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Mittwoch, 29. März 2017
Salzburger Retro-Walküre am Ostersamstag auf 3sat
Die Salzburger Osterfestspiele bringen in diesem Jahr aus Anlass ihres fünfzigsten Jubiläums eine Neueinstudierung der Walküre aus dem Eröffnungsjahr 1967 zur Premiere. Damals stand Herbert von Karajan am Dirigentenpult und sorgte höchstselbst für die Inszenierung in der Ausstattung von Günther Schneider-Siemssen. Christian Thielemann beschränkt sich nun auf die musikalische Leitung, die Bühnenregie übernimmt Vera Nemirova. Mit Spannung erwartet werden die Debüts von Anja Harteros als Sieglinde und von Anja Kampe als Brünnhilde. Auch die anderen Partien sind hochkarätig besetzt: Siegmund ist Peter Seiffert, Hunding Georg Zeppenfeld und Wotan Vitalij Kowaljow. Den langen Abend wird 3sat am Ostersamstag (15. April 2017) ab 20.15 Uhr übertragen.
Donnerstag, 23. März 2017
Dresdner Lohengrin bei ARTE und bald auf DVD
Im Mai 2016 debütierte Anna Netrebko an der Dresdner Semperoper als Elsa und sang damit ihre erste Wagnerrolle - das Ereignis war viele Jahre im Voraus angekündigt und wurde mit Spannung erwartet. Es hat mehr als gut funktioniert, kurz danach hat sie mit zwei Vorstellungen in St. Petersburg nachgelegt. Ob sie die Elsa allerdings jemals wieder singen wird steht in den Sternen, im Moment sind keine weiteren Termine angekündigt. Gerüchte über einen Auftritt bei den Bayreuther Festspielen, wenn dort 2018 ein neuer Lohengrin herauskommt, wurden bislang nicht bestätigt. Jetzt wird aber endlich die Aufzeichnung der Dresdner Aufführung zugänglich, ARTE zeigt den Lohengrin am 30. April 2017 ab 22.50 Uhr in voller Länge. Und auch für die DVD-Veröffentlichung durch die Unitel kursiert schon seit längerem ein Coverentwurf. Die musikalische Leitung hatte selbstverständlich Christian Thielemann inne, neben Netrebko war ein kaum besser auszuwählendes Solistenensemble engagiert: Evelyn Herlitzius als Ortrud, Georg Zeppenfeld als König Heinrich, Tomasz Konieczny als Telramund und - als besonderer Clou - Piotr Beczala mit seinem Debüt in der Titelpartie, dem bislang auch keine weiteren Lohengrin-Auftritte folgten. Gespielt wurde die aufpolierte Uralt-Inszenierung von Christine Mielitz aus dem Jahr 1983, die noch im Dresdner Schauspielhaus, zwei Jahre vor der Wiedereröffnung der Semperoper zur Premiere kam.
Donnerstag, 22. Dezember 2016
Thielemann-Ring im Januar 2018 in Dresden
Die Semperoper Dresden kündigt für Januar/Februar 2018 zwei zyklische Aufführungen von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann an. Gezeigt wird nach wie vor die Inszenierung von Willy Decker, die gerade Schritt für Schritt wieder aufgenommen wird. In dieser Saison sind Das Rheingold und Siegfried dran. Auf dem Besetzungszettel stehen bislang keine überraschenden Namen: Petra Lang (Brünnhilde), Christa Mayer (Fricka, Erda, Waltraute), Georg Zeppenfeld (Fasolt, Fafner, Hunding), Andreas Schager (Siegfried), Albert Dohmen (Alberich), Gerhard Siegel (Mime) und Kurt Streit (Loge). Christian Thielemann hatte den kompletten Ring zuletzt in Bayreuth und in Wien dirigiert. Der Vorverkauf für die Zyklen beginnt am 25. Januar 2017, für Einzelvorstellungen später.
Donnerstag, 1. September 2016
Singt Anna Netrebko die Elsa in Bayreuth?
