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Freitag, 12. August 2016

Die Liebe der Danae aus Salzburg heute in ORF 2













Der nicht mehr ganz unumstrittende Regisseur Alvis Hermannis hat bei den diesjährigen Salzburger Festspielen eine Neuinszenierung von Richard Strauss selten gespieltem Spätwerk Die Liebe der Danae herausgebracht. Das für Ensemble und Orchester gleichermaßen anspruchsvolle Werk sollte bereits bei den Festspielen im Jahre 1944 zur Uraufführung kommen, kam damals aber über eine Generalprobe nicht hinaus, da die Festspiele nach dem Attentat auf Adolf Hitler abgesagt wurden. Nun endlich wagt man eine neuen Versuch in Salzburg, ganz geglückt ist dieser aber nicht, wenn man den zahlreichen bislang veröffentlichten Berichten Glauben schenken darf. Musikalisch ist das Werk in besten Händen: Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker, Krassimira Stoyanova singt die Titelpartie. Die letzten zwei Salzburger Sommer gab sie eine wunderbare Marschallin im Rosenkavalier. Ab 21.20 Uhr gibt es heute abend auf ORF 2 eine zeitversetzte Übertragung.

Dienstag, 21. Juli 2015

Der Rosenkavalier aus Salzburg auf 3sat















Der Rosenkavalier in der Inszenierung von Harry Kupfer war einer der Höhepunkte der Salzburger Festspiele im vergangenen Jahr. Auch heuer steht die Aufführung wieder auf dem Spielplan, Ende August zum Ende der Festspiele in fast identischer Besetzung. 3sat sendet am Samstag, 25. Juli 2015 um 20.15 Uhr einen Mitschnitt aus dem Sommer 2014: Krassimira Stoyanova gibt die Marschallin, Sophie Koch den Octavian, Günther Groissböck den Ochs und Mojca Erdmann die Sophie. Es dirigeirt Franz Welser-Möst, der ehemalige Musikchef der Wiener Staatsoper.

Dienstag, 30. Juni 2015

Bayerische Staatsoper streamt Arabella-Neuproduktion














Programmänderung bei den beliebten Livestreams der Bayerischen Staatsoper: Am 11. Juli 2015 ab 19 Uhr wird die Neuproduktion von Richard Strauss Arabella, welche am kommenden Montag im Rahmen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele Premiere hat, als kostenloser Livestream im Internet gezeigt. Die Inszenierung verantwortet Filmregisseur Andreas Dresen, zum ersten Mal am Haus tätig. Die musikalische Leitung hat der Arabella-erfahrene Musikchef der Pariser Oper Philippe Jordan übernommen. Als Arabella ist mit Anja Harteros eine der führenden Strauss-Interpretinnen unserer Tage im Einsatz und der Rest der Besetzung geht auch in Ordnung. Da sollte also nichts schief gehen. Die ursprünglich für den 4.7. geplante Übertragung der zweiten Festspielproduktion Pelléas et Mélisande aus dem Prinzregententheter wurde dafür leider aus technischen Gründen abgesagt. Interessenten sollten sich um Restkarten für eine der verbleibenden Vorstellungen bemühen. Auch wenn das Publikumsecho zur Premiere angesichts der abstrakt-anspruchsvollen Inszenierung ziemlich gemischt ausfiel: Französische Oper in dieser musikalischen Qualität ist in München nur in absoluten Ausnahmefällen zu erleben.

Mittwoch, 30. Juli 2014

BR-Fernsehen zeigt Rosenkavalier aus Salzburg















Das Bayerische Fernsehen überträgt am 21. August 2014 eine der Hauptproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele. Altmeister Harry Kupfer inszeniert Richard Strauss Der Rosenkavalier in einer Traumbesetzung, Premiere wird am 01. August 2014 sein. Krassimira Stoyanova gibt ihr Debüt als Marschallin und ist damit endgültig in der nach wie vor dicht besetzen ersten Reihe der Sopranistinnen angekommen, ist sie doch seit Jahren eine der zuverlässigsten und wandlungsfähigsten Sängerinnen überhaupt. An ihrer Seite Mojca Erdmann als stimmstarke Sophie und die hochbewährte Sophie Koch als Octavian. Als Ochs debütiert Günther Groissböck, auf Wunsch des Regisseurs eine ungewohnt junge Besetzung, er dürfte - zumal als gebürtiger Österreicher - auf Jahre hinaus konkurrenzlos in der Partie sein. Die restliche Besetzung ist dem Anlass angemessen erlesen: Adrian Eröd als Faninal, Silvana Dussmann als Leitmetzerin, Stefan Pop als Sänger. Franz Welser-Möst hat die musikalische Leitung, ursprünglich vorgesehen war Zubin Metha, der schon vor längerm abgesagt hat.

