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Donnerstag, 4. April 2013
Boris Godunow aus München online
Die Premiere von Boris Godunow im Februar an der Bayerischen Staatsoper in München war die letzte Neuproduktion, die der scheidende Generalmusikdirektor Kent Nagano einstudiert hat. Sie wurde nicht nur für ihn zu einem großen Erfolg. Der spanische Regisseur Calixto Bieto hat die kompakte Urfassung des Werks vergleichsweise zurückhaltend inszeniert, als eine ihre Aktualität nur schwer verleugnende Erzählung über die Korrumpierbarkeit von Macht und die Ohnmacht der handelnden Akteure. In der Titelrolle beeindruckt der noch junge ukrainische Bass Alexander Tsymbalyuk mit Sicherheit in der Stimme und Differenziertheit in der Darstellung. In weiteren Partien überzeugen Gerhard Siegel und Markus Eiche. Für drei Monate ist die sehenswerte Aufführung jetzt dank Arte-Liveweb online verfügbar! In der kommenden Saison gibt es übrigens bereits eine Wiederaufnahme, geleitet dann vom neuen GMD Kyrill Petrenko. Den Godunow singt dann Anatoli Kotscherga, der hier den Pimen gibt. Eine etwas fragwürdige Besetzung, ist er doch hier der einzige in diesem sehr homogenen Sängerensemble, der nicht wirklich überzeugen kann, bei dem sängerische Routine über darstellerisches Engagement siegt.
Samstag, 4. Februar 2012
Der Ring in München startet

München ist schneller als anderen. Mit der Rheingold-Premiere kommt heute der Vorabend von Richard Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen auf die Bühne, bis zu den Opernfestspielen im Sommer ist das Ganze dann schon komplett, ein Jahr vor dem großen Wagner-Jubiläum 2013! Die Inszenierung übernimmt Andreas Kriegenburg, die musikalische Leitung Kent Nagano. Beide haben zusammen in München einen sehr erfolgreichen Wozzeck heraus gebracht. Die Premiere wird im Hörfunk wie immer live von BR klassik übertragen, eine Bildergalerie für den ersten Eindruck gibt es auch. Außerdem ist jetzt eine extra Ring-Homepage online, mit audio-visuellen Spielereien zum Thema!
Donnerstag, 19. Januar 2012
Nagano und Kriegenburg sprechen über Ring

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus, so auch die Neuproduktion des kompletten Ring des Nibelungen an der Bayerischen Staatsoper in München in dieser Saison. Übernächste Woche hat Das Rheingold Premiere! Dirigent Kent Nagano und Regisseur Andreas Kriegenburg sprechen heute über ihre Arbeit an der Tetralogie und beantworten Fragen per Chat. Mit dem höchst gelungenem Wozzeck haben Nagano und Kriegenburg vor zwei Jahren gemeinsam eine der bisher besten Aufführungen der Ära Bachler realsiert, es ist zu wünschen, dass beide an diesen Erfolg anknüpfen können. Per webstream auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper kann man überall dabei sein!
Zum Webstream des Gesprächs
Mittwoch, 13. April 2011
Spielzeitpressekonferenz in München
Die Spielzeitpressekonferenz in München wurde erstmals als Livestream ins Internet übertragen. Alle die am Dienstagvormittag keine Zeit hatten können hier noch einmal den Mitschnitt schauen. Das Ganze ist vergleichsweise unspektakulär. Nur das Einvernehmen zwischen GMD Kent Nagano und Intendant Nikolaus Bachler fällt auf, offenbar sind zwischen beiden die Fronten inzwischen geklärt. Was ja durchaus zu begrüßen ist!
Freitag, 8. April 2011
Münchner Jahrespressekonferenz als livestream

Mit einer interessanten Neuerung wartet die Bayerische Staatsoper in diesem Jahr auf. Erstmals wird die Jahrespressekonferenz via livestream im Internet übertragen und so auch für ein breiteres Publikum geöffnet (Dienstag, 12.04.2011, 11 Uhr). Es besteht die Möglichkeit Intedanten Nikolaus Bachler und GMD Kent Nagano Fragen im livechat zu stellen. Kein Geheimnis mehr ist das Programm für die kommende Spielzeit 2011/12 an der Bayerischen Staatsoper, denn die Saison steht unter dem Zeichen der Neuproduktion des kompletten Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Als weitere Premieren sind Hoffmanns Erzählungen und Turandot zu erwarten.
Samstag, 19. März 2011
Bayerische Staatsoper gibt Gedenkkonzert