Es war eines der Ereignisse der vergangenen Opernsaison: Anna Netrebko debütierte in Dresden an der Semperoper als Elsa in Richard Wagners Lohengrin unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Sie überzeugte auf der ganzen Linie und schien mit ihrem Erfolg Gerüchte zu bestätigen, dass sie auch auf dem Grünen Hügel in dieser Partie auftreten werde. Bei den Bayreuther Festspielen steht die nächste Neuproduktion des Werkes im Jahr 2018 an, die musikalische Leitung hat dann wiederum Christian Thielemann - der damit den kompletten Bayreuther Werkkanon vor Ort absolviert haben wird. Die Inszenierung soll Alvis Hermannis übernehmen, die Ausstattung der eher als bildende Künstler bekannt Neo Rauch. So weit, so gut. Nun muss trotz aller verkündeten Begeisterung die Vorbereitung des Debüts in Dresden anstrengend gewesen sein: Christian Thielemann hatte es mir eingebleut, dass es auf die Worte ankommt. Er sagte, er wolle keine musikalischen Linien von mir hören, er wolle Tttexssssttt hören! Vokale! Konsonanten! Elsa war wirklich hart. Da sich die Netrebko wirklich raussuchen kann, was sie wann, wo und mit wem macht klang das wie die Einläutung eines geordneten Rückzugs aus dem deutschen Fach, in welches sie doch gerade erst so vielversprechend gestartet war. Nach ein paar öffentlichen Irritationen hat man sich jetzt auf die Sprachregelung verständigt: Wir sind in Verhandlungen! Also alles noch offen, ein bisschen Zeit ist ja noch bis 2018 und die Hoffnung stribt bekanntlich zuletzt, auch in Bayreuth.
Samstag, 26. März 2016
Salzburger Otello heute im Fernsehen und im Netz
Christian Thielemann dirigiert Giuseppe Verdi - das passiert leider nicht so oft, wie man sich das wünschen würde. Die gleichwohl eher gemischt aufgenomme Opernproduktion der diesjährigen Salzburger Osterfestspiele ist heute abend ab 20.15 Uhr auf 3sat in einer Aufzeichnung der Premierenvorstellung von vor einer Woche zu sehen. Für alle die nicht im Sendegebiet wohnen bietet die Plattform sonostream.tv einen (kostenpflichtigen) Livestram im Internet an. Wir wünschen schöne Ostern und gute Unterhaltung!
Dienstag, 16. Februar 2016
Thielemann dirigiert Walküre an der Semperoper
Nur wenige Abende pro Saison steht der musikalische Leiter der Staatskapelle Dresden auch im Orchestergraben der Semperoper. Jetzt ist es wieder so weit: Beginnend am kommenden Samstag dirigiert Christian Thielemann drei Aufführungen von Richard Wagners Die Walküre. Die Bestzung ist außerordentlich: Nina Stemme gibt die Brünnhilde, Petra Lang die Sieglinde und Christopher Ventris den Siegmund. Als Wotan ist erstmals an seinem Stammhaus Markus Marquardt zu erleben. Georg Zeppenfeld als Hunding und Christa Mayer als Fricka komplettieren das hochkarätige Ensemble. Sternstunde mit Ansage nennt man so etwas, hoffentlich ist das auch ein erster Schritt hin zu kompletten Aufführungen des Zyklus unter Thielemann in Dresden. Für die Vorstellung am 23.02. sind noch Restkarten erhältlich.
Sonntag, 7. Februar 2016
Carlos Álvarez singt den Jago in Salzburg
Eine weitere Umbesetzung in der Opernproduktion der diesjährigen Salzburger Osterfestspiele: Nachdem bereits Johan Botha die Titelpartie aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen musste (José Cura übernimmt) wird nun auch Dmitri Hvorostovsky nicht als Jago in Giuseppe Verdis Otello auftreten. Die Partie übernimmt der rollenerfahrene Bariton Carlos Álvarez. Hvorostovksy kämpft mit einem Hirntumor und muss seine Therapie fortsetzen, er konnte aber zuletzt einzelne Auftritte wahrnehmen. Wir wünschen beiden Sängern Kraft, alle Zeit, die sie brauchen und vollständige Genesung!
