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Mittwoch, 31. Dezember 2014

Simona Šaturová springt für Diana Damrau ein














Umbesetzung beim Silvesterkonzert der Münchner Philharmoniker: Diana Damrau hat sich krank gemeldet, für sie springt Simona Šaturová ein. Die aus Bratislava stammende Sopranistin hat in den vergangenen Jahre häufig an La monnaie in Brüssel und an der Oper in Essen gesungen. Manfred Honeck hat die musikalische Leitung, es erklingt ein dem Anlass entsprechendes Programm von Bizet über Gounod und Offenbach bis zu Johann Strauss. Das Münchner Publikum ist ungemein starfixiert und Neuentdeckungen gegenüber kaum aufgeschlossen, es dürfte also wieder Karten geben.

Samstag, 19. Juli 2014

Gergiev dirigiert Gedenkkonzert für Maazel














Der am vergangenen Wochenende verstorbene Dirigent Lorin Maazel war mit München auf besondere Weise verbunden, er hatte Chefpositionen sowohl beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wie auch bei den Münchner Philharmonikern inne. Musiker aus beiden Orchestern spielen am kommenden Montag, 21.7.2014 in der Jesuitenkirche St. Michael in München ein Gedenkkonzert für Maazel, welches von seinem Nachfolger bei den Philharmonikern, Valery Gergiev dirigiert wird. Auf dem Programm steht Johannes Brahms Ein deutsches Requiem, Solisten sind Christiane Karg und Georg Zeppenfeld. Der Bayerische Rundfunk überträgt das Konzert im Radio und weltweit im Internet als Video-Webstream.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Lorin Maazel hört in München auf













Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker Lorin Maazel hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung nieder gelegt. Er ist bereits mehrere Monate erkrankt und musste Verpflichtungen nicht nur bei seinem Stammorcherster, sondern auch bei den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern absagen. Die kommende Saison 2014/15 sollte seine letzte in München sein, dementsprechend umfangreich ist das mit ihm geplante Programm, welches jetzt umbesetzt werden muss. Beim von ihm an seinem Wohnort gegründeten Festival in Castelton/Virigina will er auch in diesem Sommer präsent sein.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Jubel und Protest - Gergiev in München















Draußen Protest, drinnen Jubel - so lief der gestrige Strawinsky-Abend in der Münchner Philharmonie im Gasteig. Vor dem Konzert protestierten mehrere hundert Aktivisten der schwullesbischen Szene, drin gab Valery Gergiev ein zu recht umjubeltes Konzert. Ein Programm mit Werken nur von Igor Strawinsky, hierzulande selten gespielt. Nach nervösem Beginn finden Dirigent und Musiker schnell eine gemeinsame Sprache, prachtvoll disponiert die groß besetzten Instrumentengruppen, engagierte Solisten an vier Flügeln und ebenso vielen Gesangspositionen. Der riesige Chor klingt zwar gar nicht russisch, aber trotzdem gut. Hier findet etwas zusammen, musikalisch hochspannend, ein Versprechen. Abschließender Höhepunkt ein wunderbar leicht musizierter Feuervogel in der Originalversion, großartig wie Gergiev hier die einzelnen Motive herausarbeitet, ohne Effekthascherei, immer das Ganze im Blick. Das Orchester folgt ihm ohne Einschränkungen, am Ende für alle erlösender Jubel. Die Stadt München hat verlauten lassen, dass sie an Gergiev als künftigem GMD festhalten will, gleichwohl noch mal ihre Position festgezurrt, dass für jegliche Diskriminierung kein Raum ist und er selbst möchte sich mit Vertretern der Szene treffen. Wenn auf diese Weise aus der berechtigten Empörung ein nachhaltiges Ergebnis folgt hätten alle gewonnen und ganz besonders die Münchner Philharmoniker. Musik ist eben doch nicht unpolitisch und das ist gut so!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Proteste gegen Gergiev in München














