Donnerstag, 21. August 2014

Heute: Der Rosenkavalier aus Salzburg im BR-TV













Der ORF freute sich über eine sagenhafte halbe Million Zuseher anlässlich der Übertragung des hochgelobten diesjährigen Salzburger Rosenkavaliers an diesem Montag zu später Stunde in seinem zweiten Programm. Der durchschnittliche Marktanteil der Übertragung, die bis 2.00 Uhr lief, lag bei enormen 9 Prozent! Im deutschen Fernsehen hat sich nur das Bayerische Fernsehen bereit gefunden diese Produktion ins Programm aufzunehmen. Heute steht die Übertragung ab 22.45 Uhr auf dem Plan. Ihr Debüt als Marschallin gibt die großartige Krassimira Stoyanova, an ihrer Seite singen Sophie Koch, Mojca Erdmann, Günther Groissböck, Adrian Eröd und viele andere. Dass weder ARD noch ZDF im Jubiläumsjahr von Richard Strauss einen Sendeplatz für eine große Oper des Komponisten einräumen können ist mehr als bedauerlich. Auch 3sat hält sich in diesem Sommer merkbar zurück, nachdem es im Frühjahr einige Opern aus der Konserve zu sehen gab.

It trovatore aus Salzburg als Webstream















Die Produktion Il trovatore der diesjährigen Salzburger Festspiele steht als Webstream auf der Homepage von Arte-Concert zur Verfügung. Plácido Domingo singt noch, er ist dieser Aufführung mittlerweile abhanden gekommen. Anna Netrebko präsentiert sich in Hochform, die Inszenierung von Alvis Hermannis geht in Ordnung, das gilt auch für das Dirigat von Daniele Gatti, ein Meister der Differenzierung wird dieser Maestro nicht mehr werden. Viel Spaß beim Anschauen!

Sonntag, 10. August 2014

La Traviata live aus Glyndebourne














An dem seit 1934 veranstalteten Opernfestival im britischen Glyndebourne sollten sich die jeden Sommer erneut die gleichen Schlagzeilen produzierenden Festivals in Salzburg und Bayreuth ein Beispiel nehmen. Man kann auch ohne permanente Personal-, Budget- oder Programmquerelen erfolgreich und nachhaltig Oper produzieren und das Publikum strömt. Aber dazu bedarf es Sorgfalt und einer vielleicht nur in England zu findenden Gelassenheit. Seit mehreren Jahren zeigt das Glyndebourne Festival inzwischen seine Neuproduktionen als kostenlose Livestreams im Internet. Heute ist die neue La Traviata dran, zu sehen auf der Festivalhomepage und auf der Seite des Medienpartners The Telegraph. Mark Elder dirigiert eine Inszenierung von Tom Cairns, zu hören sind zwei interessante neue Stimmen: Venera Gimadieva gibt die Violetta und Michael Fabiano den Alfredo.

Sonntag, 3. August 2014

Geht Kirill Petrenko in Bayreuth?















Nicht mehr nur hinter vorgehaltender Hand ist in Bayreuth zu hören, dass sich Kirill Petrenko bereits im nächsten Jahr wieder vom Grünen Hügel verabschieden will. Er hätte den Ring des Nibelungen dann in drei Durchgängen dirigiert. Hocherfolgreich, da sind sich Presse und Publikum auf ganzer Linie einig. Über die Hintergründe kann nur spekuliert werden, der äußerst scheue und zurückhaltende Dirigent gibt seit Jahren keine Interviews mehr. Termingründe könnten ausschlaggebend sein: In München, wo er jetzt ein Jahr Musikchef an der Oper ist, fehlt er bei den alljährlich im Juli stattfindenen Opernfestspielen, was bei einigen Aufführungen in diesem Jahr auch zu hören war. Die noch mal teureren Festspielkarten müssen an den Mann gebracht werden und das geht auch im starversessenen München besser, wenn der Chef am Pult steht.