Mit einer Aufführung von Brahms Ein deutsches Requiem gibt das Staatsorchester unter der Leitung von Kent Nagano am 03. April 2011 um 15.30 Uhr ein Gedenkkonzert für das japanische Volk in der Münchner Frauenkirche. Die Soloparts übernehmen Soile Isokoski und Christian Gerhaher, außerdem singt der Windsbacher Knabenchor und der Münchner Domchor. Der Eintritt ist frei, Karten können beim Besucherservice der Staatsoper erworben werden, wo auch die Möglichkeit besteht für Japan zu spenden!
Freitag, 9. Juli 2010
München leuchtet nicht mehr
Die Kulturpolitik des Freistaats Bayern konnte jahrzehntlang als seriös mit Tendenz zur Langeweile eingestuft werden. Damit ist es seit der Amtsübernahme von Kulturminister Heubisch von der FDP vorbei. Auch in München ist es jetzt wie anderswo im Land und seit einer Woche vielleicht noch ein bisschen schlimmer.

Kent Naganos Blick schweift in die Ferne, seine Gedanken jetzt sicher auch...
Nach wochenlangen Spekulationen, vom Minister in mehreren Interviews genährt, gab Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper Anfang der Woche entnervt auf und kündigte seinen Rückzug spätestens 2013 an. Dass sein Verhältnis zu Opernintendant Klaus Bachler nicht das beste ist, war bekannt. Nagano respektiert für Ernsthaftigkeit und Engagement, schwächelte immer gerade beim Münchner Kernrepertoire Mozart, Wagner und Strauss. Immerhin hat er das Staatsorchester auf eine neue, solide Muszierweise eingestellt. Gerade bei den Sinfoniekonzerten war das nicht mehr zu überhören. Dass Bachler nun als Sieger aus dem Konflikt hervorgeht heißt nicht, dass es um seine Aufgaben besser steht. Die Bilanz der Neuproduktionen der vergangenen zwei Spielzeiten ist mehr als durchwachsen, der Bedeutung des Hauses angemessene Höhepunkte waren kaum darunter. Unterdessen wird in der interessierten Öffentlichkeit und in der über die Maßen gut informierten Presse fröhlich spekuliert, wie es an der Staatsoper weiter gehen könnte. Immer wieder fällt der Name von Kyrill Petrenko, einem jungen, gleichwohl sehr erfahrenen Operndirigenten mit langjähriger Erfahrung an der Komischen Oper Berlin. Er soll allerdings den nächsten Wagner-Ring in Bayreuth im Sommer 2013 dirigieren, genau dann wenn auch München das Mammut-Werk plant. Beides wird sicher nicht gehen. Angesichts des unsanften Umgangs mit Nagano zögert der ebenfalls feinsinnige Petrenko noch, andere Kandidaten gelten als chancenlos.
Vergleichsweise ruhig läuft es am anderen Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Vor Monaten wurde dort Intendant Ulrich Peters ohne Not nicht wieder verlängert und ein Nachfolger ist immer noch nicht in Sicht. Die Situation für das zweite Münchner Haus ist nicht einfach und anstelle wichtiger Strukturentscheidungen wird hier auch wieder nur über Personal gesprochen, wenigstens nicht in der Öffentlichkeit, aber das kann sich auch schnell wieder ändern. Aus Hamburg, Köln oder Berlin war man bisher gewohnt, dass kulturpolitische Diskussionen komplett in der Öffentlichkeit geführt werden. Jetzt gehört auch München dazu und das Sommertheater um den Weggang von Christian Thielemann im vergangenen Jahr war wohl erst der vergleichbar harmlose Auftakt, an dessen Ende alle Beteiligten irgendwie ihr Gesicht wahren konnten. Was jetzt abläuft gehört schon in eine andere Kategorie. Übrigens sind gerade Opernfestspiele...spricht jemand über die Aufführungen?
Links:
Rätselraten um die Nagano-Nachfolge
Brief Naganos an seine Fans
Die Macht des Intendanten