Schon länger steht der vielreisende Valery Gergiev unter Beschuss und zwar wegen seiner Nähe zum russischen Staatspräsidenten Putin und insbesondere wegen der repressiven Haltung des russischen Staates gegenüber Homosexuellen. In München, wo der Dirigent ab 2015 Chefdirigent der Philharmoniker wird (der Vertrag ist unterzeichnet) und wo er ab heute ein Strawinsky-Programm dirigiert, könnte sich das nun zum Problem auswachsen. Nicht nur die kulturelle Öffentlichkeit ist inzwischen hellhörig geworden. Die Münchner Opernintendanten Bachler und Köpplinger forderten ein klares Bekenntnis gegen Diskriminierung. Der beginnende städtische Wahlkampf findet ein neues Thema. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gestern reagierte Gergiev ausweichend und hat sich nur halbherzig von früheren Aussagen distanziert. Für den heutigen Abend sind Proteste angekündigt und erste Stimmen werden laut, die fragen, ob unter diesen Umständen das Engagement von Gergiev überhaupt noch zu halten ist.

Montag, 20. Mai 2013

Münchner Philharmoniker für den FC Bayern



Mia san mia! Spitzenklasse in München hält zusammen. Unter diesem Motto haben die Münchner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefs Lorin Maazel anlässlich des Champions-League-Finales am kommenden Samstag in London eine Hymne zur Unterstützung der ebenfalls ortsansässigen Fussballmannschaft FC Bayern aufgenommen. Nicht ganz uneigennützig, kann ein bisschen zurückstrahlender Glanz den Philharmonikern doch nicht schaden, die sich in der Liga der Münchner Konzertorchester mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks um den Spitzenplatz streiten und dabei nicht so oft gewinnen, wie ihnen das wohl recht wäre.






Sonntag, 24. März 2013

Anja Harteros in München "im Fokus"













Die hochgeschätzte, aber wegen ihrer zahlreichen Absagen mittlerweile auch umstrittene Sopranistin Anja Harteros wird in der kommenden Saison ein Art von artist in residence bei den Münchner Philharmonikern sein. Die Unternehmung nennt sich im Im Fokus und umfasst drei Programme: das Verdi-Requiem sowie zwei unterschiedliche Programme mit Liedern von Richard Strauss unter Lorin Maazel (einmal mit Vier letzte Lieder) und bringt Fauré und Chausson in einem Kammerprogramm. An der Bayerischen Staatsoper singt Harteros in diesem Jahr noch zwei Verdi-Premieren: Il trovatore im Juli und La forza del destino im Dezember, für die Opernfestspiele im Juli 2014 ist ihr hiesiges Rollendebüt als Tosca eingeplant. Wohl in keiner anderen Stadt wird die Ausnahmesängerin in den nächsten Monaten so präsent sein. Wenn sie die Termine singt, dann ist alles gut. Wenn nicht, wird sich die Kritik auch hier verdichten. In London, wo sie so gut wie jeden ihrer Auftritte in den vergangenen Jahren gecancelt hat gibt man sich schon länger not amused. Bereits seit den Anfängen ihrer internationalen Karriere hat Anja Harteros nur dann gesungen, wenn sie wirklich in Topform war, sicher ist das auch ein Grund für den nach wie vor makellosen Zustand ihrer Stimme. Dennoch produzierten ihre häufigen Absagen, vollkommen losgelöst von deren Gründen, immer öfter große Enttäuschung beim Publikum, insbesondere weil die Ersatzvarianten weder dem Status von Anja Harteros, noch den von den Häusern auch aufgrund ihrer Mitwirkung aufgerufenen Eintrittspreisen entsprachen. Bei allem Respekt vor der menschlichen und künstlerischen Integrität der Sängerin bleibt deswegen immer auch ein Rest von Unsicherheit, wenn ihr Name ins Spiel kommt.



