Sonntag, 4. Januar 2015

Arienabend mit Juan Diego Flórez aus München on demand













Wer von dem aus Peru stammenden Tenor Juan Diego Flórez bei seinen Operettenausflügen im Dresdner Silvesterkonzert (mit ZDF-Livestream) noch nicht genug bekommen hat kann ihn in einer Übertragung aus der Münchner Philharmonie im Gasteig in seinem Stammrepertoire bewundern. Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Manuel López-Gómez und auf dem Programm stehen ausgewählte Arien und Ouvertüren von Georges Bizet, Adolphe Adam, Léo Delibes, Jules Massenet, Gaetano Donizetti, Hector Berlioz, Charles Gounod und Jacques Offenbach. Viel Spaß beim Anschauen!

Donnerstag, 1. Januar 2015

ZDF-Csárdásfürstin aus Dresden on demand













Noch bis zum 04. Januar 2014 kann die konzertante Version von Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin, die am vergangenen Sonntag aus der Dresdner Semperoper übertragen wurde in der ZDF-Mediathek kostenlos abgerufen werden. Für Interessenten außerhalb Deutschlands hält der französische Anbieter medici.tv den Mitschnitt bereit. Unter der Leitung von Christian Thielemann spielt die Staatskapelle Dresden, als Sylva Varescu debütiert Anna Netrebko, sowie als Edwin Ronald ihr Tenorkollege Juan Diego Flórez. Die weiteren Partien sind mit Christina Landshamer, Pavol Breslik, Sebastian Wartig und Bernd Zettisch besetzt. Viel Freude beim Zusehen!

Und hier geht es zum Livestream des Arienabends von Juan Diego Flórez aus der Philharmonie am Gasteig München im Dezember 2014!

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Simona Šaturová springt für Diana Damrau ein














Umbesetzung beim Silvesterkonzert der Münchner Philharmoniker: Diana Damrau hat sich krank gemeldet, für sie springt Simona Šaturová ein. Die aus Bratislava stammende Sopranistin hat in den vergangenen Jahre häufig an La monnaie in Brüssel und an der Oper in Essen gesungen. Manfred Honeck hat die musikalische Leitung, es erklingt ein dem Anlass entsprechendes Programm von Bizet über Gounod und Offenbach bis zu Johann Strauss. Das Münchner Publikum ist ungemein starfixiert und Neuentdeckungen gegenüber kaum aufgeschlossen, es dürfte also wieder Karten geben.

Montag, 29. Dezember 2014

Neue Isolde für Bayreuth 2015















Noch sind die Sängerbesetzungen für die Bayreuther Festspiele 2015 nicht veröffenticht. Doch in einer zentralen Partie der mit Spannung erwarteten Neuproduktion von Tristan und Isolde in der Regie von Festspielchefin Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann gibt es eine Änderung. Eva-Maria Westbroek, seit mehreren Jahren für diese Rolle angekündigt, hat die Partie zurück gelegt. An ihrer Stelle soll Anja Kampe die Isolde singen, sie ist derzeit im Bayreuther Ring als Sieglinde im Einsatz, wofür dann auch Ersatz gesucht werden müsste. (Und vielleicht mit dem Bayreuther Eigengewächs Edith Haller gefunden werden könnte!) Anja Kampe hat die Isolde bereits sehr erfolgreich auf den Festivals in Glyndebourne und zur Ruhrtriennale gesungen.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Anna Netrebko debütiert heute als Csárdásfürstin im ZDF













Zwei außergewöhnliche Debeüts gibt es heute abend in der Dresdner Semperoper: Anna Netrebko ist erstmalig als Sylva Varescu zu erleben und ihr Kollege Juan Diego Flórez als Edwin Ronald. Im diesjährigen Silvesterkonzert führt die Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann die Operette Die Csárdásfürstin konzertant auf. Es erklingen nicht nur Ausschnitte, sondern das gesamte Werk wird konzertant dargeboten. Die weiteren Partien sind mit Christina Landshamer, Pavol Breslik, Sebastian Wartig und Bernd Zettisch besetzt. Das Zweite Deutsche Fernsehen überträgt ab 22 Uhr zeitversetzt! Erstmalig gibt es durch diesen vorgezogenen Sendeplatz keine Kollision mit dem in der ARD ausgestrahlten Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker, was in den vergangenen Jahren immer wieder für Kritik sorgte.

Übertragung versäumt? Hier geht es zum Stream on demand!

Sonntag, 7. Dezember 2014

ARTE zeigt Fidelio-Premiere aus Mailand














Wie in jedem Jahr überträgt ARTE auch 2014 die Premiere zur Saisoneröffnung aus der Mailänder Scala. Heute abend steht Fidelio auf dem Programm, Daniel Barenboim dirigiert (noch einmal) und Deborah Warner hat inszeniert. Die Besetzung ist naturgemäß ziemlich deutsch: Anja Kampe tritt als Leonore auf, Klaus Florian Vogt als Florestan, Mojca Erdmann als Marzelline und Florian Hoffmann als Jaquino. Außerdem noch dabei Peter Mattei als Don Fernando, Falk Struckmann als Don Pizarro und Kwangchul Youn als Rocco. Anders würde das in Berlin an der Staatsoper im Schillertheater auch nicht besetzt, vielleicht ist das ja die nächste Übernahme, eine Fidelio-Neuproduktion gab es in Berlin lange nicht. Für alle, die es am Sonntagabend nicht schaffen reinzuschauen steht die Übertragung eine Woche als on demand auf der ARTE-Homepage zur Verfügung.

