Freitag, 6. April 2012

Schätze des Belcanto mit Rolando Villazon















Auch in diesem Jahr machte Rolando Villazon mit seinem aktuellen Tourneeprojekt Station in München. Nach Zwangspausen und durchstandenen Stimmkrisen ist er wieder viel unterwegs, jedes Jahr ein neues Programm, das bietet nicht jeder! Unter dem Titel Schätze des Belcanto hat er ein Programm aus ziemlich unbekannten Arien von Verdi, Donizetti, Bellini und Rossini zusammengestellt, sämtlich neu arrangiert für diesen Zweck. Damit entzieht er sich der direkten Vergleichbarkeit, verhindert aber auch, dass nur eine Melodie wiedererkannnt oder gar im Ohr bleibt. Das zahlreich anwesende Publikum bleibt dann auch ohne Enthusiasmus, beklatscht seine Auftritte kurz und heftig, mehr nicht. Die Fans sind dankbar, dass es ihn noch gibt. Größere Erwartungen hat niemand an einen vierzigjährigen Künstler, der gerade auf Tournee in den größten Konzerthallen des Kontinents ist! Musikalisch bleibt der Abend ohne Belang, mit Belcanto hat weder Villazons trockener und technischer Gesang etwas zu tun, noch das was das Nuevo Mundo Chamber Orchestra unter Guerassim Voronkov als Begleitung und zwischendurch spielt. Immerhin, Villazon klingt nicht mehr so gefährdet wie noch vor kurzem. Sicher hat ihm der recht gelungene Auftritt als Hoffmann in München im vergangenen Jahr neues Selbstbewusstsein gegeben, er ist nach wie vor der beste Präsentator seiner selbst. Es nötigt fast Respekt ab, wie er seine Karriere mit einem Druck und einer Selbstverständlichkeit vorantreibt, als wäre nie etwas gewesen, als wäre er noch der Ausnahmetenor von früher. Die Frage ist, wie lange das noch so gehen wird. Irgendwann müssen die alten Erfolge auch wieder sängerisch beglaubigt werden. Dennoch: In München gestern abend großer Jubel von den teuer bezahlten Plätzen, der am heftigsten wird, als er einen kurzen Slapstik zum Besten gibt. In dieser Disziplin ist er nach wie vor unerreicht!

Kommentare:

  1. Der heftigste Applaus kommt, wie ich es immer wieder beobachte, von den teuersten Plätzen deshalb, weil man da ein label bucht, den event, das Kitzeln, ohne viel von Oper und Gesang zu verstehen.
    Irgendwie ist das pervers und traurig und das Zirkuspferd Villazon trabt mit. Er kann auch nichts anderes machen bei der Natur. Chaplin ist nie weit und das Johlen darob auch nicht.

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    1. Ein sehr guter Kommentar, habe das ebenfalls beobachtet. Viel Median-Hype ist alles, was nötig ist, Gesang ist Nebensache! Bestes Beispiel: "Mütterchen Russland" Anna Netrebko.

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  2. Villazon macht hektisch weiter auf für seinen Anspruch niedrigem Niveau. Wie schade das alles.

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  3. Hat einer von Euch (oder ist es immer derselbe?) ihn eigentlich in letzter Zeit mal singen gehört oder hat Ahnung von Gesang? Wahrscheinlich weder noch. Schade, dass hier Kommentare nicht auf fachlichem Niveau stattfinden.

    "Median-Hype"? "Mütterchen Russland"? Arm!

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  4. Leider ist das aber wahr. Habe beide gehört. Der eine kann es nicht mehr. Einzelne Arien zählen da nicht. Da kann mal was gelingen. er singt aber nur noch sachen die man schwer vergleichen kann und die kaum einer kennt. Clever.Und die andere ist in der Stimme zu schwer geworden, hat aber die Rollen noch nicht ganz angepaßt. Sie wirkt matronenhaft.

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  5. Wie erbärmlich die Kommentare......Der Sänger/-innen-Markt wäre leer, ginge man nach diesen lächerlichen, an den Haaren herbeigezogenen Kriterien.
    Jedenfalls fahre ich jetzt nach Baden-Baden zu ANNA !!!!
    'hoffentlich ist die Stimme nicht zu schwer'....
    All diese Einschätzungen werden aus irgendwelchen Kritiken, die nicht einmal negativ gemeint sind, zusammengezurrt und als schwerwiegende 'Fehler' unter das - wie man hofft - dumme Volk gebracht. Nein, das Publikum ist nicht dumm...

