Mittwoch, 11. Januar 2012

Ich bin nicht Otello


Absurden Vorwürfen sieht sich das kleine Berliner Schloßparktheater unter seinem Intendanten Dieter Hallervorden ausgesetzt. Weil in der aktuellen Produktion Ich bin nicht Rappaport der Schauspieler Joachim Bliese rollengerecht zum Schwarzen geschminkt wird gibt es im Internet massive Rassismusvorwürfe. Die Diskussion erreicht inzwischen auch das große Feuilleton. Wenn die politisch korrekte Meinung einmal Fahrt aufgenommen hat ist sie durch nichts mehr aufzuhalten, was auch immer der Auslöser war! Erst im vergangenen Jahr kam am größten Opernhaus der Stadt eine Neuinszenierung von Guiseppe Verdis Otello heraus, in der Regie von Andreas Kriegenburg und mit einem schwarz geschminktem José Cura. Proteste sind nicht bekannt geworden. Auch der gefragte Johan Botha, einer der besten Tenöre unserer Zeit und aus Südafrika stammend, singt den Otello je nach Inszenierung geschminkt oder nicht. An der Wiener Staatsoper ist zufällig für diesen Freitag eine Wiederaufnahme geplant, die Titelpartie singt Peter Seiffert, sicher sehr gut und sicher auch geschminkt!

Kommentare:

  1. Eine Furzdiskussion. Was machen wir bloß mit dem Prinzen in Land des Lächelns, vielleicht darf nur ein Norweger den singen. Blaue Augen, blond? Die Idioten sterben nicht aus.

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  2. Glückliches Land, welches diese Sorgen hat!

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  3. Als Radames in Aida bekam ich einen schönen Teint, Gesicht, Arme, Beine, wie im Maghreb beheimatet. Muss ich mich nun nachträglich schlecht fühlen.??? Soll man Regie, Intendanten, Maskenbildner verklagen oder nur die geistig armen bemittleiden, die eine solch dämliche Diskussion anwerfen? Mit Radames sage ich ' Se quel guerrierio fossi...`

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