Zum Vergleich: In der Arte-Mediathek ist immer noch die diesjährige Neuproduktion des Rosenkavalier aus Glyndebourne abrufbar!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Anja Harteros übernimmt Arabella von Renée Fleming













Renée Fleming wird die Arabella in der Übernahme der Produktion der Salzburger Osterfestspiele 2014 an die Dresdner Semperoper im Rahmen der dortigen Richard-Strauss-Tage im November diesen Jahres nicht singen. An ihrer Stelle soll Anja Harteros die Partie in den geplanten zwei Aufführungen übernehmen. Erst vor kurzem hatte sie in der Semperoper im Rahmen eines Galakonzertes der Staatskapelle Dresden zum Geburtstag von Richard Strauss unter der Leitung von Christian Thielemann "Mein Elemer" aus Arabella gesungen. Als Capriccio-Gräfin bleibt Fleming in Dresden für diesen Herbst weiter eingeplant. Wir hatten Anja Harteros bereits vor einigen Wochen zur Nachfolgerin von Renée Fleming im deutschen Fach ausgerufen, nicht ahnen könnend, dass es schon so bald so konkret werden würde.

Montag, 16. Juni 2014

Anja Harteros - die neue Richard-Strauss-Diva













Wir haben Renée Flemings ernorme Medienpräsenz in diesen Tagen des Richard-Strauss-Jubiläums auf diesem Blog bereits ausführlich gewürdigt, so dass nun Gelegenheit sein soll, zu schauen, wer ihr denn nachfolgen könnte, wenn die Diva früher oder später kürzer treten wird. Ohne Zweifel mit der besten Ausgangsposition in den Startlöchern steht die deutsche Sopranistin Anja Harteros. Sie hat - ähnlich wie Fleming vor Jahren - im italienischen Fach reüssiert und schickt sich jetzt Schritt für Schritt an, die großen Strauss-Partien zu erobern. Die Vier letzten Lieder gehören schon länger zu ihrem Konzertrepertoire, die Bühnenrollen kommen nun eine nach der anderen hinzu. Vor Jahren gab es bereits eine Serie als Feldmarschallin im Rosenkavalier in München; vergangene Woche stand sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Camilla Nylund und Christiane Goerke anlässlich des Jubiläums in einer Richard-Strauss-Gala unter der Leitung von Christian Thielemann auf der Bühne der Dresdner Semperoper (on demand auf Arte Concerts) und brachte eine vollendete Interpretation der großen Arie Meine Elemer aus Arabella zur Aufführung. Und heute abend nun wird sie unter der Leitung von Philippe Jordan den großen Schlussmonolog der Gräfin aus Capriccio in einer konzertanten Version in der Bastille-Oper in Paris interpretieren. Mit dem gleichen Programm gastiert sie am Donnerstag dieser Woche im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Im Herbst steht dann erstmals die Ariadne auf dem Programm, wiederum zunächst nur in einer einzelnen konzertanten Aufführung in der Berliner Philharmonie. Die Feldmarschallin gibt sie im Laufe der nächsten Saison zweimal: Unter der Leitung von Christian Thielemann an der Semperoper in Dresden und in einer Neuproduktion der Osterfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Abschließender Höhepunkt der kommenden Spielzeit dürfte die Neuproduktion der Arabella an der Bayerischen Staatsoper sein. Der erfolgreiche Kinoregisseur Andreas Dresen inszeniert erstmals an diesem Haus und die Produktion steht unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan. Damit schließt sich der Kreis zur heutigen Capriccio-Szene in Paris. Und auch Capriccio-Gräfin wird sie früher oder später szenisch interpretieren. Nicht in Eile, sondern besonnen und überlegt, so wie sie ihre mittlerweile unvergleichliche Karriere bereits seit Jahren vorantreibt.

