Samstag, 9. Mai 2015

Mariss Jansons bleibt bis 2021 in München













Mariss Jansons hat seinen Vertrag als Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bis ins Jahr 2021 verlängert. Das ist ein Statement in doppelter Hinsicht: Einmal sagt er damit den Berliner Philharmonikern ab, die am nächsten Montag ihren neuen Chef wählen. Für diese Position war Jansons einer der aussichtsreichen Kandiaten. Zum anderen ist sein Bleiben in München ein starkes Signal an die Politik in Bayern jetzt mit dem neuen Konzertsaal in München ernst zu machen. In der vergangenen Woche hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bekannt gegeben, dass die zwischenzeitlich anvisierte "Zwillingslösung" für zwei Orchester im Gasteig vom Tisch ist. Der Konzertsaal-Ball liegt nun im Feld des Freistaats Bayern und Ministerpräsident Horst Seehofer muss ein Tor schiessen...

Donnerstag, 23. April 2015

Tristan aus Bayreuth am 7.8. im Kino













Auch in diesem Sommer zeigen die Bayreuther Festspiele wieder eine Aufführung aus dem Festspielhaus live im Kino, die Übertragung von Tristan und Isolde ist für den 07. August 2015 geplant. Regie bei dieser mit Spannung erwarteten Neuproduktion führt Festspielleiterin Katharina Wagner, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann. Tickets demnächst im Kino ihres Vertrauens!

Montag, 20. April 2015

Hanekes Cosi fan tutte auf ARTE+7













Michael Hanekes vor zwei Jahren am Teatro Real de Madrid entstandene Inszenierung von Mozarts Cosi fan tutte lief gestern abend als kompletter Mitschnitt auf Arte und kann jetzt für eine Woche on demand auf der Arte-Website angeschaut werden. Die hochgelobte Interpretation schärft Mozarts schonungslosen Blick auf menschliche Gefühlswelten und deren Manipualationsmöglichkeiten noch einmal. Hanekes genaue Personen- und Kameraführung sind in dieser Kombination ohne Beispiel und machen das Zusehen auch via Bildschirm zum Genuss!

Donnerstag, 9. April 2015

Geht Dominique Meyer an die Semperoper?














Wenn es nur ein Gerücht ist, dann ist es endlich mal ein schönes: Dominique Meyer, im Moment noch Direktor der Wiener Staatsoper soll vielleicht den seit längerer Zeit vakanten Intendantenposten an der Dresdner Semperoper übernehmen. Ein Aufstieg wäre das für ihn freilich gerade nicht, aber ein richtiger Abstieg wohl auch nicht. Die Dresdner Oper ist ein durchaus prestigeträchtiges und traditionsversessenes Haus, was zu Meyer passen könnte. Und dass man ihn in Wien loswerden will, das Schicksal teilt er mit allen seinen Vorgängern im Amt. Zumindest kann er gut mit dem Chefdirigenten der Dresdner Staatskapelle Christian Thielemann, was ihn vom fast schon vergessenen Dresdner Beinahe-Intendanten Serge Dorny unterscheidet. In der nächsten Saison dirigiert Thielemann in Wien eine Neuproduktion von Hänsel und Gretel, in Dresden macht er derweil nur zwei Wiederaufnahmen. Das ist betrüblich für Dresden, muss aber nichts heißen, denn sicher ist das alles nur ein Gerücht....

Dienstag, 31. März 2015

Frank Gehry wird Bühnenbildner an der Staatsoper

Der amerikanische Stararchitekt Frank Gehry wurde von der Berliner Staatsoper als Bühnenbildner für Glucks Orfeo ed Euridice engagiert. Die Neuproduktion in der Regie von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim soll zu den Festtagen 2016 Premiere haben. Es handelt sich nicht um den ersten Opernausflug des nicht erst seit seinem legendären Entwurf für die Guggenheim-Dependance in Bilbao weltbekannten Architekten. In Los Angeles hat er zuletzt ein Bühnenbild aus Papier für die Zauberflöte entworfen. In Berlin ist er derzeit mit dem Konzertsaal in der neuen Akademie des West Easten Divan Orchestra beschäftigt, welche in unmittelbarer Nähe der derzeit in Sanierung befindlichen Staatsoper Unter den Linden entsteht. Die Besetzung für Orfeo et Euridice steht auch bereits fest: Bejun Metha singt den Orfeo, Anna Prohaska die Euridice und Nadine Serra den Amor.

Montag, 30. März 2015

Osterfestspiele Salzburg 2016















Mit Giuseppe Verdis Othello steht nach dem großen Erfolg von Cavallerina rusticana/I Pagliacci in diesem Jahr auch 2016 wieder eine italienische Oper im Mittelpunkt der Osterfestspiele in Salzburg. Johan Botha wird die Titelrolle singen, Dorothea Röschmann die Desdemona und Dimtri Hvorostovsky den Jago. Inszenieren wird der Franzose Vincent Boussard, bekannt für einen eher illustrierend-ästhetischen Regiestil und deswegen durchaus geeignet für das hochpreisige Festival. Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden bürgen weiterhin für den musikalischen Hochstandard, auch im Konzertprogramm, welches sich locker nach William Shakespeare ausrichtet und neben Hans Werner Henze auch eine Uraufführung von Manfred Trojahn enthält. Als zweiter Dirigent debütiert Vladmir Jurowski und zu den Gastsolisten gehören Anne-Sophie Mutter, die erstmalig mit Thielemann zusammen arbeitet, sowie Yefim Bronfman. Das komplette Programm ist hier nachzulesen.