Kent Naganos Blick schweift in die Ferne, seine Gedanken jetzt sicher auch...
Nach wochenlangen Spekulationen, vom Minister in mehreren Interviews genährt, gab Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper Anfang der Woche entnervt auf und kündigte seinen Rückzug spätestens 2013 an. Dass sein Verhältnis zu Opernintendant Klaus Bachler nicht das beste ist, war bekannt. Nagano respektiert für Ernsthaftigkeit und Engagement, schwächelte immer gerade beim Münchner Kernrepertoire Mozart, Wagner und Strauss. Immerhin hat er das Staatsorchester auf eine neue, solide Muszierweise eingestellt. Gerade bei den Sinfoniekonzerten war das nicht mehr zu überhören. Dass Bachler nun als Sieger aus dem Konflikt hervorgeht heißt nicht, dass es um seine Aufgaben besser steht. Die Bilanz der Neuproduktionen der vergangenen zwei Spielzeiten ist mehr als durchwachsen, der Bedeutung des Hauses angemessene Höhepunkte waren kaum darunter. Unterdessen wird in der interessierten Öffentlichkeit und in der über die Maßen gut informierten Presse fröhlich spekuliert, wie es an der Staatsoper weiter gehen könnte. Immer wieder fällt der Name von Kyrill Petrenko, einem jungen, gleichwohl sehr erfahrenen Operndirigenten mit langjähriger Erfahrung an der Komischen Oper Berlin. Er soll allerdings den nächsten Wagner-Ring in Bayreuth im Sommer 2013 dirigieren, genau dann wenn auch München das Mammut-Werk plant. Beides wird sicher nicht gehen. Angesichts des unsanften Umgangs mit Nagano zögert der ebenfalls feinsinnige Petrenko noch, andere Kandidaten gelten als chancenlos.
Vergleichsweise ruhig läuft es am anderen Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Vor Monaten wurde dort Intendant Ulrich Peters ohne Not nicht wieder verlängert und ein Nachfolger ist immer noch nicht in Sicht. Die Situation für das zweite Münchner Haus ist nicht einfach und anstelle wichtiger Strukturentscheidungen wird hier auch wieder nur über Personal gesprochen, wenigstens nicht in der Öffentlichkeit, aber das kann sich auch schnell wieder ändern. Aus Hamburg, Köln oder Berlin war man bisher gewohnt, dass kulturpolitische Diskussionen komplett in der Öffentlichkeit geführt werden. Jetzt gehört auch München dazu und das Sommertheater um den Weggang von Christian Thielemann im vergangenen Jahr war wohl erst der vergleichbar harmlose Auftakt, an dessen Ende alle Beteiligten irgendwie ihr Gesicht wahren konnten. Was jetzt abläuft gehört schon in eine andere Kategorie. Übrigens sind gerade Opernfestspiele...spricht jemand über die Aufführungen?
Links:
Rätselraten um die Nagano-Nachfolge
Brief Naganos an seine Fans
Die Macht des Intendanten
Samstag, 6. März 2010
Opern-Fanmeilen 2010

Bis vor wenigen Jahren war es nur eine Münchner Tradition - unter dem Titel Oper für alle präsentierte die Bayerische Staatsoper alljährlich gratis eine Produktion der Opernfestspiele live auf einer großen Leinwand vor dem Nationaltheater. Inzwischen ist das ganze zum Erfolgsmodell geworden, im Zeitalter der Fussball-Fanmeilen wollen alle ihr public viewing haben und die Besucher sind überraschend zahlreich dabei. Wenn das Wetter mitspielt sind immer wieder neue Rekordzahlen zu vermelden. Den Anfang macht in diesem Jahr die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die am 05. Juni 2010 die letzte Vorstellung im Stammhaus nach draussen auf den Bebelplatz überträgt, ehe sie für mindestens drei Jahre ins Schillertheater umzieht. In Tschaikowskys Eugen Onegin werden Rolando Villazon und René Pape zu erleben sein. Am Folgetag gibt es live auf dem Platz Tschaikowskys vierte Sinfonie mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. In München steht Puccinis Dauerbrenner Tosca in einer Neuproduktion von Luc Bondy auf dem Programm. Es wird die Vorstellung am 10. Juli 2010 übertragen unter der musikalischen Leitung von Fabio Luisi mit Karita Matilla, Jonas Kaufmann und Juha Uusitalo auf dem Besetzungszettel. Schon am 26. Juni 2010 dirigiert Kent Nagano auf dem Max-Josephs-Platz Debussy und Richard Strauss' Alpensinfonie. Auch die Bayreuther Festspiele setzen sehr erfolgreich auf Freiluft-Übertragungen, in diesem Sommer ist am 21. August 2010 die Walküre aus dem Ring von Tankred Dorst geplant, der heuer zum letzten Mal auf dem Plan steht. Die Übertragung von Tristan und Isolde im letzten Jahr wurde auch im Internet gestreamt. Ein etwas anderes Konzept hat man in Dresden entwickelt. Die Staatskapelle lädt da auch am 26. Juni 2010 zum klassik picknickt in den Großen Garten ein, was den Erlebniswert der Sache wesentlich erhöhen dürfte (es kostet auch 5 Euro Eintritt). Ist es doch angenehmer Klassik im Grünen sitzend zu genießen, als auf einem Steinplatz stehend. Mitwirkende und Programm steht aber aus spezfischen Dresdner Gründen noch nicht fest. Für alle denen die Anreise zu diesen Events zu weit ist oder die meinen, Oper kann man ohnhin nur in den entsprechenden Häusern erleben als Trost: Aufgrund der mittlerweile hochprofessionellen Verwertungsstrategien sind sämtliche übertragenen Aufführungen spätestens Weihnachten auf DVD im Handel!
Samstag, 16. Januar 2010
Germania nostra
Es gab großen Jubel insbesondere von den höheren Rängen bei der jüngst im Münchner Nationaltheater zu erlebenden Wiederaufnahme von Richard Wagners Tannhäuser, bereits nach den ersten beiden Akten und ganz besonders am Schluss. Nicht ganz zu Recht! Nach den vielen mehr oder weniger misslungenen Neuproduktionen der Ära Bachler hält sich der geneigte Stammbesucher nun also ans Repertoire, was bleibt ihm auch anderes übrig? Die Inszenierung von David Alden stand am Anfang der Intendanz von Sir Peter Jonas und konnte damals vor mehr als 15 Jahren sicher noch polarisieren und provozieren. Heute wirkt das Konzept, Tannhäuser als unverstandener, mit sich selbst uneiniger, intellektueller Künstler seltsam eindimensional und herbei geholt. Das kritische Potential der Inszenierung erschöpft sich im Zurschaustellen von ein paar nazideutschen Versatzstücken und einem übergroßen "Germania nostra" - Schriftzug auf der Bühnenrückwand. Der Rest ist symbolschwangeres Bildertheater aus dem Geist der achtziger Jahre.