Samstag, 14. Juni 2014

Renée Flemings Ariadne auf 3sat













Sie ist die erfolgreichste und auch die stilsicherste Strauss-Sängerin unserer Tage und als solche anlässlich des Jubiläums des Komponisten derzeit auf dem Fernsehschirm so präsent wie keine ihrer Kolleginnen: die hochgeschätzte amerikanische Sopranistin Renée Fleming. Nach der Arabella, die von den diesjährigen Osterfestspielen Salzburg übertragen wurde und dem Rosenkavalier aus Baden-Baden, der am vergangenen Wochenende gezeigt wurde gab es eine Aufzeichnung des eher selten gespielten Capriccio aus der Wiener Staatsoper (noch on demand auf Arte+7 zu sehen). Heute abend werden nun die Renée-Fleming-Festspiele komplettiert durch die Ariadne auf Naxos in einer Produktion aus dem letzten Jahr im Festspielhaus Baden-Baden. Die Staatskapelle Dresden spielt unter Christian Thielemann, auf der Bühnen stehen neben Renée Fleming eine illustre Solistenschar, angefangen von Robert Dean Smith als Bacchus, über Jane Archibald als Zerbinetta und Sophie Koch als Komponist, bis hin zum hochverdienten René Kollo als Haushofmeister. Beginn ist um 20.15 Uhr auf 3sat, danach folgt ein Filmessay über Richard Strauss Alpensinfonie unter dem Titel Der verkannte Visionär.



Dienstag, 10. Juni 2014

Richard-Strauss-Gala aus Dresden auf ARTE



Am morgigen 150. Geburtstag von Richard Strauss überträgt ARTE ein Galakonzert aus der Dresdner Semperoper mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann. Es wurden drei nicht ganz unbekannte Sopranistinnnen verpflichtet: Camilla Nylund, Anja Harteros und Christiane Goerke (erstzt die ursprünglich vorgesehene Nina Stemme). Dementsprechend opernlastig ist auch das Programm: Es erklingen instrumentale Ausschnitte aus Der Rosenkavalier, Feuersnot und Intermezzo sowie einzelne Szenen aus dem umfangreichen Opernwerk von Richard Strauss, wie der Schlussgesang der Salome, der Auftrittsmonolog der Elektra die Zweite Brautnacht aus der Ägyptischen Helena, der Schluss des ersten Aktes Arabella und die Schlusszene aus Daphne. Eine reizvolle Mischung aus beliebten und weniger bekannten Stücken, angesichts der aufgebotenen Besetzung dürfte das eine Sternstunde mit Ansage werden! Das Konzert wird übrigens auf den Vorplatz der Semperoper übertragen. Woanders sind solche public viewings schon wieder aus der Mode, in Dresden wohl noch nicht!


Sonntag, 8. Juni 2014

Capriccio aus der Wiener Staatsoper heute auf ARTE













Gestern abend brachte 3sat zum wiederholten Male den mittlerweile legendären Wernicke/Thielemann-Rosenkavalier aus Baden-Baden. Und die Renée-Fleming-Festspiele am Bildschirm gehen weiter. ARTE zeigt heute nacht um 00.10 Uhr im Rahmen eines Programmschwerpunktes zum Jubiäum von Richard Strauss eine Aufzeichnung von Capriccio aus der Wiener Staatsoper aus dem vergangenen Jahr. In einer Inszenierung von Marco Arturo Marelli brilliert die amerikanische Diva in einer ihrer Paraderollen. Live wird sie als Capriccio-Gräfin in diesem Herbst in einer Neueinstudierung der MET-Produktion in Chicago und zu den Strauss-Festtagen an der Semperoper Dresden zu erleben sein, dann unter der Leitung von Christian Thielemann und ebenfalls in einer Inszenieurng von Marco Arturo Marelli.

Bis zum 16.06.2014 kann die Aufzeichnung aus der Wiener Staatsoper on demand bei Arte+7 abgerufen werden. 

