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Samstag, 8. Oktober 2016
Livestreams der Bayerischen Staatsoper 2016/17
Bereits die fünfte Saison läuft das erfolgreiche Livestreamprogramm der Bayerischen Staatsoper, bei welchem die Übertragungen nach wie vor kostenlos angeboten werden. An diesem Wochenende macht die aktuelle Neuproduktion Die Meistersinger von Nürnberg den Auftakt, ein aus dem Sommer nachgeholter Stream. Am 06. November 2016 steht die Neuinszenierung von Donizettis La favorite auf dem Programm, es singen Elīna Garanča, Matthew Polenzani und Mariusz Kwiecien. Danach inszeniert Altmeister Harry Kupfer die Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch mit Anja Kampe in der Titelrolle (Livestream am 04. Dezember 2016) und es wird auch die ebenfalls mit Spannung erwartete Neuproduktion von Rossinis Semiramide mit Joyce DiDonato, Alex Esposito, Daniela Barcellona und Lawrence Brownlee gezeigt (Livestream am 26. Februar 2017). Einer der großen Höhepunkte der Münchner Opernsaison dürfte die Neudeutung des Tannhäusers durch Romeo Castellucci sein, die Bestzung ist mehr als erlesen: Georg Zeppenfeld, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher, Anja Harteros und Elena Pankratova (Livestream am 09. Juli 2017). Damit stehen vier wichtige Neuproduktionen der neuen Saison auf dem Programm, jetzt schon mal die Termine vormerken, alle weiteren Informationen sind auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper zu finden.
Freitag, 7. Oktober 2016
Kostenloser Meistersinger-Livestream aus München
Die Bayerische Staatsoper holt an diesem Wochenende, den Ende Juli wegen der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufes abgesagten Livestream der diesjährigen Neuproduktion Die Meistersinger von Nürnberg nach. Am Samstag, 8. Oktober um 16 Uhr geht es los - Jonas Kaufmann ist aber leider nicht wie geplant dabei, er musste die komplette Serie aus gesundheitlichen Gründen absagen und wird durch Robert Künzli ersetzt, der nun den Stolzing singt. Die musikalische Leitung der Aufführung hat Kirill Petrenko.
Montag, 26. September 2016
Jonas Kaufmann sagt Meistersinger in München ab
Mit drei Terminen ist die Reprise der Münchner Neuproduktion Die Meistersinger von Nürnberg für Anfang Oktober im Nationaltheater angesetzt, diese werden jetzt ohne Jonas Kaufmann als Walther von Stolzing stattfinden. Er musste aus gesundheitlichen Gründen absagen und wird durch Burkhard Fritz ersetzt, der damit nach dem Lohengrin im Frühjahr bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr zu Einspringer-Ehren in einem Stück von Richard Wagner an der Bayerischen Staatsoper kommt. Jonas Kaufmann hatte als Stolzing erst in der Premiere dieser Meistersinger-Inszenierung im Sommer sein erfolgreiches Debüt in der Partie gegeben, wir wünschen ihm gute Genesung. Gegenüber der Premierenserie gibt es noch ein paar weitere Umbesetzungen: Georg Zeppenfeld übernimmt den Pogner und Martin Gantner den Beckmesser, Emma Bell die Eva und Claudia Mahnke die Magdalene. Die Meistersinger sind in München Chefsache: Alle drei Aufführungen werden selbstverständlich von Kirill Petrenko dirigiert. Es gibt übrigens noch Restkarten für alle Termine der Serie und im Forum der Bayerischen Staatsoper häufen sich seit der Absage die Kartenangebote, was zumindest irritierend ist, weil die Aufführung auch ohne den Startenor mehr als hochkarätig ist. Vielleicht tauscht sich ja das Publikum nun in Richtung mehr Sachverstand und Musikbezug aus, schaden kann das in München nie!
