Dienstag, 31. März 2015

Frank Gehry wird Bühnenbildner an der Staatsoper

Der amerikanische Stararchitekt Frank Gehry wurde von der Berliner Staatsoper als Bühnenbildner für Glucks Orfeo ed Euridice engagiert. Die Neuproduktion in der Regie von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim soll zu den Festtagen 2016 Premiere haben. Es handelt sich nicht um den ersten Opernausflug des nicht erst seit seinem legendären Entwurf für die Guggenheim-Dependance in Bilbao weltbekannten Architekten. In Los Angeles hat er zuletzt ein Bühnenbild aus Papier für die Zauberflöte entworfen. In Berlin ist er derzeit mit dem Konzertsaal in der neuen Akademie des West Easten Divan Orchestra beschäftigt, welche in unmittelbarer Nähe der derzeit in Sanierung befindlichen Staatsoper Unter den Linden entsteht. Die Besetzung für Orfeo et Euridice steht auch bereits fest: Bejun Metha singt den Orfeo, Anna Prohaska die Euridice und Nadine Serra den Amor.

Montag, 30. März 2015

Osterfestspiele Salzburg 2016















Mit Giuseppe Verdis Othello steht nach dem großen Erfolg von Cavallerina rusticana/I Pagliacci in diesem Jahr auch 2016 wieder eine italienische Oper im Mittelpunkt der Osterfestspiele in Salzburg. Johan Botha wird die Titelrolle singen, Dorothea Röschmann die Desdemona und Dimtri Hvorostovsky den Jago. Inszenieren wird der Franzose Vincent Boussard, bekannt für einen eher illustrierend-ästhetischen Regiestil und deswegen durchaus geeignet für das hochpreisige Festival. Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden bürgen weiterhin für den musikalischen Hochstandard, auch im Konzertprogramm, welches sich locker nach William Shakespeare ausrichtet und neben Hans Werner Henze auch eine Uraufführung von Manfred Trojahn enthält. Als zweiter Dirigent debütiert Vladmir Jurowski und zu den Gastsolisten gehören Anne-Sophie Mutter, die erstmalig mit Thielemann zusammen arbeitet, sowie Yefim Bronfman. Das komplette Programm ist hier nachzulesen.

Freitag, 27. März 2015

Anne Sofie von Otter in der Komischen Oper






















Die aus Schweden stammende Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter gastiert am 22. April 2015 mit ihrem Programm Douce France in der Komischen Oper Berlin. Auf dem mit einem Grammy ausgezeichneten gleichnamigen Doppel-Album aus dem vergangenen Jahr präsentiert sie eine Reise durch die französische Musik aus zwei Jahrhunderten, von Claude Debussy bis Edith Piaf. Stilsicher und wandelbar zeigt die hin und wieder auch skrupulöse Ausnahmekünstlerin welchen Rang sie nach wir vor inne hat. Ihre jahrzehntelange, skandalfreie Karriere auf der Bühne wie im Aufnahmestudio dauert noch an. Viele ihrer frühen Aufnahmen haben Referenzcharakter, ihre Konzerte und Liederabende sind immer Ereignisse, die in Erinnerung bleiben. Der Vorverkauf für den seltenen Auftritt in der deutschen Hauptstadt im April läuft!

