Dienstag, 16. Februar 2016
Thielemann dirigiert Walküre an der Semperoper
Nur wenige Abende pro Saison steht der musikalische Leiter der Staatskapelle Dresden auch im Orchestergraben der Semperoper. Jetzt ist es wieder so weit: Beginnend am kommenden Samstag dirigiert Christian Thielemann drei Aufführungen von Richard Wagners Die Walküre. Die Bestzung ist außerordentlich: Nina Stemme gibt die Brünnhilde, Petra Lang die Sieglinde und Christopher Ventris den Siegmund. Als Wotan ist erstmals an seinem Stammhaus Markus Marquardt zu erleben. Georg Zeppenfeld als Hunding und Christa Mayer als Fricka komplettieren das hochkarätige Ensemble. Sternstunde mit Ansage nennt man so etwas, hoffentlich ist das auch ein erster Schritt hin zu kompletten Aufführungen des Zyklus unter Thielemann in Dresden. Für die Vorstellung am 23.02. sind noch Restkarten erhältlich.
Dienstag, 10. Dezember 2013
La fanciulla del West auf arte
Sie sind vielleicht nicht das neue Traumpaar der Oper, aber gehören zu den gefragtesten Gesangssolisten unserer Zeit: Nina Stemme und Jonas Kaufmann. Zur diesjährigen Saisoneröffnung der Wiener Staatsoper waren beide in einem eher randständigen Werk des Opernrepertoires zu erleben: La fanciulla del West von Giacomo Puccini. Die Aufführung in der Regie von Marco Arturo Marelli und unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst war bereits im Fernsehen zu sehen, wer das versäumt hat bekommt am morgigen Mittwoch, 11. Dezember 2013 ab 22.45 Uhr auf arte noch mal Gelegenheit das viel zu selten gespielte Werk zu sehen. Auch das ist Musiktheater des 20. Jahrhunderts!
Freitag, 15. November 2013
50 Jahre Nationaltheater München mit Nina & Jonas

Die Bayerische Staatsoper feiert den fünfzigsten Jahrestag der Wiedereröffnung des Nationaltheaters in München. Die Matinee am kommenden Sonntag, 17. November 2013 um 13 Uhr wird vom Bayerischen Fernsehen sowie als Livestream im Internet direkt übertragen. An die kostenlos vergebenen Karten war so gut wie kein rankommen. Das musikalische Programm ist erlesen: Jonas Kaufmann singt den Wonnemond und Nina Stemme aus dem ersten Akt Rosenkavalier. Kirill Petrenko dirigiert das Bayerische Staatsorchester zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Generalmusikdirektor. Geredet wird auch!
Hier geht es direkt zum Festakt in der Mediathek des BR Fernsehens.
Dienstag, 8. Oktober 2013
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Jonas Kaufmann singt Puccinis Dick Johnson
An der Wiener Staatsoper hat am kommenden Samstag, 05. Oktober 2013 Puccinis viel zu selten gespielte La fanciulla del West Premiere. An der Seite von Nina Stemme als Minnie gibt Jonas Kaufmann (Probenfoto) sein mit Spannung erwartetes Rollendebüt als Dick Johnson. Im Gespräch mit der Wiener Zeitung erläutert der Tenor seine Liederabend-Absage vom vergangenen Wochenende und kündigt an, zukünftig auch den Hoffmann singen zu wollen. Die Inszenierung besorgt Marco Arturo Marelli, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Franz Welser-Möst. Die Premiere wird zeitversetzt von ORF 2 im Fernsehen übertragen, in Deutschland ist der Sender in einigen Kabelnetzen zu empfangen. Außerdem wurden zuletzt Opernübertragungen vom ORF auch in der sendereigenen Mediathek gestreamt.
Edit 07.10.2013
Weitere Möglichkeiten:
Die komplette Aufzeichnung der Premiere vom Samstag hier in der ORF-Mediathek.
Arte zeigt den Mitschnitt vsl. am 11. Dezember 2013 um 22.30 Uhr!
Auf youtube findet sich mittlerweile ein Mitschnitt in zwei Teilen.
Samstag, 22. September 2012
Janowskis Tristan auf CD erhältlich
Im Laufe der konzertanten Wagner-Aufführungen in der Berliner Philharmonie unter Marek Janowski zählte Tristan und Isolde zu den absoluten Höhepunkten der Serie. Kein halbes Jahr später ist jetzt die Aufnahme als CD erschienen. Nina Stemme zeigt erneut, dass sie als Isolde derzeit außer jeder Konkurrenz singt. Die ihr zu Gebote stehenden stimmlichen Mittel sind außerhalb jeden Vergleichs, einer satten und vollen Tiefe steht eine ebenso prächtig dimensionierte Höhe gegenüber. Sie vermag mit ihrer Gestaltungskunst jede Phrase mit Sinn und Bedeutung zu präsentieren, wirklich ein außergewöhnliches Hörvergnügen. Beinahe ebenbürtig an ihrer Seite Stephen Gould als Tristan. Über einen Sänger, der in dieser Partie über sämtliche Töne verfügt muss man glücklich sein und wenn ein Tenor diese dann auch noch so kraftvoll und präzise präsentiert wie Gould, dann ist auch das eine Ausnahmeerscheinung. Das Maß an Durchdringung der Figur seiner Partnerin Stemme erreicht er allerdings nicht. Verlesen auch das restliche Ensemble: Kwangchul Youn ein berührender Marke, Johan Reuter ein zuverlässiger Kurwenal und Michelle Breedt eine engagierte Brangäne. Janowskis Dirigat ist von einer tiefen Kenntnis des Werkes geleitet, er will eher zeigen, als überwältigen und sein Rundfunk-Sinfonieorchester folgt ihm mit bemerkenswerter Präzision und Geschlossenheit. Die Aufnahme wird nicht die letzte Neuerscheinung von Tristan und Isolde zum Wagner-Jubiläum sein, aber es steht nach dem erfreulichen ersten Höreindruck bereits fest, dass sie zu den wichtigsten gehört!
Dienstag, 14. September 2010
Neue Rusalka in München

