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Montag, 15. August 2016
Mariss Jansons dirigiert Opern in Salzburg
Der weithin geschätzte Maestro Mariss Jansons kann aufgrund seiner umfangreichen Verpflichtungen bei diversen Spitzenorchestern im sinfonischen Bereich viel zu selten für die Übernahme von Operndirigaten gewonnen werden. Der neue Chef der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser hatte offenbar Überzeugungskraft und Glück: Wie bereits durchgesickert ist (die offizielle Verkündung des Programms findet erst im Herbst statt) wird Jansons im kommenden Jahr eine Neuproduktion von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk dirigieren. Eine reizvolle Aufgabe für den akribisch arbeitenden Schostakowitsch-Experten, Regie soll Andreas Kriegenburg führen. Interessante Vergleichsmöglichkeiten ergeben sich für das Publikum, weil die Bayerischen Staatsoper für diesen Herbst eine Neuproduktion eben desselben Stückes ankündigt, mit Kirill Petrenko im Graben und Harry Kupfer am Regiepult. Für den Sommer 2018 kehrt Jansons erneut zu den Salzburger Festspielen zurück, dann steht Tschaikowskis Pique dame auf dem Programm. Die aktuelle Produktion des Stückes aus Amsterdam, ebenfalls mit Mariss Jansons als Dirigenten, kann derzeit auf The Opera Platform abgerufen werden.
Sonntag, 4. September 2011
Zweites Schostakowitsch-Festival in Gohrisch
Im kleinen Urlaubsort Gohrisch in der Sächsischen Schweiz in der Nähe von Dresden finden im September zum zweiten Mal die Internationalen Schostakowitsch Tage statt. Das in Kooperation mit der Staatskapelle Dresden durchgeführte Festival widmet sich ausschlielich dem Schaffen des russischen Komponisten, Dimitri Schostakowitsch hielt sich 1960 für einige Zeit in Gohrisch auf und schrieb hier sein berühmtes achtes Streichquartett op. 110. Neben verschiedenen kammermusikalischen Werken stehen in diesem Jahr auch eine Filmaufführung und eine Lesung auf dem Programm. Stand im September 2010 nur eine "Konzertscheune" zur Verfügung wird es jetzt ein extra aufgebautes Konzertzelt mit höherer Kapazität geben. Die Musiker der Staatskapelle Dresden verzichten übrigens auf ihre Gage, nur deswegen kann dieses Festival überhaupt statt finden. Viel Erfolg!
Freitag, 15. Juli 2011
Gergiev mit Schostakowitsch-Zyklus in München

Mit zwei verschiedenen Orchestern realisiert Valery Gergiev in der kommenden Saison in München die Aufführung eines kompletten Zyklus aller 15 Sinfonien von Dimitri Schostakowitsch. In der Philharmonie am Gasteig werden sowohl die Münchner Philharmoniker, wie auch das Orchester des St. Petersburger Marinskij-Theaters auftreten. Die sieben Konzerttermine liegen zwischen November 2011 und Juli 2012. Schostakowitsch gehört auch zum Stammrepertiore des ebenfalls in Münchnen tätigen Mariss Jansons mit seinem BR-Symphonieorchester, für das Publikum bestehen also interessante Vergleichsmöglichkeiten.
Donnerstag, 3. Februar 2011
Die Münchner Philharmoniker 2011/12

Die Münchner Philharmoniker haben als eines der ersten großen deutschen Orchester ihre neuen Saisonplanungen vorgestellt. Die erste Spielzeit ohne Christian Thielemann ist von durchaus spannender Solidität gekennzeichnet, die wirklich spektakulären Höhepunkte fehlen. Lorin Maazel - noch nicht als Chef im Amt - wird aber bereits vier Programme leiten. Das berühmte augebuchte Thielemann-Abo wird jetzt von Lorin Maazel, Kent Nagano und Zubin Metha gemeinsam bestritten. Ob die eingeplanten Dirigenten "mit Namen" Alan Gilbert, Ivor Bolton, Georges Prêtre und Christoph Eschenbach mehr als nur gehobene Routine bieten wird sich zeigen. Interessant die Verpflichtung des jungen Andrés Orozco-Estrada für gleich zwei Porgramme. Der bereits laufende Mahler-Zyklus wird vervollständigt und Valery Gergiew reist mehrfach für Schostakowitsch-Sinfonien an. Es werden erfreulicherweise die eher selten gespielten Nummern 1, 4, 5, 11, 14 und 15 zu hören sein. Für Februar 2012 ist ein konzertanter Berlioz-Faust unter Stéphane Denève angekündigt, auch das sicher ein Höhepunkt der neuen Saison.
Donnerstag, 4. November 2010
Dirigent Rudolf Barschai gestorben

Der aus Russland stammende Dirigent Rudolf Barschai ist am Dienstagabend im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben. Er war seit längerem sehr krank und hatte deshalb auch im September das späte Debüt mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden bei den ersten Internationalen Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch (Sächsische Schweiz) abgesagt. Barschai schrieb mit der vom Komponisten autorisierten Instrumentierung des 8.Streichquartetts von Schostakowitsch für Kammerorchester Musikgeschichte. Seine erfolgreiche Gesamtaufnahme der fünfzehn Sinfonien von Schostakowitsch mit dem WDR-Sinfonieorchester ist bis heute unter Musikfreunden weit verbreitet. Der 1924 geborene Barschai studierte Geige und Bratsche, er erhielt Kompositionsunterricht bei Schostakowitsch und im Jahr 1955 gründete er das Moskauer Kammerorchester. Nach Schostakowitschs Tod emigrierte er in den Westen, leitete das Israeli Chamber Orchestra und andere Klangkörper wie das London Symphony Orchestra und das Royal Philharmonic Orchestra.
Freitag, 3. September 2010
Neues Schostakowitsch-Festival in Sachsen

Dort wo der Freistaat Sachsen vielleicht am schönsten ist, mitten in der Sächsischen Schweiz, wird am übernächsten Wochenende ein neues Musikfestival aus der Taufe gehoben: die Internationalen Schostakowitsch-Tage. In Gohrisch - so heißt der Ort, auf unserem Foto der gleichnamige Felsen - wird ein dreitägiges Programm ausschließlich mit Werken des russischen Komponisten präsentiert. Dimitri Schostakowitsch komponierte hier im Jahr 1960 sein berühmtes Achtes Streichquartett c-Moll op. 110 als er im in der Nähe liegenden Dresden arbeitete und im damaligen Gästehaus des DDR-Ministerrates untergebracht war. Das Werk wird ebenso erklingen, wie sein berühmtes Cellokonzert. Im Wesentlichen getragen wird das Festival durch Musiker der Staatskapelle Dresden, auf die auch die Initiative für das Festival zurück geht. Mit Rudolf Barschai wird einer der Nestoren der Schostakowitsch-Aufführungspraxis dabei sein, ebenfalls eingeladen ist die Witwe Irina Antonowna Schostakowitsch. Insgesamt ein hochinteressantes und substantielles Projekt dem man nur gutes Gelingen und eine regelmäßige Fortsetzung wünschen kann.
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Presselink: Neues Deutschland
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