Wahrscheinlich würde heute niemand mehr auf die Idee kommen, beim Tannhäuser auf eine eher psychologische Herangehensweise zu verzichten und die Geschichte aus den Figuren zu entwickeln. So ändern sich die Zeiten. Kent Nagano dirigiert nicht das erste Mal Wagner an der Staatsoper und wieder muss man sagen, es gelingt ihm nicht so richtig. Alles ist sehr durchhörbar und licht, aber der große Wurf, der konzeptionelle Durchgriff fehlt beinahe vollkommen. Man hört hin, aber es bewegt einen nicht. Unmotivierte Tempiwechsel tun ein übriges für den disperaten Gesamteindruck: Zerdehnte Passagen wechseln mit auftrumpfenden bei denen die Sänger schon mal in Bedrängnis kommen. Auch da gibt es große Unterschiede: John Treleaven macht was alle Sänger in dieser Mörderpartie tun, er spart sich viel, vielleicht zu viel, für den dritten Akt auf und ihm gelingen dann ein paar sehr schöne Momente. Trotz spielerischer Prägnanz, die wirklich erfreut, ist das aber zu wenig. (Aber welcher Sänger ist im Moment ein rollendeckender Tannhäuser? Premierenbesetzung in dieser Inszenierung war übrigens René Kollo!) Als Wolfram von Eschenbach kann Michael Volle mit vorzüglicher Sprachbehandlung und präziser musikalischer Gestaltung überzeugen, zu Recht erfährt er die meiste Zustimmung des Publikums. Sein kerniger Bariton scheint reif für größere Aufgaben.

Ebenso beeindruckend Waltraud Meier als alterslose verführerische Venus. Fast schon ein kleines Comeback, sie war seit dem Amtsantritt Bachlers nicht in der Staatsoper aufgetreten, spielt sie ihre all ihre Präsenz und Raffinesse wunderbar stimmig aus und bringt ihre umfangreiche musikalische und darstellerische Kapazität erneut in glückliche Übereinstimmung. Was für eine Sängerin! Auch Petra-Maria Schnitzer überzeugt als Elisabeth mit schönen vollen und runden Tönen, allerdings könnte man sich die ihre Auftrittsarie Dich teure Halle fulminanter und das Gebet innerlicher vorstellen. Von der Inszenierung wird sie ziemlich alleingelassen. Als langgedienter Landgraf ist Matti Salminen der Routinier mit großer Statur und ebensolcher Stimme, Akzente zu setzen gelingt ihm aber kaum noch. Fazit: Ein guter, aber kein großer Wagner-Abend!

Wahrscheinlich würde heute niemand mehr auf die Idee kommen, beim Tannhäuser auf eine eher psychologische Herangehensweise zu verzichten und die Geschichte aus den Figuren zu entwickeln. So ändern sich die Zeiten. Kent Nagano dirigiert nicht das erste Mal Wagner an der Staatsoper und wieder muss man sagen, es gelingt ihm nicht so richtig. Alles ist sehr durchhörbar und licht, aber der große Wurf, der konzeptionelle Durchgriff fehlt beinahe vollkommen. Man hört hin, aber es bewegt einen nicht. Unmotivierte Tempiwechsel tun ein übriges für den disperaten Gesamteindruck: Zerdehnte Passagen wechseln mit auftrumpfenden bei denen die Sänger schon mal in Bedrängnis kommen. Auch da gibt es große Unterschiede: John Treleaven macht was alle Sänger in dieser Mörderpartie tun, er spart sich viel, vielleicht zu viel, für den dritten Akt auf und ihm gelingen dann ein paar sehr schöne Momente. Trotz spielerischer Prägnanz, die wirklich erfreut, ist das aber zu wenig. (Aber welcher Sänger ist im Moment ein rollendeckender Tannhäuser? Premierenbesetzung in dieser Inszenierung war übrigens René Kollo!) Als Wolfram von Eschenbach kann Michael Volle mit vorzüglicher Sprachbehandlung und präziser musikalischer Gestaltung überzeugen, zu Recht erfährt er die meiste Zustimmung des Publikums. Sein kerniger Bariton scheint reif für größere Aufgaben.