Noch hat die neue Saison noch nicht begonnen, aber die Bayerische Staatsoper hat eine erste wesentliche Umbesetzung angekündigt: Nina Stemme hat die Titelrolle in Rusalka zurück gelegt. Sehr ausführlich gerät die entsprechende Ankündigung auf der Homepage: Frau Stemme sieht sich aufgrund ihrer stimmlichen Weiterentwicklung seit Unterschrift des Vertrages leider nicht mehr in der Lage, Repertoire wie Rusalka zu singen, was sie sehr bedauert. Übernommen wird die Partie nun von der jungen lettischen Sopranistin Kristine Opolais, die bereits auf eine bemerkenswerte Karriere zurück blicken kann. An der Staatsoper Unter den Linden debütierte sie 2006 als Tosca und sang seitdem an vielen ersten Häusern. In der Prokofjew-Premiere von Der Spieler an der Lindenoper gastierte sie unter Daniel Barenboim und Dimitri Tscherniakow als Polina (siehe unser Foto). Nicht nur die FAZ war damals beeidruckt: Kristine Opolais spielt die Polina als kühle Blondine in schwarzem Trenchcoat und trifft mit ihrem klaren Sopran alle Nuancen der Partie zwischen Arroganz, Sehnsucht und Hysterie auf das genaueste. Mit der Rusalka gibt Kristine Opolais ihr Debüt in München, Premiere ist am 23. Oktober 2010, Regie führt Martin Kusej und in weiteren Rollen sind u.a. Klaus Florian Vogt, Nadia Krasteva und Günther Groissböck zu erleben.
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Dieser Holländer überzeugt

Noch vor seiner selbstgewählten Kreativpause (aus der er sich mit seiner Amsterdamer Salome soeben zurück gemeldet hat) stand an der Bayerischen Staatsoper vor drei Jahren Richard Wagners Frühwerk Der fliegende Holländer auf dem Programm von Regisseur Peter Konwitschny. Auch in der aktuellen Wiederaufnahme lässt sich wunderbar ablesen, war um er einer der wichtigsten Opernregisseure unserer Zeit ist. Intelligent und präzise schärft er das Werk zur Kenntlichkeit, lässt sich nicht auf voreilige Interpretationen ein und verhilft so dem Zuschauer zu einem Erlebnis, hinter das es kein Zurück mehr gibt. Seine Deutung ist so fulminant, wie stichhaltig. Der Holländer als ewig Unerlöster bleibt immer in seiner düsteren, einem flämischen Gemälde entsprungenen Welt, Senta dagegen lebt ihre Fantasien sehr lebendig und in einer heutigen, anders verstandenen Spinn-Stube aus. Größer könnten die Gegensätze nicht sein, dennoch ist Vermittlung möglich, Erlösung denkbar - ein großes Wort: Liebe. Hier wird die tatsächliche Geschichte von mehr als zwei lebenden Menschen verhandelt, das macht diese Inszenierung so wertvoll.

