Sonntag, 7. Februar 2016

Carlos Álvarez singt den Jago in Salzburg






















Eine weitere Umbesetzung in der Opernproduktion der diesjährigen Salzburger Osterfestspiele: Nachdem bereits Johan Botha die Titelpartie aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen musste (José Cura übernimmt) wird nun auch Dmitri Hvorostovsky nicht als Jago in Giuseppe Verdis Otello auftreten. Die Partie übernimmt der rollenerfahrene Bariton Carlos Álvarez. Hvorostovksy kämpft mit einem Hirntumor und muss seine Therapie fortsetzen, er konnte aber zuletzt einzelne Auftritte wahrnehmen. Wir wünschen beiden Sängern Kraft, alle Zeit, die sie brauchen und vollständige Genesung!

Samstag, 6. Februar 2016

München streamt

Ohne Zweifel ist München eine Musikstadt von Weltgeltung, auch wenn das inzwischen angesichts des Gezerres um den Neubau eines schon zu lange versprochenen Konzertsaales von manchem Beobachter in Zweifel gezogen wird. Am vergangenen Wochenende gab es gleich drei hochkarätige Produktionen im Nationaltheater, der Philharmonie im Gasteig und dem Prinzregententheater, die via Livestream für jedermann kostenlos zugängig sind. Wo gibt es so etwas sonst noch - in dieser Dichte und in dieser Qualität? Sicher, es sind für die Saisonmitte geplante Höhepunkte, aber auch die gehören in München irgendwie zum Alltag. Schön, dass man sich darüber freuen darf und zwar nicht nur als Münchner!













Die Bayerische Staatsoper zeigt mit South Pole eine mit großer Zustimmung aufgenommene Uraufführung mit Rolando Villazon und Thomas Hampson in den Hauptrollen. ARTE hat im Fernsehen zeitversetzt übertragen und stellt den Stream auf seiner Homepage on demand zur Verfügung.













Beim BR-Rundfunkorchester stand in der verdienstvollen Reihe der konzertanten Opern in den Sonntagskonzerten im Prinzregententheater ein sehr selten zu hörendes Werk aus dem französischen Repertoire auf dem Programm: Dante von Benjamin Godard. Die Aufführung kann als kompletter Livestream auf der Homepage von BR-Klassik abgerufen werden.













Und das Symphonieorchester des BR hatte den großartigen Cellisten Yo-Yo Ma in einer Kurzresidenz zu Gast. In der Philharmonie im Gasteig war er als Solist bei Richard Strauss Don Quixote zu erleben (nachdem er am Vorabend an gleichem Ort auf beeindruckende Weise Johann Sebastian Bachs sämtliche Cellosonaten zur kanonischen Aufführung brachte) und außerdem spielte das Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons die 8. Sinfonie von Antonin Dvorák. Auch dieses Konzert ist in kompletter Länge auf der Homepage von BR-Klassik zugänglich.

Viel Freude beim Durchklicken!

Freitag, 5. Februar 2016

Benjamin Millepied verlässt Opera de Paris












Was ist an der Pariser Oper los? Der Ballettchef Benjamin Millepied gibt nach nur einem Jahr überraschend seinen Posten auf. Es heißt, er wolle wieder mehr Zeit für die künstlerische Arbeit haben. Hat er den Umfang der administrativen Aufgaben, die mit der Leitung einer so rennomierten Compagnie einher gehen unterschätzt? Sicher spielt es auch eine Rolle, dass es seine Ehefrau Natalie Portman weg aus Paris zieht. Millepieds Nachfolgerin steht bereits fest: Aurelie Dupont, Starballerina des Hauses, sie stand bis zum vergangenen Jahr selber auf der Bühne und kennt den Betrieb seit 32 Jahren. Eine auf Sicherheit gedachte Lösung, selber choreografieren wird sie vorerst nicht. Bereits in der kommenden Woche stellt Opernchef Stéphane Lissner das Programm für die kommende Saison 2016/17 vor, ob es weitere Erklärungen gibt, wird man sehen. Vor einem Jahr wurde an dieser Stelle eine fundamental neue Ausrichtung der Pariser Oper proklamiert, für welche Benjamin Millepied neben Musikchef Philippe Jordan eine der programmatischen und künstlerischen Stützen sein sollte. Manches ist davon im Alltagsbetrieb geglückt, vieles aber auch nicht. Als ganz so einfach erweist sich der Wandlungsprozess an einem der größten Opernhäuser der Welt nicht.

Montag, 18. Januar 2016

Umbesetzung in der Dresdner Walküre im Februar












An der Dresdner Semperoper steht im Februar eine Serie von drei Vorstellungen Die Walküre auf dem Spielplan. Als Siegmund war Johan Botha vorgesehen, der aus Krankheitsgründen alle Auftritte bis April diesen Jahres zurück legen musste. An seiner Stelle wird in Dresden Christopher Ventris singen. Die Aufführungen gehören zu den wenigen Opernabenden, die Christian Thielemann in diese Saison in seinem Stammhaus wahrnimmt. Erstaunlich ist es auf jeden Fall, dass dafür noch Karten erhältlich sind, Dresden tut sich wohl im Moment schwer, das überregionale Publikum anzuziehen. Der Besetzungszettel ist mit Nina Stemme, Petra Lang, Christa Mayer, Georg Zeppenfeld und Markus Marquardt mehr als attraktiv und die Aufführungen werden ziemlich sicher als Sternstunden mit Ansage aufgenommen werden!