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  6. Leider gibt es im Publikum für besondere Sänger eher mehr Gläubige als Wissende. Die Gläubigen sind wichtig für die Sänger und Veranstalter und natürlich für sich selbst. Niemand will ihnen auch das subjektive Erlebnis nehmen. Sie liegen aber nur gelegentlich richtig, weil ihnen der Glaube im Weg steht. Insofern liegt 05:49 ganz richtig. Ein kritischer Kommentar ist nicht erbärmlich, er ist für den Gläubigen schwer zu ertragen, denn die Liebe vernebelt ja. Reelle Kriterien brauchen keine Haare an denen sie heran gezogen werden müssen. Sie sind schon da. 'Jedenfalls fahre ich nach Baden-Baden zu Anna...' Ja, allein darin liegt alles was ich meine. Besuchen Sie da Ihre Kusine? Villazon ist am Ende. Der Zirkus mit Events wird noch ein wenig weiter gehen. Frau Netrebko, die mich nie hat frieren lassen, aber eine gute Sängerin ist, mehr nicht, hat Mozart zu sehr vernachlässigt und sich auf zu schweres Terrain zu früh gewagt. Das hat die Stimme 'verlangsamt' zu früh schwer gemacht und zu früh 'getönt'. Ob man das will oder nicht. Ebenso hat der zu schnelle Opernzirkus von heute auch Kaufmann beschädigt. Seine frühe leichte Mozartstimme ist verschwunden, weil Lehrer Management und er selbst das dramatische Fach bis zum Verismo bedienen wollten. Ein gravierender Fehler. Das baritonale Gurgeln und die Schwierigkeiten im Passagio sind die Folgen. Es ist geradezu die Pflicht von denen die mehr sind als Gläubige, auf das hinzuweisen was vom Anspruch abweicht, den sich diese Sänger einmal erworben und selbst gesetzt haben. Die die hier als Gläubige meckern, würden beim Auto nicht den geringsten Kratzer tolerieren.

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  7. "Seelig" die, die sich stets allwissend wähnen, denn ohne sie würden die dummen Gläubigen in der Hölle der Kunst versinken.

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  8. Selig die, die wissen, wie selig geschrieben wird. ;-))

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  9. Berechigte Kritik, sollte auch im Eifer des Gefechts nicht passieren. Aber inhaltlich? Wer hier fachlich kompetent ist, äußert sich nicht in ständig wiederkehrenden Floskeln sondern liefert dann schon eine Analyse, aus der man entnehmen kann, daß es sich um mehr handelt, als das in diesem Blog übliche Geschwafel.

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  10. Vokkommen d'accord mit 01:51 a.m.

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  11. Vokkommen d'accord [sic] mit May 1, 2012 08:32 AM

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  12. Paul wildert mal wieder anonym 08:32 und zitiert auch noch falsch. Der Lehrer ist wieder unterwegs. Vielleicht ist aber der Schreiber Franzose und hat sich unbewußt einen kleinen Fehler geleistet. Paul ist wohl der Typ, der seiner Frau, sollte er eine mitbekommen haben, die Erbsen in den Topf zählt. Horror.
    Mit 01:51 bin ich völlig einverstanden. Der Schreiber oder die Schreiberin hat Recht.

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  13. Es ist immer einfach sich als wissend zu stilisieren, dann aber den Beweis durch nachvollziehbare Aussagen anzutreten, die über die Schwafelebene hinausgehen. Hier in diesem Schwafel-Blog, sollte jeder erstmal offenbaren, wo er denn welche Ausbildung genossen hat, um fachkompetente Wertungen vorzunehmen, die über die reine Geschmacksebene hinausgehen.Im übrigen scheint hier eine Art Paul - Syndrom zu grassieren. Jeder, der mal nachvollziehbare Kritik anmahnt, wird mit Erbsenzählerei gleichgesetzt. Damit wäre alle Schwafelei gleich Wissen, alles Wissen gleich Erbsenzählerei.

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  14. Oberlehrer!!! Sie haben nichts verstanden. War zu erwarten.

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  15. Schwafelpaul: 03:26

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  16. Was wurde denn bitte nicht verstanden? Mal konkret.

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  17. 3:26 gibt es nicht.
    Nochmal - Sie sehen Gespenster, Anonym!
    Nur wo paul drauf steht, ist auch paul drin.

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  18. Es wäre doch generell einfach mal eine andere Niveauebene, wenn hier nicht ständig geistiges Sondermüll abgeliefert würde, um konstruktiven Austausch zu ermöglichen. Solange dieser Blog von Leuten beherrscht wird,die mit einer arg bedenklichen Persönlichkeitsproblematik behaftet sind, wird es nicht besser.

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  19. Natürlich geistiger Sondermüll, damit nicht Fehlerteufelfanatiker wieder zu ihrem Recht kommen.

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  20. Er hat es gemerkt. 03:28 statt 03:26 Das kann nur Paul. Und er kommentiert es auch noch. Er lechzt geradezu danach Recht zu haben.

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  21. Wehe dem, der hier heilige Gesangskühe kritisiert.

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  22. Ihr Hirnederln, haha, primitiv wie eh und je, ojeoje !

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  23. @ Verdi
    Ihr Beitrag wie immer profund und vor Tiefsinn und Intelligenz nur so strotzend. Er passt hier her.

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  24. Oh mein Gott - wer hat nur dieses Cover ausgesucht???
    http://3.bp.blogspot.com/-BOBsnmPcJC4/T_SkuP08ayI/AAAAAAAAQ2w/w0uaoUtUMW0/s1600/VERDI+CD.jpg

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