Sonntag, 11. Dezember 2011

Gruberova als Straniera und Bolena


Nicht nur in München - aber dort ganz besonders - wird Edita Gruberova vom Publikum veehrt. Die Primadonna reduziert aber nun ihre Präsenz an der Bayerischen Staatsoper, zugunsten von konzertanten Aufführungen in der Philharmonie im Gasteig. Dort tritt sie im Juli (05./09./12./16.07.2012) als La Straniera von Bellini auf, die Rolle wird sie erstmals interpretieren. Bisher war sie im Juli immer bei den Münchner Opernfestspielen vertreten, offenbar ist in diesem Jahr zwischen den Ring-Zyklen kein Platz mehr für Belcanto. Im nächsten Dezember kommt Gruberova dann noch einmal für drei Vorstellungen als Anna Bolena zurück (12./16./20.12.2012). An ihrer Seite sind gestandene Belcanto-Kollegen wie Sonia Ganassi, José Bros und Paolo Gavanalli zu erleben. Im Februar gibt es auch noch eine so gut wie ausverkaufte Serie der genialen Roberto Devereux-Inszenierung an der Staatsoper. Gute Zeiten für die Münchner Gruberova-Fans, wann ist die Diva dort zuletzt in einem Jahr in drei verschiedenen Partien aufgetreten? Das gibt es nicht einmal mehr in Wien! Der Vorverkauf für die Anna Bolena startet am Montag, 12.12.2011 hier, wie immer bei Frau Gruberova sichert rechtzeitiges Buchen die besten Plätze!

Kommentare:

  1. Diese Kunstgewerblerin des Gesanges habe ich nie besonders geschätzt.

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  2. Na kunstgewerblich trifft es nicht ganz, Sie haben Gruberova wohl länger nicht gehört. Es gibt wenige Sängerinnen mit solcher Präsenz und Ausdruckskraft!

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  3. Grubi ist und bleibt die Beste!

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  4. Wie lange singt die denn noch?

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  5. Sie war nie die Beste auch wenn es so etwas wie 'die Beste' als Kategorie gäbe. Sie war oft maniriert, verliebt in die eigenen Fiorituren und die geschriebenen. Sie war eine Artistin, sie jonglierte usw. Da war nie dieses Feuer aus tiefster Seele, sie wurde nie die Person die sie darstellte. Sie lieferte artistisch ab, immer blieb da die ein wenig gekünstelte Höhe die nicht von der Geschichte selbst abgesichert war. Das Schlimmste war ihre Norma über die so einige ausrasteten; jedoch war der Geist des Belcanto fern denn in dieser Rolle ist die überzeugende Tragödin, die Dramatikerin gewollt, nicht zuletzt von Bellini. Vor allem hat sich die Handwerkerin Gruberova selbst eine Freude gemacht. Nicht den Opernkennern. Die Stimme ist inzwischen scharf und abgenutzt, auch deshalb Frau Gruberova sollten Sie es endlich sein lassen.

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  6. Also in Roberto Devereux wird sie schon die Person, die sie darstellt! Über die Norma kann man gewiss streiten, aber die Gruberova ist inzwischen eine wirkliche Sängerdarstellerin geworden!

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  7. Kann mir nicht helfen, immer kommt sie mir vor wie eine Zirkusartistin die Kunststücke vorführt.

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  8. genau das ist ja das tolle bei ihr, dass sie kunststücke vorführt, welche sägerin macht etwas anderers? entscheidend ist doch, wie sie das macht und das finden sehr viele großartig!

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  9. Richtig 19:38, sie macht Kunsthandwerk. Das aber ist weit entfernt von tief erlebter Rollengestaltung. Die wirklich großen Namen die dafür stehen und standen will ich hier nicht im Zusammenhang mit der Gruberova nennen. Wer vorführt erfüllt nicht die höchsten Erwartungen, er wird für seine Artistik beklatscht, das Kunststück aber steht eben nicht für wahre Kunst.
    Gelegentlich konnte man auch bei der Caballe solche Tendenzen erleben.

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  10. Genau das kann ich an der auch nicht ausstehen.

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  11. Ja, jonglieren mit acht Bällen oder so ist Artistik nicht Art.

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  12. Ach Ina, fangen Sie mal mit den Familienkonzerten für Kinder vor weihnachten an.

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  13. Die einzige wirklich phantastische Stimme in der
    Borgia-Übertragung war die von Pavol Breslik. Er hat einfach alles.
    Die Gruberova hatte immer wieder diesen unangenehmen maskierten Gesang wenn sie zum nächsten Höhenansatz kam. Das gab es sogar bei der legendären Sutherland und ist für einen Koloratur-Sopran natürlich nicht 'zwingend notwendig'. Sängerinnen wie Edda Moser beispielsweiese hatten das überhaupt nicht. Da gab es eine durchgängige Klarheit. Bei der Gruberova ermüdet man schnell, was nützen da ein paar Kunststücke. Zu alt für diese Rolle wie sie nun mal ist, habe ich mir andere Namen gewünscht an ihrer Stelle. Die Inszenierung erwähne ich nicht einmal. Das alles war einfallslos.

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  14. Die Borgia starb mit 39. Ein wenig sollte man bei den Besetzungen auf Glaubwürdigkeit achten. Matronen sind da nicht angebracht. Und es gibt eine Reihe toller Sängerinnen die das singen können.

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  15. Edita Gruberova ist sicher keine Matrone und die Diskussion über typecast in der Oper ist doch müßig. Wie wollte man eine Wagner- oder Straussoper besetzen, wenn alle so ausschauen sollten, wie im Bilderbuch. Elsa ist ein Mädchen, genau wie Salome! In der Tat dominiert Gruberova das Belcantofach seit vielen Jahren, vielleicht sogar nicht ganz freiwillig. Ihre Karriere neigt sich dem Ende entgegen und man wird sehen, wer ihre Nachfolge antritt. Die Opernlandschaft hat sich ja sehr geändert und eine Karriere, wie die der Gruberova scheint kaum mehr möglich!

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  16. Es gibt keine Nachfolge. Jeder ist einzigartig. Die Gruberova hatte ihre Zeit. Jetzt ist es Zeit. Ich kann sie nicht mehr sehen und hören. Sehr viel Artifizielles in ihrem maskierten Gesang.

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  17. Stimmt es wirklich, dass die Roberto Devereux-Termine Anfang Februar die letzten Vorstellungen von Gruberova an der Staatsoper sind?

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