Ab sofort ist die Aufführung auch auf DVD und Blue-ray erhältlich:
Richard Strauss - Capriccio (Wiener Staatsoper 2013) [2 DVDs]


Sonntag, 11. Mai 2014

Rosenkavaljeren live aus Malmö













Malmö und Musik, da denken viele zuallererst an den Eurovision Song Contest im vergangenen Jahr (gestern machte ja in der diesjährigen Ausgabe ganz in der Nähe, nur wenige Kilometer über die Ostsee, verdient Österreich das Rennen!). In der südschwedischen Stadt gibt es aber auch ein renommiertes Opernhaus, welches u.a. Wirkungsstätte von Ingmar Bergman war. Vor wenigen Tagen hatte dort eine Neuproduktion von Der Rosenkavalier Premiere, die am kommenden Freitag (16. Mai 2014) auf der Plattform des Wiener Anbieters sonostream.tv weltweit und gratis in HD-Qualität übertragen wird. Die Inszenierung stammt von dem hierzulande noch kaum bekannten Direkter der Moskauer Helikon-Oper Dimitri Bertman, der für seine ziemlich nah bei Strauss und Hofmannsthal bleibende Interpretation Ansätze aus der commedia del arte verwendet. Die musikalische Leitung hat der finnische Komponist Leif Segerstam übernommen. In den Hauptpartien dominieren skandinavische Sänger. Die Marschallin gibt mit Charlotta Larsson eine  Strauss-erfahrende Sängerin, Sophie wird von der jungen schwedischen Sopranistin Sophie Asplund interpretiert und als Octavian debütiert die aus Ungarn stammende Mezzosopranistin Dorottya Láng. Mit Rúni Brattaberg steht ein erfahrener Ochs auf der Bühne, der ab kommender Saison zum Ensemble der Oper Leipzig gehört. Die Übertragung ist eine schöne Gelegenheit im Jubiläumsjahr von Richard Strauss, dessen Rosenkavalier in einer Neuinterpretation zu erleben, zumal sich die großen Häuser mit Neuproduktionen oder Übertragungen merklich zurück halten.

Donnerstag, 27. März 2014

Simone Kermes & Fauré Quartett mit Strauss und Mahler






















Das dürfte bisher die interessanteste Neuerscheinung im Richard-Strauss-Jubiläumsjahr sein. Das berühmte Fauré Quartett und die nicht minder berühmte Simone Kermes bringen gemeinsam eine CD mit Liedern von Richard Strauss heraus. Mit persönlicher Erlaubnis der Strauss-Urenkelin wurden die Klavierstimmen von Dietrich Zöllner für eine Quartettbesetzung arrangiert. Das ist überaus gelungen, die Lieder klingen aufregend neu, spröde und werfen eine ganz anderes Licht auf den Komponisten Strauss. Simone Kermes, die - wie man jetzt bemerkt - als gehypte Barocklady immer nur einen Teil ihrer Begabung ins Spiel bringt, zeigt sich hier vollkommen zurückgenommen und dennoch hochmusikalisch und in erstaunlicher stimmlicher Verfassung. Mit ihrem instrumental geführten Sopran stellt sie sich ganz in den Dienst der Gesamtinterpretation, ein kongeniales Zusammenwirken mit dem Quartett. Die Unbedingtheit der jugendlichen Gefühlswallungen findet hier eine ideale Balance in Tiefe und Ausdruck. Selten hat man die Zueignung oder Allerseelen so zart, intensiv und ohne fahlen Schmelz gehört. Ideal kontrastiert mit Gustav Mahler ist diese aufregende Produktion ein wirkliches Kleinod und gehört in jeden Plattenschrank! Hier geht es direkt zur CD: Strauss & Mahler-Piano Quartets & Lieder

Sonntag, 16. März 2014

Elektra aus Aix nochmals auf ARTE



Der weithin geschätzte deutsch-französische Kulturkanal ARTE zeigt heute im Abendprogramm eine wirkliche Hommage an zwei große Künstler, den im Vorjahr verstorbenen Regisseur Patrice Chéreau und den Komponisten Richard Strauss. Die Elektra im letzten Sommer in Aix-en-Provence war Chéreaus letzte Arbeit. Esa-Pekka Salonen dirigiert, Evelyn Herlitzius, Waltraud Meier, Adrianne Pieczonka singen....mehr muss man wirklich nicht dazu sagen! Für eine Woche wird die Aufführung auf ARTE+7 abzurufen sein...

