulio Cesare übernommen (mit Natalie Dessay und David Daniels). Robert Lepage inszeniert Thomas Adès The Tempest mit Simon Keenlyside als Prospero. Seine inzwischen komplette Ring-Inszenierung steht im April/Mai 2013 in drei Zyklen auf dem Plan, alle dirigiert von Fabio Luisi. Eine Rückkehr von James Levine ist in der kommenden Saison nicht geplant. Die Wiederaufnahmen bergen keine großen Überraschungen, Lorin Maazel dirigiert eine Serie Don Carlo, La Traviata kommt in der Willy-Decker-Inszenierung mit Diana Damrau, Saimir Pirgu und Placido Domingo weiter auf Baritonkurs als Germont. Im Spielplan fehlt Richard Strauss völlig. Deswegen tritt Hausdiva Renée Fleming nur als Desdemona auf und teilt sich die Termine soger noch mit Krassimira Stoyanova, die sie in dieser Partie im Moment locker in den Schatten stellt. Umfangreich wie das ganze Repertoire auch die geplanten Kino-Übertragungen im Rahmen der HD-Series, es ist allerdings noch nicht klar, welche davon außerhalb der USA gezeigt werden. Alle Details finden sich in dieser Online-Broschüre!

Sonntag, 22. Januar 2012

Heute Livestream aus München: Don Carlo


Heute um 17 Uhr beginnt der Livestram von Verdis Don Carlo auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper. Die Besetzung ist erlesen: Anja Harteros, Jonas Kaufmann und René Pape und das Angebot ist kostenlos. Gute Unterhaltung!

Mittwoch, 28. September 2011

Who is that girl?


Das ist doch...René Pape! Und zwar als Méphistophélès in der aktuellen Produktion des Gounod-Faust am Royal Opera House London. An seiner Seite treten in der Inszenierung von David McVicar Starsopran Angela Gheorghiu, Startenor Vittorio Grigolo und Starbariton David Hvorostovsky auf. Eine wirklich erlesene Besetzung! Die heutige Aufführung wird auch in Deutschland in einer Reihe von Kinos live übertragen, hingehen!

Samstag, 23. April 2011

Oster-Festtage an der Berliner Staatsoper 2012


Die Berliner Staatsoper im Schillertheater bringt auch zu den Festspielen 2012 ein Werk von Alban Berg heraus. Nach Wozzeck in diesem Jahr steht 2012 mit Lulu die zweite große Oper des österreichischen Komponisten auf dem Spielplan. Inszenieren wird wiederum Andrea Breth, die musikalische Leitung bei sämtlichen Festtage-Aufführungen hat wie immer Daniel Barenboim inne und die Titelpartie singt die im Moment hoch gehandelte Mojca Erdmann. Als Zugaben gibt es außerdem einen halben Ring aus der Berlin-Mailänder-Koproduktion (Rheingold, Die Walküre), einen Liederabend mit René Pape, Klavierabende mit Maurizio Pollini und drei Sinfoniekonzerte unter Barenboim. Richtig spektakulär ist das alles nicht, die Nachfrage des Publikums hält sich deshalb bei den Staatsopern-Festtagen schon seit vielen Jahren in Grenzen. Die Opernabende laufen fast immer mit sehr vielen freien Plätzen, was sowohl an den für Berlin sehr hohen Eintrittspreisen, wie auch an der ungünstigen Terminierung liegen mag. Auch die Repertoirewahl bleibt ungünstig. So ehrenvoll es ist, viele Schlüsselwerke des 20. Jahrhunderts zu spielen, es finden sich eben nicht genug Besucher, die dafür bereit sind bis zu 260 Euro zu bezahlen. Zumal Daniel Barenboim auch unterm Jahr viel in Berlin dirigiert - manche sagen ja zu viel - und die Inszenierungen alle später auch im Repertoire der Staatsoper laufen. Für den diesjährigen Wozzeck waren in den letzten Tagen noch Karten zum reduzierten Preis zu haben...

Dienstag, 15. März 2011

Tristan - die Berliner Alternativen


Für alle, die von der jüngsten Tristan-Premiere an der Deutschen Oper Berlin enttäuscht sind - und den Reaktionen nach müssen das viele gewesen sein - hält die Staatsoper Unter den Linden eine Alternative bereit, denn auch im Ausweichquartier Schillertheater spielt sie den bereits langgedienten Harry-Kupfer-Tristan mit dem gestürzten Engel auf der Bühne. Die drei Aufführungen im März 2012 (10./18./25.) werden natürlich von Daniel Barenboim dirigiert und sind mit Waltraud Meier, Ian Storey, René Pape und Ekatarina Gubanova erlesen besetzt. Barenboim kann man in vielen Dingen kritisieren, aber er ist sicher einer der besten und erfahrensten Tristan-Dirigenten auf der Welt. Und mit Waltraud Meier als Isolde kann da eigentlich nichts schief gehen, die beiden machen das jetzt schon mehr als 15 Jahre zusammen! Für alle, die nicht so lange warten wollen, gibt es heute die Gelegenheit den 2. Akt von Tristan und Isolde konzertant in der Philharmonie mit Violetta Urmana und Ian Storey (anstelle von Robert Dean Smith) im Benefizkonzert für die Lindenoper mit der Staatskapelle Berlin zu erleben, Daniel Barenboim ist auch dabei, aber als Solist in Beethovens drittem Klavierkonzert. Es gibt noch Restkarten!