Donnerstag, 24. Januar 2013

Valery Gegiev wird Chefdirigent in München












Bereits vor einer Woche gemeldet ist es ab heute amtlich: Valery Gergiev wird neuer Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Er löst 2015 Übergangschef Lorin Maazel ab, der das Orchester nach dem Weggang von Christian Thielemann übernommen hat. Gegievs Vertrag läuft bis 2020, er bleibt weiterhin Chef des Petersburger Mariinski-Theaters, welches noch in diesem Jahr eine zweite Spielstätte eröffnen wird. Sein Engagement als Principal Conductor des London Symphony Orchestra wird er dagegen aufgeben. Gergiev ist einer der vielbeschäftitgsten Stars des internationalen Klassikbetriebs, ein charismatischer Pultkünstler, allerdings auch reichlich unorthodox in seiner Terminplanung. Die entsprechende Anektodensammlung wird durch ihn wohl wesentlich erweitert werden. Er hat das Orchester bereits mehrere Male dirigiert (das nächste Mal wieder kommende Woche), beide Seiten wissen also, worauf sie sich einlassen. Der von Gergiev in der vergangenen Saison im Münchner Gasteig dirigierte Zyklus aller Schostakowitsch-Symphonien war einer der wenigen wirklichen Höhepunkte des Musikjahres und hat die Neugierde auf Kommendes geweckt. Dennoch verbinden sich mit seiner Berufung auch Zweifel. Der große Gasteig muss gefüllt werden und dafür glaubt man auf zugkräftige Namen setzen zu müssen. Dafür steht Gergiev und in der leidigen Münchner Konzertsaaldiskussion wird er ein paar interessante Akzente setzen. Aber für ihn wird die Stadt immer ein Arbeitsort neben vielen anderen sein. Ein Problem, was es schon mit James Levine gab, auch so ein großer Name, der dann nicht alle in ihn gesetzten Hoffungen erfüllen konnte. Die Entscheidung für Gergiev ist verständlich, mutig ist sie nicht. War doch Maazel geholt worden um in Ruhe nach einem neuen jungen Musikchef suchen zu können. Dirigiert haben mehr als eine Handvoll denkbare Kandidaten von Lionel Bringuier bis Philippe Jordan, der Funke ist aber offenbar bei keinem übergesprungen. Auch nicht beim vielerorts hochgehandelten Andris Nelsons, um den ja sogar halböffentlich geworben wurde. Gergiev hätte man auch gleich anstelle von Maazel verpflichten können. Aber nicht alles Wünschbare ist auch machbar und vielleicht tut der anarchistische Autark Gergiev den ziemlich langweilig gewordenen Münchner Philharmonikern auch so richtig gut. Die schlechteste Lösung ist er gewiss nicht, auf eine gute Zeit!

Freitag, 15. Juli 2011

Gergiev mit Schostakowitsch-Zyklus in München


Mit zwei verschiedenen Orchestern realisiert Valery Gergiev in der kommenden Saison in München die Aufführung eines kompletten Zyklus aller 15 Sinfonien von Dimitri Schostakowitsch. In der Philharmonie am Gasteig werden sowohl die Münchner Philharmoniker, wie auch das Orchester des St. Petersburger Marinskij-Theaters auftreten. Die sieben Konzerttermine liegen zwischen November 2011 und Juli 2012. Schostakowitsch gehört auch zum Stammrepertiore des ebenfalls in Münchnen tätigen Mariss Jansons mit seinem BR-Symphonieorchester, für das Publikum bestehen also interessante Vergleichsmöglichkeiten.

Freitag, 8. April 2011

Zubin Metha dirigiert Münchner Benefizkonzert


In der Münchner Philharmonie am Gasteig findet am 02. Mai 2011 um 20 Uhr ein gemeinsames Benefizkonzert der drei großen Münchner Orchester für die Erdbebenopfer in Japan statt. Zubin Metha wird ein Orchester dirigieren, das aus Musikern des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks, der Münchner Philharmoniker und des Bayerischen Staatsorchesters besteht, drei Klangkörper, die ansonsten eher eine feindlich-freundliche Konkurrenz pflegen. Auf dem Programm steht die IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, das Solistenquartett besteht aus Lioba Braun, Anja Kampe, Klaus Florian Vogt und Michael Volle. Der Erlös des Konzerts kommt in vollem Umfang dem Japansichen Roten Kreuz zu Gute. Das Konzert wird live auf BR-Klassik übertragen.