Montag, 15. August 2016
Mariss Jansons dirigiert Opern in Salzburg
Der weithin geschätzte Maestro Mariss Jansons kann aufgrund seiner umfangreichen Verpflichtungen bei diversen Spitzenorchestern im sinfonischen Bereich viel zu selten für die Übernahme von Operndirigaten gewonnen werden. Der neue Chef der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser hatte offenbar Überzeugungskraft und Glück: Wie bereits durchgesickert ist (die offizielle Verkündung des Programms findet erst im Herbst statt) wird Jansons im kommenden Jahr eine Neuproduktion von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk dirigieren. Eine reizvolle Aufgabe für den akribisch arbeitenden Schostakowitsch-Experten, Regie soll Andreas Kriegenburg führen. Interessante Vergleichsmöglichkeiten ergeben sich für das Publikum, weil die Bayerischen Staatsoper für diesen Herbst eine Neuproduktion eben desselben Stückes ankündigt, mit Kirill Petrenko im Graben und Harry Kupfer am Regiepult. Für den Sommer 2018 kehrt Jansons erneut zu den Salzburger Festspielen zurück, dann steht Tschaikowskis Pique dame auf dem Programm. Die aktuelle Produktion des Stückes aus Amsterdam, ebenfalls mit Mariss Jansons als Dirigenten, kann derzeit auf The Opera Platform abgerufen werden.
Mittwoch, 27. Juli 2016
München verschiebt Oper für alle & Meistersinger-Stream
Die Bayerische Staatsoper sagt den für den kommenden Sonntag (31. Juli 2016) geplanten Livestream der aktuellen Neuproduktion Die Meistersinger von Nürnberg ab, ebenfalls nicht stattfinden wird die Übertragung der Aufführung auf den Max-Josephs-Platz vor dem Nationaltheater. Das in München sehr populäre Format Oper für alle hätte an diesem Abend sein zwanzigstes Jubiläum gefeiert. Nach dem Amoklauf am vergangenen Freitag wäre es aber nicht der richtige Zeitpunkt für eine sommerliche Großveranstaltung vor den Toren des Hauses, heißt es in einer Verlautbarung des Hauses. Außerdem ist zum gleichen Termin in München ein Gedenkgottesdienst für die Oper des Amoklaufes geplant. Eine nachvollziehbare und konsequente Entscheidung, die man nur begrüßen kann. Der vergangene Freitag war ein Einschnitt in der Geschichte der zutiefst lebensfrohen und pausenlos amüsierwilligen bayerischen Landeshauptstadt, der erst einmal verarbeitet werden muss. Das gelingt sicher nicht, wenn man einfach so weiter macht, wie bisher. Die Bayerische Staatsoper prüft eine Wiederholung von Stream & Übertragung für die neue Saison, ab Ende September steht eine Reprise der Inszenierung mit drei Terminen auf dem Spielplan.
Mittwoch, 23. März 2016
Lohengrin, Bayerische Staatsoper, 20. März 2016
Viel Licht, aber auch mancher Schatten in der ersten Vorstellung der aktuellen Serie des Lohengrin an der Bayerischen Staatsoper. Lothar Koenigs geht es anfangs eher ruhig an und bringt mit dem Staatsorchester einen durchhörbaren, von der romantischen Seite aufgefassten Wagner zur Aufführung. Da sind immer wieder wunderbar ausmusizierte Stellen zu genießen. Die Herren der Besetzung nehmen das Angebot souverän an und liefern allesamt authentische, hochmusikalische Rollenporträts. Allen voran Günther Groissböck, mit seinem noblen Timbre ein Idealbesetzung für König Heinrich, als Herrscher mit menschlichen Zügen und Thomas J. Mayer, der dem Telramund vokale Statur und tragische Größe in stimmiger Kombination verleiht. Martin Gantner überzeugt in der heiklen Partie des Heerrufers. Ebenfalls einreihen kann sich in diese Reihe