Freitag, 27. März 2015

Anne Sofie von Otter in der Komischen Oper






















Die aus Schweden stammende Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter gastiert am 22. April 2015 mit ihrem Programm Douce France in der Komischen Oper Berlin. Auf dem mit einem Grammy ausgezeichneten gleichnamigen Doppel-Album aus dem vergangenen Jahr präsentiert sie eine Reise durch die französische Musik aus zwei Jahrhunderten, von Claude Debussy bis Edith Piaf. Stilsicher und wandelbar zeigt die hin und wieder auch skrupulöse Ausnahmekünstlerin welchen Rang sie nach wir vor inne hat. Ihre jahrzehntelange, skandalfreie Karriere auf der Bühne wie im Aufnahmestudio dauert noch an. Viele ihrer frühen Aufnahmen haben Referenzcharakter, ihre Konzerte und Liederabende sind immer Ereignisse, die in Erinnerung bleiben. Der Vorverkauf für den seltenen Auftritt in der deutschen Hauptstadt im April läuft!

Mittwoch, 25. März 2015

Deutsche Oper plant neuen Ring mit Stefan Herheim















Die legendäre Berliner Ringinszenierung von Götz Friedrich wird ein letztes Mal gezeigt, im April 2017 steht die neben Patrice Chereaus Bayreuther Jahrhundertring vielleicht berühmteste Ringinterpretation noch einmal mit zwei Zyklen auf dem Spielplan der Deutschen Oper. Die Inszenierung mit dem Einheitsbühnenbild des Zeittunnels kam 1984 in der geteilten Stadt Berlin zur Premiere, die Ausstattung stammt von Peter Sykora. Sie gilt bis heute als Maßstäbe setzende Deutung der Tetralogie, gelingt es ihr doch den visionären und den poetischen Gehalt des Werks zu durchdringen und theatralisch plausibel umzusetzen. Ab 2020 wird sich nun der Regisseur Stefan Herheim um eine neue Interpreation des kompletten Rings bemühen. Er hat bis auf den Ring bereits alle großen Werke Richard Wagners inszeniert: Parsifal in Bayreuth 2008, Lohengrin an der Staatsoper 2009, Tannhäuser in Oslo 2010 und Die Meistersinger von Nürnberg in Salzburg 2013 (wird im nächsten Jahr in der Bastille-Oper in Paris wieder aufgegnommen). Sowohl die letzten Reprisen der alten Inszenierung wie auch die Neuproduktion werden musikalisch von Donald Runnicles geleitet, dessen Verlängerung im Amt des Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin damit nur noch Formsache sein dürfte. Karten für 2017 sind bereits erhältlich, die Besetzung der Hauptpartien ist ebenfalls bekannt.

Dienstag, 24. März 2015

Cavallerina rusticana und I Pagliacci aus Salzburg im TV















Erstmals steht in diesem Jahr das Operndoppel Cavallerina rusticana und I Pagliacci auf dem Programm der Salzburger Osterfestspiele. Nach Parsifal und Arabella eine interssante Auswahl für den dritten Jahrgang unter der Leitung der von Christian Thielemann. Für sängerischen Starglanz ist gesorgt, Jonas Kaufmann führt in den beiden Tenorpartien Canio und Turrido ein wohlsortiertes Solistenensemble an: Ambrogio Maestri, Liudmyla Monastyrska, Maria Agresta, Stefania Toczyska und noch einige andere in den kleineren Partien. Das kann man sich kaum besser wünschen. Das gilt auch für das Team. Regie führt der mit großen Formaten erfahrene Philipp Stölzl, er ist eine gute Wahl für die bieden inszenatorisch heiklen Verismo-Einakter auf einer ganz großen Bühne. Im Orchestergraben natürlich die Staatskapelle Dresden, die bei der (komplett neu besetzen) Übernahme in die Dresdner Semperoper im Januar 2016 zu erleben sein wird. Die Osterfestspiele melden übrigens alle Termine als ausverkauft, aber es gibt in diesem Jahr gleich zwei Gelegenheiten die Aufführung im Fernsehen zu schauen, am 06.04.2015 um 23.15 Uhr im ZDF (nur Cavallerina rusticana) und am 11.04.2015 um 20.15 Uhr den kompletten Abend auf 3sat.

Montag, 23. März 2015

Recital mit Sumi Hwang und Helmut Deutsch online in HD















Die junge, aus Korea stammende Sopranistin Sumi Hwang gehört zu den großen sängerischen Nachwuchshoffnungen. Im vergangenen Jahr hat sie den Concours Reine Elisabeth in Brüssel gewonnen, einen der rennomiertesten Gesangswettbewerbe weltweit. Seit Beginn dieser Spielzeit gehört sie zum Ensemble der Oper Bonn und feiert dort bislang große Erfolge als Almirena in Rinaldo, als Pamina und als Leila in Les pecheurs des perles. Weitere Partien sind in Vorbereitung, genauso wie Auftritte über Bonn hinaus. Nun arbeitet sie auch mit dem legendären Liedbegleiter Helmut Deutsch zusammen - ein erster gemeinsamer Liederabend wird am 26. März 2015 auf der Plattform sonostream.tv (in HD-Qualität) übertragen.

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