Dienstag, 28. Juli 2015

Kirill Petrenko übernimmt Lulu-Dirigate im September















Anstelle von Cornelius Meister wird Kirill Petrenko selbst die Dirigate der für den September angesetzten Lulu-Serie an der Bayerischen Staatsoper übernehmen. Die Produktion in der Regie von Dimitri Tcherniakov war im Mai diesen Jahres unter seiner musikalischen Leitung zur Premiere gekommen und in musikalischer Hinsicht allseits gelobt worden. Wie die Bayerische Staatsoper in einer Aussendung schreibt hat sich Cornelius Meister dankenswerter Weise einverstanden erklärt auf ein zukünftiges Engagement als Ersatz für die Lulu-Serie auszuweichen. Ein nicht ganz alltäglicher Vorgang selbst in der nicht immer leicht zu verstehenden Opernwelt. Raus ist Petrenko in diesem Zuge auch aus den Walküren Ende November, Anfang Dezember - diese Termine dirigiert jetzt Simone Young. Sicher wären die drei Vorstellungen in dieser Konstellation nie in den Spielplan gelangt, zumindest früh genung wird die Änderung kommuniziert. Und eine weibliche Wagner-Interpretation tut dem GMD-versessenen München sicher gut...

Montag, 27. Juli 2015

Münchens Oper strahlt sich in den Sommer...























Während anderswo Ende Juli die Sommerfestspiele starten, ohne das saisonal bedingt gute Laune deutlich würde gehen die mittlerweile beinahe ebenso traditionsreichen Münchner Opernfestspiele in ihre letzte Runde, aber wie! Und dank Anna Netrebkos Twitter-account, dem wir die Verbreitung dieses wunderbaren Fotos verdanken, wissen wir, dass hier auch jenseits der Bühne eine wunderbare, sommerlich heitere Stimmung herrscht. Opernstars im Café oder . Jonas Kaufmann und Kristine Opolais sind noch zwei Mal in Manon Lescaut zu erleben (am Freitag bei Oper für alle und als Livestream). Mariusz Kwiecien, Anna Netrebko und Pavol Breslik geben eine Traumbesetzung für die Reprise des Eugen Onegin ab. Noch vor einem Jahr waren Netrebko für die Manon und Opolais als Tatjana geplant, dank oder besser wegen Hans Neuenfels hat dann man einfach getauscht - und alle sind glücklich. Schlechte Laune? - Fehlanzeige! Selbst der Bayreuther Lohengrin-Debütant Alain Altinoglu schaut sehr zufrieden drein. Opernherz was willst du mehr?

Samstag, 25. Juli 2015

Bayreuth-Auftakt 2015 mit Premiere von Tristan und Isolde













Die diesjährigen Bayeruther Festspiele starten heute mit der langerwarteten Premiere von Tristan und Isolde in der Regie von Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. In den Titelpartieren sind Stephen Gould und Evelyn Herlitzius zu erleben, als König Marke Georg Zeppenfeld, als Brangäne Christa Mayer und als Kurwenal Iain Paterson. Nur wenige Einblick gab es im Vorfeld in die neue Inszenierung, es ist von geometrischen Formen die Rede und dass dem Nichtzusammenkommenkönnen von Tristan und Isolde auch räumlich Ausdruck verschafft wird. Der zweite Akt soll in einem Gefängnis spielen und Tristan im dritten Akt bereits tot. Musikalisch dürfte eine Sternstunde vorherzusagen sein, Christian Thielemann hat den Tristan zwölf Jahre nicht mehr dirigiert - in Bayreuth noch nie - und sich dem Extremwerk nun ganz neu angenähert. Ungewöhnlich aufreibend waren die letzten Wochen auf dem Grünen Hügel sicher auch wegen der zahlreichen kursierenden Gerüchte und Beschuldigungen zu diversen Themen. Da wird mittlerweile jedes Jahr viel Porzellan zerschlagen, was längst Bestandteil des Rituals ist. Man müsste das mal wissenschftlich untersuchen. Erstaunlich offen zeigten sich Katharina Wagner und Christian Thielemann in ungewöhnlich zahlreichen Interviews im Vorfeld der Eröffnung ohne jedoch konkret Stellung zu beziehen. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Ab sofort geht es also um Richard Wagner, endlich! Auch wer nicht im Besitz einer Festspielkarte ist bekommt Gelegenheit sich eine Meinung zu bilden: Der Bayerische Rundfunk überträgt die heutige Premiere ab 16 Uhr komplett live im Radio, in zwei Wochen wird die Aufführung dann im Kino und einen Tag später im Fernsehen übertragen. Und die bundesdeutsche Presse berichtet auch in diesem Jahr ausführlich...