Burkhard Fritz als Einspringer in der Titelpartie. Er singt und spielt einen reflektierten, gleichwohl intensiven Lohengrin, vielleicht ein bisschen zu sehr auf Sicherheit, aber mit klar geführter Stimme, in keinem Moment gefährdet. Eher Mensch als Held, das passt genau ins Konzept der Inszenierung von Richard Jones, die auch nach einigen Jahren im Repertoire noch ihre Wirksamkeit entfaltet, wenn inzwischen vielleicht auch anders als gedacht. Bei den Damen fällt die Bilanz etwas gemischter aus: Edith Haller war lange ein Geheimtipp im jugendlich-dramatischen Fach, inwischen hört man ihrer Stimme die Ausflüge ins Hochdramatische aber doch an. Dennoch ist ihre Elsa mehr als solide, virtuos gestaltet sie die Ausbrüche und weiß durch ihre Bühnenerscheinung zu überzeugen. Petra Lang singt die Ortrud ebenfalls durchaus rollendeckend, aber ziemlich eindimensional und zum Teil schrill und bleibt dadurch Fremdkörper in einer ansonsten sehr ausgewogenen Besetzung. Für beide Frauen nachteilig bleibt, dass ihre große Auseinandersetzung auf dem Weg ins Münster im zweiten Akt hier so wenig in Szene gesetzt ist. Unsicherheiten beim Chor, leider nicht nur im anspruchsvollen ersten Akt mögen ja verzeihlich sein, gerade bei einer vielleicht nicht gerade überprobten Wiederaufnahme... aber eigentlich geht das nicht in einer Aufführung an der Bayerischen Staatsoper!
Samstag, 19. März 2016
Burkhard Fritz springt in München als Lohengrin ein
Freitag, 11. März 2016
Münchner Spielplanpräsentation 2016/17 live
Am kommenden Sonntag (13. März 2016) um 11 Uhr präsentiert die Bayerische Staatsoper erstmals live vor Publikum im Nationaltheater ihre Vorhaben der neuen Saison. Intendant Nikolaus Bachler, Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und der neue Ballettdirektor Igor Zelensky informieren über die Spielzeit 2016/17, die unter dem programmatischen Titel Was folgt stehen wird. Teilnehmen kann man live im Saal oder online auf staatsoper.tv
Mittwoch, 2. März 2016
Ein Maskenball aus München auf Arte
Nach der Uraufführung South Pole überträgt Arte eine weitere Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper aus dem Münchner Nationaltheater in voller Länge: Johannes Erath inszeniert Un ballo in maschera, Zubin Metha steht am Dirigentenpult, Anja Harteros singt zum ersten Mal die Amelia. Die beiden männlichen Hauptpartien sind mit Piotr Beczala und George Petean besetzt. Am 18.03.2016 wird die Produktion ab 22.10 Uhr im Hauptprogramm von Arte gezeigt. Die Aufzeichnung ist noch 7 Tage nach Ausstrahlung auf Arte Concert abrufbar.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Victor Schoner soll Opernchef in Stuttgart werden
Die Nachfolge von Jossi Wieler an der Oper Stuttgart ist geklärt. Ab der Saison 2018/19 soll ihm Victor Schoner nachfolgen, derzeit Künstlerischer Betriebsdirektor an der Bayerischen Staatsoper. Jossi Wieler leitet das Stuttgarter Haus seit 2011 und arbeitet auch als Regisseur derzeit ausschließlich dort. Das will er nun wieder ändern und seine Karriere als within geschätzter Opern- und Schauspielregisseur freischaffend fortsetzen. Seinem Nachfolger hinterlässt er ein prägnantes und vielfältiges Repertoire an zeitgemäßen Inszenierungen und ein neuen Tendenzen im Musiktheater vergleichsweise aufgeschlossenes Publikum. Im Umfeld der Neubesetzung fiel auch der Name des Lyoner Opernintendanten Serge Dorny, der in Dresden vor einiger Zeit mit der Übernahme der Semperoper gescheitert war.