Freitag, 11. März 2011

Valery Gergiev mit Erschöpfungssyndrom


Der russische Dirigent musste wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms ein Dirigat an der Metropolitan Opera New York zurück legen. In der Vorstellung von Boris Godunow übernahm für ihn sein Kollege Pavel Smelkov. Gergiev leitet nicht nur das rennomierte St. Petersburger Marinskij-Theater, sondern ist seit mehr als zwei Jahrzehnten auch einer der Jet-Set-Stars des internationalen Klassikbetriebes. Regelmäßig tritt er in Baden-Baden, Salzburg, London und New York auf. Sein besonderer Einsatz gilt dabei dem unbekannten russischen Opernrepertoire. Außerdem machten viele der St. Petersburger Ensemble-Mitglieder Weltkarriere, Anna Netrebko und Olga Borodina sind die bekanntesten davon. In der kommenden Saison wird Gergiev einen Schostakowitsch-Zyklus mit den Münchner Philharmonikern aufführen.

Montag, 7. März 2011

Thielemann für Totaloperation am Gasteig


Münchens scheidender Orchesterchef Christian Thielemann hat sich kurz vor seinem Weggang nochmals in die Diskusssion über die Konzertsaal-Situation in der Stadt eingeschalten. Er empfielt im Gespräch mit einer Münchner Tageszeitung eine totale Entkernung und einen kompletten Umbau der Philharmonie im Gasteig. Es wäre endlich an der Zeit für einen Befreiungsschlag, München müsse groß denken und Ehrgeiz entwickeln, wie es die Stadt immer wieder getan hätte. Thielemann glaubt auch, dass die gemeinsame Nutzung der Philharmonie durch die Münchner Philharmoniker und das BR-Symphonieorchester möglich ist. Beide Orchester müssten dafür von ihrem hohen Ross herunter. Das auch überregional hoch gehandelte BR-Orchester unter seinem Chef Mariss Jansons sperrt sich gegen eine solche Lösung und hofft nach wie vor auf einen eigenen Konzertsaal in der bayerischen Landeshauptstadt. Der hat allerdings nur Chancen wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und danach sieht es im Moment in München gar nicht aus. Selbst für Insider sind die Grenzlinien der Debatte nur schwer zu beschreiben. Insofern kommt Thielemanns Aufforderung zum Befreiungsschlag zum richtigen Zeitpunkt!

Samstag, 5. März 2011

Diskussion um neuen Konzertsaal in München


Die Diskussion um einen neuen Konzertsaal in der bayerischen Landeshauptstadt gewinnt an Dynamik, nachdem sich OB Christian Ude jetzt sehr deutlich gegen einen solchen ausgesprochen hat. Auf der Seite des Freistaates hat sich unlängst eine Arbeitsgruppe konstituiert, welche die (immer zahlreicher werdenden) Standortvorschläge für einen Neubau untersuchen soll. Wichtigste Aufgabe des neuen Saales wäre es, Stammhaus für das rennomierte BR-Symphonieorchester von Mariss Jansons zu sein, welches bislang im Herkulessaal in der Residenz nur unzureichend untergebracht ist. Eine gemeinsame Nutzung des Gasteigs mit den Münchner Philharmonikern gilt als kompliziert, aber nicht unmöglich. Über die Phase des Ideensammelns ist das Projekt eines Neubaus allerdings noch nicht hinaus gelangt. Eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde will am Montag, 14. März 2011 über die Möglichkeiten für einen Neubau diskutieren. Auf dem Podium werden Maestro Mariss Jansons, Roland Berger, Bariton Christian Gerhaer, Minister Wolfgang Heubisch und Christian Ude sitzen. Da die Veranstaltung längst ausverkauft ist wird der Fernsehsender BRalpha live übertragen!