Ebenso beeindruckend Waltraud Meier als alterslose verführerische Venus. Fast schon ein kleines Comeback, sie war seit dem Amtsantritt Bachlers nicht in der Staatsoper aufgetreten, spielt sie ihre all ihre Präsenz und Raffinesse wunderbar stimmig aus und bringt ihre umfangreiche musikalische und darstellerische Kapazität erneut in glückliche Übereinstimmung. Was für eine Sängerin! Auch Petra-Maria Schnitzer überzeugt als Elisabeth mit schönen vollen und runden Tönen, allerdings könnte man sich die ihre Auftrittsarie Dich teure Halle fulminanter und das Gebet innerlicher vorstellen. Von der Inszenierung wird sie ziemlich alleingelassen. Als langgedienter Landgraf ist Matti Salminen der Routinier mit großer Statur und ebensolcher Stimme, Akzente zu setzen gelingt ihm aber kaum noch. Fazit: Ein guter, aber kein großer Wagner-Abend!
Samstag, 7. November 2009
Tod im Kochstudio
Es gehörte zu den mit Staunen aufgenommenen Ankündigungen des neuen Intendanten der Bayerischen Staatsoper Nikolaus Bachler zu seinem Amtsantritt vor einem reichlichen Jahr, dass er am Haus jetzt Schauspiel betreiben wolle. Er setzt das um, indem er zwar im Schauspiel erfolgreiche Regisseure, die aber im Musiktheater noch keine Erfahrungen haben, mit Neuinszenierungen betraut. Der Letzte im Reigen der Debütanten war Stephen Kimmig, ihm hat Bachler Mozarts DON GIOVANNI anvertraut.

Um es vorwegzunehmen, die Sache ging gründlich schief. Kimmig macht neben vielen anderen den Kardinalfehler, dass er versucht aus der Musik Stimmungen und Bilder zu extrahieren und auf der Bühne abzubilden. Das doppelt im besten Falle, ist aber zumeist hilflos oder gar einfältig, denn die Bilderwelt die der Regisseur von seiner Ehefrau und Bühnenbildnerin Katja Hass erfinden lässt, kann der komplexen Bilder- und Ideenwelt der Oper natürlich nicht gerecht werden. Hier gehört nichts zusammen und es passt auch nichts. Eine sich stupide drehende Containerwelt, die ab und zu den Blick auf ein Kulisse gewordenes Vorurteil frei gibt. Alles ohne innere Bezüglichkeit, im Detail merkt man die Führung der Personen, vom Entwuf her ist es Rampentheater mit einer Drehbühne. Nur selten nimmt das Geschehen auf der Bühne die Dynamik der Musik auf. So geht Oper nicht!

So geht aber auch Mozart nicht. Was Kent Nagano da vorlegt, hat mit einer Interpretaion von Don Giovanni nicht viel zu tun. Keine Linie, keine Idee, kein Sinn für die dunklen Seiten der Musik, die filigranen Tempoabstufungen. Alles ist schön durchhörbar, aber es bleibt nichts zurück. Ganz flau der Einstieg in die Ouvertüre und sehr viel besser wird es dann im Laufe des Abends nicht mehr. Wirklich gemischt sind auch die Sängerleistungen. Besser als mit Mariusz Kwiechien kann man die Titelrolle wohl nicht besetzen, wenn es einen Bariton gibt, der auch einen reflektierten Don Giovanni spielen kann, dann er. Doch statt dessen wird tief und witzlos ins Sterotypen-Kästchen gegriffen. Das brandschatzende Macho-Tier mit südosteuropäischem Einschlag, dem es eigentlich um Titten geht und um nichts anderes. Auf der anderen Seite billige Weiblichkeit und denunzierende Alltags-Versatzstücke. Von einer Rezeptionsgeschichte, welche die Figur Don Giovanni schon seit Jahrzehnten in ihrer Gesamtheit und so auch als Opfer seiner selbst auslotet weiß die Inszenieurng gar nichts. Deswegen hat die Aufführung auch so überhaupt nichts mit uns heute zu tun, auch wenn sie sie das pausenlos behaupten will.