Montag, 18. Januar 2016
Umbesetzung in der Dresdner Walküre im Februar
An der Dresdner Semperoper steht im Februar eine Serie von drei Vorstellungen Die Walküre auf dem Spielplan. Als Siegmund war Johan Botha vorgesehen, der aus Krankheitsgründen alle Auftritte bis April diesen Jahres zurück legen musste. An seiner Stelle wird in Dresden Christopher Ventris singen. Die Aufführungen gehören zu den wenigen Opernabenden, die Christian Thielemann in diese Saison in seinem Stammhaus wahrnimmt. Erstaunlich ist es auf jeden Fall, dass dafür noch Karten erhältlich sind, Dresden tut sich wohl im Moment schwer, das überregionale Publikum anzuziehen. Der Besetzungszettel ist mit Nina Stemme, Petra Lang, Christa Mayer, Georg Zeppenfeld und Markus Marquardt mehr als attraktiv und die Aufführungen werden ziemlich sicher als Sternstunden mit Ansage aufgenommen werden!
Sonntag, 17. Januar 2016
José Cura übernimmt Otello in Salzburg
Umbesetzung bei der diesjährigen Hochglanzproduktion der Salzburger Osterfestspiele: Johan Botha ist erkrankt und muss alle seine Verpflichtungen bis April zurück legen. An seiner Stelle wird José Cura die Titelpartie in Giuseppe Verdis Otello übernehmen. In den letzten Jahren war es um Cura, der sich in den Neunzigern anschickte mindestens die drei Tenöre zu beerben, eher still geworden und es waren auch nicht mehr die ganz großen Häuser, an denen er auftrat. Er versucht schon seit längerem, nicht nur im Heldentenorfach zu reüssieren, sondern auch als Dirigent und als (oftmals sein eigener) Regisseur. Diese Ausflüge sind von wechselndem Erfolg gekrönt, was seinem mit als robust hinreichend beschriebenen Ego bislang kaum abträglich war. In der Salzburger Osterproduktion trifft er auf Christian Thielemann, der sich ebenfalls gern und deutlich zu Wort meldet. Das könnte spannend und interessant werden!
Mittwoch, 6. Januar 2016
Hänsel und Gretel aus Wien on demand
Noch bis zum 24.01.2016 kann die aktuelle Neuproduktion von Hänsel und Gretel an der Wiener Staatsoper komplett und kostenlos bei Arte Concert abgerufen werden. Die musikalische Leitung hat Christian Thielemann inne, die Inseznierung besorte der Brite Adrian Noble. Auf dem Besetzungszettel stehen Adrian Eröd, Janina Baechle, Ileana Tonca, Daniela Sindram und Michaela Schuster. Christian Thielemann wird in dieser Saison noch eine weitere Opernneuproduktion musikalisch neu einstudieren: Giuseppe Verdis Othello bei den Salzburger Osterfestspielen. In seinem Dresdner Stammhaus stehen dann noch Wiederaufnahmen von Die Walküre und Lohengrin auf dem Programm.