Montag, 28. Februar 2011

Die beste aller Welten in München


Mit einer gelungenen konzertanten Aufführung von Leonard Bernsteins Candide erfreuten die Münchner Philharmoniker ihr Publikum am Ende des Monats Februar. Das Orchester ist gewiss keine Bigband, muss es auch gar nicht, bei solcher Spielfreude und Virtuosität. Das könnte aber alles gern noch ein bisschen schmutziger klingen. An Kristjan Järvi liegt das nicht, der dirigiert den Bernstein genau mit dem richtigen Maß zwischen Linie und Entfaltung und hält alles hochmusikalisch auf gelungene Weise zusammen. Das ist auch notwendig, denn dramaturgisch ist diese Oper nicht der großer Wurf und bei vielen instrumentalen Passagen fehlt die wirkliche Notwendigkeit, genau wie die musikalische Rafinesse. Eine solche konzertante Aufführung steht und fällt natürlich mit der Besetzung der schwierigen Soloparts und da gibt es nur Gutes zu berichten. Patricia Petitbon macht Glitter and Be Gay zum Bravourstück, was ihr an stimmlicher Durchschlagskraft fehlt kompensiert sie clever mit Präsenz und Prägnanz. Großes Kino! Wunderbar leicht gesungen der Candide von Marco Panuccio, ein Ereignis übergreifender Art die Old Lady, verkörpert von Kim Criswell. Bis in den kleineren Partien eine überraschend ausgewogene und präzise agierende Besetzung - Kompliment! Im Glas von Otto Sander - der die Zwischentexte von Loriot spricht - muss tatsächlich Rotwein gewesen sein, denn im zweiten Teil hat der Schauspieler immer wieder Mühe wirklich am Text zu sein. Aber das tut dem Amüsement der Zuschauer keinen Abbruch, im Gegenteil. Gelobt werden muss auch der Philharmonische Chor, der seine umfangreiche Aufgabe mit Engagement und Klangstärke meistert. Erfreulich grundsätzlich der Einsatz der farbigen Beleuchtung in der Philharmonie, aber hier wurde wohl des Guten zu viel getan, man hätte stattdessen Übertitel zeigen sollen. Aber das war nur der Wermutstropfen in einem ansonsten rundum gelungen Opernkonzert.

Freitag, 4. Februar 2011

Ray Lorin Maazel Charles


Die Münchner Wintersonne am gestrigen Vormittag war dann wohl doch zu kräftig...der künftige Chef der Münchner Philharmoniker bei der Vorstellung des Saisonprogramms 2011/12.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Die Münchner Philharmoniker 2011/12


Die Münchner Philharmoniker haben als eines der ersten großen deutschen Orchester ihre neuen Saisonplanungen vorgestellt. Die erste Spielzeit ohne Christian Thielemann ist von durchaus spannender Solidität gekennzeichnet, die wirklich spektakulären Höhepunkte fehlen. Lorin Maazel - noch nicht als Chef im Amt - wird aber bereits vier Programme leiten. Das berühmte augebuchte Thielemann-Abo wird jetzt von Lorin Maazel, Kent Nagano und Zubin Metha gemeinsam bestritten. Ob die eingeplanten Dirigenten "mit Namen" Alan Gilbert, Ivor Bolton, Georges Prêtre und Christoph Eschenbach mehr als nur gehobene Routine bieten wird sich zeigen. Interessant die Verpflichtung des jungen Andrés Orozco-Estrada für gleich zwei Porgramme. Der bereits laufende Mahler-Zyklus wird vervollständigt und Valery Gergiew reist mehrfach für Schostakowitsch-Sinfonien an. Es werden erfreulicherweise die eher selten gespielten Nummern 1, 4, 5, 11, 14 und 15 zu hören sein. Für Februar 2012 ist ein konzertanter Berlioz-Faust unter Stéphane Denève angekündigt, auch das sicher ein Höhepunkt der neuen Saison.

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