Dennoch überzeugt Kwiechien mit einer grandiosen stimmlichen Leistung, selten hat man die Rolle so ausgewogen gesungen gehört. An seiner Seite Alex Esposito als Leporello, beide sind in der Kombination schon in diversen Produktionen aufgetreten, er macht seine Sache gut und präszise. Vom Publikum nicht ganz zurecht am meisten gefeiert wurde Pavol Breslik als Don Ottavio, er singt schön und beseelt, dass er sich in das Konzept der Figur nicht hinein findet, wen wundert es? Bei den Frauen gibt es ein Grundproblem: Donna Anna und Donna Elvira sind stimmlich einfach zu leicht besetzt (und Zerlina zu schwer). So kommt auch hier nichts so richtig zusammen. Elli Dehn schafft es nicht die emotionale Bandbreite der Donna Anna über die Rampe zu bringen und auch Maija Kovalevska tut sich mit ihrer Donna Elvira schwer. Und Zerlina (Laura Tatulescu) ist musikalisch eigentlich sehr viel weniger explizit erotisch unterwegs als sie das hier tun muss. Eine der vielen Ungereimtheiten der Inszenierung.

Das Fazit: Eine der wichtigsten Premieren der Saison ist zum Desaster geworden, nicht ganz unvorhersehbar. Das ist mehr als schade. Wäre da nicht die gelungene Szene, dass Don Giovanni beim Kochen durch einen Herzinfarkt vom Tode ereilt wird, der Abend wäre vollkommen entbehrlich. Da scheint aber für ein paar Takte auf, was sein könnte: plausibles, stimmiges Musiktheater, welches mit einer gelungen Umsetzung einer heiklen Szene überrascht. Kwiechien und Esposito singen sich in einen kleinen Rausch hinein, das wirkt bis hinunter in den Graben und dann kommt ganz en passant der Tod. Entgrenzung und Absturz ganz ohne Moral, davon handelt Mozarts Don Giovanni - hoffentlich bald wieder!

Um es vorwegzunehmen, die Sache ging gründlich schief. Kimmig macht neben vielen anderen den Kardinalfehler, dass er versucht aus der Musik Stimmungen und Bilder zu extrahieren und auf der Bühne abzubilden. Das doppelt im besten Falle, ist aber zumeist hilflos oder gar einfältig, denn die Bilderwelt die der Regisseur von seiner Ehefrau und Bühnenbildnerin Katja Hass erfinden lässt, kann der komplexen Bilder- und Ideenwelt der Oper natürlich nicht gerecht werden. Hier gehört nichts zusammen und es passt auch nichts. Eine sich stupide drehende Containerwelt, die ab und zu den Blick auf ein Kulisse gewordenes Vorurteil frei gibt. Alles ohne innere Bezüglichkeit, im Detail merkt man die Führung der Personen, vom Entwuf her ist es Rampentheater mit einer Drehbühne. Nur selten nimmt das Geschehen auf der Bühne die Dynamik der Musik auf. So geht Oper nicht!

So geht aber auch Mozart nicht. Was Kent Nagano da vorlegt, hat mit einer Interpretaion von Don Giovanni nicht viel zu tun. Keine Linie, keine Idee, kein Sinn für die dunklen Seiten der Musik, die filigranen Tempoabstufungen. Alles ist schön durchhörbar, aber es bleibt nichts zurück. Ganz flau der Einstieg in die Ouvertüre und sehr viel besser wird es dann im Laufe des Abends nicht mehr. Wirklich gemischt sind auch die Sängerleistungen. Besser als mit Mariusz Kwiechien kann man die Titelrolle wohl nicht besetzen, wenn es einen Bariton gibt, der auch einen reflektierten Don Giovanni spielen kann, dann er. Doch statt dessen wird tief und witzlos ins Sterotypen-Kästchen gegriffen. Das brandschatzende Macho-Tier mit südosteuropäischem Einschlag, dem es eigentlich um Titten geht und um nichts anderes. Auf der anderen Seite billige Weiblichkeit und denunzierende Alltags-Versatzstücke. Von einer Rezeptionsgeschichte, welche die Figur Don Giovanni schon seit Jahrzehnten in ihrer Gesamtheit und so auch als Opfer seiner selbst auslotet weiß die Inszenieurng gar nichts. Deswegen hat die Aufführung auch so überhaupt nichts mit uns heute zu tun, auch wenn sie sie das pausenlos behaupten will.