Samstag, 6. Februar 2016
München streamt
Ohne Zweifel ist München eine Musikstadt von Weltgeltung, auch wenn das inzwischen angesichts des Gezerres um den Neubau eines schon zu lange versprochenen Konzertsaales von manchem Beobachter in Zweifel gezogen wird. Am vergangenen Wochenende gab es gleich drei hochkarätige Produktionen im Nationaltheater, der Philharmonie im Gasteig und dem Prinzregententheater, die via Livestream für jedermann kostenlos zugängig sind. Wo gibt es so etwas sonst noch - in dieser Dichte und in dieser Qualität? Sicher, es sind für die Saisonmitte geplante Höhepunkte, aber auch die gehören in München irgendwie zum Alltag. Schön, dass man sich darüber freuen darf und zwar nicht nur als Münchner!
Die Bayerische Staatsoper zeigt mit South Pole eine mit großer Zustimmung aufgenommene Uraufführung mit Rolando Villazon und Thomas Hampson in den Hauptrollen. ARTE hat im Fernsehen zeitversetzt übertragen und stellt den Stream auf seiner Homepage on demand zur Verfügung.
Beim BR-Rundfunkorchester stand in der verdienstvollen Reihe der konzertanten Opern in den Sonntagskonzerten im Prinzregententheater ein sehr selten zu hörendes Werk aus dem französischen Repertoire auf dem Programm: Dante von Benjamin Godard. Die Aufführung kann als kompletter Livestream auf der Homepage von BR-Klassik abgerufen werden.
Und das Symphonieorchester des BR hatte den großartigen Cellisten Yo-Yo Ma in einer Kurzresidenz zu Gast. In der Philharmonie im Gasteig war er als Solist bei Richard Strauss Don Quixote zu erleben (nachdem er am Vorabend an gleichem Ort auf beeindruckende Weise Johann Sebastian Bachs sämtliche Cellosonaten zur kanonischen Aufführung brachte) und außerdem spielte das Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons die 8. Sinfonie von Antonin Dvorák. Auch dieses Konzert ist in kompletter Länge auf der Homepage von BR-Klassik zugänglich.
Viel Freude beim Durchklicken!
Die Bayerische Staatsoper zeigt mit South Pole eine mit großer Zustimmung aufgenommene Uraufführung mit Rolando Villazon und Thomas Hampson in den Hauptrollen. ARTE hat im Fernsehen zeitversetzt übertragen und stellt den Stream auf seiner Homepage on demand zur Verfügung.
Beim BR-Rundfunkorchester stand in der verdienstvollen Reihe der konzertanten Opern in den Sonntagskonzerten im Prinzregententheater ein sehr selten zu hörendes Werk aus dem französischen Repertoire auf dem Programm: Dante von Benjamin Godard. Die Aufführung kann als kompletter Livestream auf der Homepage von BR-Klassik abgerufen werden.
Und das Symphonieorchester des BR hatte den großartigen Cellisten Yo-Yo Ma in einer Kurzresidenz zu Gast. In der Philharmonie im Gasteig war er als Solist bei Richard Strauss Don Quixote zu erleben (nachdem er am Vorabend an gleichem Ort auf beeindruckende Weise Johann Sebastian Bachs sämtliche Cellosonaten zur kanonischen Aufführung brachte) und außerdem spielte das Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons die 8. Sinfonie von Antonin Dvorák. Auch dieses Konzert ist in kompletter Länge auf der Homepage von BR-Klassik zugänglich.
Viel Freude beim Durchklicken!
Freitag, 23. Oktober 2015
Ariadne auf Naxos heute als Livestram aus München
Mit der heutigen Aufführung von Richard Strauss Ariadne auf Naxos beginnt die Bayerische Staatsoper ihre diesjährige Streaming-Saison im Internet. In der beliebten Robert-Carson-Inszenierung treten Brenda Rae als Zerbinetta, Peter Seiffert als Bacchus, die bislang hier selten gehörte Amber Wagner als Primadonna und Alice Coote als Komponist auf. Auch die kleineren und ebenso wichtigen Partien sind in München immer gut bis bestens besetzt. Erstmals hat GMD Kirill Petrenko an seinem Stammhaus das Dirigat von Ariadne auf Naxos übernommen. Die Übertragung beginnt um 20 Uhr und ist wie immer kostenlos auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper abrufbar.