Freitag, 1. August 2014

Soprano number one: Krassimira Stoyanova















Wenn sich heute im Großen Festspielhaus in Salzburg der Vorhang zur Premiere von Richard Strauss Der Rosenkavalier hebt, dann dürfte eine Sängerin in Mittelpunkt des Interesses stehen: Krassimira Stoyanova, sie gibt ihr Debüt als Marschallin. Nach dem italienischen und dem französischen erobert die Sopranistin nun auch noch das deutsche Fach. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sie 2017 die Eva in der Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen singen wird. Ihre bislang behutsam und verlässlich vorangetriebene Karriere führt sie nun ganz an die Spitze und das vollkommen zu recht. Keine ihrer aktiven Kolleginnen verfügt über eine solche Bandbreite im Repertoire, kaum eine über eine solche Musikalität, wie die gebürtige Bulgarin, die ihre Laufbahn als Geigerin begonnen hat. Zumeist im italienischen Fach und eher in Wiederaufnahmen, als in Premieren machte sie vor mehr als zehn Jahren an der Wiener Staatsoper auf sich aufmerksam und wurde schnell von anderen großen Häusern eingeladen. Seit Jahren eilt sie nun von Erfolg zu Erfolg und bleibt dennoch nur den Eingeweihten bekannt. Doch das ändert sich gerade. Mit der Anna Bolena vertraute ihr die Wiener Staatsoper im vergangenen Herbst erstmals eine richtige Belcanto-Partie an, die dort vor ihr von nur von Anna Netrebko und Edita Gruberova gesungen wurde. Ziemlich genau zwischen beiden lässt sich auch die Sängerin Krassimira Stoyanova verorten, sie verbindet die sängerische Vehemenz der Netrebko mit dem kompromisslosen Künstlertum der Gruberova. Und zwar auf ziemlich charmante Weise, jenseits aller Manierismen und ganz ohne Starallüren. Eine Diva ist sie trotzdem, sie kennt ihren Status, das soll sie auch. Als Liedsängerin bemüht sie sich um das eher selten gespielte slawische Repertoire, von ihr sind zwei hochinteressante CD-Aufnahmen mit Opernarien erhältlich: I palpiti d'amor und Slavic Opera Arias. Und nun also der nächste Schritt: Die Marschallin in Salzburg! Eine Herausforderung, ohne Zweifel, aber eine die sie meistern wird, wie schon so viele zuvor. Ein herzliches Toi, Toi, Toi!



Mittwoch, 30. Juli 2014

Alain Altinoglu übernimmt Bayreuther Lohengrin 2015














Endlich wieder mal ein überraschendes neues Gesicht auf dem Grünen Hügel: Der französische Dirigent Alain Altionglu übernimmt im Sommer 2015 das Dirigat der Reprise der Lohengrin-Inszenierung von Hans Neuenfels. Die hocherfolgreiche Produktion geht in die Verlängerung, weil der ungeliebte Tannhäuser in diesem Jahr zum letzten Mal gezeigt wird. Alain Altinoglu zählt zu den profiliertesten und vielseitigsten Operndirigenten der jüngeren Generation, im Herbst diesen Jahres wird er die Neuproduktion von Manon Lescaut an der Bayerischen Staatsoper mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann leiten, ebenfalls in der Regie von Hans Neuenfels.  Bisher wurde der aktuelle Bayreuther Lohengrin von Andris Nelsons geleitet, der aber aufgrund seines neuen Engagements als Chef des Boston Symphony Orchestra bei dessen allsommerlicher Residenz in Tanglewood unabkömmlich ist.

BR-Fernsehen zeigt Rosenkavalier aus Salzburg















Das Bayerische Fernsehen überträgt am 21. August 2014 eine der Hauptproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele. Altmeister Harry Kupfer inszeniert Richard Strauss Der Rosenkavalier in einer Traumbesetzung, Premiere wird am 01. August 2014 sein. Krassimira Stoyanova gibt ihr Debüt als Marschallin und ist damit endgültig in der nach wie vor dicht besetzen ersten Reihe der Sopranistinnen angekommen, ist sie doch seit Jahren eine der zuverlässigsten und wandlungsfähigsten Sängerinnen überhaupt. An ihrer Seite Mojca Erdmann als stimmstarke Sophie und die hochbewährte Sophie Koch als Octavian. Als Ochs debütiert Günther Groissböck, auf Wunsch des Regisseurs eine ungewohnt junge Besetzung, er dürfte - zumal als gebürtiger Österreicher - auf Jahre hinaus konkurrenzlos in der Partie sein. Die restliche Besetzung ist dem Anlass angemessen erlesen: Adrian Eröd als Faninal, Silvana Dussmann als Leitmetzerin, Stefan Pop als Sänger. Franz Welser-Möst hat die musikalische Leitung, ursprünglich vorgesehen war Zubin Metha, der schon vor längerm abgesagt hat.

Zum Vergleich: In der Arte-Mediathek ist immer noch die diesjährige Neuproduktion des Rosenkavalier aus Glyndebourne abrufbar!

Dienstag, 29. Juli 2014

La forza del destino aus München als Webstream













Jetzt ist das Verdi-Jubiläum endgültig vorüber, aus dem Münchner Nationaltheater übertrug Arte gestern die immer noch aktuelle Produktion La forza del destino der Bayerischen Staatsoper mit Anja Harteros, Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier. Die nicht voll und ganz überzeugende Inszenierung stammt von Martin Kušej. Auf der Arte-Homepage ist die Aufzeichnung jetzt für genau eine Woche on demand abrufbar.

Hier eine Premierenkritik von BR-Klassik!


Freitag, 25. Juli 2014

Tannhäuser-Premiere in Bayreuth unterbrochen















Die Eröffnung der Bayreuther Festspiele musste heute nach wenigen Minuten unterbrochen werden, da sich ein Bühnenelement (der in der Abbildung sichtbare Venusberg-Käfig) verklemmt hatte. Die Premierengäste wurden gebeten, den Zuschauerraum zu verlassen. Nach einer fast einstündigen Unterbrechung läuft die Vorstellung mittlerweile wieder. Aber ohne den defekten Käfig, der in der ersten Pause repariert werden soll. Die Beginnzeiten der beiden folgenden Akte verschieben sich jeweils um eine Stunde. Das wird ein langer Abend heute in Bayreuth!

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