Dennoch überzeugt Kwiechien mit einer grandiosen stimmlichen Leistung, selten hat man die Rolle so ausgewogen gesungen gehört. An seiner Seite Alex Esposito als Leporello, beide sind in der Kombination schon in diversen Produktionen aufgetreten, er macht seine Sache gut und präszise. Vom Publikum nicht ganz zurecht am meisten gefeiert wurde Pavol Breslik als Don Ottavio, er singt schön und beseelt, dass er sich in das Konzept der Figur nicht hinein findet, wen wundert es? Bei den Frauen gibt es ein Grundproblem: Donna Anna und Donna Elvira sind stimmlich einfach zu leicht besetzt (und Zerlina zu schwer). So kommt auch hier nichts so richtig zusammen. Elli Dehn schafft es nicht die emotionale Bandbreite der Donna Anna über die Rampe zu bringen und auch Maija Kovalevska tut sich mit ihrer Donna Elvira schwer. Und Zerlina (Laura Tatulescu) ist musikalisch eigentlich sehr viel weniger explizit erotisch unterwegs als sie das hier tun muss. Eine der vielen Ungereimtheiten der Inszenierung.

Das Fazit: Eine der wichtigsten Premieren der Saison ist zum Desaster geworden, nicht ganz unvorhersehbar. Das ist mehr als schade. Wäre da nicht die gelungene Szene, dass Don Giovanni beim Kochen durch einen Herzinfarkt vom Tode ereilt wird, der Abend wäre vollkommen entbehrlich. Da scheint aber für ein paar Takte auf, was sein könnte: plausibles, stimmiges Musiktheater, welches mit einer gelungen Umsetzung einer heiklen Szene überrascht. Kwiechien und Esposito singen sich in einen kleinen Rausch hinein, das wirkt bis hinunter in den Graben und dann kommt ganz en passant der Tod. Entgrenzung und Absturz ganz ohne Moral, davon handelt Mozarts Don Giovanni - hoffentlich bald wieder!
Montag, 6. Juli 2009
So zieht das Unheil in dies Haus
Hochkarätig besetzt sollte es der abschließende Höhepunkt nicht nur der Münchener Opernsaison werden: die Lohengrin-Premiere an der Bayrischen Staatsoper. Daraus wurde leider nichts und Anja Harteros und Jonas Kaufmann sind zwar wunderbare Sänger, aber sicher nicht das neue Operntraumpaar, als welches sie annonciert wurden.

Mit Spannung wurden die Rollendebüts von Jonas Kaufmann als Lohengrin und Anja Harteros erwartet, restlos glücklich konnte man mit dem Gebotenen nicht sein. Kaufmanns recht baritonal gefärberter Tenor setzt sich immer durch, aber mühelos gelingt ihm das nicht. Er zeigt einen sehr menschlichen Lohengrin mit vielen berückenden Momenten und einer sehr emotionalen und zurückgenommenen Gralserzählung. Sein Gesangsstil hat mitunter italienische Anklänge, das gilt auch für Anja Harteros. Ihre Elsa gerät eine Spur zu souverän, zu dramatisch. Ein paar innerliche, zaghafte Töne könnten die Figur plastischer machen. Ihre Stimme ist groß und wirklich makellos, aber die Elsa gerät bei ihr als Schwester der Traviata und das stimmt so dann doch nicht. Als Ortrud häufiger im Einsatz ist Michaela Schuster, sie hat eine klare Haltung zur Figur, ihr Gesang wirkt aber über weite Strecken eindimensional und lässt die dunklen, beschwörenden Farben vermissen. Sehr kraftvoll geht Wolfram Koch den Telramund an, verhebt sich damit aber und muss gegen Ende sehr kämpfen. Ein repektables Rollendebüt liefert Christoph Fischesser als König Heinrich, er singt die recht schwierige Rolle über weite Strecken ordentlich, er hat noch Spielraum, was die Gestaltung angeht. Evgeny Nikitin hat als Heerrufer hin und wieder Probleme mit der deutschen Sprache, das darf in einer Festspielpremiere eigentlich nicht passieren.

Kent Nagnao hat das Werk gut einstudiert, kommt aber so ziemlich ohne jeden interpretatorischen Ansatz durch die fünf Stunden. Vieles ist zu laut, erschreckend viele Choreinsätze wackeln (was sicher auch der problematischen Aufstellung des Chores geschuldet ist). Ein paar schöne Momente gelingen, von einem musikalischen Erlebnis ist diese Aufführung leider sehr weit entfernt. Über die Inszenierung kann auch kaum Posititves berichtet werden. Regisseur Richard Jones interessiert sich überhaupt nicht für den utopischen Gehalt des Werkes, er setzt die Geschichte von Elsa und Lohengrin als kleines Glück in Szene, welches sich durch den gemeinsamen Bau eines Eigenheimes mit viel Holz äußert. Das trägt überhaupt nicht, schon nach wenigen Minuten weiß man nicht mehr, wo man bei diesem uninspiriert hässlichen Bühenbild noch hinschauen soll. Lohengrin kommt im T-Shirt und mit Turnschuhen und heiratet Elsa dann als Handwerkerbursch. Als sie sich nach seinem Namen erkundigt (beinahe nebenbei) ist für ihn die Beziehung zu Ende, er setzt das kleine hölzerne Kinderbett in Brand. Alles passiert eher zufällig, nichts ist zwingend oder hat irgendeine Logik. Entsprechend unbeholfen und im wahrsten Sinne hölzern agieren auch alle Beteiligten auf der Bühne. Da werden die Spielpartner angeschaut, noch ehe sie angefangen haben zu singen oder sie werden komplett ignoriert. Man glaubt es kaum! Viele Details sind schlicht unverständlich, Bezüge fehlen. Mit spanndem und wirkungsvollem Musiktheater, welches sich die Bayrische Staatsoper neuerdings auf die Fahnen geschrieben hat, will das nichts zu tun haben. Das ganze Konzept der Inszenierung ist völlig ungeeignet sich dem Inhalt und den Ideen des Werkes irgendwie zu nähern, man verspürt überhaupt keine Leidenschaft. Wenn am Schluss der ganze Chor Pistolen gegen sich selbst richtet hat man keine Fragen mehr. Schade!