Mittwoch, 25. März 2015

Deutsche Oper plant neuen Ring mit Stefan Herheim















Die legendäre Berliner Ringinszenierung von Götz Friedrich wird ein letztes Mal gezeigt, im April 2017 steht die neben Patrice Chereaus Bayreuther Jahrhundertring vielleicht berühmteste Ringinterpretation noch einmal mit zwei Zyklen auf dem Spielplan der Deutschen Oper. Die Inszenierung mit dem Einheitsbühnenbild des Zeittunnels kam 1984 in der geteilten Stadt Berlin zur Premiere, die Ausstattung stammt von Peter Sykora. Sie gilt bis heute als Maßstäbe setzende Deutung der Tetralogie, gelingt es ihr doch den visionären und den poetischen Gehalt des Werks zu durchdringen und theatralisch plausibel umzusetzen. Ab 2020 wird sich nun der Regisseur Stefan Herheim um eine neue Interpreation des kompletten Rings bemühen. Er hat bis auf den Ring bereits alle großen Werke Richard Wagners inszeniert: Parsifal in Bayreuth 2008, Lohengrin an der Staatsoper 2009, Tannhäuser in Oslo 2010 und Die Meistersinger von Nürnberg in Salzburg 2013 (wird im nächsten Jahr in der Bastille-Oper in Paris wieder aufgegnommen). Sowohl die letzten Reprisen der alten Inszenierung wie auch die Neuproduktion werden musikalisch von Donald Runnicles geleitet, dessen Verlängerung im Amt des Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin damit nur noch Formsache sein dürfte. Karten für 2017 sind bereits erhältlich, die Besetzung der Hauptpartien ist ebenfalls bekannt.

Dienstag, 24. März 2015

Cavallerina rusticana und I Pagliacci aus Salzburg im TV















Erstmals steht in diesem Jahr das Operndoppel Cavallerina rusticana und I Pagliacci auf dem Programm der Salzburger Osterfestspiele. Nach Parsifal und Arabella eine interssante Auswahl für den dritten Jahrgang unter der Leitung der von Christian Thielemann. Für sängerischen Starglanz ist gesorgt, Jonas Kaufmann führt in den beiden Tenorpartien Canio und Turrido ein wohlsortiertes Solistenensemble an: Ambrogio Maestri, Liudmyla Monastyrska, Maria Agresta, Stefania Toczyska und noch einige andere in den kleineren Partien. Das kann man sich kaum besser wünschen. Das gilt auch für das Team. Regie führt der mit großen Formaten erfahrene Philipp Stölzl, er ist eine gute Wahl für die bieden inszenatorisch heiklen Verismo-Einakter auf einer ganz großen Bühne. Im Orchestergraben natürlich die Staatskapelle Dresden, die bei der (komplett neu besetzen) Übernahme in die Dresdner Semperoper im Januar 2016 zu erleben sein wird. Die Osterfestspiele melden übrigens alle Termine als ausverkauft, aber es gibt in diesem Jahr gleich zwei Gelegenheiten die Aufführung im Fernsehen zu schauen, am 06.04.2015 um 23.15 Uhr im ZDF (nur Cavallerina rusticana) und am 11.04.2015 um 20.15 Uhr den kompletten Abend auf 3sat.

Montag, 23. März 2015

Recital mit Sumi Hwang und Helmut Deutsch online in HD















Die junge, aus Korea stammende Sopranistin Sumi Hwang gehört zu den großen sängerischen Nachwuchshoffnungen. Im vergangenen Jahr hat sie den Concours Reine Elisabeth in Brüssel gewonnen, einen der rennomiertesten Gesangswettbewerbe weltweit. Seit Beginn dieser Spielzeit gehört sie zum Ensemble der Oper Bonn und feiert dort bislang große Erfolge als Almirena in Rinaldo, als Pamina und als Leila in Les pecheurs des perles. Weitere Partien sind in Vorbereitung, genauso wie Auftritte über Bonn hinaus. Nun arbeitet sie auch mit dem legendären Liedbegleiter Helmut Deutsch zusammen - ein erster gemeinsamer Liederabend wird am 26. März 2015 auf der Plattform sonostream.tv (in HD-Qualität) übertragen.

Samstag, 21. März 2015

Parsifal aus Salzburg heute auf 3sat

















Wer will das sehen? Johan Botha, eine der großen Tenostimmen unserer Zeit, als Parsifal im Grasanzug. Heute abend gibt 3sat um 20.15 Uhr noch einmal Gelegenheit, die vor zwei Jahren entstandene Neuproduktion der Osterfestspiele Salzburg in voller Länge anzuschauen. Dann bitte ins Archiv damit! Musikalisch war das eine gelungen bis reizvolle Produktion mit der Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden im Jahr 2013 kurzfristig die Osterfestspiele in Salzburg übernahmen, szenisch blieb dabei aber viel zu viel auf der Strecke. Ohne prägnanten Deutungswillen ist Richard Wagners Bühnenweihfestspiel eben nicht beizukommen, Illustration ersetzt nicht Interpretation. Das wird in im Laufe des langen Abends schmerzlich deutlich. Die einst geplante Übernahme der Inszenierung ins Repertoire der Dresdner Semperoper hat bis heute nicht statt gefunden, obwohl ein neuer Parsifal im Repertoire des Hauses wirklich fehlt. Wen wundert es!