Sonntag, 17. Januar 2016

José Cura übernimmt Otello in Salzburg

















Umbesetzung bei der diesjährigen Hochglanzproduktion der Salzburger Osterfestspiele: Johan Botha ist erkrankt und muss alle seine Verpflichtungen bis April zurück legen. An seiner Stelle wird José Cura die Titelpartie in Giuseppe Verdis Otello übernehmen. In den letzten Jahren war es um Cura, der sich in den Neunzigern anschickte mindestens die drei Tenöre zu beerben, eher still geworden und es waren auch nicht mehr die ganz großen Häuser, an denen er auftrat. Er versucht schon seit längerem, nicht nur im Heldentenorfach zu reüssieren, sondern auch als Dirigent und als (oftmals sein eigener) Regisseur. Diese Ausflüge sind von wechselndem Erfolg gekrönt, was seinem mit als robust hinreichend beschriebenen Ego bislang kaum abträglich war. In der Salzburger Osterproduktion trifft er auf Christian Thielemann, der sich ebenfalls gern und deutlich zu Wort meldet. Das könnte spannend und interessant werden!

Freitag, 8. Januar 2016

Lahav Shani übernimmt Tournee der Wiener Symphoniker

















Der Chefdirigent der Wiener Symphoniker Philippe Jordan muss aus gesundheitlichen Gründen alle seine Dirigate im Januar und Febrauar zurück legen. Für ihn übernimmt Lahav Shani, einer der Nachwuchsdirigenten der Stunde einen Teil der geplanten Europatournee, u.a. die Konzerte in Wien, Paris und München. Weitere Termine gehen an den ebenso jungen Franzosen Adrien Perruchon. Aus den Umbesetzungen ergeben sich Programmänderungen. Wir wünschen dem auch von uns sehr geschätzten Philippe Jordan, der auch Musikchef der Oper Paris ist, viel Ruhe und gute Genesung.

Edit 09.01.2016
Wie gestern bekannt wurde, wird Lahav Shani ab der Saison 2017/18 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Herzlichen Glückwunsch!zur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonizur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonikerzur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphonikerzur Spielzeit 2017/2018 Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. - derstandard.at/2000028715338/Lahav-Shani-ab-2017-Erster-Gastdirigent-der-Wiener-Symphoniker




Donnerstag, 7. Januar 2016

Pierre Boulez (1925 - 2016)












Er wollte mit der Tradition brechen, nicht mit der Geschichte. Das machte ihn zu einem der ganz Großen in der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts. Sein Blick ging immer weit in die Zukunft und dennoch stand er fest auf dem Boden. Er war ein wirklicher Künstler und zwar in dem Sinne, dass die Option zum Scheitern immer mit angelegt war. Er verstand sich stets als ein Schaffender und war doch - weit darüber hinaus - einer der Wirksamsten. Wir alle haben ihm sehr viel zu verdanken!





Mittwoch, 6. Januar 2016

Hänsel und Gretel aus Wien on demand













Noch bis zum 24.01.2016 kann die aktuelle Neuproduktion von Hänsel und Gretel an der Wiener Staatsoper komplett und kostenlos bei Arte Concert abgerufen werden. Die musikalische Leitung hat Christian Thielemann inne, die Inseznierung besorte der Brite Adrian Noble. Auf dem Besetzungszettel stehen Adrian Eröd, Janina Baechle, Ileana Tonca, Daniela Sindram und Michaela Schuster. Christian Thielemann wird in dieser Saison noch eine weitere Opernneuproduktion musikalisch neu einstudieren: Giuseppe Verdis Othello bei den Salzburger Osterfestspielen. In seinem Dresdner Stammhaus stehen dann noch Wiederaufnahmen von Die Walküre und Lohengrin auf dem Programm.

Donnerstag, 19. November 2015

Hänsel und Gretel neu an der Wiener Staatsoper
















Zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung im Jahre 1955 steht heute abend an der Wiener Staatsoper Humperdincks Hänsel und Gretel auf dem Spielplan. Die Neuprouduktion steht unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Aus seinem Dresdner Stammhaus dürften neidvolle Blicke nach Wien gehen, denn in dieser Saison dirigiert Thielemann an der Semperoper keine Neuproduktion. Die Inszenierung stammt vom Briten Adrian Noble, der mit Händels Alcina bereits die Auftaktproduktion der Direktion von Dominique Meyer im Herbst 2010 in Szene gesetzt hat. Ihm kommt die nicht ganz einfach zu lösende Aufgabe zu, eine repertoiretaugliche Aufführung zu organisieren, die zugleich so lebendig und frisch ist, dass die zahlreichen Kinder im Publikum diese Erstbegegnung mit der Oper in guter Erinnerung behalten. Und das, obwohl das Werk eigentlich gar kein Kinderstück ist. Die Titelpartien singen Daniela Sindram und Ileana Tonca. Adrian Eröd und Janina Baechle verkörpern die Eltern Peter und Gertrud, Michaela Schuster die Knusperhexe. Das sind alles mehr als rollendeckende Besetzungen, die für musikalische wie darstellerischen Prägnanz sorgen werden. Die Premiere wird für Rundfunk und Fernsehen mitgeschnitten und ist am Samstag, 21. November um 19.30 Uhr auf Ö1 zu hören und im Weihnachtsprogramm am Sonntag, dem 27. Dezember um 9.05 Uhr in der matinee auf ORF 2 zu sehen.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...