Freitag, 28. Oktober 2011

Erste Bilder vom Münchner Hoffmann


An der Bayerischen Staatsoper steht am Montag die erste Saisonpremiere an: Les Contes d'Hoffmann mit Diana Damrau in allen vier Frauenpartien. (Außerdem mit dabei: Rolando Villazon als Hoffmann!) Erste bewegte Bilder sind dank des Bayerischen Fernsehens verfügbar, die komplette Oper gibt es am 21. November 2011 bei ARTE oder am Premierenabend beim Hörfunk des BR.



Castorf inszeniert Bayreuther Jubiläumsring


Nun also doch: Frank Castorf steigt in den Ring. Er wird im Sommer 2013 den Ring des Nibelungen für die Bayreuther Festspiele inszenieren. Die Personalie wurde schon länger kolportiert, offenbar zogen sich die Vertragsverhandlungen so lange hin. So richtig unterschrieben sind die Verträge wohl bis heute nicht. Festspielleiterin Katharina Wagner räumte aber ein, dass sie von Castorf ausdrücklich ermächtigt sei, sein Engagement zu verkünden!

Samstag, 15. Oktober 2011

Die Meistersinger heute live aus Nürnberg!


Eine Meistersinger-Premiere direkt in Nürnberg ist etwas Besonderes! Heute um 17 Uhr überträgt ARTE live-Web die Premiere der Richard-Wagner-Komödie live aus dem Opernhaus der Stadt. Regisseur David Mouchtar-Samorai - ein jung gebliebener Altmeister - will das Komödiantische des Werkes betonen und sich dabei von der spezifischen Nürnberger Rezeptionsgeschichte nicht ausbremsen lassen. Die Besetzung der Hauptpartien lässt aufhorchen: Albert Pesendorfer (Hans Sachs), Jochen Kupfer (Beckmesser), Guido Jentjens (Pogner) und Michael Putsch (Stolzing). Am Pult steht der Nürnberger GMD Marcus Bosch. BR-Klassik überträgt auch live und bringt ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Freitag, 14. Oktober 2011

Barenboim wird Musikchef in Mailand


Ab Anfang Dezember diesen Jahres übernimmt Daniel Barenboim für fünf Jahre das Amt des musikalischen Direktors der Mailänder Scala, er wird künftig vier Monate pro Jahr vor Ort sein. Das Amt war seit dem Weggang von Ricardo Muti vor sechs Jahren nicht mehr besetzt worden. Erst vor kurzem hatte Barenboim auch seinen Berliner Vertrag bis 2022 verlängert.

Dienstag, 11. Oktober 2011

ARTE überträgt Hoffmanns Erzählungen


Dank des Kultursenders ARTE kommt das geneigte Publikum am 21. November 2011 um 20.40 Uhr in den Genuss einer (zeitversetzten) Liveübertragung von Les Contes d'Hoffmann von Jaques Offenbach aus der Bayerischen Staatsoper in München. Die Neuproduktion ist einer der Höherpunkte der Münchner Opernsaison und zwar nicht nur wegen Rolando Villazon, dessen Interpretaion der der Titelrolle mit großer Spannung erwartet wird, sondern auch wegen Diana Damrau (Foto), die alle drei Frauenpartien Olympia, Giulietta und Antonia singen wird. Das ist auch von Offenbach so vorgesehen, wird aber aufgrund der hohen stimmlichen Anforderungen selten umgesetzt. Meist teilen sich drei Sängerinnen die Partien. Interessant dürfte auch die musikalische Deutung des jungen Dirigenten Constantinos Carydis und die Inszenierung von Richard Jones (seine letzte Münchner Arbeit war Lohengrin) werden.

Hoffmann-Übertragung aus München auf Ende Dezember verschoben

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Herzlichen Glückwunsch...


...dem Opernhaus des Jahres 2011: La Monnaie in Brüssel. Und wer es nicht schafft hinzufahren kann auch aus der Ferne mit dabei sein!

Philippe Jordan wird Chef der Wiener Symphoniker


Nicht ganz überraschend wird jetzt der Schweizer Philippe Jordan zum Chefdirigenten der Wiener Symphoniker berufen. Die Stelle wurde unlängst vakant, weil Inhaber Fabio Luisi nach New York an die Metropolitan Opera entfloh um dort für den erkrankten James Levine einzuspringen. Jordan, seit einigen Jahren Musikchef in Paris, ist in Österreich seit seiner Anfängerzeit in Graz kein Unbekannter. Er hat die Wiener Symphoniker bereits regelmäßig dirigiert.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Bolschoi vor Wiedereröffnung


