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Freitag, 21. Januar 2011

Überraschung: Clowns im Werther


Am kommenden Montag hat in Lyon die Werther-Inszenierung von Rolando Villazon ihre von vielen Seiten erwartete Premiere. Im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP erläutert der Regiedebütant, dass sein Blick auf das Werk Massenets ein durchweg moderner ist, er will kein Stück aus dem Museum präsentieren. Um das zu erreichen lässt er die Sänger auch als Clowns auftreten, professionell unterstützt wird er dabei durch die Mimin Nola Rae (die auf der der Besetzung unter Mise en mouvement firmiert). Oper sei die Sprache des Unbewussten, wie Villazon feststellt, im wirklichen Leben singt man nicht, sondern man spricht. Eigentlich eine Binsenweisheit, aber auch daran darf ab und zu erinnert werden! Und es ist nicht die schlechteste Arbeitsthese für einen Neuregisseur, der sich der hohen Erwatungen bewusst sein dürfte. Die Bühne als Spielplatz des Unbewussten - weitere Details zur Inszenierung werden noch nicht verraten. Vielleicht hilft ja der Brechtsche Verfremdungseffekt beim pathosgefährdeten Werther und führt zu einer schlüssigen, neuen Deutung? Die Aufgabe ist nicht ganz einfach, aber lösbar. Villazon hält sich an gewichtige Vorbilder: Bartlett Sher und Willy Decker, Regisseure mit denen er bereits gearbeitet hat und sicher auch an den nicht direkt genannten Achim Freyer, bei dem er in Berlin den Lenski gesungen hat. Für die Zukunft plant Villazon sowohl weitere Regiearbeiten, wie auch weiterhin Auftritte als Tenor, den Werther singt er selber das nächste Mal im Mai in London.


Samstag, 8. Januar 2011

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus...



....oder auch nicht. Am 24. Januar 2011 kommt jedenfalls an der Oper von Lyon ein Neuinszenierung von Werther heraus. Mit dieser Produktion gibt Rolando Villazon sein Debüt als Regisseur. Er hat die Titelrolle in den letzten Jahren bereits mehrfach mit großem Erfolg gesungen, unter seiner Regie wird sie nun von Arturo Chacón-Cruz verkörpert.

Donnerstag, 18. März 2010

Jetzt inszeniert er auch noch


Nicht dass er gerade zu wenig im Gespräch wäre, sein erster Auftritt am kommenden Montag an der Wiener Staatsoper wird von allen Seiten mit Spannung erwartet. Jetzt wird auch noch bekannt, dass Rolando Villazon im kommenden Jahr sein Debüt als Opernregisseur geben will. In Lyon soll er Massenets Werther inszenieren. Die Titelrolle war über Jahre seine Paradepartie, die er in Nizza, Wien, München und Paris gesungen hat. Im letzten Jahr musste er eine geplante Serie konzertanter Aufführungen absagen und in der gefeierten aktuellen Neuproduktion in Paris steht sein Kollege Jonas Kaufmann auf der Bühne. Bleibt zu hoffen, dass Villazons ästhetischen Vorstellungen nicht allzusehr von der oben zu sehenden Aufführung aus Nizza geprägt wurden. Die Spekulationen über eine baldiges Karriereende des Opernsängers Rolando Villazon bekommen mit dieser Meldung natürlich wieder neue Nahrung.

Dienstag, 2. Februar 2010

Werther aus Paris online zu sehen

Die große romantische Oper gehört zu den gelungensten von Jules Massenet und ohne Zweifel zu den Standartwerken des französischen Repertoires. Sicher auch aus diesem Grund zählt sie zu den mit gespannter Hoffnung erwarteten Neuproduktionen der Opera de Paris in dieser Saison. Diese wurde nicht enttäuscht. Ein neues Traumpaar der Oper wurde geboren. In der Regie von Filmregisseur Benoit Jacquot konnten die beiden Protagonisten Sophie Koch als Charlotte und Jonas Kaufmann in der Titelrolle einen großartigen Triumph feiern. Mit Verve, Natürlichkeit und großer darstellerischer Stimmigkeit gestalten beide ihre Partien und stellen damit ihre Klasse und ihr Künstlertum gleichermaßen unter Beweis. Die musikalische Leitung hat Michel Plasson. Auf der website des deutsch-französichen TV-Senders arte kann derzeit die komplette Aufführung abgerufen werden. Unbedingt anschauen, es lohnt sich!

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