Mit Spannung wurden die Rollendebüts von Jonas Kaufmann als Lohengrin und Anja Harteros erwartet, restlos glücklich konnte man mit dem Gebotenen nicht sein. Kaufmanns recht baritonal gefärberter Tenor setzt sich immer durch, aber mühelos gelingt ihm das nicht. Er zeigt einen sehr menschlichen Lohengrin mit vielen berückenden Momenten und einer sehr emotionalen und zurückgenommenen Gralserzählung. Sein Gesangsstil hat mitunter italienische Anklänge, das gilt auch für Anja Harteros. Ihre Elsa gerät eine Spur zu souverän, zu dramatisch. Ein paar innerliche, zaghafte Töne könnten die Figur plastischer machen. Ihre Stimme ist groß und wirklich makellos, aber die Elsa gerät bei ihr als Schwester der Traviata und das stimmt so dann doch nicht. Als Ortrud häufiger im Einsatz ist Michaela Schuster, sie hat eine klare Haltung zur Figur, ihr Gesang wirkt aber über weite Strecken eindimensional und lässt die dunklen, beschwörenden Farben vermissen. Sehr kraftvoll geht Wolfram Koch den Telramund an, verhebt sich damit aber und muss gegen Ende sehr kämpfen. Ein repektables Rollendebüt liefert Christoph Fischesser als König Heinrich, er singt die recht schwierige Rolle über weite Strecken ordentlich, er hat noch Spielraum, was die Gestaltung angeht. Evgeny Nikitin hat als Heerrufer hin und wieder Probleme mit der deutschen Sprache, das darf in einer Festspielpremiere eigentlich nicht passieren.

Kent Nagnao hat das Werk gut einstudiert, kommt aber so ziemlich ohne jeden interpretatorischen Ansatz durch die fünf Stunden. Vieles ist zu laut, erschreckend viele Choreinsätze wackeln (was sicher auch der problematischen Aufstellung des Chores geschuldet ist). Ein paar schöne Momente gelingen, von einem musikalischen Erlebnis ist diese Aufführung leider sehr weit entfernt. Über die Inszenierung kann auch kaum Posititves berichtet werden. Regisseur Richard Jones interessiert sich überhaupt nicht für den utopischen Gehalt des Werkes, er setzt die Geschichte von Elsa und Lohengrin als kleines Glück in Szene, welches sich durch den gemeinsamen Bau eines Eigenheimes mit viel Holz äußert. Das trägt überhaupt nicht, schon nach wenigen Minuten weiß man nicht mehr, wo man bei diesem uninspiriert hässlichen Bühenbild noch hinschauen soll. Lohengrin kommt im T-Shirt und mit Turnschuhen und heiratet Elsa dann als Handwerkerbursch. Als sie sich nach seinem Namen erkundigt (beinahe nebenbei) ist für ihn die Beziehung zu Ende, er setzt das kleine hölzerne Kinderbett in Brand. Alles passiert eher zufällig, nichts ist zwingend oder hat irgendeine Logik. Entsprechend unbeholfen und im wahrsten Sinne hölzern agieren auch alle Beteiligten auf der Bühne. Da werden die Spielpartner angeschaut, noch ehe sie angefangen haben zu singen oder sie werden komplett ignoriert. Man glaubt es kaum! Viele Details sind schlicht unverständlich, Bezüge fehlen. Mit spanndem und wirkungsvollem Musiktheater, welches sich die Bayrische Staatsoper neuerdings auf die Fahnen geschrieben hat, will das nichts zu tun haben. Das ganze Konzept der Inszenierung ist völlig ungeeignet sich dem Inhalt und den Ideen des Werkes irgendwie zu nähern, man verspürt überhaupt keine Leidenschaft. Wenn am Schluss der ganze Chor Pistolen gegen sich selbst richtet hat man keine Fragen mehr. Schade!
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