Das legendäre Moskauer Bolschoi-Theater wird Ende Oktober nach mehrjähriger, skandalreicher Generalsanierung wiedereröffnet. Mit mehr als eine halben Milliarde Euro wurde sowjetischer Chic wieder auf den Glanz der Zarenzeit zurückgeführt. Anstelle Hammer und Sichel ist nun wieder der russische Doppeladler zu sehen. Die Anzahl der Sitze sinkt von 2000 auf 1700 und es gibt eine neue zweite Bühne für Ballettaufführungen. Die große Eröffnungsgala am 28. Oktober 2011 wird um 20.15 Uhr auf ARTE übertragen, mit dabei sind Angela Gheorghiu, Natalie Dessay und Placido Domingo. Doch auch diese Jet-Stars des Klassikbetriebes sollen überwiegend russisches Repertoire zu Gehör bringen, wie sich das für dieses Haus gehört. Und das Bolschoi-Repertoire soll demnächst noch mehr international verbreitet werden, mit regelmäßigen weltweiten Kinoübertragungen!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Bachler will Gavanelli verklagen


Die beiden werden sicher keine Freunde mehr, am Rande des Japan-Gastspiels der Bayerischen Staatsoper wurde bekannt, dass Intendant Nikolaus Bachler den italienischen Bariton Paolo Gavanelli verklagen will. Der hatte seine Teilnahme an der umfangreichen Tournee kurzfristig abgesagt, mit der Begründung Mittelohrentzündung, was von der Opernseite nicht akzeptiert wird. Gavanelli ist seit vielen Jahren ein Münchner Publikumsliebling, nicht zuletzt durch seine vielen Auftritte an der Seite von Edita Gruberova. Dennoch wird er seit Bachlers Amtsantritt in München nicht mehr engagiert. Darin dürfte auch der eigentliche Grund für das Zerwürfnis liegen. Das Bild zeigt Gavanelli in seiner Paraderolle als Rigoletto in einer Londoner Produktion.

Stefan Herheim inszeniert wieder Wagner


Der norwegische Regisseur Stefan Herheim soll zu den Salzburger Festspielen im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 Die Meistersinger von Nürnberg inszenieren. Koproduktionspartner wird die Opéra de Paris. Die musikalische Leitung übernimmt Daniele Gatti. Herheim und Gatti haben gemeinsam bereits eine vielbeachtete Aufführung einer Wagner-Oper herausgebracht, den Bayreuther Parsifal im Jahr 2008. Diese Inszenierung wird nach wie vor am Grünen Hügel gespielt und gilt als die gefragteste im aktuellen Bayreuth-Repertoire. Herheim hat außerdem Lohengrin an der Lindenoper Berlin und Tannhäuser in Oslo inszeniert.

Neue Marschallin: Lioba Braun


Seit vielen Jahren ist sie als Wagner-Mezzo vom Dienst landauf und landab im Einsatz: Lioba Braun. Mit Ihrer Kundry und ihrer Ortrud hat sie schon viele eher glanzlose Repertoireaufführungen veredelt. Gefragt und geschätzt ist sie auch als zuverlässige und vielseitige Konzertsängerin. Nun wird sich Lioba Braun verstärkt dem dramatischen Sopranfach zu wenden, die Isolde ist in Vorbereitung (unter Andris Nelsons im März 2012 in Birmingham). Vor kurzem feierte sie an der Oper Leipzig außerdem ein umjubeltes Rollendebüt als Marschallin in Richard Strauss Der Rosenkavalier. Mit dieser Partie, die ihrer sinnlich-noblen Bühnenerscheinung durchaus entspricht, kommt sie nun auch in der Bundeshauptstadt zu kurzfristigen Einspringerehren. An der Deutschen Oper Berlin übernimmt in sie die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg für zwei Vorstellungen im Oktober, Donald Runnicles dirigiert die bekannte und beliebte Inszenierung von Götz Friedrich. Vielleicht wird sie ja jetzt die neue Marschallin vom Dienst, weil sich die im Moment auf diese Rolle abonnierten Kolleginnen mit Blick auf das Wagner- und Verdi-Jubiläumsjahr anderen Aufgaben zuwenden?

Samstag, 1. Oktober 2011

Lohengrinerfolg in Japan


Zum großen Publikumserfolg entwickelt sich das Gastspiel der Bayerischen Staatsoper in Japan. Der für Jonas Kaufmann eingesprungene Johan Botha triumphiert als Lohengrin, gefeiert wird auch Waltraud Meier als Ortrud und das übrige Ensemble. Den zahlreichen Berichten der mitreisenden Journalisten kann man entnehmen, dass die Stimmung sehr gut ist, auch wenn die Hälfte von Chor und Orchester nicht mit auf Gastspielreise ist und sich für einen Monat karenzieren läßt. Die leeren Plätze wurden durch Aushilfen besetzt, was wohl im Lohengrin gelegentlich zu hören gewesen ist. Ein paar Hintergrund-Informationen sind im Blog der Staatsoper zu finden.

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