Das ganze ist nicht, wie so oft, Sentas Projektion. Der Holländer wird als Titelfigur ernst genommen und in seine Rechte eingesetzt. Wunderbar gebrochen gibt ihm Juha Uusitalo überlegt und kraftvoll Format. Auch Nina Stemme überzeugt als Senta mit vielen kraftvollen Tönen, fällt allerdings stimmlich mehr ins dramatische als beim Spiel. Matti Salminens Daland ist immer noch ein Rollenporträt mit enormer Ausstrahlung und Erik Lance Ryan erfreut als Einspringer mit einer wirklich tragfähigen Stimme. Im Orchestergraben entfesselt Cornelius Meister einen sehr kontrollierten Klangrausch, was sich hier durchaus im Einklang mit dem reflektierten Bühnengeschehen befindet. In vielen schön musizierten Details wird deutlich welch großer Wurf dieses frühe Werk Wagners ist und dass hier schon die ganze Genialität des Musikdramatikers aufscheint. Vieles was er später im Lohengrin oder im Tristan thematisch und motivisch weiter entwickelt und vollendet hat, ist hier schon in ganzer Schönheit da. Man muss nur Ohren haben, es zu hören.

Wenn die weißglühende Explosion am Schluss den Zuschauer unerbittlich in die Gegenwart zurück holt bleibt mehr als der Eindruck eines Opernabendes, bei dem nicht alles, aber vieles zusammen passt. Es bleibt mindestens auch die Erkenntnis, dass im Leben nichts gewiss ist und dass sich Priorität schneller verschieben, als man denkt. Wie schade und wie großartig, dass man daran in der Oper erinnert werden muss!
Montag, 2. November 2009
Tristan und Isolde aus London jetzt auf BBC

Die aktuelle Londoner Aufführung von Tristan und Isolde ist noch bis zum Wochenende über die Website der BBC zu hören. Unter der Leitung von Antonio Pappano singen Nina Stemme und Ben Heppner die Titelrollen, sowie Sophie Koch (Brangäne), Michael Volle (Kurwenal) und John Tomlinson (König Marke). Die mustergültig besetzte Aufführung (man vergleiche mal mit dem Bayreuther Tristan) zählt zu den interessantesten Produktionen der laufenden Saison und fand insbesondere in musikalischer Hinsicht großen Anklang bei Presse und Publikum. Viel Spaß beim Hören!
Freitag, 30. Oktober 2009
Nina Stemme tritt beim Staatsopern-Benefiz auf
Die international gefeierte schwedische Sopranistin hat vor einigen Jahren zusammen mit Placido Domingo in einer aufwendigen Studioproduktion TRISTAN UND ISOLDE eingespielt.
Die Staatsoper Unter den Linden hat für ihr Benefizkonzert zugunsten der Sanierung des Hauses am 04.11.09 das Programm geändert. Anstelle der Opernausschnitte und Zarzuelas mit Placido Domingo gibt es nun Vorspiel und Liebestod aus Richard Wagners Tristan und Isolde sowie den ersten Akt Die Walküre. Angesichts der hohen Eintrittspreise dürfte diese relativ kurzfristige Änderung nicht bei allen Kartenbesitzern auf ungeteilte Zustimmung stoßen, zumal Domingo mit diesem Programm schon öfter zu erleben war. Allerdings sollte das Engagement von Nina Stemme, das mehr als aufwiegen. Die Bayreuth-erfahrene Sängerin ist nur selten in Berlin zu erleben. Die Staatskapelle Berlin spielt unter der Leitung ihres Chefs Daniel Barenboim. Neben Stemme und Domingo wird auch Kwangchul Youn auftreten, derzeit gefeierter Bühnenpartner von Domingo in der aktuellen Simon Boccanegra - Produktion an der Staatsoper. Die ist seit langem ausverkauft, doch für das Konzert in der Philharmonie sind noch Karten erhältlich!