Freitag, 20. März 2015

Tristan-Besetzung 2015 in Bayreuth steht fest















Vier Monate vor der Premiere haben die Bayreuther Festspiele jetzt die Besetzung der Neuproduktion Tristan und Isolde bekannt gegeben, eine Überraschung gibt es dabei nicht. Anja Kampe wird die Isolde singen und die ursprünglich eingeplante Eva-Maria Westbroek ersetzen, sie hat die Partie bereits in Glyndebourne bei der Ruhrtriennale 2011 gesungen (siehe Foto, Inszenierung von Willy Decker und unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko). Stephen Gould bleibt als Tristan an Bord. Als König Marke wird Georg Zeppenfeld angekündigt, als Brangäne Christa Mayer - beide schon länger bayreutherfahren. Als Kurwenal gibt Iain Paterson sein Debüt am Grünen Hügel, genauso wie Raimund Nolte als Melot, Kay Stiefermann als Steuermann und Tansel Akzeybek als junger Seemann und Hirt. Mit Tristan und Isolde tritt Festspielleiterin Katharina Wagner nach Die Meistersinger von Nürnberg erstmals wieder als Regisseurin in Bayreuth auf, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann. Über die Besetzungen der weiteren Produktionen des Festspielsommers 2015 schweigt sich die Homepage immer noch aus. Es dürfte inzwischen ein Bayreuther Alleinstellungsmerkmal sein, dass der komplette Vorverkauf abgewickelt wird, ohne dass die Sängerbesetzungen bekannt sind. Noch zählt der Nimbus, aber ewig kauft niemand mehr die Katze im Sack. Die Kollegen in Baden-Baden haben bereits jetzt den Auftritt von Jonas Kaufmann als Siegmund im Juli 2016 bekannt gegeben. Die Namen der Solisten sind - das mag man beklagen oder nicht - mittlerweile eines der Hauptverkaufsargumente im internationalen Festivalzirkus und das gilt nicht nur für die Sängerinnen und Sänger.


Donnerstag, 19. März 2015

Jonas Kaufmann singt Siegmund in Baden-Baden














Im Sommer 2016 wird Jonas Kaufmann in zwei konzertanten Aufführungen von Richard Wagners Die Walküre im Festspielhaus Baden-Baden als Siegmund zu hören sein. Die musikalische Leitung der Aufführungen hat Valery Gergiev inne, es spielt das Orchester des Marinskij-Theaters St. Petersburg - man weiß in Baden-Baden schließlich, was man seinem Publikum schuldig ist. Bislang hatte Jonas Kaufmann die Partie nur an der Metropolitan Opera in New York gesungen, er ist derzeit ohne Zweifel eine der wenigen Idealbesetzungen in dieser Rolle. An seiner Seite sind René Pape als Wotan, Eva-Marie Westbroek als Sieglinde und Evelyn Herlitzius als Brünnhilde zu erleben. Der Mitschnitt einer Aufführung in St. Petersburg mit Kaufmann und Pape aus dem Jahr 2012 ist auf CD erschienen.

Mittwoch, 18. März 2015

Jahres-Pressekonferenz der Bayerischen Staatsoper online















Auch in diesem Jahr überträgt die Bayerische Staatsoper die Spielplanpresserkonferenz für die kommende Saison wieder live im Internet. Am 25. März 2015 stellen Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und Staatsintendant Nikolaus Bachler ab 10 Uhr den Spielplan 2015/16 vor. Noch am gleichen Tag wird die gesamte Saisonplanung nebst Besetzungen auch auf der Homepage des Hauses online gestellt.

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