Dienstag, 28. Juli 2015
Kirill Petrenko übernimmt Lulu-Dirigate im September
Anstelle von Cornelius Meister wird Kirill Petrenko selbst die Dirigate der für den September angesetzten Lulu-Serie an der Bayerischen Staatsoper übernehmen. Die Produktion in der Regie von Dimitri Tcherniakov war im Mai diesen Jahres unter seiner musikalischen Leitung zur Premiere gekommen und in musikalischer Hinsicht allseits gelobt worden. Wie die Bayerische Staatsoper in einer Aussendung schreibt hat sich Cornelius Meister dankenswerter Weise einverstanden erklärt auf ein zukünftiges Engagement als Ersatz für die Lulu-Serie auszuweichen. Ein nicht ganz alltäglicher Vorgang selbst in der nicht immer leicht zu verstehenden Opernwelt. Raus ist Petrenko in diesem Zuge auch aus den Walküren Ende November, Anfang Dezember - diese Termine dirigiert jetzt Simone Young. Sicher wären die drei Vorstellungen in dieser Konstellation nie in den Spielplan gelangt, zumindest früh genung wird die Änderung kommuniziert. Und eine weibliche Wagner-Interpretation tut dem GMD-versessenen München sicher gut...
Montag, 27. Juli 2015
Münchens Oper strahlt sich in den Sommer...
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Während anderswo Ende Juli die Sommerfestspiele starten, ohne das saisonal bedingt gute Laune deutlich würde gehen die mittlerweile beinahe ebenso traditionsreichen Münchner Opernfestspiele in ihre letzte Runde, aber wie! Und dank Anna Netrebkos Twitter-account, dem wir die Verbreitung dieses wunderbaren Fotos verdanken, wissen wir, dass hier auch jenseits der Bühne eine wunderbare, sommerlich heitere Stimmung herrscht. Opernstars im Café oder
Sonntag, 12. Juli 2015
Waltraud Meier singt heute ihre letzte Isolde
Heute um 16 Uhr steht im Nationaltheater im Rahmen der Münchner Opernfestspiele Tristan und Isolde auf dem Spielplan - eine besondere Vorstellung, denn Waltraud Meier wird zum letzten Mal als Isolde auf der Bühne stehen. Fast 22 Jahren hat sie die Rolle verkörpert und mit ihrer musikalischen und inhaltlichen Durchdringung der Partie Maßstäbe gesetzt, die noch lange gelten werden. Ihr Debüt gab sie bei den Bayreuther Festspielen in der Neuproduktion 1992 unter der Regie von Heiner Müller, der Tristan an ihrer Seite war Siegfried Jerusalem, es dirigierte Daniel Barenboim. Unvergesslich ist die Mailänder Isolde in der Regie von Patrice Chéreau 2007 - sicher einer der Höhepunkte ihrer Karriere. Auch in der Premiere der immer noch aktuellen Münchner Inszenierung von Peter Konwitschny 1998 stand sie auf der Bühne. Ihren Abschied von der Partie hat Waltraud Meier lange angekündigt, urspünglich sollte die Aufführungsserie an der Staatsoper Berlin im vergangenen Dezember bereits die letzte sein. Nun gab es noch eine kleine Verlängerung und das Münchner Publikum kommt nochmals in den Genuss. Heute wird Robert Dean Smith ihr Tristan sein, Michelle Breedt die Brangäne und René Pape als König Marke. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Philippe Jordan, der musikalische Leiter der Opéra national de Paris.