Dienstag, 21. Juli 2015

Der Rosenkavalier aus Salzburg auf 3sat















Der Rosenkavalier in der Inszenierung von Harry Kupfer war einer der Höhepunkte der Salzburger Festspiele im vergangenen Jahr. Auch heuer steht die Aufführung wieder auf dem Spielplan, Ende August zum Ende der Festspiele in fast identischer Besetzung. 3sat sendet am Samstag, 25. Juli 2015 um 20.15 Uhr einen Mitschnitt aus dem Sommer 2014: Krassimira Stoyanova gibt die Marschallin, Sophie Koch den Octavian, Günther Groissböck den Ochs und Mojca Erdmann die Sophie. Es dirigeirt Franz Welser-Möst, der ehemalige Musikchef der Wiener Staatsoper.

Sonntag, 19. Juli 2015

Entführung heute live aus Glyndebourne















Das jeden Sommer im britischen Glyndebourne stattfindende Opernfestival überträgt schon seit mehreren Jahren regelmäßig seine Produktionen gratis im Internet. Der nächste Webcast ist für heute nachmittag angekündigt, auf dem Programm steht die Neuproduktion von Mozarts Die Entführung aus dem Serail. Robin Ticciati dirigiert, David McVicar inszeniert, auf dem Besetzungszettel stehen mit Edgaras Montvidas, Tobias Kehrer, Brenden Gunnell, Sally Matthews und Mari Eriksmoen interessante Namen, die man nicht unbedingt aus dem internationalen Festivalzirkus kennt. Der Livestream wird für eine Woche als on demand abrufbar sein (d.h. bis 26. Juli 2015).

Tristan und Isolde aus Bayreuth am 8.8.15 auf 3sat






















Zum ersten Mal geben die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr eine Neuproduktion bereits im ersten Jahr in die mediale Verwertung. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Tristan und Isolde durch die bald alleinige Festspielchefin Katharina Wagner und in der musikalischen Leitung durch den neuberufenen Bayreuther Musikdirektor Christian Thielemann wird nicht nur am 07. August 2015 ab 15.45 Uhr in diversen Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen sein, sondern auch einen Tag später im Fernsehen, im gemeinsamen Kulturkanal der drei Länder. Ab 20.15 Uhr zeigt 3sat am 08. August 2015 den den kompletten Mitschnitt der Tristan-Aufführung vom Vortag ohne Pausen. Die Bayreuther Festspiele beginnen am kommenden Wochenende, in diesem Jahr gab es im Vorfeld außergewöhnlich viel vom üblichen Theaterdonner, ohne den das Musikfestival inzwischen kaum noch denkbar scheint. Dieser reichte von einem angeblichen Hügelverbot für die scheidenden Festspielchefi Eva Wagner-Pasquier über die überraschende Berufung von Christian Thielemann zum Musikdirektor bis hin zur erneuten, nun kurzfristigen Umbestzung der Isolde, die Partie wird jetzt von Evelyn Herlitzius gesungen. Die auch in Bayreuth erfahrene Sängerin zeigte sich bei ihren jüngsten Auftritten in Zürich und München als Elektra in Topform und das soll auch für den Tristan-Sänger Stephen Gould gelten. Beste Voraussetzungen als, damit es nun wieder verstärkt um die Kunst gehen könnte...

Freitag, 17. Juli 2015

Jonas Kaufmann im Sommer 3 mal auf dem Bildschirm











Drei große Produktionen singt Startenor Jonas Kaufmann in diesem Sommer und alle drei können vor dem Fernseher oder Computer verfolgt werden. Am morgigen Samstag (18.6.2015) überträgt 3sat die Open-air Produktion von George Bizets Carmen aus dem Amphitheatre in Orange. Jonas Kaufmann tritt als Don José auf, als Carmen an seiner Seite Kate Aldrich und als Escamillo Kyle Ketelsen. Im Rahmen ihres kostenlosen Livestream-Programmes zeigt die Bayerische Staatsoper am 31.7.2015 die Neuproduktion Manon Lescaut, dort ist dann Kristine Opolais seine Partnerin. Die Inszenierung von Hans Neuenfels steht seit November letzten Jahres im Münchner Nationaltheater auf dem Spielplan. Und von den Salzburger Festspielen wird am 22.8.2015 die Neuproduktion von Fidelio übertragen, ebenfalls auf 3sat. Dann wird neben Jonas Kaufmann als Florestan Adrianne Pieczonka als Leonore zu erleben sein, Franz Welser-Möst dirigiert. Viel Spaß beim Einschalten!