Freitag, 31. Januar 2014

Richard Strauss Feuersnot als Livestream aus München











Das Richard-Strauss-Jahr nimmt nun auch in München langsam Gestalt an, am vergangenen Wochenende brachte das Rundfunkorchester des BR in seiner verdienstvollen Reihe konzertanter Opernaufführungen im Prinzregententheater die frühe und selten gespielte Feuersnot zur Aufführung. Unter der Leitung von Ulf Schirmer präsentierte sich ein wirklich gut disponiertes Sängerensemble, aus welchem Simone Schneider und Markus Eiche in den großen Partien noch heraus ragten, außerdem unbedingt zu erwähnen der wunderbar präsente Kinderchor. In der Musik hört man bereits erstaunlich viel vom älteren Strauss und muss ständig an Richard Wagners Meistersinger denken, auf die das Ganze irgendwie auch eine Parodie ist. Die Handlung spielt übrigens komplett auf der Sendlinger Straße in München, dennoch wünscht man sich auch nach der gelungenen konzertanten nicht unbedingt auch eine szenische Aufführung, so reizvoll dieser - von Strauss gar nicht nett gemeinte - Abend auch immer war. Dann lieber doch eines von den ebenso zu Unrecht selten gespielten späteren Werken! Für alle, die sich darüber eine eigene Meinung bilden möchten: Die Feuersnot kann auf der Homepage des BR noch für einige Tage als Livestream on demand nachgehört werden. Die Semperoper in Dresden zeigt im Juni übrigens drei halbszenische Aufführungen des Stücks unter freiem Himmel!

Samstag, 18. Januar 2014

Elektra-Premiere in Dresden

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs















Die Sächsische Staatsoper läutet das Strauss-Jahr am Sonntag mit einer Elektra-Premiere ein, am Pult steht Christian Thielemann höchstselbst. Musikalisch dürfte bei der Besetzung mit Evelyn Herlitzius, Waltraud Meier, Anne Schwanewilms, René Pape, Frank van Aken und Nadine Secunde (als Aufseherin) nichts schief gehen. Bei der Inszenierung von Schauspielregisseurin Barbara Frey bleibt das abzuwarten. Die letzte Dresdner Elektra-Produktion stammte von Ruth Berghaus und ist mit ihrem Turm auf der Bühne längst Legende. Ebenso schwer dürfte die Deutungstiefe der aktuellen Inszenierung von Patrice Chéreau zu übertreffen sein, die der im Herbst letzten Jahres verstorbene Regisseur 2013 in Aix-en-Provence heraus gebracht hat.

Donnerstag, 21. November 2013

Die Frau ohne Schatten als Livestream und auf 3sat













Heute beginnt an der Bayerischen Staatsoper in München endgültig eine neue Ära und zwar die des neuen Generalmusikdirektors Kirill Petrenko. Wie genau vor 50 Jahren zur Wiedereröffnung steht Richard Strauss Die Frau ohne Schatten auf dem Spielplan, Regie bei dieser Neuproduktion führt Krzysztof Warlikowski. Alle Termine sind bereits ausverkauft, es besteht nur noch die vereinzelte Chance auf Restkarten. Am 01. Dezember 2013 wird die Aufführung sowohl im kostenlosen Livestream-Programm der Bayerischen Staatsoper, wie auch zeitversetzt ab 19 Uhr auf 3sat übertragen.


Donnerstag, 18. Juli 2013

Elektra live aus Aix-en-Provence


Morgen abend ist es soweit, aus Aix-en-Provence wird die neue Elektra in der Inszenierung von Patrice Chéreau auf arteliveweb übertragen. Die drei Hauptpartien sind mit Evelyn Herlitzius als Elektra, Waltraud Meier als Klytämnestra und Adrienne Piezconka herausragend besetzt. Ohne Zweifel ist diese Produktion bereits einer der Höhepunkte der sommerlichen Opersaison 2013. Der Livestream ist für mehr als zwei Monate abrufbar und die Inszenierung wird in den nächsten Jahren um die Welt gehen, von Berlin bis Tokyo!



Mittwoch, 17. April 2013

Christoph Waltz inszeniert Rosenkavalier














Der zweifach oscarprämierte Schauspieler Christoph Waltz geht unter die Opernregisseure, am 15. Dezember 2013 hat seine Inszenierung von Richard Strauss Der Rosenkavalier Premiere in Antwerpen. Die Besetzung ist mit Christiane Karg, Maria Bengtsson, Stella Doufexis und Albert Pesendorfer absolut hochkarätig, es dirigiert der Antwerpener Generalmusikdirektor Dimitri Jurowski. Im Jahr 2016 wird diese Produktion an das Royal Opera House Covent Garden in London gehen, dann mit Renée Fleming als Marschallin und unter der musikalischen Leitung von Andris Nelsons. Für diese Übernahme sollte die Produktion nicht zu sehr von Waltz aktuellem Stammregisseur Quentin Tarantino inspiriert sein (von dem man auch mal eine Operninszenierung sehen möchte!)






