
Seit 2005 steht die hocherfolgreiche Produktion in der Berliner Staatsoper auf dem Spielplan, es gab bereits Gastspieleinladungen aus 12 Städten. Aber weil die Inszenierung nach Auffassung ihrer Macher zu selten gespielt wird und weil es in Lyon bereits eine Freiluft-Variante gab und weil man in Berlin ja gern alles ein bisschen größer macht, als es ohnehin schon ist wird die
Dido & Aeneas-Inszenierung von
Sasha Waltz am
27. August 2011 in der
Berliner Waldbühne gezeigt. Der Eingeweihte wundert sich, das ist doch die mit dem großen Wasserbassin? Ja, es wird 7000 Liter angewärmtes Wasser geben, das Orchester sitzt neben der Deko und es gibt natürlich Videoeinspielungen, auch von den Bäumen ringsrum, denn das Ganze wird auch ein ökologisches Spektakel mit korrekten mediterranen Picknickkörben! Moderiert wird der Abend
von Sopranistin Annette Dasch, die auch zur umtriebigen
Radialsystemfamilie gehört und die mit den Besuchern eine Chorszene aus der Oper einstudieren wird. Es sind 18.000 Plätze zu besetzten, die Preise zwischen 22 und 62 Euro sind moderat. Über Sinn oder Unsinn der Unternehmung wird nicht diskutiert, wir sind ja die Guten, deshalb viel Erfolg! Und wem das alles zu viel ist, der warte einfach bis
Juli 2012. Dann steht die Produktion wieder ganz regulär
auf dem Spielplan des Schillertheaters, der Ausweichspielstätte der
Staatsoper Unter den Linden.