Donnerstag, 19. November 2015
Hänsel und Gretel neu an der Wiener Staatsoper
Zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung im Jahre 1955 steht heute abend an der Wiener Staatsoper Humperdincks Hänsel und Gretel auf dem Spielplan. Die Neuprouduktion steht unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Aus seinem Dresdner Stammhaus dürften neidvolle Blicke nach Wien gehen, denn in dieser Saison dirigiert Thielemann an der Semperoper keine Neuproduktion. Die Inszenierung stammt vom Briten Adrian Noble, der mit Händels Alcina bereits die Auftaktproduktion der Direktion von Dominique Meyer
Samstag, 25. Juli 2015
Bayreuth-Auftakt 2015 mit Premiere von Tristan und Isolde
Die diesjährigen Bayeruther Festspiele starten heute mit der langerwarteten Premiere von Tristan und Isolde in der Regie von Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. In den Titelpartieren sind Stephen Gould und Evelyn Herlitzius zu erleben, als König Marke Georg Zeppenfeld, als Brangäne Christa Mayer und als Kurwenal Iain Paterson. Nur wenige Einblick gab es im Vorfeld in die neue Inszenierung, es ist von geometrischen Formen die Rede und dass dem Nichtzusammenkommenkönnen von Tristan und Isolde auch räumlich Ausdruck verschafft wird. Der zweite Akt soll in einem Gefängnis spielen und Tristan im dritten Akt bereits tot. Musikalisch dürfte eine Sternstunde vorherzusagen sein, Christian Thielemann hat den Tristan zwölf Jahre nicht mehr dirigiert - in Bayreuth noch nie - und sich dem Extremwerk nun ganz neu angenähert. Ungewöhnlich aufreibend waren die letzten Wochen auf dem Grünen Hügel sicher auch wegen der zahlreichen kursierenden Gerüchte und Beschuldigungen zu diversen Themen. Da wird mittlerweile jedes Jahr viel Porzellan zerschlagen, was längst Bestandteil des Rituals ist. Man müsste das mal wissenschftlich untersuchen. Erstaunlich offen zeigten sich Katharina Wagner und Christian Thielemann in ungewöhnlich zahlreichen Interviews im Vorfeld der Eröffnung ohne jedoch konkret Stellung zu beziehen. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Ab sofort geht es also um Richard Wagner, endlich! Auch wer nicht im Besitz einer Festspielkarte ist bekommt Gelegenheit sich eine Meinung zu bilden: Der Bayerische Rundfunk überträgt die heutige Premiere ab 16 Uhr komplett live im Radio, in zwei Wochen wird die Aufführung dann im Kino und einen Tag später im Fernsehen übertragen. Und die bundesdeutsche Presse berichtet auch in diesem Jahr ausführlich...
Sonntag, 19. Juli 2015
Tristan und Isolde aus Bayreuth am 8.8.15 auf 3sat
Zum ersten Mal geben die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr eine Neuproduktion bereits im ersten Jahr in die mediale Verwertung. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Tristan und Isolde durch die bald alleinige Festspielchefin Katharina Wagner und in der musikalischen Leitung durch den neuberufenen Bayreuther Musikdirektor Christian Thielemann wird nicht nur am 07. August 2015 ab 15.45 Uhr in diversen Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen sein, sondern auch einen Tag später im Fernsehen, im gemeinsamen Kulturkanal der drei Länder. Ab 20.15 Uhr zeigt 3sat am 08. August 2015 den den kompletten Mitschnitt der Tristan-Aufführung vom Vortag ohne Pausen. Die Bayreuther Festspiele beginnen am kommenden Wochenende, in diesem Jahr gab es im Vorfeld außergewöhnlich viel vom üblichen Theaterdonner, ohne den das Musikfestival inzwischen kaum noch denkbar scheint. Dieser reichte von einem angeblichen Hügelverbot für die scheidenden Festspielchefi Eva Wagner-Pasquier über die überraschende Berufung von Christian Thielemann zum Musikdirektor bis hin zur erneuten, nun kurzfristigen Umbestzung der Isolde, die Partie wird jetzt von Evelyn Herlitzius gesungen. Die auch in Bayreuth erfahrene Sängerin zeigte sich bei ihren jüngsten Auftritten in Zürich und München als Elektra in Topform und das soll auch für den Tristan-Sänger Stephen Gould gelten. Beste Voraussetzungen als, damit es nun wieder verstärkt um die Kunst gehen könnte...
