Dienstag, 1. Dezember 2009

Rolando Villazon kommt zurück


Auch wenn der genaue Termin seines Comebacks noch nicht feststeht ist davon auszugehen, dass der mexikanische Tenor Rolando Villazon im kommenden Jahr wieder auf der Bühne stehen wird. An der Staatsoper Unter den Linden in Berlin ist er für die Festtage im März als Lenski angekündigt (er hat die Rolle bereits in der Premiere der umstrittenen Inszenierung von Achim Freyer gesungen) und an der Bayerischen Staatsoper für die Festspielvorstellungen im Juli als Nemorino in L'elisir d'amore. Die Inszenierung hat heute abend Premiere, allerdings ohne Villazon, sondern mit Guiseppe Filanoti. Auch die Salzburger Festspiele kündigen einen Liederabend mit Villazon an, seine Partnerin wird die französische Pianistin Hélène Grimaud sein. Außerdem soll die Konzerttournee mit dem Händelprogramm wiederaufgenommen werden, welche der Sänger Anfang diesen Jahres wegen einer Stimmbanderkrankung abbrechen musste und daraufhin alle weiteren Auftritte abgesagt und sich einer Operation unterzogen hatte. Große, hoffentlich nicht zu große Pläne für einen heiß vermissten Künstler!

Kommentare:

  1. Wer glaubt, dass Rolando Villazon noch mal auf einer Bühne steht, der sollte auch an den Weihnachtsmann glauben. Er wird weniger enttäuscht werden...

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  2. Prof. Rainer Maria Heckerodt3. Mai 2012 um 22:28

    Warum sollte Rolando Villazon nicht wieder auf einer Bühne stehen ? Nur weil es diese Sensationsgeier so wollen ?? Sie haben ihn verheizt, sie haben seinen Untergang herbei gebetet, um ihn den Stimmbrüchigen zum Fraß vorzuwerfen. Der Mann hat sensationelles in seiner kurzen Weltkarriere geleistet und erntet jetzt Hohn und Spott. Ja man hofft vor lauter Untergangsgier, daß er von allen Bühnen verschwindet. Das sind die gleichen Leute, die zu Autorennen gehen und mitfiebern, daß ein Rennfahrer draufgeht und als Hackfleisch von der Leitplanke gekratzt wird. Rolando Vilazzon hat sein Publikum, das ihm die Treue hält, auch wenn er zu singen aufhören muß. Sie verneigen sich vor ihm und seiner immensen Leistung und behalten ihn ehrfürchtig in Erinnerung für alles das was er uns gegeben hat in seiner leide recht kurzen Weltkarriere.

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  3. Auch Sie sind einem gewissen Fan-Fieber erlegen. Die Gier auf der Bühne zu stehen, die Gier zu gefallen, die Gier nach Anerkennung ist bei Villazon extrem, wenn nicht klinisch ausgeprägt. Seit seiner Jugend verbraucht er sich gleichzeitig von zwei Enden; niemand kann ihm wirklich raten, seine Lehrer nicht, sein Management nicht, das ihn sicher gern 'länger am Markt' gehabt hätte. Villazon hört nicht einmal auf seine Frau die Psychologin ist. Villazon hat vor allem sich selbst verheizt. Wer beruflich mit ihm zu tun hatte, wie ich, kann das bezeugen. Er hat sein splendides Rüstzeug ständig selbst verheizt. Dass es diesen Event-Typus gibt ist nicht von der Hand zu weisen. Die gibt es bei jedem Star. Ein Mann wie Flórez z.B., mit ausgeprägtem Intellekt und dem richtigen Gefühl für das Richtige zur richtigen Zeit und die nötige Ökonomie im Einsatz der Mittel, wird niemals derart abstürzen. Er hört auf sich und Ernesto Palacio seinen fabelhaften Manager, selbst ein gefeierter Rossini-Tenor (Stimmkategorie) zu seiner Zeit. Villazon springt auf jedes noch so dumme Karussell, kein Mätzchen ist ihm zu schade, er sprigt ständig aus der Regie was kolossal nervt und unzulässig ist. Ein von der Natur wunderbar gesegneter Sänger zerstört seit Jahren vor allem sich selbst.

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  4. Sehr richtig das alles. Und wer sich das Video oben ansieht und anhört und etwas von Musik versteht, begreift, dass hier nur Villazon glaubt er singe Händel. Verismo-Attitüde: das geht gar nicht. Außerdem schlurt er über die Koloraturen hinweg und notierte Feinheiten sind einfach weggelassen. Merken tut das nur der Teil des Publikums der in der klassischen Musik zu Hause ist. Im Grunde eine schlimme Entwicklung.

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  5. Beide Kommentare sprechen mir aus der Seele.

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