Dienstag, 30. Juni 2015
Bayerische Staatsoper streamt Arabella-Neuproduktion
Programmänderung bei den beliebten Livestreams der Bayerischen Staatsoper: Am 11. Juli 2015 ab 19 Uhr wird die Neuproduktion von Richard Strauss Arabella, welche am kommenden Montag im Rahmen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele Premiere hat, als kostenloser Livestream im Internet gezeigt. Die Inszenierung verantwortet Filmregisseur Andreas Dresen, zum ersten Mal am Haus tätig. Die musikalische Leitung hat der Arabella-erfahrene Musikchef der Pariser Oper Philippe Jordan übernommen. Als Arabella ist mit Anja Harteros eine der führenden Strauss-Interpretinnen unserer Tage im Einsatz und der Rest der Besetzung geht auch in Ordnung. Da sollte also nichts schief gehen. Die ursprünglich für den 4.7. geplante Übertragung der zweiten Festspielproduktion Pelléas et Mélisande aus dem Prinzregententheter wurde dafür leider aus technischen Gründen abgesagt. Interessenten sollten sich um Restkarten für eine der verbleibenden Vorstellungen bemühen. Auch wenn das Publikumsecho zur Premiere angesichts der abstrakt-anspruchsvollen Inszenierung ziemlich gemischt ausfiel: Französische Oper in dieser musikalischen Qualität ist in München nur in absoluten Ausnahmefällen zu erleben.
Mittwoch, 18. März 2015
Jahres-Pressekonferenz der Bayerischen Staatsoper online
Auch in diesem Jahr überträgt die Bayerische Staatsoper die Spielplanpresserkonferenz für die kommende Saison wieder live im Internet. Am 25. März 2015 stellen Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und Staatsintendant Nikolaus Bachler ab 10 Uhr den Spielplan 2015/16 vor. Noch am gleichen Tag wird die gesamte Saisonplanung nebst Besetzungen auch auf der Homepage des Hauses online gestellt.
Freitag, 20. Februar 2015
Problemabend an der Bayerischen Staatsoper
Doppeltes Pech bei der vorgestrigen Vorstellung von Cosi fan tutte im Münchner Nationaltheater: Zunächst ließ sich der eiseren Vorhang nicht mehr bewegen, die gesamte Aufführung musste deshalb aus Brandschutzgründen quasi konzertant auf der fast leeren Bühne stattfinden. Dann erkrankte die Sängerin der Dorballa Angela Brower so schwer, dass sie die Vorstellung nach der Pause nicht mehr zu Ende singen konnte. Für sie sprang Gaëlle Arquez ein, die gerade in der Falstaff-Serie im Haus die Meg Page singt. Das Publikum nahm die Probleme und ihre Lösung gelassen bis amüsiert hin, die außergewöhnliche Vorstellung dauerte bis halb zwölf. Am Sonntag gibt es wieder Cosi fan tutte, dann mit Bühnenbild und mit Isabael Leonard als Dorabella.
Mittwoch, 18. Februar 2015
Rolando Villazon singt Uraufführung in München
Noch ist das neue Saisonprogramm der Bayerischen Staatsoper nicht veröffentlicht, aber einer der absehbaren Höhepunkte der nächsten Spielzeit wurde bereits jetzt offiziell bekannt gegeben: Kirill Petrenko dirigiert die Uraufführung South Pole des in Prag geborenen Komponisten Miroslav Srnka, das Libretto stammt vom Australier Tom Halloway. Die neue Oper nimmt sich den allseits bekannten Kampf um die Eroberung des Südpols vor. Die beiden historischen Figuren Roald Amundsen und Robert Scott werden von Thomas Hampson und Rolando Villazon gesungen, was dem Projekt Aufmerksamkeit verschaffen dürfte - genauso wie der Name des Regisseurs: Hans Neuenfels. Fast ein Jahr vor dem geplanten Termin der Uraufführung am 31. Januar 2016 hat die Bayerische Staatsoper einen informativen Blog zu dem Projekt lanciert.
Samstag, 31. Januar 2015
Lucia-Livestream aus München auf 8.2. verschoben
Die Bayerische Staatsoper hat den Livestream der Neuproduktion Lucia die Lammermoor um eine Woche verschoben. Statt an diesem Sonntag wird die Aufführung mit Diana Damrau in der Titelrolle erst am 08. Februar 2015 ab 17.45 Uhr kostenlos auf der Homepage des Hauses zu verfolgen sein. Die musikalische Leitung hat GMD Kirill Petrenko übernommen, in weiteren Partien sind Pavol Breslik, Georg Zeppenfeld, Dalibor Jenis, Dean Power, Emanuele D'Aguanno und Rachel Wilson zu erleben.
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