Donnerstag, 2. Juli 2015
Christian Thielemann ab sofort Musikdirektor in Bayreuth
Sicher nicht ganz zufällig sickerte die Personalie kurz nach der Berufung von Kirill Petrenko zum neuen Chef der Berliner Philharmoniker in der vergangenen Woche erstmals durch. Der von den Berlinern verschmähte Christian Thielemann ist ab sofort als Musikdirektor bei den Bayreuther Festspielen tätig, das Amt gab es als solches bislang nicht, bereits länger war Christian Thielemann aber als musikalischer Berater der Festspielleitung tätig. Details über das neue Aufgabengebiet sollen auf der tradtionellen Pressekonferenz zur Eröffnung der Festspiele bekannt gegeben werden. Eine völlig neue Leitungsstruktur auf dem Grünen Hügel ist aber bereits absehbar. Thielemann ist jetzt der starke Mann an der Seite der nunmehr alleinigen Festspielchefin Katharina Wagner. Das hatten viele Beobachter so nicht auf der Rechnung. Ein neues Licht wirft die Berufung auch auf die Hügel-Querelen der letzen Monate. Auf Thielemann dürften Kompetenzen der ausschiedenden Eva Wagner-Pasquier in Fragen der Sängerbesetzungen übergehen, auch bei der Auswahl der Dirigenten sollte er ein noch stärkeres Wort mitzureden haben. Dabei ist Bayreuth mit Andriss Nelsons, Philippe Jordan und Alain Altinoglu im Moment noch ganz gut aufgestellt. Im nächsten Jahr übernimmt dann auch noch der hochgeschätzte Altmeister Marek Janowski nach Jahrzehnten Opernabstinenz den Ring. Im Festspielorchester gibt es ohnehin eine ganz starke Dresdner Fraktion und das schon seit langer Zeit, die doppelte Machtbasis ist also gesichert. Es scheint, dass sich Thielemann auf ein längeres Verweilen in Dresden und Bayreuth einstellt, was für alle drei nicht die schlechteste Lösung sein muss. Sowohl die Festspiele, wie auch die Semperoper in Dresden müssen dringend in ruhiges Fahrwasser.
Donnerstag, 23. April 2015
Tristan aus Bayreuth am 7.8. im Kino
Auch in diesem Sommer zeigen die Bayreuther Festspiele wieder eine Aufführung aus dem Festspielhaus live im Kino, die Übertragung von Tristan und Isolde ist für den 07. August 2015 geplant. Regie bei dieser mit Spannung erwarteten Neuproduktion führt Festspielleiterin Katharina Wagner, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann. Tickets demnächst im Kino ihres Vertrauens!
Montag, 30. März 2015
Osterfestspiele Salzburg 2016
Mit Giuseppe Verdis Othello steht nach dem großen Erfolg von Cavallerina rusticana/I Pagliacci in diesem Jahr auch 2016 wieder eine italienische Oper im Mittelpunkt der Osterfestspiele in Salzburg. Johan Botha wird die Titelrolle singen, Dorothea Röschmann die Desdemona und Dimtri Hvorostovsky den Jago. Inszenieren wird der Franzose Vincent Boussard, bekannt für einen eher illustrierend-ästhetischen Regiestil und deswegen durchaus geeignet für das hochpreisige Festival. Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden bürgen weiterhin für den musikalischen Hochstandard, auch im Konzertprogramm, welches sich locker nach William Shakespeare ausrichtet und neben Hans Werner Henze auch eine Uraufführung von Manfred Trojahn enthält. Als zweiter Dirigent debütiert Vladmir Jurowski und zu den Gastsolisten gehören Anne-Sophie Mutter, die erstmalig mit Thielemann zusammen arbeitet, sowie Yefim Bronfman. Das komplette Programm ist hier nachzulesen.
Dienstag, 24. März 2015
Cavallerina rusticana und I Pagliacci aus Salzburg im TV
Erstmals steht in diesem Jahr das Operndoppel Cavallerina rusticana und I Pagliacci auf dem Programm der Salzburger Osterfestspiele. Nach Parsifal und Arabella eine interssante Auswahl für den dritten Jahrgang unter der Leitung der von Christian Thielemann. Für sängerischen Starglanz ist gesorgt, Jonas Kaufmann führt in den beiden Tenorpartien Canio und Turrido ein wohlsortiertes Solistenensemble an: Ambrogio Maestri, Liudmyla Monastyrska, Maria Agresta, Stefania Toczyska und noch einige andere in den kleineren Partien. Das kann man sich kaum besser wünschen. Das gilt auch für das Team. Regie führt der mit großen Formaten erfahrene Philipp Stölzl, er ist eine gute Wahl für die bieden inszenatorisch heiklen Verismo-Einakter auf einer ganz großen Bühne. Im Orchestergraben natürlich die Staatskapelle Dresden, die bei der (komplett neu besetzen) Übernahme in die Dresdner Semperoper im Januar 2016 zu erleben sein wird. Die Osterfestspiele melden übrigens alle Termine als ausverkauft, aber es gibt in diesem Jahr gleich zwei Gelegenheiten die Aufführung im Fernsehen zu schauen, am 06.04.2015 um 23.15 Uhr im ZDF (nur Cavallerina rusticana) und am 11.04.2015 um 20.15 Uhr den kompletten Abend auf 3sat.
