Gesamtkunstwerk
OPER AKTUELL
Donnerstag, 23. Mai 2013
Wagner - Thielemann - Kaufmann - Dresden - Bayreuth
Im Dschungel der vielen Sendungen und Übertragungen zum gestrigen Wagner-Jubiläum konnte man schon leicht den Überblick verlieren. Zwei der wichtigsten Konzerte, nämlich die in Dresden und Bayreuth von Dienstag- und Mittwochabend, beide unter der Leitung von Christian Thielemann hat arte übertragen und diese können ab sofort für drei Monate online abgerufen werden. Es handelt sich zwar naturgemäß um ziemlich willkürlich zusammengestellte Best-of-Programme, was bei Richard Wagner ja immer schwierig ist, aber auf höchstem Niveau musiziert und zum großen Teil auch gesungen. Viel Spaß beim Anschauen!
Richard-Wagner-Geburtstagskonzert aus der Semperoper Dresden
Richard-Wagner-Geburtstagskonzert aus dem Festspielhaus Bayreuth
Am kommenden Sonntag zeigt arte auch noch mal einen Zusammenschnitt des Dresdner Konzerts, für das große Publikum mit hoffentlich reichlich Auftritten von Jonas Kaufmann (26.05.2013, 18.45 Uhr)!
Mittwoch, 22. Mai 2013
Doppeltes Jubiläum
Seitenaufrufe...als Punktlandung an Richard Wagners zweihundertstem Geburtstag. Wenn das ein Zufall ist! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, Beteiligung und Treue über die letzten Jahre und auf die erste ganze Million...
Syberberg-Film über Winifred Wagner im BR
Das Bayerische Fernsehen zeigt heute und morgen in zwei Teilen die Interview-Dokumentation von Hans Jochen Syberberg über Winifred Wagner aus dem Jahr 1975. Die damals 77jährige Schwiegertochter Richard Wagners spricht ausführlich über ihre Familie, die Zeit als Intendantin der Festspiele, ihre Freundschaft mit Adolf Hitler, die Kriegs- und die Nachkriegszeit. Der fünfstündige Film gehört zu den wichtigsten Zeugnissen über die Verstrickung der Bayreuther Festspiele mit dem Nationalsozialismus und löste beim seinem Erscheinen eine öffentliche Debatte über den Umgang der Festspiele mit der Vergangenheit aus, die bis heute andauert. Erster Teil: 22.05.2015 um 23.15 Uhr, Zweiter Teil: 23.05.2013 um 23.15 Uhr.
Montag, 20. Mai 2013
Münchner Philharmoniker für den FC Bayern
Mia san mia! Spitzenklasse in München hält zusammen. Unter diesem Motto haben die Münchner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefs Lorin Maazel anlässlich des Champions-League-Finales am kommenden Samstag in London eine Hymne zur Unterstützung der ebenfalls ortsansässigen Fussballmannschaft FC Bayern aufgenommen. Nicht ganz uneigennützig, kann ein bisschen zurückstrahlender Glanz den Philharmonikern doch nicht schaden, die sich in der Liga der Münchner Konzertorchester mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks um den Spitzenplatz streiten und dabei nicht so oft gewinnen, wie ihnen das wohl recht wäre.
Jonathan Meese über Wagner
Im Sommer 2016 soll er im Bayreuther Festspielhaus einen neuen Parsifal inszenieren. Die Medienmaschine läuft seit der überzeitigen Bekanntgabe der Pesonalie auf vollen Touren. Anlässlich des Wagnerjubiläums hat sich nun die österreichische Tageszeitung Kurier bereit gefunden, unter dem Titel: Richard Wagner ist Erzchef eine längere Auslassung des Gesamtkünstlers Jonathan Meese zum besagten Thema zu drucken: „Richard Wagner“ ist ein geilstes Evolutionssoldatentum der Kunst. Richard Wagner ist keinerlei ideologischer „Niederknier“. „Richard Wagner“ hat sich keinerlei politisch verseuchter Systemorganisation unterworfen, ist also kein Systemillustrator. Richard Wagner hat eingesehen, dass nur „Herrschaft Kunst“ die „Gesellschafts-Ordnung“ der Zukunft ist. In Erzbayreuth wird eines klar: die Revolution der Zukunft kommt von der Bühne, nicht von der Straße. Die beiden amtierenden Erzchefinnen wird es freuen, sind doch die aktuellen Nachrichten aus Bayreuth nie so witzig. Der Text ließt sich außerdem flüssig, er könnte glatt von René Pollesch sein! Schöne Pfingsten!