Donnerstag, 28. März 2013

Arabella in Salzburg 2014



Das Programm der Salzburger Osterfestspiele 2014 wird erwartungsgemäß dem Jubilar Richard Strauss gewidmet. Im Mittelpunkt steht eine Neuproduktion von Arabella mit Renée Fleming in der Titelrolle und Thomas Hampson als Mandryka, Dirigent ist natürlich Christian Thielemann. In dieser Konstellation sollte Arabella vor einigen Jahren bereits in Zürich heraus kommen, aber das Projekt hatte sich zerschlagen. Bei den Berliner Philharmonikern gab es im vorvergangenen Jahr einen großen Richard-Strauss-Abend mit den beiden Solisten unter Thielemann, in dessen Verlauf auch Ausschnitte aus Araballa zur Aufführung kamen (und von der auch die Videos stammen). In den neunziger Jahren hat Thielmann das Stück an der New Yorker Metropolitan Opera dirigiert. In Salzburg spielt dann selbstverständlich die Staatskapelle Dresden, das neue Residenzorchester der Osterfestspiele. Mit der Inszenierung wurde Florentine Klepper betraut, die noch junge Regisseurin inszeniert noch in dieser Saison Der fliegende Holländer neu an der Semperoper in Dresden. Warum hat man eigentlich nicht auf die Pariser Inszenierung von Marco Arturo Marelli aus dem vergangenen Jahr zurück gegriffen, in der Renée Fleming bereits einen großen Erfolg feiern konnte? Die würde auf Grund ihrer repräsentativen und fulminanten Entfaltung des Stücks wunderbar ins Salzburger Festspielhaus und zu den Osterfestspielen passen! Nach dem inszenierungstechnisch missratenen Start mit dem Parsifal in diesem Jahr sollte da besser nichts mehr schief gehen. Das weitere Programm der Osterfestspiele umfasst Werke von Strauss, Mozart und Rihm, neben Thielemann dirigiert auch Christoph Eschenbach, Anja Harteros kommt mit den Vier letzten Liedern. Die Kartenpreise bleiben extrem teuer, aber es darf auf eine TV-Ausstrahlung gehofft werden, die hoffentlich viel kurzweiliger wird als die des Parsifal in diesem Jahr!






Sonntag, 24. März 2013

Anja Harteros in München "im Fokus"













Die hochgeschätzte, aber wegen ihrer zahlreichen Absagen mittlerweile auch umstrittene Sopranistin Anja Harteros wird in der kommenden Saison ein Art von artist in residence bei den Münchner Philharmonikern sein. Die Unternehmung nennt sich im Im Fokus und umfasst drei Programme: das Verdi-Requiem sowie zwei unterschiedliche Programme mit Liedern von Richard Strauss unter Lorin Maazel (einmal mit Vier letzte Lieder) und bringt Fauré und Chausson in einem Kammerprogramm. An der Bayerischen Staatsoper singt Harteros in diesem Jahr noch zwei Verdi-Premieren: Il trovatore im Juli und La forza del destino im Dezember, für die Opernfestspiele im Juli 2014 ist ihr hiesiges Rollendebüt als Tosca eingeplant. Wohl in keiner anderen Stadt wird die Ausnahmesängerin in den nächsten Monaten so präsent sein. Wenn sie die Termine singt, dann ist alles gut. Wenn nicht, wird sich die Kritik auch hier verdichten. In London, wo sie so gut wie jeden ihrer Auftritte in den vergangenen Jahren gecancelt hat gibt man sich schon länger not amused. Bereits seit den Anfängen ihrer internationalen Karriere hat Anja Harteros nur dann gesungen, wenn sie wirklich in Topform war, sicher ist das auch ein Grund für den nach wie vor makellosen Zustand ihrer Stimme. Dennoch produzierten ihre häufigen Absagen, vollkommen losgelöst von deren Gründen, immer öfter große Enttäuschung beim Publikum, insbesondere weil die Ersatzvarianten weder dem Status von Anja Harteros, noch den von den Häusern auch aufgrund ihrer Mitwirkung aufgerufenen Eintrittspreisen entsprachen. Bei allem Respekt vor der menschlichen und künstlerischen Integrität der Sängerin bleibt deswegen immer auch ein Rest von Unsicherheit, wenn ihr Name ins Spiel kommt.



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