Sonntag, 12. Juli 2015

Waltraud Meier singt heute ihre letzte Isolde














Heute um 16 Uhr steht im Nationaltheater im Rahmen der Münchner Opernfestspiele Tristan und Isolde auf dem Spielplan - eine besondere Vorstellung, denn Waltraud Meier wird zum letzten Mal als Isolde auf der Bühne stehen. Fast 22 Jahren hat sie die Rolle verkörpert und mit ihrer musikalischen und inhaltlichen Durchdringung der Partie Maßstäbe gesetzt, die noch lange gelten werden. Ihr Debüt gab sie bei den Bayreuther Festspielen in der Neuproduktion 1992 unter der Regie von Heiner Müller, der Tristan an ihrer Seite war Siegfried Jerusalem, es dirigierte Daniel Barenboim. Unvergesslich ist die Mailänder Isolde in der Regie von Patrice Chéreau 2007 - sicher einer der Höhepunkte ihrer Karriere. Auch in der Premiere der immer noch aktuellen Münchner Inszenierung von Peter Konwitschny 1998 stand sie auf der Bühne. Ihren Abschied von der Partie hat Waltraud Meier lange angekündigt, urspünglich sollte die Aufführungsserie an der Staatsoper Berlin im vergangenen Dezember bereits die letzte sein. Nun gab es noch eine kleine Verlängerung und das Münchner Publikum kommt nochmals in den Genuss. Heute wird Robert Dean Smith ihr Tristan sein, Michelle Breedt die Brangäne und René Pape als König Marke. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Philippe Jordan, der musikalische Leiter der Opéra national de Paris.

Dienstag, 7. Juli 2015

Diana Damrau sagt Figaro-Gräfin in Baden-Baden ab
















Aufgrund ihrer angespannten gesundheitlichen Situation, die auf einer langandauernden Viruserkrankung beruht, muss Diana Damrau ihr für Mitte Juli geplantes Debüt als Gräfin in Mozarts Le Nozze di Figaro absagen. Die Partie wird jetzt von Sonya Yoncheva übernommen, die bereits vor einem Jahr im Festspielhaus Baden-Baden als Maguerite einspang als Anna Netrebko die Rolle nicht singen wollte. Unter dem Titel Baden-Baden Gala zeigt das Festspielhaus einen mehrjährigen Zyklus konzertanter Mozart-Aufführungen unter der Leitung von Yannick Nézét-Séguin, die parallel von der Deutschen Grammophon aufgenommen werden. Zur weiteren Besetzung von Le Nozze di Figaro in diesem Jahr zählen Anne Sofie von Otter, Christiane Karg, Luca Pisaroni, Rolando Villazon und Thomas Hampson.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Peter Theiler übernimmt die Semperoper











Der derzeitige Generalintendant des Nürnberger Staatstheaters Peter Theiler soll das seit mehr als drei Jahren unbesetzte Amt des Intendanten der Dresdner Semperoper übernehmen, wie verschiedene Quellen berichten. Unklar ist bislang noch der Zeitpunkt des Wechsels. Der eher unauffällige Opernmanager ist auch international bestens vernetzt und hat das Nürnberger Haus in den vergangenen Jahren mit Souveränität und Gelassenheit immer wieder zu auch überregional anerkannten Erfolgen geführt. Nicht zuletzt dadurch gelang es ihm, sein Theater auch in der Nürnberger Stadtgesellschaft fest zu verankern. Für Dresden wäre das ein Teil der Aufgabe, ein anderer ist ohne Zweifel das Arrangement mit Christian Thielemann, Peter Theiler wird wissen, worauf er sich einlässt. Nach dem Debakel mit der gescheiterten Berufung von Serge Dorny ist er eine gute Lösung, ein seriöser und erfahrener Arbeiter mit reduziertem Glamour-Faktor. Genau so einen braucht die Semperoper jetzt. Wir wünschen ihm schon mal viel Glück!

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