Samstag, 22. November 2014

Uwe Eric Laufenberg übernimmt Parsifal 2016 in Bayreuth













Das ging wirklich schnell! Nach dem Rauswurf von Jonathan Meese vor einer Woche gibt es bereits wieder einen Regisseur für die Neuproduktion des Parsifal bei den Bayreuther Festspielen 2016. Es übernimmt Uwe Eric Laufenberg. Der derzeitige Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden war zuvor Leiter der Oper in Köln, dort ging er vor zwei Jahren nach heftigem Streit mit der Stadt. In seiner Kölner Zeit hat er als Regisseur ziemlich gelungene Meistersinger auf die Bühne gebracht und im Moment arbeitet er sich gerade am Ring in Linz ab. Er hat natürlich ungleich mehr Theater- und Bühnenerfahrung als Meese, zwangsläufig konfliktfrei muss seine Arbeit in Bayreuth deswegen nicht werden. Auch Laufenberg ist ein streitbarer und wenn es darauf ankommt auch ein streitlustiger Partner. Und nicht nur im Temperament gibt es Parallelen beim rausgeschmissenen und beim neu engagierten Künstler. Beide verkünden die Neuigkeiten mit einer Affinität zu großen Lettern auf ihren persönlichen Homepages (Meese so und Laufenberg so). Was zählt ist Marketing. Insofern haben beide ziemlich gut verstanden, wie unsere Zeit tickt und wie das inzwischen ganz besonders auch die Bayreuther Festspiele tun. Oberfläche schlägt Inhalt, Nachricht vor Substanz. Als verbesserungswürdig erweist sich auch wieder einmal die Bayreuther Kommunikationspolitik. Eine schnelle Entscheidung hat gewiss etwas für sich, aber wann hat denn Laufenberg, der immerhin in Wiesbaden eine der größten Bühnen des Landes zu leiten hat, das Parsifal-Konzept entwickelt, welches laut Festspielchefin Katharina Wagner für geeignet und gut umsetzbar befunden wurde? Zitat: Sein Konzept bietet eine ebenso anspruchsvolle wie theatral fesselnde Interpretation des Werks, die auch organisatorisch-technisch und finanziell realisierbar ist. Alles entwickelt, besprochen und geprüft in einer Woche? Das hätte man viel plausibler organisieren können. Laufenberg selber äußert sich da gestern im Deutschlandfunk wesentlich zurückhaltender.


Sonntag, 16. November 2014

Renée Fleming singt Capriccio in Dresden













In der Dresdner Semperoper gehen heute die Richard-Strauss-Festtage 2014 in ihre nächste Runde. Renée Fleming singt ihre erste Opernvorstellung im Haus, die Gräfin Madeleine in Capriccio - seit vielen Jahren eine ihre absoluten Paraderollen. Christian Thielemann dirigiert die Staatskapelle Dresden, das dürfte eine Sternstunde mit Ansage werden. Die Inszenierung von Marco Arturo Marelli gehört bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten zum Repertoire des Hauses und wird nun nach längerer Pause mit viel Glanz wieder in den Spielplan aufgenommen. Es gibt sogar wieder einzelne Restkarten!

Zum Vergleich am Bildschirm:
Richard Strauss: Capriccio (Wiener Staatsoper 2013)
Richard Strauss: Capriccio (Metropolitan Opera 2011)
Richard Strauss: Capriccio (Opera national de Paris 2005)


Samstag, 15. November 2014

Jonathan Meese fliegt in Bayreuth raus













Die Bayreuther Festspiele trennen sich überraschend von Jonathan Meese, der als Regisseur für die Neuinszenierung des Parsifal im Sommer 2016 engagiert war. Das Konzept des streitbaren bildenden Künstlers sei nicht finanzierbar, teilten die Festspiele mit und beziehen sich dabei insbesondere auf die zu erwarteten Kosten für Bühnenbild und Kostüme. Ein Ersatzkandidat wurde noch nicht präsentiert, die musikalische Leitung der Produktion soll Andriss Nelsons übernehmen. Nach der durchweg positiv aufgenommenen Meldung über das Engagement Marek Janowskis als Ring-Dirigenten im Jahr 2016 vor wenigen Tagen wirft diese Nachricht die Bayreuther Festspiele in ihren Bemühungen Zukunftsfähigkeit zu beweisen schwer zurück. Außer Spesen, nichts gewesen! Meese reiht sich nun in eine illustre Reihe spektakulärer Kollegen ein, die erst öffentlichkeitswirksam auf den Schild gehoben wurden und dann doch nicht antraten, sie reicht von Lars von Trier bis Wim Wenders. Eine nachhaltige Entwicklung des wohl bedeutendsten Musikfestivals der Welt sieht gewiss anders aus.

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