Dienstag, 18. Januar 2011

René Pape gibt Liederabend in München


Eigentlich war sein nächster Auftritt in München erst für Ende Juli geplant - bei den Opernfestspielen singt er in zwei Vorstellungen den König Marke in Wagners Tristan und Isolde. Doch Ausnahmesänger René Pape kommt bereits in diesem Monat in die Stadt, für einen Liederabend im Herkulessaal (31. Januar 2011). Er wird u.a. Werke von Hugo Wolf, Modest Mussorgski und Robert Schumann präsentieren, sein Partner am Klavier ist der Dresdner Pianist Camillo Radicke. Der Liederabend wird als einziges Deutschlandkonzert des gefragten Sängers angekündigt, weitere Termine sind in diesem Jahr nur noch in Los Angeles und Tokyo geplant. Eine Recital-Aufnahme von René Pape liegt noch nicht vor, was erstaunt. Hörenswert bleibt aber weiterhin seine jüngste Veröffentlichung, die Arien-CD Gods,Kings & Demons, auf welcher der Bassist Glanzstücke seines Opernrepertoires interpretiert. Dieses wird im Frühjahr mit dem Walküre-Wotan an der Berliner Staatsoper, dem Stammhaus des Sängers, wesentlich erweitert.

Samstag, 4. Dezember 2010

West-Eastern Divan in der Waldbühne


Unter der Leitung von Daniel Barenboim wird das West-Eastern Divan Orchestra am 21. August 2011 um 19 Uhr in der Berliner Waldbühne gastieren, auf dem Programm stehen die Sinfonien Nr. 8 und 9 von Ludwig van Beethoven. Das dafür verpflichtete Solistenquartett ist über jeden Zweifel erhaben: Anja Harteros, Waltraud Meier, René Pape und Peter Seiffert, den Chorpart übernimmt der Berliner Staatsoperchor. Das Freiluft-Konzert ist als Höhepunkt einer Tournee geplant, die nach Salzburg, Luzern, Köln, Peking, Shanghai und Seoul sowie in die demilitarisierte Zone zwischen die beiden Koreas führen wird. Ob und wo man für letzteres Karten kaufen kann entzieht sich unserer Kenntnis (noch), für das Berliner Konzert gibt es die Tickets hier.

Mittwoch, 3. November 2010

René Pape sagt Wotan an der Scala ab


Nach seinem überragenden Erfolg an der New Yorker MET in der Titelrolle von Boris Godunow muss der deutsche Bassbariton René Pape eine Pause einlegen und wird nicht den Walküre-Wotan in der neuen Ring-Produktion der Mailänder Scala singen. Der aus der Ukraine stammende Vitalij Kowaljow übernimmt die Partie. Die Erholungspause solle bis zum Jahresende dauern, Pape hat alle Termine abgesagt. Am 17. April 2011 will er dann sein Rollendebüt als Wotan geben, in der selben Produktion wie in Mailand, die dann an seinem Stammhaus der Staatsoper Berlin herauskommen wird. René Pape, vielleicht der weltbeste Sänger seines Fachs, gilt als sehr vorsichtig bei der Erweiterung seines Repertoires. Vor einigen Jahren war er in Berlin bereits als Hans Sachs angekündigt, hatte die Rolle dann aber doch wieder gestrichen.

Donnerstag, 19. August 2010

Der Freischütz als Opernfilm



Unter dem Titel Hunters Bride (Die Jägerbraut) ist im vergangenen Jahr eine aufwendige Verfilmung von Carl Maria von Webers Der Freischütz entstanden. Der Titel bezieht sich auf die ursprüngliche Idee Webers, erst kurz vor der Uraufführung hat sich der Komponist umentschieden. Uraufgeführt wurde die Oper 1821 in Berlin, entstanden ist sie allerdings in Dresden, wo der Kompnist in Hosterwitz wohnte und als Königlicher Hofkapellmeister engagiert war. Die auch heute noch liebliche und pittoreske Landschaft in und um die sächsische Residenzstadt bot offenbar die geeigneten Kulissen für sämtliche Dreharbeiten. In Dresden soll der Film am 04. September der Film auch erstmals gezeigt werden und zwar in einer aufwendigen (und teilweise eintrittsfreien!) Open-Air-Aufführung auf zwei Leinwänden im Rahmen der Filmnächte am Elbufer. Die Besetzung würde jedem Opernhaus Ehre machen: Juliane Banse als Ännchen, Michael Volle als Kaspar, Olaf Bär als Kilian, Michael König als Max und René Pape als Eremit. Das London Symphony Orchestra spielt unter der Leitung von Daniel Harding. Mit Olaf Bär und René Pape standen zwei waschechte Dresdner vor den Kameras, die sich an den Drehorten in der Sächsischen Schweiz, am Schloss Moritzburg und im Marcolini-Palais bestens ausgekannt haben dürften. Die Handlung der Oper, die ja eigentlich am Ende des Dreißigjährigen Krieges spielt, wird in ihre Entstehungszeit verlegt. Die napolonische Zeit und die aufkommende Romantik dürften dabei für opulente Bilder sorgen, die der Musik in nichts nachstehen. Ab Dezmber wird der Film in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Link zum Film
Link zur Dresdner Premiere

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