Samstag, 21. März 2015
Parsifal aus Salzburg heute auf 3sat
Wer will das sehen? Johan Botha, eine der großen Tenostimmen unserer Zeit, als Parsifal im Grasanzug. Heute abend gibt 3sat um 20.15 Uhr noch einmal Gelegenheit, die vor zwei Jahren entstandene Neuproduktion der Osterfestspiele Salzburg in voller Länge anzuschauen. Dann bitte ins Archiv damit! Musikalisch war das eine gelungen bis reizvolle Produktion mit der Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden im Jahr 2013 kurzfristig die Osterfestspiele in Salzburg übernahmen, szenisch blieb dabei aber viel zu viel auf der Strecke. Ohne prägnanten Deutungswillen ist Richard Wagners Bühnenweihfestspiel eben nicht beizukommen, Illustration ersetzt nicht Interpretation. Das wird in im Laufe des langen Abends schmerzlich deutlich. Die einst geplante Übernahme der Inszenierung ins Repertoire der Dresdner Semperoper hat bis heute nicht statt gefunden, obwohl ein neuer Parsifal im Repertoire des Hauses wirklich fehlt. Wen wundert es!
Freitag, 20. März 2015
Tristan-Besetzung 2015 in Bayreuth steht fest
Vier Monate vor der Premiere haben die Bayreuther Festspiele jetzt die Besetzung der Neuproduktion Tristan und Isolde bekannt gegeben, eine Überraschung gibt es dabei nicht. Anja Kampe wird die Isolde singen und die ursprünglich eingeplante Eva-Maria Westbroek ersetzen, sie hat die Partie bereits in Glyndebourne bei der Ruhrtriennale 2011 gesungen (siehe Foto, Inszenierung von Willy Decker und unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko). Stephen Gould bleibt als Tristan an Bord. Als König Marke wird Georg Zeppenfeld angekündigt, als Brangäne Christa Mayer - beide schon länger bayreutherfahren. Als Kurwenal gibt Iain Paterson sein Debüt am Grünen Hügel, genauso wie Raimund Nolte als Melot, Kay Stiefermann als Steuermann und Tansel Akzeybek als junger Seemann und Hirt. Mit Tristan und Isolde tritt Festspielleiterin Katharina Wagner nach Die Meistersinger von Nürnberg
Donnerstag, 1. Januar 2015
ZDF-Csárdásfürstin aus Dresden on demand
Noch bis zum 04. Januar 2014 kann die konzertante Version von Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin, die am vergangenen Sonntag aus der Dresdner Semperoper übertragen wurde in der ZDF-Mediathek kostenlos abgerufen werden. Für Interessenten außerhalb Deutschlands hält der französische Anbieter medici.tv den Mitschnitt bereit. Unter der Leitung von Christian Thielemann spielt die Staatskapelle Dresden, als Sylva Varescu debütiert Anna Netrebko, sowie als Edwin Ronald ihr Tenorkollege Juan Diego Flórez. Die weiteren Partien sind mit Christina Landshamer, Pavol Breslik, Sebastian Wartig und Bernd Zettisch besetzt. Viel Freude beim Zusehen!
Und hier geht es zum Livestream des Arienabends von Juan Diego Flórez aus der Philharmonie am Gasteig München im Dezember 2014!
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