Freitag, 17. Mai 2013
Richard-Wagner-Wochenende auf BR alpha
Richard Wagners zweihundertster Geburtstag rückt immer näher. Wer zum Empfängerkreis des bayerischen Bildungskanals BR alpha gehört kann am Pfingstwochenende zwei komplette Wagner-Aufführungen anschauen oder mitschneiden: Am Pfingstsonntag 19.05.2013 wird die mittlerweile bereits legendäre Bayreuther Parsifal-Inszenierung von Stefan Herheim gezeigt und am Pfingstmontag 20.05.2013 steht Tristan und Isolde auf dem Programm, in einer Aufzeichnung aus dem Münchner Nationaltheater in der Inszenierung von Peter Konwitschny und mit Waltraud Meier und Jon Frederic West in den Titelpartien. Zweimal kraftvolles und übezeugendes Regietheater, welches in ganz unterschiedlicher Weise die Möglichkeiten illustriert, aus Wagners Musikdramen Gesamtkunstwerke werden zu lassen. Und am Dienstag läuft um 22.45 Uhr Stephen Frys Dokumentation Wagner & Me im Bayerischen Fernsehen!
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| III. Aufzug Parsifal im Bundestag |
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| Isolde und Brangäne an Deck |
Donnerstag, 16. Mai 2013
Stephen Frys Wagner & Me im Bayerischen Fernsehen
Bereits im Jahr 2009 entstand einer der interessantesten Dokumentarfilme der letzten Jahren über Richard Wagner und den Mythos Bayreuth. Der britische Schauspieler und Regisseur Stephen Fry ist selbst erklärter Fan der Musik Richard Wagners, was ihn nicht an einem kritischen Blick hinter die Kulissen hindert. Er geht dabei entspannt und mit Liebe zur Sachen und zu den Menschen vor, eine hierzulande nicht gerade typische Annäherung an das Thema. Zu Pfingsten zeigt das Bayerische Fernsehen die sehenswerte Dokumentation an zwei Terminen: am 21.05.2013 um 22.45 Uhr und dann noch einmal am 22.05.2013 um 13.00 Uhr. Es handelt sich um die Erstausstrahlung der Langfassung!
Sonntag, 12. Mai 2013
Serge Dorny soll Intendant der Semperoper werden
Der Belgier Serge Dorny soll neuer Intendant der Sächsischen Staatsoper in Dresden werden, er würde damit die Nachfolge der im vergangenen Jahr verstorbenen Ulrike Hessler antreten. Dorny, der vor längerem auch als Intendant für die Berliner Staatsoper Unter den Linden gehandelt wurde, leitet im Moment mit großem Erfolg das Opernhaus in Lyon und gilt als innovativer Opernmanager, der auf konzeptionelle Öffnung und ein jugendliches Publikum setzt. Er wäre damit der ideale Gegenpart für den mächtigen Dresdner Musikchef Christian Thielemann. Sollte sich diese Personalie bestätigen, wäre das eine sehr gute Nachricht für die Dresdner Oper, der die vakante Intendantenposition zunehmend Schwierigkeiten bereitet. Nicht zuletzt das ziemlich glanzlose Programm für die neue Saison 2013/14 zeigt, wie schwierig es ist, ein disperates Publikum aus städtischem Kulturbürgertum und durchreisenden Touristen einigermaßen zufrieden zu stellen und zugleich das Haus seinem Rang angemessen auch überregional in einer wahrnehmbaren Form zu positionieren. Hier wird eine starke künstlerische Handschrift dringend gebraucht!
Dienstag, 7. Mai 2013
"Kasarova springt ein!"
Edles Timbre, virtuose Musikalität, berückende Bühnenpräsenz - seit mehr als zwei Jahrzehnten singt die aus Bulgarien stammende Mezzosopranistin Vesselina Kasarova in der Topliga, mit einem unvergleichlich breiten Repertoire in Oper, Konzert und Lied. Zuletzt wurde es etwas ruhiger um sie, was eigentlich erstaunt, hatte sie doch ihr Repertoire vor kurzem um die Tannhäuser-Venus erweitert. Eine Partie, mit der sie im Wagner-Jahr überall gefragt sein müsste, die sie aber nur in einer Serie im Februar in Zürich gesungen hat. Zumindest erlaubt ihr stets nicht so dicht gefüllter Kalender auch kurzfristige Übernahmen. Ende April sprang sie so an der Wiener Staatsoper in zwei Vorstellungen für Elina Garanca als Charlotte im Werther ein und heute wird sie an der Oper Frankfurt einen Liederabend geben, für den eigentlich Anne Schwanewilms eingeplant war. In beiden Fällen mehr als vollwertiger Ersatz, niemand muss erschrecken, wenn er erfährt "Kasarova sprint ein!" Und wer heute in Frankfurt ist sollte unbedingt hingehen!
Mittwoch, 1. Mai 2013
Barenboim muss bis Ende Mai pausieren
Bis Ende des Monats muss Daniel Barenboim wegen gesundheitlichen Problemen pausieren. Er hatte sich im vergangenen Jahr bei einem Sturz eine Rückenverletzung zugezogen und muss sich deswegen in Berlin einer ärztlichen Intensivbehandlung unterziehen. Betroffen sind aber keine Auftritte Barenboims in Berlin, sondern nur Termine in Italien. Die Premiere und die ersten Vorstellungen der Götterdämmerung an der Mailänder Scala übernimmt Karl-Heinz Steffens.
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